April 11, 2022

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April 11, 2022

Learjet wird nicht mehr produziert

Nach fast 60 Jahren auf dem Markt und mehr als 3000 gebauten Flugzeugen ist die Endstation erreicht: der Learjet wird nicht mehr gebaut. Der Learjet 75 mit dem Kennzeichen N2022L war der letzte Flieger des Typs, der je gebaut wurde. Am 28. März übergab der kanadische Hersteller Bombardier, der den Flugzeugbauer 1990 übernahm, ihn in Wichita an das Privatjet-Unternehmen Northern Jet Management. Der Grund für die Einstellung der Produktion liegt auf der Hand: die einst so beliebten Jets können heutzutage nicht mit anderen Wettbewerbern mithalten. Das spiegeln auch die Zahlen wider. Nur elf Exemplare der aktuellen Modelle Learjet 70 oder 75 wurden 2020 gebaut, vergangenes Jahr schrumpfte die Zahl weiter. Dabei feierte der Sechssitzer in den 1960er-Jahren Prämiere und erlangte kurze Zeit später einen Legendenstatus in der Luftfahrtindustrie, wie auch die FAZ weiß. Seine weit nach hinten gezogene Cockpitscheibe löste bei den Menschen auf dem Vorfeld nicht selten Bewunderung aus. Nicht umsonst wurde der Learjet auch der Ferrari unter den Businessjets genannt.

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Ukraine: Flughafen Dnipro soll zerstört worden sein

Die ukrainische Flughafen Dnipro soll Angaben der Regionalverwaltung nach in Folge russischer Raketenangriffe vollständig zerstört worden sein. Verwaltungschef Walentyn Resnitschenko teilte am Sonntag über soziale Medien unter anderem mit, dass der Airport und naheliegende Infrastruktur zerstört sein sollen. Unabhängig lassen sich diese Angaben aufgrund der kriegerischen Handlungen nicht überprüfen, allerdings greifen die Streitkräfte der Russischen Föderation seit Beginn des Angriffs immer wieder Zivilflughäfen auf dem Gebiet der Ukraine an. Beispielsweise hat man den Kherson-Airport eingenommen und nutzt diesen unter anderem als Startort für Helikopter, berichtete der Flughafendirektor während einer Konferenz im rumänischen Cluj. Dnipro wurde bereits vor einigen Wochen angegriffen und schwer beschädigt. Laut Walentyn Resnitschenko soll der Airport, der bereits schwer in Mitleidenschaft gezogen war, durch die neuerlichen Raketenangriffe vollständig zerstört worden sein.

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Gericht: Etihad muss keinen Schadenersatz für Air-Berlin-Pleite leisten

Die millionenschwere Schadenersatzklage, die Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther gegen Großaktionär Etihad Airways eingebracht hatte, ist nun endgültig vom Tisch. Der Londoner Supreme Court entschied zu Gunsten des Golfcarriers. Der Masseverwalter will das Verfahren nicht weiterverfolgen. Einige Monate vor der Pleite des Air-Berlin-Konzerns gab Etihad Airways eine millionenschwere Patronanzerklärung ab. In dieser verpflichtete man sich Air Berlin auch weiterhin mit Finanzmitteln zu versorgen. Im Sommer 2017 zog man diese aber einseitig zurück und Air Berlin und zahlreiche Töchter, darunter auch die österreichische Niki, mussten im weiteren Verlauf Insolvenz anmelden. Zwischen Air Berlin, die formell eine plc, also eine britische Aktiengesellschaft, als persönlich haftenden Gesellschafter der deutschen Kommanditgesellschaft hatte, und Etihad Airways war im Falle von Streitigkeiten London als Gerichtsstand vereinbart. In der Luftfahrt ist es gar nicht unüblich, dass das Vereinigte Königreich gewählt wird. Flöther war der Ansicht, dass der Großaktionär aufgrund der Patronanzerklärung haftet und diese erfüllen muss. Zunächst wurde in Berlin eine Klage eingebracht, wobei sich Etihad mit einer Gegenklage, die den Gerichtsstand feststellen sollte, wehrte. Ein Gericht in London erklärte sich dann für international zuständig und eröffnete das Verfahren. Die Klage in Deutschland wurde in weiterer Folge eingestellt, da die Zuständigkeit im Vereinigten Königreich festgestellt wurde. Der Supreme Court entschied nun zu Ungunsten der Insolvenzmasse von Air Berlin. Darüber berichtete zunächst die Berliner Morgenpost. Diesem Medium gegenüber erklärte Flöther auch, dass er das Schadenersatzverfahren gegen Etihad Airways nicht weiterverfolgen wird. Mit anderen Worten bedeutet das, dass ein Schlussstrich unter die Causa gezogen wird und der Golfcarrier auf Grundlage der

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Bulgaria Air befördert Hunde und Katzen von Ukrainern kostenlos

Die Fluggesellschaft Bulgaria Air lässt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ihre Haustiere wie Hunde oder Katzen kostenfrei mitfliegen. Maßgeblich ist, dass diese einen ukrainischen Pass oder einen Flüchtlingsausweis vorweisen können. Bulgaria Air erklärt unter anderem, dass man weiß, dass die Tiere „Teil ihrer Familien sind“. Man habe festgestellt, dass zum Teil hohe Gebühren für die Mitnahme von Haustieren für Flüchtlinge eine hohe Hürde darstellen. Auch befördern die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair generell keine Tiere, wobei davon beispielsweise Blindenhunde aus gesetzlichen Gründen ausgenommen sind. Das Thema „ukrainische Haustiere“ ist sogar bei der EU-Kommission ein großes Thema. Diese forderte die Mitgliedsstaaten auf, dass diese dafür Sorge tragen sollen, dass die Bus-, Bahn-, und Fluggesellschaften die Tiere der ukrainischen Flüchtlinge unkompliziert befördern. Man will dadurch verhindern, dass Kriegsflüchtlinge ihre Tiere zurücklassen oder sich wegen diesen ihren Heimatort erst gar nicht verlassen. Bulgaria Air ist die erste Fluggesellschaft, die auf den Vorstoß der EU-Kommission reagiert hat und gestattet Ukrainern nun die unentgeltliche Mitnahme kleiner Haustiere wie Hunde und/oder Katzen. „Bulgaria Air hat schon immer eine sehr ernste soziale Verantwortung in Bezug auf verschiedene Ursachen gehabt, so dass es niemanden überrascht, dass wir selbst in einer ernsten Situation wie der aktuellen wieder die Hand ausstrecken und Hunderten von Menschen, die vor dem Krieg fliehen, einen Grund zum Lächeln geben“, so Hristo Todorov, Geschäftsführer von Bulgaria Air. Derzeit ist vorgesehen, dass Hunde und Katzen bis zu einem Gewicht von acht Kilogramm in einer Transportbox in der Kabine mitfliegen dürfen. Größere bzw. schwerere Tiere müssen in einem speziellen

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Mit ATR72: Binter nimmt Funchal-Marrakesch auf

Die Kanaren-Fluggesellschaft Binter Canaris streckt ihre Fühler in Richtung Portugal aus. Der Carrier plant eine Fifth-Freedom-Strecke zwischen Funchal und Marrakesch aufzunehmen. Diese soll am 3. Juli 2022 aufgenommen werden. Derzeit ist vorgesehen, dass zweimal pro Woche mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72 geflogen werden soll. Vorerst will man bis 24. September 2022 fliegen, wobei Verlängerung und Ausbau bei entsprechender Nachfrage vorstellbar sind. Derzeit gibt es keine Nonstop-Verbindung zwischen den Azoren und Marokko. Derzeit wird hauptsächlich in Porto und Lissabon umgestiegen. Für die Aufnahme der neuen Binter-Verbindung wird kein Flugzeug in Funchal stationiert, sondern man fliegt von Las Palmas aus. Derzeit hat man bereits eine Route innerhalb Portugals und zwar Funchal-Porto Santo.

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Einreise: Kroatien verlangt keine 3G-Nachweise mehr

Seit 9. April 2022 verlangt Kroatien bei der Einreise keine Corona-Nachweise mehr. Aus der Europäischen Union und der Schweiz kommend können Personen seither wieder ohne Impf-, Genesungs-, oder Testnachweis einreisen. Innenminister Davor Bozinovic sagte unter anderem, dass der 3G-Nachweis nicht für Personen, die aus Drittstaaten einreisen, entfallen wird. Konkret bedeutet das, dass zum Beispiel aus Slowenien kommend keine Unterlagen mehr notwendig sind, aber aus Serbien sehr wohl. Innerhalb Kroatiens wurde die unliebsame Maskenpflicht weitgehend aufgehoben. Mund-Nasen-Schutz muss nur noch in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen getragen werden. In Restaurants, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt diese nicht mehr. Auch ist die Sperrstunde gefallen und die bisherige Beschränkung der Personenanzahl bei Veranstaltungen wurde ebenfalls aufgehoben.

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ITA-Verkauf: Italien verlangt formelle Interessensbekundungen

Der Verkauf der Fluggesellschaft ITA Airways tritt in Kürze in die heiße Phase, denn das italienische Finanzministerium verlangt von potentiellen Käufern formelle Interessensbekundungen, die in Verkaufsverhandlungen münden sollen. Der momentane Zeitplan sieht vor, dass bis Mitte Juni 2022 der Kaufvertrag stehen soll. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf interne Quellen. Die italienische Regierung will ein offenes Verkaufsverfahren durchführen und lehnte zuletzt eine 90-tägige Exklusivität, um die das Konsortium MSC/Lufthansa gebeten hatte ab. Einige Konzerne, darunter auch Air France-KLM und Indigo Partners, haben öffentliches Interesse bekundet. Es bleibt daher abzuwarten, ob dies innerhalb der vom italienischen Finanzministerium gesetzten Frist auch formell geschehen wird. ITA Airways selbst favorisiert offensichtlich Lufthansa, denn in mehreren Interviews rollt man dem Kranich-Konzern regelrecht den roten Teppich aus.

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Air Dolomiti vs. AUA: Die kleinen, aber feinen Unterschiede im Embraer 195

Innerhalb der Lufthansa Group sind die Fluggesellschaften Air Dolomiti und Austrian Airlines mit dem Maschinentyp Embraer 195 unterwegs. Der Konzern versucht seit einigen Jahren die Bordprodukte seiner Airlines anzunähern. Auf dem E195 gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Töchtern aus Italien und Österreich. Ähnlich wie Lufthansa Cityline ist Air Dolomiti ab München und Frankfurt auf vielen Lufthansa-Kurzstrecken unter LH-Flugnummern im Einsatz. Allerdings werden auch zahlreiche Routen unter dem EN-Code des italienischen Carriers angeboten. Auch zu Zeiten von „Team Lufthansa“ und „Lufthansa Regional“ war Air Dolomiti stets im eigenen Farbenkleid in der Luft. Derzeit betreibt man 16 Embraer 195, die mit 120 Sitzplätzen bestuhlt sind. Die Konzernschwester Austrian Airlines verfügt über 17 Maschinen dieses Typs. Diese wurden vor einigen Jahren von der Konzernschwester Lufthansa Cityline übernommen und traten die Nachfolge der in die Jahre gekommenen Fokker70/100-Flotte an. Auch Austrian Airlines hat den Embraer 195 mit 120 Sitzplätzen bestuhlt. Bei Air Dolomiti verfügt der brasilianische Regionaljet über 32 nummerierte Reihen, bei Austrian Airlines jedoch nur über 31. Dieser Unterschied ist einfach erklärt: Bei beiden Carriern existiert aus verschiedenen Gründen die Reihe 13 nicht. Bei Air Dolomiti zusätzlich auch die Reihe 17, denn in Italien gilt auch diese Ziffernkombination als Unglückszahl. Abgesehen davon, dass bei Austrian Airlines und Air Dolomiti die Flugzeuge unterschiedlich lackiert sind, findet sich der offensichtlichste Unterschied im Kabinendesign. Bei der österreichischen Fluggesellschaft dominieren die Farben weiß-grau und rot. Bei der italienischen Konzernschwester weiß-grau und blau. Auch haben die beiden Fluggesellschaften unterschiedliche Sitze verbaut. Bei Air Dolomiti sind

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Flixbus und Flixtrain fahren Angebot wieder hoch

Der Fernbuslinien-Anbieter Flixbus fährt das Angebot in der Deutschland-Österreich-Schweiz-Region wieder hoch. Eigenen Angaben nach bedient man derzeit 270 Ziele. Man will bis zum Hochsommer das Niveau von 2019 wieder erreichen. Während der Corona-Pandemie musste Flixbus mehrfach den Fahrbetrieb einstellen. Viele Strecken pausieren noch immer. Die Konzernschwester Flixtrain hat ihr Angebot wieder auf 40 Haltestellen erhöht. Man hat unter anderem die Bedienung der Bahnhöfe München, Augsburg, Würzburg, Aschaffenburg, Mainz, Koblenz, Andernach, Remagen und Bonn wieder aufgenommen. Eine gänzlich neue Haltestelle ist Dresden. Bis Hochsommer 2022 will Flixtrain, dessen Züge währen der „Fahrpause“ modernisiert wurden, die Anzahl der Destinationen auf 70 erhöhen. Unter anderem wird man neu Hildesheim, Braunschweig, Freiburg und Karlsruhe ansteuern.

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Mit Test: Malta lässt wieder Ungeimpfte einreisen

Mit Wirksamkeit zum 11. April 2022 lockert die Republik Malta die Einreisebestimmungen. Ungeimpfte können dann wieder ohne Quarantäne einreisen. Allerdings muss ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Im Juli des Vorjahres führte Malta überraschend die 1G-Regel ein und hat seither nur vollständig Geimpfte ohne Absonderung einreisen lassen. Teilweise musste diese in Form einer teuren Hotelquarantäne verbracht werden. Neu ist jetzt, dass Ungeimpfte auch mit negativem PCR- oder Antigenschnelltest-Befund einreisen dürfen. Genesene können ihr Zertifikat vorweisen, sofern dieses nicht älter als sechs Monate ist. Analog zur bisherigen Praxis akzeptiert Malta ausschließlich die EU-Zertifikate mit QR-Code. Je nach EU-Land werden diese von den Teststellen automatisch ausgegeben oder müssen explizit verlangt werden. Letzteres kommt beispielsweise in Deutschland immer wieder vor. PCR-Befunde dürfen zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle maximal 72 Stunden alt sein. Antigen-Schnelltests werden nur 24 Stunden lang akzeptiert. Wichtig: Malta besteht darauf, dass sowohl bei PCR als auch bei Antigen der Abstrich mit Wattestäbchen über die Nase genommen wurde. Die besonders in Österreich verbreiteten Gurgeltests werden nicht anerkannt. Für vollständig geimpfte Personen ändert sich nichts. Diese können weiterhin gegen Vorlage ihres Zertifikats ohne Quarantäne einreisen. Weiterhin muss das elektronische PLF-Formular ausgefüllt werden.

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