Februar 25, 2021

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Februar 25, 2021

Wien-Rom: Ryanair und Wizz Air vor doppeltem Preiskampf

Die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair planen einen harten Preiskampf zwischen Wien und Rom. Vor einiger Zeit kündigte der ungarische Lowcoster an, dass nicht nur der Flughafen Fiumicino, sondern auch Ciampino ab der österreichischen Hauptstadt angeflogen werden soll. Ryanair zieht nach und will die Strecke „doppeln“. Rom verfügt über zwei Airports: Den Großflughafen FIumicino, der sich ein wenig weiter als der kleinere Ciampino Airport von der Innenstadt entfernt befindet. Die beiden Billigflieger wollen künftig ab Wien beide Airports Roms ansteuern. Ob hierfür überhaupt ein Bedarf vorhanden ist, wird sich zeigen. Jedenfalls ist es ein Indiz dafür, dass der Preiskampf fortgeführt werden werden soll. Dies setzt allerdings voraus, dass Ryanair nicht zuvor Lauda Europe aus Wien abzieht. Ein Blick auf den überwiegend von Lauda Europe, Buzz und Malta Air durchgeführten Ryanair-Sommerflugplan ab Wien zeigt, dass der Konzern massiv ausgedünnt hat. Viele Destinationen werden erheblich später als zuletzt angekündigt aufgenommen. Auch beliebte Ferienstrecken wie Ibiza sind erst unmittelbar zum Beginn der Sommerferien in Wien und Niederösterreich zur Reaktivierung vorgesehen. Generell lässt sich zusammenfassend feststellen, dass im März und April nur sehr wenige Strecken reaktiviert werden sollen. Anschließend folgen drei Wellen: Anfang Mai, Anfang Juni und Anfang Juli. Die Frequenzen sind – ähnlich wie bei Wizz Air – zu Beginn sehr gering. Der Corona-Pandemie sind aber auch viele Strecken komplett zum Opfer gefallen. Entweder wurden diese nie aufgenommen, beispielsweise Türkei-Routen, Beirut und zusätzliche Ukraine-Ziele oder wurden nicht mehr reaktiviert, beispielsweise Stuttgart, Agadir und Marrakesch. Ryanair-Sommerflugplan ab Wien:(Stand: 24. Feber 2021) Destination Frequenz buchbar ab

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Sommer: Lufthansa vor massiver Flugplan-Ausdünnung

Die Lufthansa Gruppe wird im Zeitraum von 1. Mai bis 30. Oktober 2021 das konzernweite Angebot stark ausdünnen. Der Konzern wird die Änderungen ab Donnerstag schrittweise in die Buchungssysteme einpflegen. Dies geht aus einer Mitteilung, die an die Vertriebspartner verschickt wurde, hervor. Lufthansa will sich unter Verweis auf die Finanzzahlen, die am 4. März 2021 veröffentlicht wird, nicht näher zu diesem Thema äußern. Auch gibt man keine nähere Auskunft zum Ausmaß der Kapazitätsreduktion. Aus dem vorliegenden Schreiben geht hervor, dass man „rechtzeitig“ auf die „erwartete Nachfrage reagieren“ wolle. Weiters will der Konzern erreichen, dass Neubuchungen auf Basis des ausgedünnten Flugplans vorgenommen werden. So sollen der Aufwand für Umbuchungen und Erstattungen minimiert werden. Passagiere, die bereits Tickets haben und gegebenenfalls von Streichungen betroffen sind, sollen nach Möglichkeit automatisiert auf andere Verbindungen umgebucht werden. Eurowings streicht 20 Prozent des Angebots Bei der Tochtergesellschaft Eurowings stehen ebenfalls größere Kürzungen an. Die FVW berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass von der bevorstehenden Ausdünnung des Flugplans rund 300.000 Buchungen betroffen sein sollen. Ein Sprecher des Unternehmens bezifferte die Reduktion mit etwa 20 Prozent. Problematisch erweist sich offenbar, dass es für etwa ein Drittel der Bestandsbuchungen keine alternativen Flugverbindungen geben soll. Die Reduktionen, die bei der Lufthansa Gruppe bevorstehen, kommen keinesfalls überraschend. Auch die Mitbewerber Wizzair und Ryanair gehen ihre Planungen deutlich konservativer an und haben die Wiederaufnahme vieler Strecken deutlich nach hinten verschoben. Auch werden nur wenige Frequenzen pro Woche angeboten. Aus der Gesamtheit der Maßnahmen diverser Fluggesellschaften lässt sich ableiten, dass die Branche nach

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Fliegerhorst Vogler wird modernisiert

Wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Rahmen eines Besuchs des Fliegerhorst Vogler bekannt gab, wird in den nächsten Jahren kräftig in die notwendige Modernisierung des Standorts in Hörsching investiert. Nach der Außerdienststellung der Saab 105Ö sei es unabdingbar geworden, Hörsching als zweites Standbein für die verbleibende Luftraumverteidigung neben dem Eurofighter-Stützpunkt in Zeltweg auszubauen. Dafür werden laut der oberösterreichischen Militärkommandanten Brigadier Dieter Muhr mehrere Millionen Euro für die Sanierung des Vorfeldes sowie eines Hangars des militärischen Teils des Linzer Flughafenareals aufgewendet. Zwar bleiben die Eurofighter wohl auch weiterhin im steirischen Zeltweg stationiert, im Rahmen taktischer Maßnahmen oder bei etwaigen Notfallsituationen könne künftig der Betrieb auch ab Hörsching sichergestellt werden. Dazu wird zusätzlich in Maßnahmen investiert, damit der Standort künftig autark betrieben werden kann.

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Deutschland: 1.000 Mitarbeiter haben Airbus verlassen

Die Airbus-Werke in Finkenwerder, Stade, Bremen und Buxtehude sollen bislang rund 1.000 Mitarbeiter freiwillig verlassen haben. Dies erklärte ein Funktionär der IG Metall gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Der Flugzeugbauer versucht betriebsbedingte Kündigungen durch freiwillige Austritte zu vermeiden. Beschäftigte, die sich dafür entscheiden, sollen Abfindungen erhalten. Konzernweit sollen 15.000 Jobs abgebaut werden. Die genaue Anzahl der auf der Kippe stehenden Stellen ist unklar, denn Airbus meinte kürzlich, dass die Kurzarbeit in Frankreich und Deutschland einige Tausend stellen retten könnte. Angaben von Arbeitgeberseite zur Annahme der Prämien für freiwillige Austritte gibt es nicht.

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Azoren: SATA droht Lissabon-Flüge zu kappen

Die Unstimmigkeiten zwischen der portugiesischen Regierung und SATA spitzen sich weiter zu. Das Unternehmen fordert die Vergabe von PSO-Subventionen für den Betrieb der Routen zwischen Lissabon und den Azoren-Inseln. Andernfalls werde man die Routen einstellen. Betroffen sind die Verbindungen von der Hauptstadt nach Pico, Faial und Santa Maria. Aufgrund der Corona-Pandemie sind diese defizitär, doch SATA und die Tochtergesellschaft Azores Airlines haben noch ein anderes Problem am Hals: Die EU-Kommission stufte eine vor einiger Zeit gewährte Beihilfe als rechtswidrig ein und verlangt die Rückführung. Dementsprechend ist die Gewährung von Corona-Hilfen für die beiden Azoren-Carrier äußerst kompliziert. SATA ist der Ansicht, dass ohne PSO-Subventionen die Insel-Festland-Anbindung nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Die Auslastung ist aufgrund der Corona-Pandemie, von der besonders die Region Lissabon stark betroffen ist, sehr gering. Die Azoren-Inseln sind bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Um den Tourismus ankurbeln zu können, gestatten die Inseln Santa Maria, Terceira, Pico, Faial, São Jorge, Graciosa, Corvo und Flores Personen, die einen Nachweis über eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 erbringen können, die Einreise ohne Quarantäne. Auch ist man hinsichtlich der Testbefunde vergleichsweise lax.

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Airbus storniert Norwegian-Großbestellung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus und die insolvente Norwegian Air Shuttle konnten sich auf die Stornierung der 88 Maschinen der A320neo-Reihe einigen. Dies kommt nicht zufällig, denn das Management versucht über das in Irland geführte Insolvenzverfahren aus Kauf- und Leasingverträgen herauszukommen. Norwegian muss an Airbus keinerlei Schadenersatz leisten, jedoch werden im Gegenzug die bereits geleisteten Anzahlungen einbehalten. Damit steht endgültig fest, dass es zu keiner Lieferung von 30 A321LR sowie 58 A320neo an den Billigflieger kommen wird. Ganz ohne Druck kam die Einigung aber nicht, denn am Mittwoch gab es in diesem Zusammenhang eine Anhörung vor dem irischen High Court. Letztlich sollen sich die beiden Parteien im Saal auf die Stornierung der Großbestellung geeinigt haben. Norwegian will auch die Boeing-Order loswerden und dazu Schadenersatz für das B737-Max-Debakel und die Triebwerksprobleme der Dreamliner haben. In diesem Zusammenhang findet noch diese Woche eine weitere Anhörung vor dem High Court statt. Es gilt als wahrscheinlich, dass die U.S.-Amerikaner um die Großbestellung umfallen werden.

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CSA meldet alle Mitarbeiter zur Kündigung an

Die Smartwings-Tochter CSA meldete sämtliche 430 Mitarbeiter beim Arbeitsamt zur Kündigung an. Die Behörde bestätigte auf Anfrage, dass man eine Entsprechende Meldung der Fluggesellschaft erhalten habe. Der Carrier wollte sich dazu nicht äußern. CSA Czech Airlines ist keine staatliche Fluggesellschaft, sondern eine Tochter der privaten Smartwings Group. Der Carrier hat aber eine äußerst lange Tradition und ist – mit kriegsbedingten Unterbrechungen – schon seit 98 Jahren tätig. Die Corona-Pandemie setzte CSA stark zu und die Smartwings Group kritisierte immer wieder die vergleichsweise niedrigen Hilfen der Regierung. Die Anmeldung der 430 Mitarbeiter zum Frühwarnsystem des Arbeitsamtes der Tschechischen Republik kommt aber nicht ganz zufällig. In wenigen Tagen läuft das Moratorium, das die Regierung für Luftfahrtunternehmen erlassen hat, aus. Sollte es zu keiner Verlängerung kommen, können Gläubiger sofort Vollstreckungsmaßnahmen einleiten oder simpel ihre Dienstleistungen einstellen. Vor wenigen Tagen sorgte die Beschlagnahme zweier ATR72 durch einen staatlichen Wartungsbetrieb auf dem Flughafen Prag für Aufsehen. Ein Gericht ordnete die Herausgabe an und verwies auch darauf, dass die Maßnahme eben aufgrund des Moratoriums unzulässig ist. Der Carrier soll unbezahlte MRO-Rechnungen haben. Smartwings verweigerte Staatsbeteiligung an CSA Wie es mit dem Skyteam-Mitglied CSA weitergehen wird, ist vollkommen offen. Smartwings macht in lokalen Medien keinen Hehl daraus, dass die Finanzlage der Tochtergesellschaft so stark angespannt ist, dass ohne frische Finanzmittel, beispielsweise vom Staat, das Überleben akut auf der Kippe steht. Smartwings als Eigentümer kämpft aufgrund der Pandemie selbst, denn auch das Charter- und Ferienfluggeschäft, auf das man spezialisiert ist, brach ein. Doch ganz unschuldig scheint Smartwings an

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SmartLynx Malta fliegt nun für DHL

Um die Fluggesellschaft SmartLynx Malta war es einige Zeit sehr ruhig, doch nun meldet sich der Carrier mit einem neuen Geschäftsmodell zurück. Im Auftrag der Deutsche Post DHL Group wird man zwei Airbus A321-200-Frachter betreiben. Diese werden im Cargo-Netzwerk des Logistikkonzerns eingesetzt. Es handelt sich um ehemalige Passagierflugzeuge, die in Frachter konvertiert wurden. Derzeit werden vermehrt A321 umgebaut, was auch am momentan hohen Preis für Maschinen des Typs Boeing 757 liegt. Das Rückgrat der DHL-eigenen Flotte bildet die B757. SmartLynx Malta ist eine Tochter der Avia Solutions Group. Ursprünglich wurde dieser Ableger gegründet, um Passagierflüge durchzuführen. Die Coronakrise führte jedoch dazu, dass man diesen Flugbetrieb auf Fracht spezialisierte. Laut Mitteilung des maltesischen Carriers soll die A321F-Flotte bis 2022 auf vier Einheiten ausgebaut werden.

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Flughafen Mönchengladbach sucht Gastwirt

Zwar ist die Gastronomie in Deutschland weitgehend geschlossen, doch der Flughafen Mönchengladbach blickt nach vorne und ist auf der Suche nach einem neuen Gastwirt, der ein 745 Quadratmeter großes Lokal betreiben soll. Die Tochter des Düsseldorfer Flughafens sieht das neue Restaurant als Publikumsmagneten und hebt in einer Aussendung auch eine 280 Quadratmeter große Außenterrasse hervor. Diese soll einen Blick auf das Vorfeld bieten. „Dieses besondere Ambiente ist prädestiniert für ein qualitatives gastronomisches Angebot“, so Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. „Wir erhöhen damit die Attraktivität des Flugplatzes für Besucher ebenso wie für Unternehmen“. Ein weiteres Argument, das der Mönchengladbach Airport in einer Aussendung darstellt: Der Flughafen soll sich entlang einer „beliebten Fahrradroute, die für ausreichend Publikumsverkehr und damit für Gäste in der neuen Gastronomie sorgt“ befinden. Gastwirte, die an diesem Airport, der keinen Linienverkehr hat, sondern auf General Aviation und Flugschüler spezialisiert ist, kochen wollen, müssen aber schnell sein. Bewerbungen werden nur bis zum 24. März 2021 angenommen. Schon heute ist der Flugplatz Mönchengladbach mit ca. 650 Arbeitsplätzen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region – Tendenz steigend. Wartungsschwer-gewichte wie RAS und elite Jet expandieren, eine starker Flugschulbetrieb und einzigartige Eventlocations wie der Hugo-Junkers-Hangar beleben den MGL nachhaltig. Die Flugbewegungen lagen 2020 bei 48.856 und damit knapp 15 Prozent über denen des Vorjahres. „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist dies ein besonders positives Signal, das dem negativen Branchentrend entgegensteht“, sagt Franz-Josef Kames, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. Unter dem Label „Innovationsflughafen MGL“ wird in den kommenden Jahren weiter investiert. So sind zusätzliche Flugzeug- und

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Kurz will europaweiten „Privilegienpass“ für Geimpfte

Ungeachtet des Umstands, dass in der Europäischen Union die Impfungen gegen Covid-19 nur im Schneckentempo vorankommen, drängt nun der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf einen „Privilegienpass für Geimpfte“. Diesen will er auf EU-Ebene durchsetzen und falls das nicht gelingt eben nur in Österreich einführen. Kurz macht keinen Hehl daraus, dass Israel das Vorbild ist. Der „Impfweltmeister“ gewährt Genesenen und Geimpften einen so genannten „Green Pass“, der als Türöffner für so ziemlich alles dient. Noch vor wenigen Wochen hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kategorisch ausgeschlossen, dass Personen, die gegen Covid-19 immunisiert wurden, irgendwelche Erleichterungen erhalten sollen. Pensionisten und Touristik machen Druck Doch die Regierung ist von verschiedenen Seiten her massivem Druck ausgesetzt. Das ist beispielsweise die heimische Tourismusbranche, die darauf drängt, dass Gäste möglichst unkompliziert empfangen werden können. Aufgrund der verkorksten Corona-Politik geht es bei vielen Betrieben nur noch ums nackte Überleben. Eine weitere Gruppe, die darauf drängt, sind jene Personen, denen besondere Privilegien von Form von Impfungen zugekommen sind. In erster Linie sind das Pensionisten, die auch schon an den nächsten Urlaub am Stand denken, denn mit der Impfung ist das Thema Corona ja erledigt. In dieser Altersgruppe befindet sich auch eine wichtige Kernwählergruppe der ÖVP, die Sebastian Kurz durchaus im Auge hat, denn die Wahlbeteiligung ist bei älteren Menschen traditionell sehr hoch und mit dieser will man er es sich nicht verscherzen. Druck kommt aber auch von Fluggesellschaften und anderen Verkehrsfirmen, denn diese wollen möglichst rasch wieder viele Passagiere befördern. In diesem Zusammenhang gilt es auch darauf zu

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