Oktober 11, 2021

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Oktober 11, 2021

Montenegro Airlines startet als Mietwagen-Anbieter neu durch

Die insolvente Fluggesellschaft Montenegro Airlines wird wieder in der Personenbeförderung tätig. Zunächst nicht in der Luft, sondern unter Federführung des Insolvenzverwalters steigt man ins Mietwagengeschäft unter Beistellung von Fahrern ein. Der Masseverwalter teilte mit, dass ein neuer Transferservice ins Leben gerufen wurde. Dabei bietet Montenegro Airlines Fahrten mit Minibussen, die eine Kapazität zwischen acht und 18 Sitzplätzen haben, an. Mit dieser Maßnahme sollen Einnahmen für die Insolvenzmasse generiert werden. Gleichzeitig wurde auch kommuniziert, dass sämtliche Verkaufsbüros von Montenegro Airlines ihren Betrieb wiederaufnehmen. Diese sollen Pauschalreisen und Tickets anderer Fluggesellschaften sowie die neuen Transferservices verkaufen. Auch will man Touristen künftig Exkursionen, die in den Büros gebucht werden können, anbieten. Da der insolvente Carrier selbst nicht mehr fliegt, ist man als Travel Agent tätig. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Verwalter in Belgrad die Zulassung als Part-145-Wartungsbetrieb beantragt hat. Man will künftig Dienstleistungen für die Muster Embraer 195 und Fokker 100 anbieten. Eigenen Angaben nach hat man bereits erste Verträge mit Fluggesellschaften unterschrieben.

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Rail&Fly: Reiseveranstalter haften für Bahn-Verspätungen

Mit der Frage, ob Reiseveranstalter dafür haften, wenn Passagiere, die inkludierte Rail&Fly-Services in Anspruch nehmen, jedoch wegen einer Bahnverspätung den Flug verpassen, hatte sich der deutsche Bundesgerichtshof zu befassen. Dieser entschied zu Gunsten der Reisenden. Allerdings kommt es stark darauf an in welcher Form das Service angeboten bzw. verkauft wird. Der BGH vertritt die Ansicht, dass wenn dieses inkludiert ist und als eine Art „Vorteil“ beworben wird, dass es dann Bestandteil des Pauschalreisevertrags ist. Die Folge daraus: Der Tour Operator haftet für Bahn-Verspätungen. Laut Mitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverband ging es um einen Fall aus dem Jahr 2017. Zwei Reisende hatten eine Pauschalreise inklusive Rail&Fly gebucht. Der Prospekt enthielt unter anderem folgenden Werbespruch: „Vorteil: Zug zum Flug 2. Klasse incl. ICE-Nutzung“. Nach einer von den Klägern bei der Bahn eingeholten Auskunft sollten sie bei einer Abfahrt vom Heimatbahnhof um 5:29 Uhr um 9:27 Uhr am Flughafen Düsseldorf eintreffen. Tatsächlich erreichten die Kläger den Flughafen erst um 11:35 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der Einsteigevorgang bereits abgeschlossen. Die Kläger wurden abgewiesen und konnten das Flugzeug, das pünktlich startete, nicht mehr erreichen. In einem kurz nach dem Start des Flugzeugs geführten Telefonat bot die Beklagte den Klägern die Buchung eines Ersatzflugs für einen Aufpreis von 2.400 Euro an. Die Kläger lehnten dies ab und traten die Heimreise an. Sie begehren mit der Klage die Erstattung des Reisepreises und eine Entschädigung für entgangene Urlaubsfreude in Höhe von 50 Prozent des Reisepreises Der BGH hat nun entschieden, dass, wenn im Reiseprospekt bei der Beschreibung einer

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Hong Kong: Greater Bay Airlines hat AOC in der Tasche

Mit Greater Bay Airlines erhebt sich in Hong Kong eine neue Fluggesellschaft in die Luft. Die notwendigen Zertifikate wurden am 8. Oktober 2021 seitens der Zivilluftfahrtbehörde der chinesischen Sonderverwaltungszone erteilt. An der Neugründung ist die Donghai United Group beteiligt. Diese hält auch 25 Prozent an der chinesischen Donghai Airlines. Greater Bay soll zunächst mit einer Boeing 737-800 an den Start gehen. Im Laufe des Jahres 2022 sollen zwei weitere Einheiten hinzugefügt werden. Bis 2026 soll die Flotte auf 30 Flugzeuge anwachsen. Greater Bay Airlines hat den Ticketverkauf noch nicht aufgenommen. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen will man zunächst nach Singapur, Bangkok und Phuket fliegen. Die Betriebsaufnahme ist für das vierte Quartal 2021 angekündigt. Eigenen Angaben nach hat man Streckenrechte für insgesamt 104 Destinationen beantragt.

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Weniger Flugbegleiter, mehr Service – Swiss in der Kritik

Mehr persönlicher Service bei gleichzeitiger Reduktion der Anzahl der Flugbegleiter in der Swiss-Business-Class geht nach Ansicht der Gewerkschaft Kapers nicht auf. Das Kabinenpersonal wäre überarbeitet. Swiss krempelte das Service-Konzept in der Business-Class um. Neu ist, dass jeder C-Flugbegleiter für etwa 12 Passagiere zuständig ist und eben nur diese betreut. Zuvor wurden diese gemeinsam bedient. Gleichzeitig wurde die Anzahl der in der Langstrecken-Business-Class tätigen Flugbegleiter reduziert. Laut Gewerkschaft Kapers geht das Konzept in der Praxis nicht auf. Es wäre „schlicht nicht machbar“. Der Umstand, dass die Geschäftsleitung den Service „persönlicher“ gestalten möchte, führe dazu, dass die bisherige Aufgabenteilung entfällt. Das Resultat daraus ist, dass es zu Stress und Chaos in der Galley kommen würde. Dies soll auch dadurch verschärft werden, dass ein Flugbegleiter weniger zur Verfügung steht und obendrein die Speisen und Getränke einzeln – also nicht aus dem Trolley – serviert werden müssen. Kapers wirft Swiss weiters vor, dass man Bedenken und Kritik von den Flugbegleitern und der Gewerkschaft nicht annehmen würde. Vielmehr halte man stur am neuen Konzept in den Premium-Klassen fest. Auf Anfrage deutete ein Sprecher an, dass es zu „erforderlichen Anpassungen“ kommen wird.

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Vietnam nimmt Inlandsflüge wieder auf

Die Regierung des Vietnams legte aufgrund der Delta-Variante den Flugverkehr im Inland weitgehend still. Nun läuft dieser wieder an. Rund drei Monate lang gab es so gut wie keine Inlandsflüge, denn diese durften nur unter ganz bestimmten Umständen durchgeführt werden. Am Sonntag war es dann so weit: Vietnam Airlines flog unter VN214 von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Damit wurde der Domestic-Verkehr wiederaufgenommen. Die Flugverbindungen im Inland dürfen jedoch nur von Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind oder aber genesen sind genutzt werden. Weiters muss auch im Inland eine siebentägige Heimquarantäne angetreten werden. Damit will die Regierung des Vietnams die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Für Touristen hat diese Lockerung kaum Auswirkungen, denn es besteht weiterhin Einreiseverbot. Es gibt zwar Überlegungen, dass zunächst auf den Inseln die Touristik reaktiviert wird, jedoch ist dies noch nicht final beschlossen. Als Zeithorizont für eine mögliche schrittweise Öffnung strebt man November 2021 an.

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Green Airlines hat 25-Jahre alten Metroliner fliegen lassen

Die französische Fluggesellschaft Chalair führte am Wochenende aus nicht näher kommunizierten Gründen die Charterflüge des Ticketverkäufers Green Airlines nicht durch. Das deutsche Unternehmen, das sich in den letzten Monaten dem Vorwurf des Greenwashings stellen musste, charterte kurzfristig bei PAD Aviation und North Flying. Die Buchungslage der Flüge zwischen Paderborn und Sylt v.v. war nicht gerade berauschend. Am Freitag beauftragte Green Airlines einen Embraer Phenom 300 von PAD Aviation. Am Sonntag hingegen kam die OY-NPG von North Flying zum Einsatz. Das zuletzt genannte Flugzeug ist ein Fairchild Swearingen Metroliner, der von Aalborg aus nach Paderborn eingeflogen wurde. Von dort aus führte das 26 Jahre alte Turbopropflugzeug die Charterflüge von Green Airlines durch. Die Anzahl der Passagiere war sowohl am Freitag als auch am Sonntag im äußerst niedrigen Bereich. Green Airlines ist anders als es der Name vermuten lassen würde keine Fluggesellschaft, sondern ein Vertriebsunternehmen, das Flugzeuge chartert und die Sitzplätze auf eigene Rechnung vermarktet. Mit North Flying setzt man neuerlich eine andere Fluggesellschaft ein. Green Airlines musste in der Vergangenheit auffällig oft die „Flugpartner“ wechseln.

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Russland: Let L-410 nahe Menselinsk abgestürzt

In Menselinsk (Russland) ist am Sonntag ein Turbopropflugzeug des Typs Let L-410 abgestürzt. Inklusive Besatzung sollen sich 23 Personen an Bord befunden haben. Offiziellen Angaben haben zumindest sieben Personen überlebt. Die Maschine, die als Transportflugzeug konfiguriert war, solle eigentlich Fallschirmspringer bis zum Absprung befördern. Aus noch nicht geklärter Ursache ging die RF-94591 zu Boden und geriet laut Augenzeugen anschließend in Brand. Lokale Medien berichten unter anderem, dass ein technisches Problem aufgetreten sein könnte, denn die Cockpitbesatzung soll eine Notlandung versucht haben. Diese konnte leider nicht erfolgreich durchgeführt werden. Die Überlebenden sollen zum Teil schwer verletzt sein.

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Erneut Chaos und lange Warteschlangen am BER

Im Vergleich zur Zeit „vor Corona“ ist die Anzahl der Passagiere am Flughafen Berlin-Brandenburg noch immer überschaubar, doch scheint man dennoch damit überfordert zu sein. Am Samstagvormittag kam es zu langen Warteschlangen, die jedoch hausgemacht sind. Im Bereich Ground Services wurde zu wenig Personal eingesetzt und gleichzeitig meinen viele Airlines, dass sie ihre Passagiere unter dem Deckmanten „Dokumentenkontrolle“ zum Check-in-Schalter zwingen müssen. Eine Tätigkeit, die man – sofern es keine abweichenden behördlichen Vorschriften des Ziellandes gibt – durchaus auch im Zuge des Boarding durchführen könnte. Ein Sprecher des BER betonte, dass für die Geschwindigkeit an den Check-in-Schaltern die Fluggesellschaften selbst verantwortlich sind. Einige Passagiere berichteten davon, dass Wartezeiten von über zwei Stunden keine Seltenheit gewesen sein sollen. Auch an den Gepäckbändern mussten sich viele Reisende in Geduld üben. Derzeit ist am Flughafen Berlin-Brandenburg nur das Terminal 1 in Betrieb. Die Abfertigungskomplexe 2 und 5 werden unter Hinweis auf das geringe Fluggastaufkommen nicht genutzt. Weiters befinden sich sowohl bei der Betreibergesellschaft als auch bei zahlreichen Dienstleistern viele Mitarbeiter in Kurzarbeit.

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Regierung bestätigt: Air India geht an Tata Sons

Über viele Jahre hinweg versuchte die indische Regierung den bereits vor der Corona-Pandemie in Schieflage geratenen Staatscarrier Air India zu verkaufen. Nun geht die Fluggesellschaft an den Konzern Tata Sons. Es wurde bereits seit einigen Tagen spekuliert, dass die genannte Firmengruppe den Zuschlag erhalten wird. Tata plant eigene Beteiligungen bzw. Töchter mit Air India zu fusionieren. Die Regierung Indiens gab nun grünes Licht für die Fusionierung. Als Kaufpreis werden rund zwei Milliarden Euro fließen. Damit findet Air India den Weg zurück zur Gründerfamilie, denn ursprünglich wurde der Carrier in den 1930ern als Tata Airlines ins Leben gerufen. Die Verstaatlichung erfolgte in den 1950er Jahren. Unter anderem Billigflieger brachten Air India zunehmend unter Druck. Die Regierung wollte ursprünglich nur eine Teilprivatisierung vornehmen, jedoch entschied man sich nun für den vollständigen Verkauf. Der Lowcoster Spicejet bot ebenfalls, unterlag aber.

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Indien nimmt Erteilung touristischer Visa wieder auf

Indien will sich schrittweise wieder für die Touristik öffnen. Das Innenministerium teilte mit, dass ab Freitag wieder Visa für Touristen ausgestellt werden. Den Schritt begründet man damit, dass etwa zwei Drittel der Bevölkerung Antikörper haben. Diese sollen aus überstandenen Erkrankungen und Impfungen resultieren. Dies wurde aufgrund einer großflächig durchgeführten Studie festgestellt. Indien will sich nun – nach fast eineinhalb Jahren „Pause“ – wieder für Touristen öffnen. Die Einreisebestimmungen für Urlauber sind noch nicht final veröffentlicht. Es ist aber davon auszugehen, dass die vollständige Impfung gegen Covid-19 zur Grundbedingung für den Erhalt des Visums und die Einreise auf den Subkontinent wird.

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