April 29, 2021

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April 29, 2021

Boeing muss 300 B737-Max „am Hof“ reparieren

Das „neue Max-Problem“ trifft weitaus mehr Boeing 737 Max als ursprünglich angenommen. Laut FAA sind 109 Maschinen betroffen. Davon sind 71 Stück in den Vereinigten Staaten registriert. Der Rest in anderen Teilen der Welt, beispielsweise in Europa. Die U.S.-amerikanische Behörde gab nun eine Anweisung zur Behebung der Elektrik-Mängel heraus. Die FAA verpflichtet die Betreiber dieses Maschinentyps zur unverzüglichen Behebung der festgestellten Mängel. Die meisten Operator, die anhand der Seriennummern informiert wurden, dass ihre Boeing 737 Max betroffen sein könnten, setzen diese seit einigen Tagen freiwillig nicht mehr ein. Der Hersteller geht davon aus, dass die Instandsetzung nur wenige Tage dauern wird. Doch das eigentliche „Problem“ für Boeing steht auf dem eigenen Hof. Rund 300 Boeing 737-Max, die zwar weitgehend fertiggestellt sind, jedoch noch nicht an Kunden ausgeliefert wurden, sind ebenfalls vom Elektrik-Mangel betroffen. Diese muss der Hersteller selbst vor der Übergabe an die jeweilige Fluggesellschaft beheben. Das führt unweigerlich zu weiteren Verzögerungen, denen der Hersteller liefert derzeit die betroffenen Mittelstreckenjets nicht aus. Laut FAA wurde man von Boeing darauf aufmerksam gemacht, dass ein Notstromgenerator über eine mangelhafte Erdung verfügt. Dies könnte im Extremfall zu einem Kurzschluss führen und essentielle Systeme im Cockpit zum Ausfall bringen. Weiters ist ein Schaltmodul betroffen. Der Hersteller bzw. die Kunden müssen diesen Qualitätsmangel aus Sicherheitsgründen unverzüglich beheben.

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Sommer 2021: Lufthansa plant mit 40 Prozent Kapazität

Die Lufthansa Group steckte – angesichts der Corona-Pandemie wenig überraschend – auch im ersten Quartal des Jahres 2021 tief in den roten Zahlen. Konzernchef Carsten Spohr ist davon überzeugt, dass die Nachfrage im Sommer 2021 stark steigen wird. Man rechnet aber nicht mit einem „Big Bang“, sondern einem langsamen und schrittweisen Anstieg der Buchungszahlen. Der von Spohr geleitete Konzern ist aber nicht mehr ganz so zuversichtlich, dass man die Hälfte der Kapazität des Jahres 2019 in der Luft haben wird. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, geht man nun von etwa 40 Prozent des Niveaus vor der Corona-Pandemie aus. Mit anderen Worten ausgedrückt: Lufthansa geht davon aus, dass die Erholung der Nachfrage noch wesentlich länger als einst angenommen dauern wird. Das bereinigte Ebit lag zuletzt bei minus 5,45 Milliarden Euro. Damit liegt man zwar deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, doch zeigen sich die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr deutlich. Konzernchef Carsten Spohr hebt hervor, dass die Sparprogramme Früchte tragen würden. Der Umsatz lag im ersten Quartal des Jahres 2021 um 60 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum und wird mit 2,56 Milliarden Euro beziffert. Unter dem Strich steht ein Verlust in der Höhe von 1,05 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit konnte man von minus 1,2 Milliarden Euro auf minus 1,1 Milliarden Euro verbessern. Der monatliche Geldabfluss soll bei 235 Millionen Euro gelegen haben. Für das zweite Quartal 2021 prognostiziert man etwa 200 Millionen Euro pro Monat. Passagiergeschäft schwach, Fracht boomt Die Kapazität war im ersten Quartal 2021 stark reduziert. Der Konzern teilte

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Kampfansage an Air Baltic: Buzz kündigt Basis in Riga an

Der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic steht Ende Oktober 2021 bevor, dass die Ryanair-Tochter Buzz in Riga eine neue Basis eröffnen wird. Insgesamt sollen 16 zusätzliche Strecken aufgenommen werden, wobei die meisten bereits von Air Baltic bedient werden. Die Ryanair Group wird in der lettischen Hauptstadt von Buzz betriebene Boeing 737 stationieren. Weiters werden Malta Air, Ryanair und Lauda Europe von anderen Bases heraus nach Riga fliegen. Derzeit ist geplant, dass die Wien-Strecke sowohl von Riga aus mit Buzz-Fluggerät als auch von der österreichischen Haupstadt mit Lauda-Maschinen bedient wird. Schrittweise sollen ab Oktober 2021 die nachstehenden Ziele ab der lettischen Hauptstadt aufgenommen werden: Aarhus Bristol Budapest Burgas Frankfurt Hahn Götheburg Krakau Kiew Boryspil Lviv Malaga Memmingen Sandefjord Palmero Paris Beauvais Rom Ciampino Warschau Modlin Ryanair entschied sich für Buzz – Lauda Europe geht leer aus „Wir freuen uns, die Eröffnung einer neuen Basis in Riga bekannt zu geben, die die wirtschaftliche Erholung sowie die internationale Konnektivität unterstützt und ab Ende Oktober2021 16 neue Strecken bereitstellt“, so Jason McGuinness, Commercial Director bei Ryanair. Die polnische Tochter Buzz wird vorerst zwei Boeing 737 in Riga stationieren. Unter Berücksichtigung der neu angekündigten Strecken wird der Konzern 30 Routen ab der lettischen Hauptstadt anbieten. Vor der Corona-Pandemie wurde Riga als mögliche neue Base der damaligen Laudamotion gehandelt. Gerüchte hielten sich hartnäckig und auch intensive Gespräche mit dem Airport wurden bereits geführt. Während der Nachfolger Lauda Europe in Zagreb und Zadar je zwei Airbus A320 stationieren wird und je eine Base in Wien und Palma unterhält,

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Cargolux beruft Christianne Wickler an die Konzernspitze

Erstmals in der Firmengeschichte beruft die Frachtfluggesellschaft Cargolux mit Christianne Wickler eine Dame an die Spitze des Board of Directors. Die Managerin war zuvor als Unternehmerin und Politikerin aktiv. Für die Grünen war sie rund ein halbes Jahr im Parlament vertreten. Laut Luxair legte sie ihr Mandat zurück, um sich auf ihr Unternehmen und ihre Familie konzentrieren zu können. Die Airline begrüßt in einer Aussendung ihre Berufung an die Spitze des Board of Directors.

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Zahlreiche Lockerungen für Geimpfte stehen bevor

In Österreich und Deutschland bahnt sich nun an, dass Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, in vielen Bereichen des täglichen Lebens Erleichterungen erhalten sollen. Beispielsweise will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Geimpfte künftig negativ Getesteten gleichstellen. Die österreichische Bundesregierung verkündete, dass im Zuge der Einführung des „Green Pass“ jene Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, künftig keine Tests mehr vorlegen müssen. Dies gilt auch hinsichtlich der geplanten neuen Einreisbestimmungen. Ausnahmen gibt es dem aktuellen Kenntnisstand nach nur für Gebiete, die sprichwörtlich knallrot eingestuft werden. Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg gestattet bereits seit dem 19. April 2021 sämtlichen Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind, die Einreise ohne Quarantäne. Voraussetzung ist, dass die letzte Dosis zumindest 14 Tage zurückliegt. Auch andere Bundesländer wollen nachziehen. Grundlage für die Entscheidung bildet eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts. Die bevorstehenden Änderungen bewirken aber auch, dass Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, Schritt für Schritt schlechter gestellt werden. Offiziell will die Politik nicht von eine Impfpflicht sprechen, doch ergibt sich diese dem aktuellen Informationsstand nach indirekt und zwar dadurch, dass Ungeimpften das Leben komplizierter und bürokratischer gemacht wird.

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Daniel Kassa Mbuambi ist neuer UFO-Vorsitzender

Rund zwei Wochen nach der Neuwahl konstituierte sich der neue Vorstand der deutschen Flugbegleitergewerkschaft UFO. Als Vorsitzender fungiert nun Daniel Kassa Mbuambi, der im Hauptberuf Flugbegleiter bei Lufthansa ist. Anja Bronstert, die bislang die Gewerkschaft leitete, bleibt als stellvertretende Vorsitzende erhalten. „Ich freue mich sehr darüber, dass meine Vorstandskolleginnen und –kollegen mit mir und den Vertretern anderer UFO-Gremien die lange versprochene Neuausrichtung der UFO einleiten. Ein wichtiges Ziel wird es sein, weiter der Krisenpartner für unsere Mitglieder zu bleiben und wenn der Luftverkehr nach und nach wieder zunimmt und die Airlines aus dem Krisenmodus kommen, die Begehrlichkeiten der Arbeitgeber abzuwehren. Natürlich muss es auch darum gehen, sozialpartnerschaftlich wieder auf Augenhöhe zu kommen“, so Mbuambi Das siebenköpfige Vorstandsgremium der UFO hat heute seine Arbeit für eine vierjährige Amtszeit aufgenommen. In der konstituierenden Sitzung am heutigen Vormittag wurden neben den Vorsitzenden auch die Ressorts mit den sieben neu gewählten Vorständen wie folgt besetzt: Neue Ressortverteilung: Tarifpolitik: Stefan Schwerthelm Personal: Daniel Kassa Mbuambi Finanzen: Daniel Kassa Mbuambi Öffentlichkeitsarbeit / Marketing: Stefan Schwerthelm Organisation und Struktur: Katharina Berndt Berufspolitik: Anja Junck Internationale Beziehungen und Lobbyarbeit: Joachim Vásquez Bürger Mitgliederbetreuung: Anja Bronstert Betreuung von Arbeitnehmervertretungen: Christian Bötte-Lüdemann Recht/-schutz: Christian Bötte-Lüdemann

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Boeing steckt noch immer tief in den roten Zahlen

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat im ersten Quartal des Jahres 2021 einen Verlust in der Höhe von 561 Millionen U.S.-Dollar geschrieben. Damit konnte man – im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum – den Fehlbetrag zwar reduzieren, jedoch bleibt es das sechste Quartal in Folge, das mit roten Zahlen geschlossen werden musste. Zwar versuchte Boeing-CEO Dave Calhoun im Zuge der Präsentation der nicht gerade erfolgreichen Finanzzahlen Optimismus zu verbreiten. Er sprach unter anderem davon, dass das Jahr 2021 ein wichtiger Wendepunkt für die gesamte Branche sein soll. Der weltweite Impffortschritt bereite ihm Hoffnung. Betrachtet man den Umsatz, den Boeing für das erste Quartal 2021 ausweisen kann, so zeigt sich deutlich, dass der Konzern noch tiefer in die Krise gerutscht ist. Dieser verschlechterte sich um zehn Prozent auf 15,2 Milliarden U.S.-Dollar. Der Umstand, dass im militärischen Segment ein Wachstum erzielt wurde, konnte die herben Verluste im Zivilbereich nicht wettmachen. Boeing belastet nicht nur die Corona-Pandemie schwer, sondern auch das „Dauerproblem“ B-737Max sorgt wieder für Ärger. Zahlreiche Maschinen sind von Elektronikproblemen betroffen. Diese könnten für den Hersteller teuer werden. Auch kommt das 777X-Programm nur sehr schleppend voran und beim Dreamliner wurden ebenfalls Mängel gefunden. Alles in allem teure Begleitumstände, die das Betriebsergebnis stark belasten.

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Wizz Air will nach Afrika und Indien expandieren

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air will nachdem sich die weltweiten Reisebeschränkungen gelockert haben auch Ziele in Indien und Afrika anfliegen. Auch der asiatische Kontinent soll in der Expansionsstrategie eine besondere Rolle spielen. Firmenchef Jozsef Varadi sagte im Zuge einer Onlinekonferenz, dass der Carrier seit dem Erstflug der Abu-Dhabi-Tochter nicht länger eine rein europäische Fluggesellschaft ist. Neue Ziele in Indien, Afrika und Asien wären die logische Konsequenz. Der Zeitpunkt der Streckenaufnahmen hänge jedoch primär von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Varadi bezeichnete die geplante Expansion aber als einen „logischen Schritt“. Städte, die er im Fokus hat, wurden nicht genannt. „Wir betrachten Indien zu diesem Zeitpunkt als Zielmarkt. Aus Sicht der VAE ist Indien ein riesiger Markt mit einem riesigen Passagierstrom. Wenn die Frage ist, ob wir die Fluggesellschaft in Indien gründen wollen, würde ich nicht sagen, dass wir eine solche bevorstehende Priorität haben. Wir haben nicht vor, mit einer Fluggesellschaft nach Indien einzureisen oder eine operative Basis aufzubauen, aber wir betrachten Indien als Reiseziel. Wir haben unsere Flotte erweitert. Wir haben innerhalb eines Jahres 20 neue Flugzeugauslieferungen durchgeführt und es ist geplant in den kommenden 12 Monaten weitere 27 Auslieferungen vorzunehmen“, so Varadi.

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Heathrow: Luftfahrtbehörde untersagt Gebührenerhöhung

Der Flughafen London-Heathrow wollte die Verluste, die die Corona-Pandemie eingebracht hat, den Airline-Kunden auf die Nase drücken. Eine drastische Gebührenerhöhung war vorgesehen. Die britische Zivilluftfahrtbehörde machte einen Strich durch die Rechnung und untersagte das Vorhaben. Rund zehn Prozent des im Vorjahr erlittenen Fehlbetrags wollte Heathrow in Form höherer Entgelte von den Kunden einfordern. Das Jahr 2020 bescherte dem größten Flughafen des Vereinigten Königreichs einen Rekordverlust in der Höhe von etwa zwei Milliarden Pfund. Die geplante „Umlage“ auf die Fluggesellschaften wurde von der CAA nicht genehmigt. Die Behörde argumentiert im Bescheid, dass die Preiserhöhung „nicht im Sinne der Konsumenten und unverhältnismäßig ist“. Genehmigt wurde lediglich ein Anhebungsspielraum in der Höhe von maximal 300 Pfund pro Jahr. Der Flughafen Heathrow ist mit dieser Entscheidung naturgemäß nicht zufrieden und argumentiert ist einer Aussendung, dass die CAA das Investorenvertrauen untergraben würde. Die Fluggesellschaften sind eher erfreut, denn bereits vor der Pandemie wurden die hohen Kosten in LHR regelmäßig kritisiert.

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