April 19, 2021

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April 19, 2021

Lauda Europe: Flugbegleiter sollen mehr Alkohol verkaufen

Die Flugbegleiter der maltesischen Lauda Europe werden nun dazu gedrängt den Verkaufsfokus auf alkoholische Getränke und die umstrittenen Ryanair-Rubbelkarten zu legen. Auch neue „Service-Ansagen“ wurden eingeführt. Die Einhaltung der Anweisungen will das Unternehmen sogar mit Hilfe von Mystery-Passagieren kontrollieren. Dies geht aus einem Aviation.Direct vorliegenden Anschreiben, das der für Wien zuständige Base-Supervisor an die Flugbegleiter ausgeschickt hat, hervor. In diesem wird insbesondere angewiesen, dass der Verkauf von Alkohol und der umstrittenen Ryanair-Rubbelkarten „gepusht“ werden muss. Sinnbildlich ist, dass unter anderem auf Palma-Strecken verstärkt alkoholische Getränke angeboten werden sollen. Auszug aus der internen Anweisung, die in englischer Sprache vorliegt: “On MAD route, especially on late scheduled flights focus on Alcohol Service. On PMI route focus on alcohol service on the flight to PMI. On all Italian routes (BRI – CIA – CTA – MXP – NAP) always push on scratchcards and dedicated services for fragrances (20€/30€ perfumes service) On Portuguese routes (FAO – LIS – OPO) focus on Fresh Food and Alcohol. On German routes (DTM – CGN) focus on Alcohol and push on Scratchcards. On BLL and NYO main focus on D-Cart, especially Fragrances and Alcohol. On STN and MLA flights focus on Alcohol. On Greek routes focus on Alcohol, Scratchcards and Perfumes. On TLL and VAR focus on Perfumes and Alcohol. On OTP push on Perfumes.” Im dem internen E-Mail beigefügten Dokument sind die Service-Abläufe für einzelne Strecken verzeichnet. Diese sind laut dem Begleitschreiben penibel genau einzuhalten. Exemplarisch werden hier die Serviceabläufe für die Palma-Flüge aufzeigt. Bemerkenswert ist, dass

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Saudi-Arabien kündigt Öffnung der Grenzen an

Derzeit ist der internationale Flugverkehr von/nach Saudi-Arabien stark eingeschränkt. Die Regierung will den weitgehenden Bann, sofern es in Sachen Corona-Pandemie keine Rückschläge gibt, per 17. Mai 2021 aufheben. Für die Billigfluggesellschaft Flynas würde dies passend kommen, den der Carrier plant ab Mitte Mai 2021 die Flughäfen Wien und Salzburg anzusteuern. Die Mozartstadt wollte man schon im Vorjahr mit Saudi-Arabien verbinden, jedoch wurde das Vorhaben aufgrund der Pandemie vorerst nicht verwirklicht. Die Pläne wurden allerdings nicht verworfen. Die Fluggesellschaft Saudia kündigte bereits an, dass das internationale Streckennetz ab Mitte Mai 2021 hochgefahren werden soll. Die Regierung habe ausdrücklich bestätigt, dass alle Grenzen geöffnet werden sollen. Unklar ist jedoch noch, ob für die Einreise nach Saudi-Arabien negative Tests, Quarantäne und/oder Impfungen erforderlich sein werden. Am 31. März 2021 schloss Saudi-Arabien die Grenzen, um sich vor der Einschleppung von Corona-Mutationen abschirmen zu können. Besonders ausschlaggebend waren die rasche Verbreitung der südafrikanischen und britischen Variante.

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Spanien: Air Nostrum beantragt staatlichen Kredit

Die spanische Regionalfluggesellschaft Air Nostrum beantragte beim Staatsfonds SEPI einen Kredit in der Höhe von 103 Millionen Euro. Der Carrier mit Sitz in Valencia betreibt zahlreiche Regio-Strecken im Auftrag von Iberia. Air Nostrum bestätigte, dass man aufgrund der Corona-Pandemie die Unterstützung in Form des Darlehens beantragt hat. Der Regio-Carrier galt bis zur Krise als profitabel. Im Vorjahr flog man einen Verlust in der Höhe von 129 Millionen Euro ein. Zu den Gründen, die den SEPI-Antrag notwendig gemacht haben, schreibt Air Nostrum: „Gewährleistung der erforderlichen Ressourcen, um die Einkommensreduzierung zu überwinden, die den durch die Pandemie verursachten Rückgang des Passagierverkehrs verursacht hat, Gewährleistung der Konnektivität und Gewährleistung des Beschäftigungsniveaus Seit Beginn der Coronavirus-Krise und angesichts des drastischen Rückgangs der Flugverkehrsnachfrage hat das Unternehmen eine Politik der Bargelderhaltung und Kostensenkung beibehalten und im vergangenen Jahr Vereinbarungen mit Flottenfinanzierern getroffen und auf ICO-Kreditlinien zurückgegriffen“.

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Spicejet unternahm unfreiwilligen „Ausflug“ in den Iran

Am Freitag musste die Boeing 737-800 mit der Registrierung VT-SZN, betrieben von der indischen Billigfluggesellschaft Spicejet, eine Sicherheitslandung in Zahedan (Iran) einlegen. Die Airline bestätigte den Vorfall und gab an, dass die Windschutzscheibe des Cockpits gebrochen ist. Der Mittelstreckenjet befand sich auf dem Weg von Riyadh nach Lucknow. Flug SG9749 erlitt den Bruch der Windschutzscheibe. Aus diesem Grund begaben sich die Piloten rasch auf eine niedrigere Flughöhe und entschieden sich für eine Sicherheitslandung. Diese wurde im Iran auf dem Flughafen Zahedan erfolgreich durchgeführt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten die Boeing 737-800 sicher verlassen. Die Maschine musste nicht im Iran verbleiben, denn dies gestaltet sich aufgrund des U.S.-Embargos in Sachen Ersatzteilbeschaffung traditionell kompliziert und bürokratisch. Die Piloten haben laut Spicejet die Windschutzscheibe ausführlich kontrolliert und festgestellt, dass der Riss, der im Bereich des Copiloten aufgetreten ist, nur die äußere Schicht betrifft. Nach knapp über fünf Stunden wurde der Weiterflug nach Delhi angetreten. Die Passagiere wurden anschließend innerhalb Indiens nach Zahedan weiterbefördert. Spicejet betonte, dass die Sicherheit der Reisenden oberste Priorität hat und sich herausgestellt hat, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Crew oder Passagiere bestand. Die VT-SZN erreichte Delhi in den frühen Morgenstunden des 17. April 2021.

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Neue 737-Max-Probleme könnten tiefergehend sein

Die neuen Probleme, die kürzlich an Flugzeugen des Typs Boeing 737-Max entdeckt wurden, dürften tiefergehend sein als ursprünglich vom Hersteller vermutet. Wegen Mängeln forderte Boeing insgesamt 16 Betreiber dazu auf die betroffenen Jets vorläufig am Boden zu lassen. Zunächst ging man davon aus, dass lediglich ein Notstromaggregat nicht ordnungsgemäß befestigt wurde. Laut Boeing wurde es nicht genietet, sondern nur geklammert. Dadurch kann die Erdung unzureichend sein, was zur Beschädigung elektronischer Komponenten führen kann. Aviation Week schreibt, dass insgesamt 460 Boeing 737-Max betroffen sein sollen. Davon wurden jedoch erst 89 Stück an Fluggesellschaften ausgeliefert. Die betroffenen Maschinen sollen bis auf weiteres am Boden bleiben. Boeing betont, dass man in Abstimmung mit der FAA an einer Lösung arbeitet. Bloomberg schreibt unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass die Behebung äußerst zeitaufwendig sein könnte. Bislang konnte der Hersteller keine Lösung vorlegen. Diese muss zuvor ohnehin von der Luftfahrtbehörde FAA abgesegnet werden. Es ist anzunehmen, dass diese angesichts der unrühmlichen Vorgeschichte besonders genau prüfen wird. Boeing pocht darauf, dass die Problembehebung nach Genehmigung durch die FAA nur wenige Tage dauern soll.

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Deutschland streicht Vereinigtes Königreich von Risikoliste

Die Bundesrepublik Deutschland betrachtet das Vereinigte Königreich – mit Ausnahme von Überseegebieten – nicht mehr als „Risikogebiet“. Das hat zur Folge, dass die Einreise ohne Quarantänepflicht möglich ist. Aufgrund der Testpflicht muss dennoch ein negativer Befund vorgewiesen werden. Noch vor wenigen Wochen belegte Deutschland den Insel-Staat mit Flugverboten, da man meinte, dass durch die Untersagung von Nonstop-Flügen die Einschleppung der britischen Variante des Coronavirus verhindert werden kann. Weder in Österreich, noch in Deutschland war die Vorgehensweise von Erfolg geprägt, denn in beiden Staaten dominiert mittlerweile die UK-Mutation.

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Lufthansa will Condor-Vertrag bis März 2022 verlängern

Lufthansa gab im Zwist um die gekündigten Zubringerflüge für Condor nach und will das Special Prorate Agreement bis März 2022 verlängern. Dies bestätigte ein Kranich-Sprecher gegenüber Reuters. Zuvor zog Condor vor das Bundeskartellamt und das Gericht der Europäischen Union. Die Ferienfluggesellschaft unterhält für ihre Langstreckenverbindungen keine eigenen Feeder-Flüge. Dies ist durchaus historisch bedingt, denn Condor war früher eine Tochter der Lufthansa. Auch nach dem Verkauf arbeitete man zunächst eng zusammen. Gegen Ende 2020 schickte der Kranich allerdings einen „blauen Brief“, der zum 1. Juni 2021 wirksam geworden wäre. Dagegen ergriff Condor juristische Mittel. Das Bundeskartellamt äußerte sich nach der ersten Prüfung dahingehend, dass Lufthansa die marktbeherrschende Stellung zu Ungunsten von Condor missbrauchen würde. Auch die EU-Kommission schaltete sich ein und rügte die deutsche Bundesregierung verbal. Mit Eurowings Discover will der Kranich-Konzern selbst auf der touristischen Langstrecke wachsen und sich offensichtlich gegen Condor positionieren. Die Vorgehensweise wird von Gewerkschaften, EU-Kommission und Bundeskartellamt kritisiert. Lufthansa will dennoch den Vertrag mit Condor kündigen, zeigt sich nun aber dazu bereit den Kontrakt noch bis März 2022 zu verlängern. Dieser Vorschlag dürfte auch eine Botschaft in Richtung Bundeskartellamt sein, denn dieses könnte Lufthansa per Bescheid sogar zur Fortführung zwingen. Die betroffene Ferienfluggesellschaft wollte sich zu den jüngsten Entwicklungen nicht näher äußern. Eine Sprecherin verwies lediglich auf laufende Gespräche mit Lufthansa.

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Poste Air Cargo fliegt jetzt auch international

Die Frachttochter der italienischen Post, Poste Air Cargo (vormals: Mistral Air), nahm eine linienmäßige Frachtverbindung zwischen Rom-Fiumicino undTel Aviv auf. Es handelt sich dabei um die erste internationale Cargo-Strecke des Carriers. Air Poste Cargo wurde im Jahr 1981 unter dem Namen Mistral Air von Bud Spencer gegründet. Der Schauspieler verkaufte das Unternehmen später an TNT weiter. Die italienische Post übernahm die Fluggesellschaft in 2005 vollständig. Die Passagierflüge wurden in 2018 eingestellt. Im Jahr 2019 wurde der Markenname auf Air Poste Cargo geändert. Man ist derzeit eine reine Frachtfluggesellschaft. Die Cargo-Airline der italienischen Post war bislang primär innerhalb Italiens tätig. Transportiert werden unter anderem Briefe, Pakete, Expressgüter und sonstige Fracht. Laut CH-Aviation.com fliegt Poste Air Cargo seit 10. April 2021 erstmals in der Firmengeschichte eine internationale Frachtroute. Die eingesetzten Maschinen der Typen ATR72-600 und Boeing 737-400 sind in Brescia, Cagliari und Rom-Fiumicino stationiert.

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