November 30, 2020

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November 30, 2020

TAP: 1,2 Milliarden Staatshilfe, doch 3.600 Jobs wackeln

Mit rund 1,2 Milliarden Euro will Portugal der Fluggesellschaft TAP unter die Flügel greifen. Allerdings muss sich die einst staatliche Airline drastisch verkleinern. Die vorgesehene Ausflottung von 17 Maschinen zieht auch den Abbau von rund 3.600 Stellen nach sich. Lokale Medien berichten übereinstimmend, dass die Jobs von 750 Flugbegleitern, 750 Groundservice-Mitarbeitern und 500 Piloten akut wackeln. Weiters sollen befristete Arbeitsverträge von etwa 1.600 Personen nicht verlängert werden. TAP Air Portugal will dadurch Personalkosten in dreistelliger Millionenhöhe einsparen. Derzeit prognostiziert der Carrier einen Jahresverlust in der Höhe von 582 Millionen Euro. Am Mittwoch wollen Management, Regierung und Gewerkschaften über den Sanierungsplan beraten. Es ist damit zu rechnen, dass die Arbeitnehmervertretung gegen die vorgesehenen Kündigungen Maßnahmen ergreifen wird. Kritik üben die Gewerkschaften bereits jetzt und werfen vor, dass Steuergeld zur Vernichtung von Arbeitsplätzen verwendet wird. Noch hat Portugal die geplante Staatshilfe in der Höhe von 1,2 Milliarden Euro nicht zur Genehmigung bei der EU-Kommission einreicht. Das soll jedoch zeitnah nach Abschluss der Gespräche, die diese Woche stattfinden, erfolgen. TAP Air Portugal musste im Nachgang der Finanzkrise privatisiert werden. Dies gestaltete sich schwierig, denn mehrere Anläufe scheiterten. Letztlich ging eine Atlantic Gateway rund um David Neeleman. Klammheimlich steig jedoch der Einfluss des Staats wieder an, denn zunächst stockte Portugal wieder auf 50 Prozent auf und seit Juli 2020 hält man mit 72,5 Prozent wieder die Mehrheit. Lokale Medien vermuten, dass sich das Neeleman-Konsortium nun komplett zurückziehen könnte und eine Wiederverstaatlichung erfolgen könnte. Die Entscheidungen hierzu werden in den nächsten Tagen erwartet.

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ABTA verteilt Rose an Hotels und Reisebüros – Airlines kassieren Kaktus

Die Austrian Business Travel Association verlieh auch heuer wieder den traditionellen Kaktus für das größte Ärgernis des Jahres. Neu ist, dass auch eine Rose an „verlässliche Partner“ vergeben wurde. Die stachelige Pflanze kassierte die Airline-Branche aufgrund der verschleppten Erstattungen. „In dieser außergewöhnlichen Situation für die Geschäftsreisebranche wollten wir mit der „Rose“ verlässliche Partner auszeichnen, die sich durch innovative Ideen und hilfreiche Services bemüht haben, die Auswirkungen der Krise zu mildern“, so ABTA-Präsident Andreas Gruber die Idee hinter der „Rose“ des Jahres. Die Geschäftsreiseexperten bewerteten den „kulanten Service der Hotels bei den Stornobedingungen“ und die „Rundum-Erreichbarkeit (24/7)“ der Reisebüros gleichwertig, so dass zwei Rosen vergeben wurden. Weniger „rosig“ sah es im Airline-Bereich aus: Die zwei Kakteen gehen ex aequo an den „Europäischen Fleckerlteppich von Corona bedingten Reiseeinschränkungen“ sowie an die „Schleppenden Ticket-Rückerstattungen durch die Airlines“, die die größten Ärgernisse in diesem Jahr für Travel Manager und Geschäftsreisende darstellten.

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Wien-Hamburg: AUA verlängert verpflichtende Corona-Schnelltests

Im November 2020 startete Austrian Airlines eine Antigen-Test-Probephase auf der Strecke Wien-Hamburg-Wien. Diese wird nun bis zumindest 15. Dezember 2020 verlängert. Die Ergebnisse sind jedoch weiterhin weder in Österreich noch in Deutschland zur Erlangung von Einreiseerleichterungen anerkannt. Noch bis zum 15. Dezember 2020 werden alle Fluggäste und Crewmitglieder auf den Austrian Airlines Flügen OS171 (Wien-Hamburg) und OS172 (Hamburg-Wien) vor dem Start auf Covid-19 getestet. So ist gewährleistet, dass alle Personen an Bord negativ auf Covid-19 getestet wurden. Seit dem Start des Pilotprojektes am 12. November konnte Austrian Airlines Erfahrung und Praxis dabei aufbauen, die Schnelltests in die Reisekette zu integrieren. Eine Verlängerung um zwei Wochen soll weitere Erkenntnisse bringen, um mittelfristig das Testangebot in größerem Umfang anzubieten und auf weitere Strecken im Austrian Airlines Netzwerk auszuweiten. Ziel ist es, durch den Einsatz von Schnelltests Reisefreiheit und Gesundheitsschutz zu vereinen und langfristig eine Lockerung der zahlreichen Einreisebeschränkungen zu erreichen. „Die Ankündigung einer baldigen Impfung gibt Anlass zur Hoffnung. Doch bis diese flächendeckend zur Verfügung steht, arbeiten wir weiter mit Hochdruck an unserem Schnelltest-Angebot“, erklärt Austrian Airlines COO Jens Ritter. Die Durchführung der kostenlosen Covid-19 Antigen Schnelltests erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Lufthansa Group sowie den Flughäfen in Wien und Hamburg, wo eine eigene Testinfrastruktur aufgebaut wurde. Fluggäste erhalten ihr Testergebnis bereits nach 10 bis 15 Minuten. Im Falle eines positiven Testergebnisses wird der betroffene Passagier zur vollständigen Abklärung vom Sanitätsteam betreut und die weitere Vorgehensweise mit der zuständigen Gesundheitsbehörde festgelegt. Eine kostenfreie Umbuchung oder Stornierung des Austrian Airlines Fluges ist

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Rabatte: Ryanair und Wizzair „überbieten“ sich wieder gegenseitig

Flugtickets sind derzeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht sonderlich stark nachgefragt. In den letzten Tagen übertrumpfen sich die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair nahezu täglich mit neuen Sonderaktionen. Anlässlich des Cyber-Mondays werben die Ungarn mit einem 25-prozentigen Rabatt und die Iren mit Flugscheinen um fünf Euro. Allerdings haben die Angebote auch einen Haken. Bei Ryanair ist der Reisezeitraum auf Dezember und Jänner 2021 beschränkt. Das macht die Nutzbarkeit aufgrund der derzeit in vielen Ländern harten Einreise- und Quarantänebestimmungen wenig attraktiv. Zwar verzichtet der Carrier auf Umbuchungsgebühren, doch muss eine eventuelle Tarifdifferenz nachgezahlt werden. Bei einem Fünf-Euro-Ticket wird man also mit hoher Wahrscheinlichkeit dann draufzahlen müssen. Wizzair gestattet im Standardtarif keine kostenfreien Umbuchungen. Hierzu muss das Flex-Paket kostenpflichtig dazu gekauft werden. Dieses hat aber hinsichtlich Erstattungen auch einen Haken, denn eine Rückzahlung schließt der Billigflieger aus. Lediglich eine Gutschrift auf das Kundenkonto ist möglich.

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Air Astana schafft Businessclass im E190-E2 ab

Die kasachische Air Astana bietet ab sofort auf dem Maschinentyp Embraer 190-E2 keine Businessclass mehr an. Stattdessen ist nun eine Premium-Economy-Class vorhanden. Laut Aussendung des Unternehmens soll sich in Sachen Service allerdings nichts ändern. Preislich soll es um rund 35 Prozent günstiger werden. Die neue Serviceklasse feierte ihr Debut auf den innerkasachischen Strecken von der Hauptstadt Nur-Sultan nach Shymkent, Atyrau, Aqtöbe und Öskemen (Ust-Kamenogorsk) sowie von Almaty nach Qysylorda. Die Reihen 1 bis 12 sind im Embraer 190-E2 nun für die Premium-Economy-Klasse reserviert. „Wir freuen uns immer über das Feedback unserer Kunden. Dank ihrer Anregungen können wir kontinuierlich unseren Service ausweiten und verbessern. Das Angebot der neuen Premium Economy Class richtet sich nun an Fluggäste, die einen gewissen Komfort zu schätzen wissen und zugleich nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Sie erhalten den gleichen Service und die gleichen Privilegien wie unsere Business-Class-Gäste“, so Islam Sekerbekov, Air Astanas Sales Director. In der Flotte von Air Astana befinden sich fünf Embraer E190-E2.

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Qantas holt Rückkehrer aus Frankfurt und Paris zurück

Australiens Flag Carrier war in den letzten Wochen vor allem damit beschäftigt, „gestrandete“ Menschen im Auftrag der Regierung wieder zurückzubringen. Das war es auch mit Flügen ins Ausland, die Qantas-Langstrecke ist bis auf weiteres lahmgelegt. Im Winter sollen jetzt die nächsten Rückholflüge durchgeführt werden – und dabei Kontinentaleuropa wieder angesteuert werden. Explizit nennt Qantas dabei Paris und Frankfurt. So wird der Qantas-Flug QF115 am 10. Dezember morgens um 6:10 Uhr in Frankfurt erwartet. Und das erstmalig ohne Zwischenstopp. Vorerst allerdings nur für den Repatriierungsflug. Die Ankunft von QF175 in Paris ist für den 14. Dezember um 6 Uhr angesetzt. Sämtliche Flüge, auch die nach London, starten in Sydney und stoppen in Perth, von wo es dann nonstop zur entsprechenden Destination geht. Der Rückflug werde bis Perth ebenfalls ohne Zwischenhalt erfolgen, wie das Nachrichtenmedium Aero berichtet. Endziel ist schließlich wieder Sydney. Australier, die diesen Shuttle-Dienst in die ferne Heimat nutzen möchten, müssen sich nicht nur vorab auf Corona testen lassen, sondern ihre Tickets selbst auch bezahlen: Die Flüge sind auf der Qantas-Webseite regulär buchbar – in beide Richtungen.

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Impfung: VIE richtet Pharma Handling Center mit Kühlangebot ein

Am Wiener Flughafen ist das „Pharma Handling Center“ für die Anti-Corona-Logistik gerüstet – der Impfstoff kann hier kühl gelagert werden. Die Wirkstoffe lieben es kühl. Sehr kühl. Über einer Temperatur von minus 70 Grad Celsius verlieren sie schnell ihre Wirksamkeit. Daher muss während des gesamten Transports eine bitterkalte Kühlkette lückenlos eingehalten werden. Das erfordert jetzt intensive Vorbereitungen. Ein Großteil des Impfstoff wird per Luftfracht landen. Daher hat der Airport Wien eine 1.650 Quadratmeter große Halle bereitgestellt, die Tiefkühllagerungen bis zum Trockeneisbereich ermöglicht. Viele Abläufe passieren dort automatisch, denn für menschliches Personal sind die Arbeitsbedingungen ziemlich sibirisch. Verkehrsstaatsekretär Magnus Brunner: „Der Flughafen ist seit Beginn der Pandemie eine unverzichtbare Drehscheibe für medizinische Hilfsgüter.“

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Emirates führt „Dubai Connect“ wieder ein

Reisende aller Klassen, die über das Drehkreuz von Emirates fliegen, wird damit ein kostenloser Hotelaufenthalt in Dubai ermöglicht, wenn ihr Stopover mehr als zehn Stunden beträgt. Mit „Dubai Connect“ erhalten die Emirates-Passagiere eine kostenlose Übernachtung in einem Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel, die Transfers vom und zum Flughafen, die Mahlzeiten im Hotel sowie bei Bedarf ein Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate bei der Ankunft. Der Service würde darauf abzielen, Kunden, deren Stopover zwischen 10 und 24 Stunden beträgt, eine bequemere Reise zu ermöglichen, wie es in der Presseerklärung heißt. Reisende, die einen Anspruch auf „Dubai Connect“ haben, aber den Flughafen nicht verlassen können, erhalten Zugang zur Emirates Dubai Connect Lounge am Airport. Das Angebot gilt für Kunden mit neuen oder bestehenden Buchungen, die ab dem 1. Dezember 2020 reisen. Emirates bedient derzeit mehr als 90 Ziele auf sechs Kontinenten weltweit über einen Zwischenstopp in Dubai.emirates

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EGO Airways erhält AOC

EGO Airways geht einen weiteren Schritt Richtung Flugstart: Die neu gegründete Fluglinie erhält das AOC. Das Luftverkehrsbetreiberzertifikat hat das Unternehmen am 19. November von der italienischen Zivilluftfahrtbehörde entgegen genommen. Doch wann genau die italienische Regionalluggesellschaft startet wird, steht noch in den Sternen. Bis dato würde der Carrier lediglich eine Embraer E190-100LR zu der Flotte zählen. Der 12,6-jährige Regionaljet führte zuletzt eine Reihe von Testflügen rund um Florenz-Peretola durch und wurde seitdem in Mailand-Malpensa gelagert, wie ch-aviation.com berichtet.

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JetBlue sichert sich Slots in London

JetBlue Airways rüstet sich für das nächste Jahr: Der US-Carrier sichert sich die Slot-Rechte an den Flughäfen London-Gatwick und London-Stansted. Während die amerikanische Fluggesellschaft in Gatwick lediglich sieben wöchentliche Slot-Paare für Flüge aus New York-JFK erhielt, hatte sie in Stansted mehr Glück. Denn dort wurden es nämlich 14 für Flüge aus Boston. Außerdem habe sich die Fluglinie auch schon Gedanken gemacht, mit welcher Maschine die Transatlantik-Flüge eingeweiht werden sollen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Ein Airbus A321-200 soll den Anfang machen.

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