Januar 29, 2021

Weitere Artikel aus der Rubrik

Januar 29, 2021

Norwegian reduziert die Flotte auf 53 Maschinen

Norwegian möchte sich allem Anschein nach neu ausrichten: Die angeschlagene Fluggesellschaft wird ihre Flotte um die Hälfte reduzieren. Somit würden nur mehr 53 Flugzeuge im Fuhrpark der Airline verbleiben. Die Airline hat nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie enorme Verluste eingefahren und musste deswegen die Regierung um Hilfe bitten. Dementsprechend strich die Fluglinie vor einigen Tagen auch alle Langstrecken-Flüge und konzentriert sich in Zukunft auf das Kurzstrecken-Geschäft. Ziel des vereinfachten Geschäftsmodells sei es, günstige Preise auf vielen Inlandsrouten in Norwegen sowie im skandinavischen Raum und in Richtung wichtiger Reiseziele in Europa anzubieten. Und so das Unternehmen wieder profitabel zu machen.  

weiterlesen »

AF447: Berufungsgericht könnte Anklage auf Airbus ausdehnen

Das Pariser Berufungsgericht wird am 4. März 2021 darüber entscheiden, ob die von der französischen Staatsanwaltschaft beantragte Anklage gegen Air France wegen fahrlässiger Tötung von 228 Menschen zugelassen wird oder nicht. Die Kammer prüft offenbar auch eine mögliche Ausdehnung auf den Hersteller, Airbus. Hintergrund ist Flug AF447, der in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 2009 über dem Atlantik abstürzte. Die von der französischen Flugunfallermittungsbehörde durchgeführte Untersuchung zog sich sehr lange hin, denn erst im Jahr 2011 gelang es die Flugschreiber auszuwerten. Im Abschlussbericht kamen die Ermittler zum Schluss, dass höchstwahrscheinlich die Pitot-Sonden, die die Geschwindigkeit messen, durch Eiskristalle verstopften und dadurch ausgefallen sind. Der Autopilot schaltete sich ab und die Steuersoftware aktivierte den Modus „Alternate Law“. Die Flugzeugführer sollen Fehlentscheidungen, die für diesen Modus unangemessen waren, getroffen haben. Der Airbus A330 stürzte in den Atlantik, alle Insassen kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst im Jahr 2011 gefunden. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Ansicht, dass Airbus die Piloten nicht ausreichend geschult habe. Das sah der zuständige Ermittlungsrichter anders und wies den Antrag auf Anklage ab und begründete es unter anderem damit, dass mehrere ungünstige Umstände zusammengekommen sind. Das wollte die Staatsanwaltschaft nicht auf sich sitzen lassen und zog vor das Berufungsgericht. Die französische Le Figaro, die für gewöhnlich gut informiert ist, berichtet unter Berufung auf Gerichtsquellen, dass die Kammer auch eine Mitverantwortung des Herstellers Airbus prüft. Damit würde das Berufungsgericht sogar über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgehen, denn diese beantragte ursprünglich lediglich eine Anklage gegen Airbus. Am 4.

weiterlesen »

Lufthansa-Staatshilfe: Ryanair ruft Europäischen Gerichtshof an

Ryanair fordert jetzt den Europäischen Gerichtshof erneut dazu auf, das deutsche Rettungspaket für unrechtmäßig zu erklären. Der irische Billigflieger hat bisher offiziell keinerlei Staatshilfen – den staatlich garantierten Kredit, den man in UK in Anspruch genommen hat, verschweigt der Konzern gerne – erhalten, die Krise muss also nach wie vor aus eigener Kraft bewältigt werden. Gleichzeitig kassierten andere Fluggesellschaften – wie beispielsweise die Lufthansa – ordentlich. Diesen Frust möchte die irische Fluglinie nun wohl rauslassen. Der Low-Coster sieht die Bundesregierung in der Pflicht, auch andere in Deutschland tätige Airlines zu unterstützen. Das soll nun auf EU-ebene bestätigt werden. Unter anderem verlange das britische Unternehmen von den deutschen Verantwortlichen, die Slot-Regeln anzupassen, wie simpleflying.com berichtet. Dazu gibt es auch eine Vorgeschichte: Die aktuellen Regelungen kosteten Ryanair letztes Jahr wichtige Landerechte an den Flughäfen München und Frankfurt. Bei allem Aufschrei: die Führungsetage rund um Michael O’Leary muss sich in Geld üben. Denn es kann viel Zeit in Anspruch nehmen, bis die europäischen Höchstrichter antworten.

weiterlesen »