Februar 23, 2021

Weitere Artikel aus der Rubrik

Februar 23, 2021

Israir startet Flüge nur für Geimpfte

Als weltweit erste Airline startet Israir Flüge, die nur von Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind oder eine Erkrankung überstanden haben, genutzt werden dürfen. Vorerst handelt es sich um die Inlandsstrecke zwischen Tel Aviv und Eilat. Der Carrier kündigte an, dass es im ersten Schritt einzelne Verbindungen geben wird, auf der nur immunisierte Passagiere befördert werden. Die Fluggäste müssen einen Nachweis über die erfolgte Impfung oder aber die überstandene Erkrankung vorlegen. Alternativ kann hierfür der entsprechende „Green Pass“ Israels verwendet werden. Zunächst will Israir einen täglichen Flug exklusiv für immune Personen anbieten. Später will man dies ausdehnen, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass langfristig auf allen Verbindungen ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden muss. Bei der Buchung muss bestätigt werden, dass eine der beiden Voraussetzungen erfüllt werden kann. Beim Boarding muss das entsprechende Dokument vorgewiesen werden, andernfalls wird die Beförderung verweigert. Israel kündigte erst kürzlich an, dass Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind oder eine Erkrankung überstanden haben, erhebliche Erleichterungen im Alltag erhalten werden. Mit dem Zertifikat oder dem Green Pass ist der Besuch von Fitnessstudios, Restaurants und so weiter möglich. Auch ist man von der Quarantäne befreit. Mit Zypern und Griechenland wurden erste bilaterale Abkommen für Reisen ohne Absonderung für Geimpfte geschlossen.

weiterlesen »

Cabo Verde: Kein Geld für Löhne – Staat springt ein

Nach elf Monaten Grounding ist Cabo Verde Airlines nicht mehr in der Lage die Löhne der Mitarbeiter zu bezahlen. Der Staat gewährt aus diesem Grund ein weiteres Darlehen, das über die Caixa Económica de Cabo Verde ausbezahlt wird. Die Höhe des Notkredits beläuft sich auf umgerechnet 1,2 Millionen U.S.-Dollar. Laut offizieller Erklärung von Finanzminister José Ulisses de Pina Correia e Silva beträgt die Laufzeit des staatlich garantierten Kredits 12 Monate. Das Gesamtvolumen, das Cabo Verde Airlines gewährt wurde, beläuft sich auf 3,4 Millionen U.S.-Dollar. Ein Teil der Darlehen wurde auch für die Wartung der geparkten Maschinen des Typs Boeing 757-200 verwendet. Den letzten kommerziellen Flug führte Cabo Verde Airlines am 18. März 2020 durch. Aufgrund der harten Einreise- und Quarantänebestimmungen ruht der Flugverkehr seither. Vor der Insolvenz wurde der Carrier nur deshalb bewahrt, weil der Staat Bürgschaften für insgesamt drei Kredite eingegangen ist. Ein exakter Termin für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs steht noch nicht fest. Jedenfalls betont man, dass diverse Verträge neu verhandelt wurden, um so die Kosten absenken zu können.

weiterlesen »

Kuwait: Weiterhin Einreiseverbot für Ausländer

Kuwait verlängert das Einreiseverbot für Nicht-Staatsbürger auf unbestimmte Zeit. Ursprünglich war dieses auf 14 Tage befristet. Damit will der Golfstaat das Einschleppen von Corona-Mutationen verhindern. Bereits zuvor hatte Kuwait komplizierte Einreisebestimmungen. Lokale Medien berichten, dass die touristische Buchungslage „gut“ sein soll, jedoch die Hoteliers nun um ihr Geschäft bangen müssen, da die Gäste gar nicht einreisen dürfen. Da Kuwait insgesamt 35 Länder auf eine rote Liste gesetzt hatte und verlangte, dass man sich vor der Einreise 14 Tage lang in einem Drittsaat aufgehalten haben muss, sind nun viele in Dubai „gestrandet“. Dies betrifft nicht unbedingt Touristen, sondern eher Personen, die in Kuwait arbeiten, jedoch nicht über die Staatsbürgerschaft verfügen. Beispielsweise sollen einige indische Servicemitarbeiter schon seit rund vier Wochen in Dubai festsitzen. Bis zum 7. Feber 2021 galt die Regel, dass eine 14-tägige Quarantäne in einem Drittstaat notwendig ist. Kuwait überraschte dann viele mit einem generellen Einreiseverbot für Ausländer, das nun unbefristet verlängert wurde.

weiterlesen »

Ägypten will mit neuem Lowcoster Europäer „abholen“

Das ägyptische Tourismusministerium will, dass Egyptair eine Low-Cost-Abteilung oder –Tochter ins Leben ruft, die ab Urlauber aus Europa und dem Mittleren Osten beispielsweise nach Marsa Alam, Hurghada, Sharm El Sheikh und Taba bringt. Tourismusminister Khaled Al-Anani und Luftfahrtminister Mohamed Manar kündigten an, dass der neue Billigflieger mit bestehenden Charterangeboten in den direkten Wettbewerb treten soll. Man will mehr Individualtouristen ins Land bringen und sich damit von Pauschalreiseveranstaltern unabhängiger machen. Wie das genau funktionieren soll, sagten die beiden Regierungsmitglieder nicht. Naheliegend wäre, dass die Tochtergesellschaft Ai Cairo diese Aufgabe übernehmen könnte, doch das wurde explizit ausgeschlossen. Dieser Carrier soll weiterhin das Chartergeschäft bedienen. Auch wurde die Frage, ob Egyptair für das Lowcost-Projekt eine neue Tochtergesellschaft samt eigenem AOC gründen wird oder lediglich ein paar Flugzeuge unter einer anderen Marke betreiben wird, nicht beantwortet. Interessant ist auch, dass Taba explizit als Destination genannt wurde. Der Badeort befindet sich direkt an der Grenze zu Eilat (Israel) und hat seine besten Zeiten offensichtlich hinter sich. Der Ort ist sehr klein und besteht überwiegend aus Hotels und Spielcasinos. Der Airport verfügt über zwei 4.000 Meter lange Pisten und ist durchaus verschlafen, da es auch vor der Corona-Pandemie nur wenig Flugverkehr gab. Der Flughafen wurde allerdings nicht überdimensioniert, sondern ist eine Hinterlassenschaft Israels, denn bis zur Rückgabe der Sinai-Halbinsel bestand hier die Luftwaffenbasis Etzion. Staat will von geschlossenen Grenzen profitieren Ägypten will sich mit dem geplanten Lowcoster auch in Sachen Tourismus-Reaktivierung in eine Pole-Position bringen. Die Regierungsmitglieder rechnen damit, dass im Sommer 2021 zahlreiche bei Europäern

weiterlesen »

Regierung droht TAP-Mitarbeitern: Lohnkürzung oder gefeuert werden

Die Regierung Portugals erhöht den Druck auf das fliegende Personal von TAP Air Portugal. Sollten diese eine Vereinbarung, die zur Senkung der Löhne führt, nicht akzeptieren, soll mindestens die Hälfte der Belegschaft abgebaut werden. Das Ausmaß der Gehaltskürzungen beziffern lokale Medien mit 35 bis 50 Prozent. Für die Arbeitnehmervertreter ist das inakzeptabel, denn im Zuge der Krise wurden die Bezüge bereits um 25 Prozent reduziert. Der bevorstehende Abschlag bezieht sich nicht auf den ursprünglichen Lohn, sondern den bereits gekürzten, so dass die Einbußen drastisch ausfallen. Der portugiesische Staat hält die Mehrheit an TAP Air Portugal und will die Kosten radikal kürzen. Sollte das Personal den im Sanierungsplan vorgesehenen Maßnahmen, die bis vorerst 2024 befristet sind, nicht zustimmen, werde man einen großangelegten Personalabbau durchführen. Diese „Drohung“ stammt nicht aus der Geschäftsleitung, sondern aus dem Verkehrsministerium. Offiziell basiert alles auf Freiwilligkeit, doch damit ist es nicht weit. Wer bis Ende Feber 2021 nicht zustimmt, riskiert ab 1. März 2021 die Kündigung ausgehändigt zu bekommen. Jene, die nicht abgebaut werden, sollen zwangsweise Gehaltseinbußen erfahren. Gekürzt werden sollen alle Löhne ab 900 Euro brutto. Das Verkehrsministerium betonte in einer Medienmitteilung auch, dass es in diesem Zusammenhang keine Verhandlungen mehr geben wird. Die Lage der TAP Air Portugal wäre so prekär, dass keine Zeit mehr ist und der Staat ist nicht bereit alternative Lösungsoptionen anzunehmen. Die Vorgehensweise Portugals erinnert stark an eine große Billigfluggesellschaft, die für „zustimmen oder gefeuert werden“ immer wieder in die Schlagzeilen gerät.

weiterlesen »

Anleihe: Genf organisiert sich 180 Millionen Franken

Der Flughafen Genf organisiert sich auf dem Kapitalmarkt über eine Anleihe 180 Millionen Schweizer Franken. Die Verzinsung liegt bei 0,95 Prozent. Die Laufzeit endet am 25. März 2031. Die Finanzmittel sollen den Fortbestand des Airports sichern. Genf schrieb im Jahr 2020 erstmals in der Firmengeschichte rote Zahlen. Der Verlust wurde seitens der Geschäftsleitung mit 129,5 Millionen Schweizer Franken beziffert. Hintergrund ist das aufgrund der Corona-Pandemie stark rückläufige Flugaufkommen. Flughafenchef André Schneider ist erfreut, dass die Anleihe von Investorenseite her gut angenommen wurde. Weiters verweist er darauf, dass sich die Schweizerische Eidgenossenschaft als starker Eigentümer erweist. Derzeit führt Swiss ab Genf ein stark ausgedünntes Flugangebot durch. Aufgrund der harten Einreise- und Quarantänebestimmungen werden nur noch drei Ziele angeflogen.

weiterlesen »

Reisebüros: Emirates führt GDS-Gebühr ein

Der Golfcarrier Emirates führt eine Gebühr für Buchungen, die über GDS-Systeme getätigt werden, ein. Die Höhe ist abhängig von der Distanz und beträgt mindestens 12 Euro und maximal 21 pro Ticket. Betroffen sind in erster Linie Reisebüros und Firmenstellen, die GDS-Systeme wie Galileo, Sabre oder Amadeus nutzen. Vor einigen Jahren sorgte Lufthansa für Aufregung als ein solcher Zuschlag eingeführt wurde. Mittlerweile zogen zahlreiche Fluggesellschaften nach. Emirates hatte bislang eine solche Gebühr nicht, jedoch setzt der Carrier künftig auf „Emirates Gateway“, das auf der NDC-Technologie basiert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Fluggesellschaft mit Hauptsitz in Dubai für Buchungen, die darüber getätigt werden, keine Gebühr verlangt. Reisebüros benötigen allerdings eine Vereinbarung zur Nutzung von „Emirates Gateway“.

weiterlesen »