April 15, 2022

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April 15, 2022

Reisebusbranche verzeichnet steigende Buchungszahlen

Die Wiener Reisebusbranche erfreut sich derzeit steigender Nachfrage. Die Wirtschaftskammer Wien führt dies unter anderem auf steigende Temperaturen und die Lust etwas Neues zu entdecken zurück. Man verzeichnet nach langer Durststrecke wieder einen positiven Buchungstrend. Dazu erklärt Wilhelm Böhm, Fachgruppenobmann der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen in der Wirtschaftskammer Wien: „Die Busbranche war stark von den Covid-Restriktionen betroffen. Mit den Lockerungen und dem Frühlingsbeginn legen aber auch die Buchungen wieder zu. Wir befinden uns auf gut 70 Prozent des Vorkrisenniveaus. Die meisten Buchungen gehen auf inländische Gruppen wie Senioren, Schulen oder Firmen zurück.“ Vor allem Reisen in den Süden nach Slowenien, Kroatien oder Italien sind beliebt. Aber auch der Westen Wiens, von der Wachau über Deutschland bis nach Frankreich ist sehr gefragt. Im Incoming-Bereich, also besonders bei Übersee-Touristen und Kongressen, soll es noch viel Luft nach oben geben. „Bei den Sightseeing-Touren sind momentan europäische Gäste vorherrschend. Touristen aus den wichtigen Märkten USA und Asien fehlen noch. Gleiches gilt auch für den ausbleibenden Kongresstourismus, den wir noch spüren. Mit wachsendem Städtetourismus erwarten wir aber auch hier wieder Verbesserung“, so Böhm. Die Wirtschaftskammer Wien fordert angesichts der hohen Dieselkosten Entlastung für die Busunternehmer. Normalerweise würden diese rund 20 Prozent der Gesamtkosten für Treibstoffe ausgeben. „Mittlerweile sind es aber schon 30 Prozent. Wir warten immer noch auf Entlastungen, die auch wirklich in der Branche ankommen, beispielsweise eine Senkung der Mineralölsteuer. Dann können wir auch unsere ursprünglichen Kalkulationen beibehalten“, erklärt Böhm.

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Deutsche Campingplätze rechnen mit neuem Rekordjahr

Die Corona-Pandemie bescherte vielen Betreibern von Camping-Plätzen, aber auch Vermietern von Reisemobilen und Wohnwägen stark gestiegene Umsätze. Die deutsche Branchenvertretung rechnet damit, dass sich dieser Trend auch heuer fortsetzen wird. Man geht von einem weiteren Rekordjahr aus. Die während der Sommermonate der Jahre 2020 und 2021 gestiegene Nachfrage konnte die Einnahmeneinbußen, die die rund 3.100 deutschen Campingplätze wegen der pandemiebedingten Schließungen zu verzeichnen hatten, nicht vollständig kompensieren. Allerdings ist man mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon gekommen. Im Jahr 2019 verzeichnete die Camping-Branche mit 35,8 Millionen Nächtigungen ein Allzeithoch in der Bundesrepublik. Für das laufende Jahr 2022 prognostiziert man, dass dieser Wert übertroffen wird. Die Nachfrage soll derzeit sehr hoch sein und viele Plätze melden, dass man an Oster, Pfingsten und im Hochsommer restlos ausgebucht ist. Aus Zahlen des Statistischen Bundesamts geht auch hervor, dass die Anzahl der Neuzulassungen von Reisemobilen und Wohnmobilen stark gestiegen ist. Im Vorjahr wurden allein in Deutschland 82.017 derartige Fahrzeuge neu zugelassen. Dieser Trend soll sich in das Jahr 2022 fortgesetzt haben. Enthalten sind auch die zum Teil erheblich aufgestockten Flotten von Vermietern, denn das Ausleihen von Camping-Fahrzeugen erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da es gegenüber Eigentum einige Vorteile bietet, wenn man nur einmal im Jahr damit vereisen möchte.

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Umfrage: 18 Prozent der Deutschen wollen am Urlaub sparen

Eine aktuelle Umfrage, die vom deutschen Allensbach-Institut durchgeführt wurde, hat ergeben, dass 18 Prozent der Einwohner Deutschlands weniger Urlaubsreisen planen sollen. Hintergrund sollen Sorgen aufgrund der jüngsten Preissteigerungen aufgrund des Krieges in der Ukraine sein. Die Befragung wurde von Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeine Zeitung durchgeführt und hat auch ergeben, dass 54 Prozent der Teilnehmer stärker auf die Preise im Alltag achten will. Wegen der gestiegenen Energiekosten wollen 47 Prozent der Befragten ihre Wohnung bzw. ihr Haus weniger stark heizen. Der Verzicht auf Urlaubsreisen hat offensichtlich keine hohe Priorität. Lediglich etwa ein Fünftel der Bundesbürger soll laut dieser Studie die Ausgaben für den Urlaub bzw. während dem Urlaub drastisch reduzieren.

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Zypern schafft Cyprus Flight Pass ab

Mit Wirksamkeit zum 18. April 2022 lockert Zypern die Einreisebestimmungen. Der seit Sommer 2022 praktizierte Cyprus Flight Pass wird abgeschafft. Damit entfällt für viele Reisende das Ausfüllen des Online-Formulars. Laut Mitteilung der zypriotischen Regierung schafft man auch die bisherige Einstufung der Herkunftsländer ersatzlos ab. Bislang teilte man die Welt in verschiedene Listen auf. Je nachdem wie das Land, in dem man sich zuletzt aufgehalten hatte, sind die Einreisebestimmungen ausgefallen. Ab 18. April 2022 gelten einheitliche Regeln. Geimpfte können gegen Nachweis ihres Zertifikats ohne Quarantäne einreisen. Ungeimpfte müssen einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorweisen können. Details zu den Bestimmungen und insbesondere welche Impfstoffe anerkannt werden und welche Ausnahmen es gibt, sind diesem Dokument der zypriotischen Regierung zu entnehmen.

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Singapore Airlines stellt Fünfte-Freiheit-Flüge zwischen Kopenhagen und Rom ein

Die Fluggesellschaft Singapore Airlines wird die Fünfte-Freiheit-Flüge zwischen Kopenhagen und Rom per 31. Mai 2022 aufgeben. Man will die beiden Destinationen wieder nonstop mit Singapur verbinden. Im Vorjahr startete man die Fünfte-Freiheit-Flüge auch aufgrund der komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen, die der Stadtstaat Singapur bis vor wenigen Wochen praktizierte. Im Regelfall fliegt man zwischen Kopenhagen und Rom mit Langstreckenjets des Typs Airbus A350. Das Unternehmen bestätigte, dass man aufgrund steigender Nachfrage die Ziele Rom und Kopenhagen ab Singapur wieder ohne Zwischenstopp anbieten wird. Aviation.Direct hat im Rahmen der Rubrik „Tripreports“ die innereuropäischen Flüge, die Ende Mai 2022 aufgegeben werden, näher vorgestellt.

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Ab 20. April 2022: Lufthansa Group verlangt wieder Umbuchungsgebühren

Die Lufthansa Group erhebt für Buchungen in den Tarifklassen Economy Light und Business Saver, die ab dem 20. April 2022 getätigt werden, wieder Umbuchungsgebühren. Diese sollen auf dem Niveau, das man vor der Corona-Pandemie genommen hat, liegen. Aus einer vorliegenden Vertriebsmitteilung geht unter anderem hervor, dass auf der Kurz- und Mittelstrecke im Economy-Light-Tarif 70 Euro Spesen pro Oneway-Flug und Person für Änderungen genommen werden. Auf der Langstrecke sind es gar 150 Euro. Man kann künftig lediglich das Reisedatum, nicht jedoch das Routing ändern. Vorläufig ausgenommen sind Light-Tarife, die ab Nord- und Zentralamerika angetreten werden, denn diese sind bereits jetzt nicht umbuchbar. Im Business-Saver-Tarif fallen auf der Kurzstrecke ebenfalls 70 Euro pro Änderung an. Auch müssen der Start- und Zielort unverändert bleiben. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass man bei hohen Corona-Zahlen am Zielort nicht auf eine andere Destination ausweichen kann. Die wiedereingeführten Umbuchungsspesen gelten für Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines, Austrian Airlines und Air Dolomiti. Lediglich bei Eurowings verzichtet man auch weiterhin auf diese Gebühren. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass auch beim Billigflieger in den nächsten Tagen oder Wochen Änderungen kommuniziert werden könnten.

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Condor-Chef Teckentrup: „Urlaube werden kürzer“

Auch Condor-Chef Ralf Teckentrup rechnet damit, dass die Preise für Flugscheine steigen werden. Dies soll insbesondere deshalb unausweichlich sein, will die Treibstoffkosten stark gestiegen sind. Auch hätten Airlines aufgrund des Klimapakets „Fit for 55“ höhere Ausgaben. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung sagte der Condor-Manager unter anderem, dass er damit rechnet, dass sich das Fliegen stark verteuern wird. Sommerurlaube sollen aber „für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich bleiben“. „Der Flug macht nur einen Teil des Preises einer Pauschalreise von 700 oder 800 Euro aus. Wenn der 20 Euro mehr kostet, verhindert das Buchungen nicht“, so Teckentrup gegenüber der FAZ. Eine übermäßige Preissteigerung sieht der Condor-Manager aber nicht. Dennoch: Künftig müssten die Menschen mehr Geld auf die Seite legen, um in den Urlaub fliegen zu können. Wer nicht so viel sparen könne, würde dann kürze Reisen absolvieren. Die Klimaschutz-Maßnahmen, die auch seitens der Europäischen Union forciert werden, sieht der Condor-Geschäftsführer positiv.

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Kommentar: Die unerreichbare Lufthansa-Hotline

Liebe Lufthanseaten, im Allgemeinen ist ja bekannt, dass „Airliner“ mal gerne über den Dingen schweben, und dort oben nicht alles so düster ausschaut wie am Boden. Manchmal ist es jedoch auch nicht schlecht, die Nahsicht nicht zu verlieren, was sich am Boden abspielt. Vor ein paar Tagen hatte ein Bekannter über das Buchungssystem 2x Business Class Tickets für sich und mich gebucht, und dabei versehentlich bei beiden Tickets denselben Namen eingegeben. Da ich selbst im Airline Bereich tätig bin, hatte ich mich bereit erklärt, mich um das Problem zu kümmern. Kein Problem! … dachte ich und rief bei der allseits bekannten Rufnummer an. Nach mehreren (teils sich widersprechenden) Auswahlmöglichkeiten landete ich in der finalen Warteschleife. Früher konnten die Lufthanseaten sich herablassend über die Erreichbarkeit von Mitanbietern wie Air Berlin oder Germania äußern. Heute sind die Lufthansa Group Flugzeuge auf vielen Strecken der Monopolist – von einer Erreichbarkeit kann jedoch nicht die Rede sein. Ist man es im „Normalfall“ gewohnt bei einer Hotline vielleicht 5, 10 oder max. 20 Minuten der Warteschleife ausgesetzt zu sein, so reichen bei der Lufthansa nicht einmal 50+ Minuten aus. Dieses Problem besteht nicht erst seit der Pandemie. Jedoch brach mit Corona die Erreichbarkeit von Lufthansa komplett zusammen. Etliche Konzernabteilungen wurden aufgrund der Flugpause einfach geschlossen, die Mitarbeiter nach Hause geschickt, derweil die Anfragen im Callcenter explodierten. Ich selbst stelle mir dabei die Frage, ob ein Konzern in dieser Größe einfach zu unflexibel auf Situationen reagieren kann, als dass Mitarbeiter mit einer vorübergehend nicht vorhandenen Aufgabe

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Portugália Airlines wird mit TAP Air Portugal fusioniert

Die Regionalfluggesellschaft Portugália Airlines wird in die Muttergesellschaft TAP Air Portugal fusioniert. Seit einigen Jahren tritt der Regio-Carrier als TAP Express auf. Die Zusammenlegung ist Teil des Sanierungsplans. Im Rahmen der Präsentation der jüngsten Finanzzahlen gab die TAP-Geschäftsleitung bekannt, dass unter anderem Portugália Airlines in die Muttergesellschaft integriert wird. Damit will man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Der Vorgang soll formell während der nächsten Hauptversammlung beschlossen und anschließend „binnen weniger Monate“ vollzogen werden. Zwischenzeitlich wurde TAP Air Portugal im Rahmen der Finanzhilfen, die rund um die Corona-Pandemie gewährt wurden, wieder vollständig verstaatlicht. Der einstige private Mehrheitseigentümer ist vollständig ausgestiegen. Laut Finanzminister Miguel Cruz soll die Fluggesellschaft im Rahmen des Umstrukturierungsplan über die Börse reprivatisiert werden. An der TAP SA ist der private Investor nicht mehr beteiligt, wohl aber an der TAP SGPS. Der Finanzminister betonte, dass das auch so bleiben soll. Die Staatshilfen wären direkt an die TAP SA geflossen. Dies habe zu einer Trennung zwischen dem operativen Flugbetrieb und den Vermögenswerten geführt. „Der private Anteilseigner, mit dem wir weiterhin zusammenarbeiten und Optionen für die Zukunft erörtern, bleibt genau wie ein privater Anteilseigner bei TAP SGPS, mit genau dem gleichen Prozentsatz“, so Cruz. Humberto Pedrosa hält 22,5 % von TAP SGPS, die restlichen 77,5 % hält der Staat.

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Pilot stellt Konkursantrag gegen Onur Air

Die türkische Fluggesellschaft Onur Air befindet sich mittlerweile in einem Insolvenzverfahren. Allerdings ist der Weg wie es dazu gekommen ist durchaus bemerkenswert, denn ein ehemaliger Flugkapitän stellte als Gläubiger einen Konkursantrag gegen das Unternehmen. Laut lokalen Medienberichten habe der Mitarbeiter Gehaltsforderungen und Kosten für Sachverständigengutachten gegen Onur Air eingeklagt. Allerdings wurden die Forderungen trotz Urteils nicht erfüllt. Auch das anschließend eingeleitete Vollstreckungsverfahren habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Als Ultima-Ratio wurde ein Insolvenzantrag gegen Onur Air eingebracht. Der Carrier ist seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr in der Luft. Zwischenzeitlich haben Lessoren das Fluggerät eingezogen und die türkische Zivilluftfahrtbehörde hat AOC und Betriebsgenehmigung entzogen. Auch hat man sich zwischenzeitlich von allen Mitarbeitern getrennt, wobei einige vor Gericht gezogen sind, da sie angeblich seit dem Beginn der Pandemie kein Gehalt mehr überwiesen bekommen haben. Onur Air wehrte sich zunächst gegen den Konkursantrag und behauptete, dass der Antragsteller kein Gläubiger des Unternehmens wäre. Damit kam man nicht durch, denn das Gericht stellte auch aufgrund eines Sachverständigengutachtens das Gegenteil fest. Dennoch will die ehemalige Fluggesellschaft das Insolvenzverfahren bekämpfen und hat die Aufhebung des Konkurses beantragt. Einst war Onur Air eine größere türkische Fluggesellschaft, die jedoch in den letzten Jahren stark geschrumpft ist. Die Corona-Pandemie dürfte dem Carrier den sprichwörtlichen Rest gegeben haben, denn man konnte sich nicht mehr die Luft erheben. Auch verlor man AOC und Betriebsgenehmigung. Ein avisierter Verkauf an einen Investor war zuvor gescheitert.

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