Januar 26, 2022

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Januar 26, 2022

Deutschland: Flugbereitschaft flog innerdeutsch zu 80 Prozent leer

Die Flugzeuge der deutschen Bundesregierung haben seit November 2020 allein auf der Strecke zwischen Köln/Bonn und Berlin 431 Flüge absolviert. Davon handelte es sich in 80 Prozent der Fälle um Positionierungsflüge, also ohne Passagiere an Bord. Aus einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei an das Verteidigungsministerium geht hervor, dass von den 431 Flugbewegungen stolze 336 Stück reine Ferryflüge waren. Weiters ist zu lesen, dass man diese nach Möglichkeit zu Ausbildungszwecken genutzt habe, jedoch vertieft man diese Aussage nicht weiter. In Deutschland stehen Kurzstreckenflüge immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Mitten in der Coronakrise wurde die Luftverkehrssteuer geändert, so dass innerdeutsche und europäische Kurzstreckenflüge stärker besteuert werden. Nicht zuletzt aufgrund politischem Druck stellte Lufthansa die Strecke Nürnberg-München auf eine Busverbindung um. Hintergrund der vielen Bewegungen der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf der Strecke Köln/Bonn-Berlin ist, dass Deutschland sowohl in Berlin als auch in Bonn Ministerien unterhält. Für normale Mitarbeiter gibt es den so genannten „Beamtenshuttle“. Früher wurde dieser offiziell ausgeschrieben, jedoch greift man mittlerweile auf das normale Linienangebot zurück. Für die Airlines sind die vielen Reisen von Beamten zwischen den beiden Regierungssitzen eine beachtliche Einnahmequelle.

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Quartalszahlen: Wizz Air steigert Verlust auf 267,5 Millionen Euro

Die Wizz Air Group flog im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in der Höhe von 267,5 Millionen Euro ein. Die Auswirkungen der Omikron-Variante sind nur beschränkt enthalten, da das Geschäftsquartal 3 am 31. Dezember 2022 endete. Im direkten Vergleich mit dem Ergebnis der Vorperiode im Jahr 2020 baute Wizz Air den Fehlbetrag aus. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020 hatte man einen Verlust in der Höhe von 116 Millionen Euro ausgewiesen.  Konzernchef Jozsef Varadi rechnet damit, dass das vierte Quartal der laufenden Periode noch höhere Verluste mit sich bringen könnte. Hintergrund: Auswirkungen der Omikron-Variante auf die Nachfrage im Flugverkehr. Anschließend geht man bei Wizz Air davon aus, dass es wieder bergauf gehen wird. Das Unternehmen reagierte vergleichsweise früh und strich vor anderen Carriern zahlreiche Verbindungen in der laufenden Winterflugplanperiode. Auch in Wien-Schwechat setzte man kurz vor Weihnachten und erneut vergangene Woche den Rotstift an. Wizz Air weist den Umsatz, den man im dritten Quartal erzielt hat, mit 408,4 Millionen Euro aus. Damit lag man um 172,5 Prozent über der Vorperiode. Auch hatte man deutlich mehr Passagiere an Bord, denn in diesen drei Monaten beförderte man 7,79 Millionen Reisende. Im Vergleichszeitraum der Vorperiode waren es 2,27 Millionen Reisende. Die Auslastung verbesserte sich von 63 Prozent auf 77 Prozent. „Wizz Air setzte seine Erholung im dritten Quartal von F22 fort und übertraf trotz des Aufkommens der Omikron-Variante das Passagier- und Kapazitätsniveau von 2019 in der Hauptreisezeit bei weitem. Unser Betriebsverlust betrug 213,6 Millionen Euro, da Reisebeschränkungen die Nachfrage weiterhin beeinträchtigten,

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Cotswolds Airport verwandelt 1-Pfund-Boeing-747 in Eventzentrum

Für nur einen Britischen Pfund konnte das Management des Cotswolds Airport eine Boeing 747, die von British Airways im Zuge der Coronakrise stillgelegt wurde, kaufen. Rund 500.000 Pfund steckte der privat geführte Flughafen in die Maschine und verwandelte sie in ein einzigartiges Eventzentrum. Es handelt sich um eine besondere B747, denn das Flugzeug erhielt erst vor wenigen Jahren die Negus-Livery. Die G-CIVB wurde im Jahr 2020 auf dem Cotswolds Airport abgestellt werden und sollte zunächst „zwischengelagert“ werden. Da aber die Ausflottung dieses Maschinentyps auch ganz unabhängig von Corona schon feststand, nahm der Airport mit British Airways Kontakt auf und konnte den Jumbo für nur einen Pfund ergattern. Laut einem Bericht der Daily Mail soll sich der kleine Flughafen den Umbau in ein Eventzentrum stolze 500.000 Pfund kosten haben lassen. Man will diese Boeing 747 als besondere Location, beispielsweise für Hochzeiten, vermarkten. Dazu baute man so einiges an Eventtechnik ein. Das Management des Flughafens Cotswolds zeigt sich nun mächtig stolz, dass man das einzigartige Projekt eröffnen konnte. Die Maschine soll auf Anfrage auch besichtigt werden können.

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Bundesheer mit kleiner Leistungsschau beim Nachtslalom

Das österreichische Bundesheer setzte am Dienstag anlässlich des in Schladming durchgeführten Nachtslaloms zwei Eurofighter-Kampfjets ein. Diese sollten einen Vorgeschmack auf die für Herbst 2022 geplante Airpower geben. Eröffnet wurde diese Darbietung mit einem Fahnenflug einer Alouette-III mit der steirischen Landesfahne. „Die Airpower22 ist bewusst als eine Veranstaltung für die ganze Familie konzipiert. Mit dem Einsatz von Experten im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird zudem bereits heute bei der Planung besonders auf alle Aspekte der Nachhaltigkeit geachtet und Maßnahmen werden umgesetzt. Die Airpower22 wird einmal mehr an den beiden Veranstaltungstagen zehntausende Menschen begeistern und eine enorme Wertschöpfung für die Region Murtal und die Steiermark leisten!“, erklärt dazu Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Die Flugschau wird aus einer militärischen Leistungsschau am Boden, sowie Vorführungen der österreichischen Luftstreitkräfte, der Flying Bulls und internationaler militärischer Kunstflugstaffeln und Teilnehmern aus dem Bereich der Zivilluftfahrt, einer Ausstellung aus den Bereichen der Luftfahrtindustrie, Forschung und Lehre sowie einer umfangreichen Rahmenveranstaltung am Flugplatzgelände inklusive dem Militärluftfahrtmuseum bestehen. Die Flugschau ist gleichzeitig eine Leistungsschau von rund 200 Zivil- und Militärluftfahrzeugen aus rund 20 Nationen und soll vor allem dem jungen Publikum die Karrieremöglichkeiten bei den Österreichischen Luftstreitkräften näherbringen. Die Teilnahme an der Airpower22 ist für die Besucherinnen und Besucher kostenlos.

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Eurocontrol-Zahlen: Omikron wirkte sich deutlich aus

Die aufgrund der Omikron-Corona-Variante erlassenen Einreise- und Quarantänebestimmungen haben sich europaweit stark auf den Flugverkehr ausgewirkt. Vorläufige Zahlen der Eurocontrol zeigen, dass das Aufkommen im Januar 2022 um etwa 30 Prozent unter dem Vorkrisenniveau lag. Die Wintermonate gelten in der europäischen Luftfahrt auch ganz ohne Corona-Pandemie als kompliziert, denn es wird traditionell weniger als zum Beispiel im Hochsommer geflogen. Zunächst waren die Airlines zuversichtlich, dass man gut über den Winter kommen wird, doch Omikron hat die Buchungszahlen drastisch einbrechen lassen. Viele Carrier haben ihre Flugpläne stark reduziert, so dass in den bisherigen Januar-Wochen weniger Flugzeuge am europäischen Himmel zu sehen waren. Eurocontrol ist der Ansicht, dass man die Auswirkungen von Omikron sehr deutlich gespürt habe. Das Aufkommen ging gegenüber Dezember 2021 abermals um rund acht Prozent zurück.

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Hamburg: Tui stockt Charterangebot auf

Der deutsche Reiseveranstalter Tui legt ab dem Flughafen Hamburg zusätzliche Flüge, die in der Ferienzeit rund um Pfingsten, Sommer und Herbst durchgeführt werden sollen. Dabei wird in erster Linie das Angebot, das bereits seit einiger Zeit im Verkauf ist, aufgestockt. Konkret betroffen sind unter anderem die von Eurowings durchgeführten Vollcharterflüge nach Fuerteventura, Kos und Heraklion. Diese werden überwiegend an Wochenenden im Zeitraum von 21. Mai 2022 bis 30. Oktober 2022 angeboten. Ebenso will Tui mehr Charterflüge in Richtung Gran Canaria und Rhodos anbieten. Unternehmensangaben nach wird man die Frequenzen, die unter der Woche angeboten werden, aufstocken.

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EU: Einigung auf einheitliche Reiseregeln nicht wirklich verbindlich

Die EU-Kommission unternimmt einen Anlauf, dass das Reisen innerhalb des Unionsgebiets einheitlich ermöglicht werden soll. Der Flickenteppich soll mit 1. Feber 2022 beendet werden – zumindest auf den ersten Blick. Unter den Mitgliedern der Europäischen Union wurde eine Einigung erzielt, dass für das Reisen künftig das EU-Corona-Zertifikat relevant ist und nicht woher man kommt. Anerkannt werden sollen Impf-, Test- und Genesungsnachweise. Den verkündeten Plänen nach sollen diese gleichgestellt werden, so dass für Ungeimpfte das Reisen innerhalb der EU vereinfacht werden könnte. Allerdings hat die Angelegenheit einen großen Haken: Immer wieder gab es Anläufe einheitliche Reiseregeln zu schaffen, jedoch dauerte es manchmal nur wenige Stunden bis das erste Land ausscherte und wieder auf die eigene Suppe setzte. Beispielsweise war mit der Einführung des „Grünen Pass“ angedacht, dass Geimpft, Genesen oder Getestet zur Einreise berechtigt. Als erstes EU-Land scherte im Sommer Malta aus und stellte auf 1G um. Unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs der Reiseregeln, die klar gezeigt haben, dass immer wieder Einigungen erzielt wurden, die jedoch das Papier auf dem sie festgehalten nicht wert waren, weil rasch wieder Alleingänge gemacht wurden, sollten die Entwicklungen nach dem 1. Feber 2022 unbedingt im Auge behalten werden. EU-Kommission „hofft“ auf Einhaltung durch Mitglieder Derzeit ist vorgesehen, dass ab 1. Feber 2022 sämtliche von der EMA, WHO oder nationalen Behörden zugelassenen Impfstoffe anerkannt werden müssen. PCR-Befunde sollen 72 Stunden ab Abstrichnahme gültig sein und Antigen-Schnelltests rund 24 Stunden. Genesenen-Zertifikate sollen eine Gültigkeit von180 Tagen haben. Da kommt schon der nächste „Haken“, denn Deutschland verkürzte erst

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Ex-Germania-Chef Balke klagt Insolvenzverwalter

Vor rund drei Jahren ging die traditionsreiche Fluggesellschaft Germania pleite. Nun liefern sich zwei Rechtsanwälte, namentlich Ex-Germania-Chef Karsten Balke und Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg, einen Rechtsstreit. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung wird am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin in Sachen einer von Balke eingebrachten Klage verhandelt. Dieser hat eine Einstweilige Verfügung beantragt, die nachträgliche Korrekturen der Germania-Bücher verhindern soll. Dem Medienbericht nach sollen auch zwei weitere ehemalige Germania-Geschäftsführer einen Eilantrag bei Gericht gestellt haben. Die FAZ zitiert Balke dahingehend, dass seiner Ansicht nach der Insolvenzverwalter die Finanzen vor der Insolvenzanmeldung dramatischer verändern will als es wirklich war. Auch kritisiert er, dass er weiterhin als Geschäftsführer eingetragen ist, jedoch ihm die Einsicht verweigert. Der Masseverwalter weist die Vorwürfe zurück.

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Flughafen Istanbul im Schnee versunken

Dass der Flughafen Istanbul wegen extrem starkem Schneefall geschlossen werden muss, kommt in der Tat nicht oft vor. Am Dienstag wurde der Flugbetrieb zeitweise komplett eingestellt und später vereinzelt ausschließlich Langstreckenmaschinen zur Landung zugelassen. Betroffen war der neue Flughafen Istanbul, der sich im europäischen Teil der Metropole befindet. Der kleinere Sabiha Gökcen Airport konnte weitgehend stabil operieren. Türkish Airlines strich ab dem Hauptflughafen sämtliche Abflüge bis Mitternacht. Augenzeugen sprachen unter anderem davon, dass es am größten Flughafen der Türkei momentan regelrechtes Alaska-Feeling gibt. Das ist natürlich stark vereinfacht ausgedrückt, jedoch sind starke und länger anhaltende Schneefälle in dieser Region recht selten. Daher kann man den Umfang der Vorkehrungen für den Winterdienst nicht mit jenen von Airports in Alaska oder in den Alpen vergleichen.

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