März 11, 2021

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März 11, 2021

EMA: Grünes Licht für Vakzin von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag erwartungsgemäß grünes Licht für die Zulassung des Covid-Impfstoffs des U.S.-amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson. Nun liegt der Ball bei der EU-Kommission, deren Zustimmung jedoch als reine Formsache gilt. Im Gegensatz zu den Vakzinen der Mitbewerber Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca ist nur eine Dosis erforderlich. Auch soll das Produkt von Johnson & Johnson im Handling einfacher sein, da es bei Kühlschranktemperatur gelagert werden kann. Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat Österreich 2,5 Millionen Dosen bestellt. Die Wirksamkeit des Vakzins soll bei etwa 66 Prozent liegen und zu 85 Prozent gegen schwere Verläufe schützen. Damit liegt es unter den offiziellen Angaben der mitbewerbenden Produkte von Pfizer und Moderna. Entwickelt wurde der nun von der EMA zur Zulassung empfohlene Impfstoff in Belgien. EU hat 200 Millionen Dosen bestellt Die EU-Kommission hat insgesamt 200 Impfdosen bei Johnson & Johnson bestellt. Davon sollen etwa 55 Millionen Stück im zweiten Quartal des Jahres 2021 ausgeliefert werden. Doch mittlerweile gibt es erhebliche Zweifel, dass die Zusage diese Menge bis Ende Juni 2021 tatsächlich liefern zu können eingehalten werden kann. Bis zum Eintreffen der ersten Dosen in Österreich und Deutschland werden noch ein paar Wochen vergehen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass für den russischen Covid-Impfstoff Sputnik V eine EMA-Zulassung beantragt wurde. Aufgrund einer nationalen Notfallzulassung ist Ungarn das derzeit einzige EU-Land, das dieses Vakzin bereits einsetzt. Immer mehr EU-Staaten, darunter auch Österreich, drängen auf die Zulassung von Sputnik V.

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Gericht: Norwegian schüttelt weitere 25 Flugzeuge ab

Der insolvente Billigflieger Norwegian Air Shuttle konnte vor dem irischen High Court einen weiteren Erfolg erzielen. Das Gericht erteilte die Zustimmung für die sofortige Beendigung von Leasingverträgen für 25 Maschinen. Zuvor wurde eine entsprechende Vereinbarung mit den betroffenen vier Gläubigern geschlossen, die der High Court nun abgesegnet hat. Diese Einigung schließt an weitere Lösungen, die in den letzten Wochen gefunden wurden, an: Die Airbus-Großbestellung wurde annulliert und mit einem chinesischen Leasinggeber konnte man auf die Beendigung des Vertrags über zehn Maschinen einigen. Ursprünglich strebte Norwegian zunächst die Reduktion der Verträge an, doch das Gericht entschied, dass diese beendet werden. Zwar versuchten einige Lessoren bei Gericht noch möglichst viele Zahlungen zu sichern, doch der Insolvenzrichter ging auf das Vorbringen in nur sehr geringem Umfang ein und berücksichtigte diese bei seinen Entscheidungen nicht nennenswert. Eigenen Angaben nach ist Norwegian Air Shuttle nun in der Lage einen Sanierungsplan vorzulegen. Über diesen werden das das Gericht und die Gläubigerversammlung entscheiden. Mit Boeing ist man sich nicht einig, denn die U.S.-Amerikaner pochen hinsichtlich der 737-Max-Großbestellung, die der Billigflieger abschütteln will, auf den Gerichtsstandort USA:

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Einreise: Heathrow-Passagiere müssen sechs Stunden warten

Der Brexit, die Corona-Pandemie und die Notwendigkeit eine geballte Ladung Bürokratie manuell zu kontrollieren, führt derzeit bei der Einreise am Flughafen London-Heathrow zu Wartezeiten von bis zu sechs Stunden. Das Passagieraufkommen ist aber äußerst überschaubar, weshalb sich Airport-Chefin Emma Gilthorpe ernsthaft besorgt zeigt. Vor dem Innenausschuss des Parlaments forderte die Managerin mit Nachdruck, dass die Regierugn mehr Beamte für die Kontrollen einsetzen solle. Sie verwies darauf, dass häufig nur wenige Schalter besetzt sind und die Passagiere zum Teil zwischen drei und sechs Stunden auf ihre Einreise warten müssen. In Zeiten von Corona klingt dies fast unglaublich. Bedenkt man, dass Heathrow derzeit nur etwa zehn Prozent des üblichen Verkehrs hat, kommen die langen Wartezeiten aus Sicht der Flughafenleitung einem Schildbürgerstreich gleich. Gilthorpe warnte auch dafür, dass Passagiere künftig andere Airports für die Einreise nutzen könnten, da sich die Zustände herumsprechen würden und niemand in Zeiten von Corona so dermaßen lange auf die Einreise warten möchte.

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Handgepäck: Balearen eröffnen Verfahren gegen Ryanair

Die Konsumentenschutzbehörde der Balearen hat ein offizielles Verfahren gegen die Billigfluggesellschaft Ryanair eröffnet. Gegenstand der Untersuchung ist die seit 1. November 2018 gültige Regelung für das Handgepäck. Der Carrier gestattet kostenfrei nur die Mitnahme einer kleinen Tasche, die nicht größer als 40x20x25 Zentimeter sein darf. FACUA, eine spanische Konsumentenschutzorganisation, brachte zahlreiche Beschwerden bei verschiedenen Behörden ein. Eigenen Angaben nach sollen bislang nur die Balearen reagiert haben. Argumentiert wird, dass die Regelung von Ryanair gegen verschiedene spanische Gesetze sowie Regulative der Region der Balearen verstoßen würde. Die Regionalregierung forderte Ryanair nun zur Stellungnahme auf. Anschließend will man die Entscheidung verkünden. Fällt diese zu Ungunsten des Billigfliegers aus, so kann dieser ein Rechtsmittel ergreifen und der Fall würde vor Gericht landen. Ryanair handelte sich in Italien ähnlichen Ärger ein und kassierte eine saftige Geldstrafe, gegen die gerichtlich vorgegangen wird. Final ist noch nicht entschieden.

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SAF-Quoten: Billigflieger wollen Langstrecke einbeziehen

Unter anderem die Fluggesellschaften Ryanair, Easyjet, Wizzair, Loganair und Jet2 fordern in einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommission, dass nicht nur Kurzstreckenflüge von der Nutzungsverpflichtung für nachhaltige Treibstoffe erfasst werden sollen, sondern auch die Long Haul. Man sieht im derzeitigen Vorgehen der EU-Kommission nicht nur eine Wettbewerbsverzerrung, sondern auch die Gefahr, dass die Dekarbonisierung ad-absurdum geführt werde. Die unterzeichnenden Fluggesellschaften verweisen darauf, dass der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auf der Long Haul wesentlich größer sein soll. Daher sollte auch dieses Segment von den so genannten SAF-Quoten erfasst werden. „Es gibt keine Logik, Langstreckenflüge von den SAF-Nutzungsverpflichtungen auszuschließen, da dies die einzige Möglichkeit ist, den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren“, wird Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary in einer Aussendung zitiert. Ob der Vorstoß der Billigfluggesellschaften in Brüssel Erfolg haben wird, das gilt es abzuwarten.

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ATR: Nur 10 Flugzeuge in einem Jahr ausgeliefert

Das Jahr 2020 war für den Flugzeugbauer ATR wohl definitiv ein „Seuchenjahr“. Das Joint-Venture von Airbus und Leonardo konnte nur sechs Neubestellungen an Land ziehen. Auch wurden nur zehn Maschinen an Kunden übergeben, geht aus dem Geschäftsbericht von Leonardo hervor. Beim Mitbewerber de Havilland Aircraft of Canada ist es ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich gelaufen. Dieser Hersteller kündigte gar die zumindest temporäre Einstellung der Produktion der Dash 8-400 an. Grund dafür ist, dass man keine Neubestellungen mehr hat. Das Backlog wird noch abgearbeitet und dann werden die Pforten in Toronto auf unbestimmte Zeit schließen. ATR war eher damit konfrontiert, dass die Kunden ihre Bestellungen zunächst aufschieben wollten. Allerdings konnte man zunehmend im Frachtbereich stärker werden, denn beispielsweise an FedEx konnte man 50 ATR72-600F verkaufen. Die Auslieferungen laufen bereits seit Ende 2020. Dieses Segment will der europäische Hersteller heuer stärker forcieren.

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Schlappe für Airbus: Southwest bleibt Boeing treu

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines steht laut lokalen Medienberichten unmittelbar vor einer Großbestellung für das Muster Boeing 737 Max 7. Zuvor hatte man alternativ auch den Airbus A220-300 evaluiert, sich jedoch nun dafür entschieden dem Stammhersteller treu zu bleiben. Southwest Airlines ist mit 742 Exemplaren verschiedener Varianten der Boeing 737 der mit Abstand größte Operator und damit wichtigste Kunde des Herstellers. Damit hat die Entscheidung, dass die bestehende 737-Max-7 Order über 52 Exemplare aufgestockt werden soll, besonderes Prestige für Boeing. Airbus konnte mit dem A220-300 nicht punkten. In den nächsten Jahren will Southwest die 481 Boeing 737-700 ersetzen. Derzeit ist man neben Westjet der einzige Großkunde für die Max-7. Es ist damit zu rechnen, dass die Airline aus Dallas zahlreiche Exemplare nachbestellen wird. Die Grundsatzentscheidung soll laut lokalen Medien dazu führen, dass zunächst 100 Maschinen nachbestellt werden. Auf die Auslieferung wird Southwest allerdings einige Zeit warten müssen, denn in diesem Programm gibt es Verzögerungen.

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CSA: Gericht eröffnet Insolvenzverfahren

Das Amtsgericht Prag eröffnete das Insolvenzverfahren über die Smartwings-Tochter CSA Czech Airlines. Die erste Gläubigerversammlung ist für den 7. Juni 2021 anberaumt. Zum Masseverwalter wurde der Rechtsanwalt Petr Pacholík bestimmt. Dieser hat bis zum 17. Mai 2021 eine vollständige Gläubigerliste an das Gericht zu übermitteln. Während der Gläubigerversammlung, zu der nur Vertreter vom Gericht anerkannter Forderungen zugelassen werden, soll unverzüglich über das weitere Schicksal der Tochtergesellschaft von Smartwings entschieden werden. Gesetzlich sind verschiedene Optionen möglich: Die Gläubiger und das Gericht könnten einen Sanierungsplan annehmen, den Verkauf anordnen oder aber den Konkurs und damit die Abwicklung und Verwertung von Vermögenswerten beschließen. Zuletzt wurde bekannt, dass CSA per sofort den Betrieb des Musters ATR72 einstellen wird. Staatshilfe erhielt das Unternehmen übrigens nicht, denn Smartwings weigerte sich strikt eine Beteiligung des Staats zuzulassen. Die Muttergesellschaft hingegen erhielt Unterstützung von der Regierung, jedoch konnte man aus gesetzlichen Gründen nichts an CSA weitergeben.

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Airplus: Lufthansa vor Tafelsilber-Verkauf

Noch vor wenigen Monaten schloss Lufthansa-Chef Carsten Spohr den Verkauf von „Tafelsilber“ kategorisch aus. Nun will man mit dem Verkauf der Kreditkartentochter Airplus eine Milliarde Euro erlösen. Noch im Sommer 2021 soll die Transaktion über die Bühne gehen, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Lufthansa soll mit einem Verkaufserlös von rund einer Milliarde Euro rechnen. Diese kann man angesichts der herben Verluste, die die Corona-Pandemie beschert hat, gut gebrauchten. Vermutet wird auch, dass die Mittel zur weiteren Tilgung des Staatskredits verwendet werden könnten. Im Geschäftsbericht des Jahres 2020 wurden bereites der Verkauf von Air Plus, des internationalen Catering-Geschäfts von LSG und weitere Nicht-Airline-Bereiche genannt. Diese sollen geprüft und bewertet werden. So steht es im Geschäftsbericht, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde.

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Grenze im DDR-Stil: Österreich, Tschechien und die Slowakei mucken gegen Deutschland auf

Die Regierungen von Österreich, Tschechien und der Slowakei verlieren nun die Geduld mit Deutschland und seiner Provinz Bayern. Gemeinsam wenden sich die Parlamentspräsidenten an ihren Amtskollegen Wolfgang Schäuble (CDU) und fordern mit Nachdruck die Aufhebung der schikanösen Grenzkontrollen, die Deutschland unter dem Deckmantel Corona praktiziert. Die drei europäischen Staaten erinnern den Bundestagspräsidenten daran, dass gemeinsam auf EU-Ebene vereinbart wurde, dass die wirtschaftlichen Verluste durch die Pandemie so gering wie möglich gehalten werden sollen. Konkret bezieht man sich auf die Schikanen, die beispielsweise Lastwagenfahrer erleiden müssen. Es ist mehr als offensichtlich, dass Deutschland sich nicht traut ähnliche Maßnahmen an der französischen Grenze durchzuführen, denn man ist auf die Gunst der Franzosen auf EU-Ebene angewiesen. Genau in diese Kerbe schlagen die Parlamentspräsidenten von Österreich, Slowakei und Tschechien. Diese fordern eine Gleichbehandlung. Momentan ist das nicht der Fall. Doch was machte Deutschland zuletzt? Unter dem Deckmantel Corona werden die schikanösen Kontrollen, die Personen aus Tirol, Tschechien und der Slowakei erleiden müssen, bis mindestens 17. März 2021 fortgeführt. Dazu kommt, dass man nur noch Deutsche und Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik einreisen lässt. Für Pendler und Lastwagenfahrer gibt es wenige Ausnahmen, jedoch müssen diese einen nicht alter als 48 Stunden alten Coronatest vorlegen. In Österreich ist das nicht sonderlich schwierig, doch Deutschland schaffte es nicht einmal kostenlose Schnelltests per 1. März 2021 zu starten. Dazu muss erst eine Taskforce gebildet werden…

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