Januar 9, 2021

Weitere Artikel aus der Rubrik

Januar 9, 2021

Nichts mit „bis 10. Jänner 2021“ – Einreiseverordnung soll nochmals verschärft werden

Kann man den Informationen, die Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) während ihrer regelmäßigen, gemeinsamen Pressekonferenzen verlautbaren, überhaupt noch ansatzweise vertrauen? Alle vier haben betont, dass die „Weihnachtseinreise-Verordnung“ bis inklusive 10. Jänner 2021 gelten solle. Als die Verordnung dann wenige Tage vor dem Inkrafttreten vorgelegen ist, staunten viele nicht schlecht: Vom 10. Jänner 2021 war nichts zu lesen. Vielmehr ist in dem Text, der von Rudolf Anschober unterzeichnet ist, der 31. März 2021 als Ablaufdatum zu lesen. Selbiges Datum findet sich auch in den Informationen, die das Gesundheitsministerium an Airlines und Bodenabfertiger übermittelt hat. Im NOTAM, das für die Luftfahrt verbindlich ist, wird der 15. März 2021 als „Verfallsdatum“ genannt. Also kursieren drei unterschiedliche Termine wie lange die „Anti-Weihnachten-Verordnung“ gelten soll. Da ist es dann nur noch das Tüpfelchen auf dem „i“, dass das Anschober-Ministerium, das Anfragen ansonsten fast in Lichtgeschwindigkeit beantwortet, auf Fragen überhaupt nicht reagiert hat. Gefragt wurde das Gesundheitsministerium unter anderem, ob die Verordnung – wie von Bundeskanzler, Innenminister, Vizekanzler und Gesundheitsminister angekündigt – bis 10. Jänner 2021 gelten wird und was eigentlich danach kommt. Antworten gab es allerdings keine. Das dürfte auch seinen sehr guten Grund haben, denn mittlerweile will Österreichs Regierung nichts mehr von einer „Weihnachtsverordnung“ wissen, sondern will die massiv umstrittene Verordnung nochmals verschärfen. Das bedeutet konkret: Kommende Woche soll ein neuer Text herausgegeben werden und Reisende müssen sich abermals auf zusätzliche Schikanen einstellen. Laut Innenminister Karl Nehammer würde man mit dem Antritt

weiterlesen »

AUA poltert gegen Flugverbote und bucht Passagiere auf Umsteigeflüge um

Eine ungewohnt klare Ansage an die österreichische Bundesregierung macht Austrian Airlines in Sachen Landeverbote für Nonstopflüge, die im Vereinigten Königreich bzw. in Südafrika gestartet sind: Man wird die betroffenen Passagiere einfach auf Umsteigeverbindungen umbuchen, so dass diese „weiterhin ungehindert nach Österreich einreisen“ können. Das von Rudolf Anschober (Grüne) geführte Gesundheitsministerium verlängert – wie berichtet – den Bann für Nonstopflüge mit Passagieren, die in UK bzw. Südafrika gestartet sind, um vorerst zwei Wochen. Erfasst sind allerdings ausschließlich Nonstopflüge und nicht Umsteigeverbindungen. Das bedeutet konkret, dass Personen aus dem Vereinigten Königreich bzw. Südafrika weiterhin nach Österreich fliegen können, sofern sie in einem anderen Staat auf eine andere Maschine umsteigen. Daher hält Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech den von Anschober durchgesetzten Bann für wirkungslos. „Landeverbote sind unverhältnismäßig und wirkungslos. Wir fordern flächendeckende Einreisekontrollen mittels Corona Test nach der Ankunft für alle Reisenden aus diesen Gebieten, unabhängig von ihrer Flugroute“, so der AUA-Generaldirektor. Der Carrier wird aufgrund der von der österreichischen Bundesregierung angeordneten Maßnahme bis vorerst 24. Jänner 2020 sämtliche Flüge von UK und Südafrika aus nach Österreich streichen. In die umgekehrte Richtung darf geflogen werden und das hat die AUA auch vor: „Die Flüge nach Großbritannien können bis auf einzelne Verbindungen durchgeführt werden, jedoch müssen bis zum genannten Datum alle Rückflüge von London Heathrow nach Wien gestrichen werden. Austrian Airlines hat der österreichischen Bundesregierung angeboten, erneut für Repatriierungsflüge zur Verfügung zu stehen – eine entsprechende Genehmigung dafür wurde bisher nicht erteilt“, schreibt das Unternehmen in einer Aussendung. Letztlich bedeutet das, dass Austrian Airlines von

weiterlesen »

SJ182: Absturz vier Minuten nach dem Start in Indonesien

Am Samstag, den 9. Jänner 2021, verlor Sriwijaya Air Flug SJ182, durchgeführt mit der Boeing 737-500 mit der Registrierung PK-CLC aus noch ungeklärter Ursache um 14 Uhr 40 Lokalzeit den Funkkontakt. Die Maschine ist laut einer offiziellen Erklärung des Leiters der Regionalregierung von Sribu (Indonesien) in der Nähe der Insel Palau Laki abgestürzt. Die Boeing 737-500 befand sich auf dem Weg von Jakarta nach Pontianak und befand sich in etwa vier Minuten in der Luft, ehe der Funkkontakt zwischen Fluglotsen und Flugzeugführern abgerissen ist. Ersten offiziellen Angaben nach befanden sich 56 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Die Regionalregierung leitete umgehend Such- und Rettungsmaßnahmen ein. Es ist derzeit völlig unklar, ob es Überlebende gibt oder nicht. Die Ursache des Absturzes ist ebenfalls nicht bekannt. Diese werden Unfallermittler feststellen müssen. Bekannt ist derzeit lediglich, dass der 27 Jahre alte Mittelstreckenjet um 7 Uhr 36 UTC auf dem Flughafen Jakarta gestartet ist und auf 10.900 Fuß gestiegen ist. Anschließend verlor die PK-CLC plötzlich enorm stark an Höhe. Das letzte von der Maschine gesendete Höhensignal war 250 Fuß. Der Kontakt riss um 7 Uhr 40 UTC ab. Die Regionalregierung bestätigte mittlerweile, dass die Sriwijaya-Air-Maschine abgestürzt ist.

weiterlesen »

Danzig: Lastwagen kracht unter Wizz-Air-A320neo

Noch ist die HA-LJB, ein Airbus A320neo der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air, nicht einmal ein halbes Jahr alt, doch schon reparaturbedürftig. Ein Mercedes-Lastwagen krachte am 7. Jänner 2021 auf dem polnischen Flughafen Danzig unter den Mittelstreckenjet. Es entstand bloßer, aber teurer Sachschaden. Eine Sprecherin des Airports bestätigte, dass niemand verletzt wurde. Auch der Fahrer des Lastwagens konnte unverletzt aussteigen. Die HA-LJB wurde für einen Flug nach Stockholm vorbereitet. Aus noch ungeklärter Ursache krachte das Ground Service Fahrzeug unter den Airbus A320neo der Billigfluggesellschaft Wizz Air. Es handelte sich um einen Lastwagen, der das Flugzeug mit Frischwasser versorgen sollte. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass der Lastwagen es beim Rückwärtsfahren stecken geblieben ist und sich am Fahrwerk des Flugzeugs verfangen hat, schreiben lokale Medien. Wie hoch der Sachschaden ist, konnten weder Wizz Air noch der Flughafen Danzig beziffern. Dies muss noch im Rahmen einer Begutachtung festgestellt werden.

weiterlesen »