Juli 29, 2022

Weitere Artikel aus der Rubrik

Juli 29, 2022

Bei Ryanair ist die Krise vorbei – aber nur für Michael O’Leary

Vereinigung Cockpit übt Kritik: Beschäftigte müssen weiter Krisenabschläge beim Gehalt hinnehmen, während Airline-Boss O’Leary wieder volles Gehalt bezieht. Im Zuge der Corona-Krise mussten die Mitarbeiter von Ryanair harte Einschnitte hinnehmen. Heftige Gehaltseinbußen haben die Crews hart getroffen. Die Pilotinnen und Piloten haben sich darauf verlassen, dass ihre – zusätzlich zur Kurzarbeit implementierte – bis zu zwanzigprozentige Gehaltskürzung schnellstmöglich wieder auf das Niveau vor der Krise angepasst wird. Zu diesem Vertrauen hat auch beigetragen, dass Michael O’Leary sein Gehalt damals freiwillig gekürzt hatte. Was derzeit passiert, ist jedoch etwas ganz anderes: Ryanair bietet seinen Pilotinnen und Piloten zwar eine Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau an, jedoch erst in ein bis zwei Jahren. Im Gegenzug will man die Einstiegsgehälter verringern und das Inflationsrisiko auf die Beschäftigten abwälzen. Von einer Wiederherstellung der Kaufkraft auf das Level vor Corona wären die Pilotinnen und Piloten, ginge es nach Ryanair, für die nächsten vier Jahre weit entfernt. „Wie aus Protokollen von Investorengesprächen hervorgeht, ließ Michael O’Leary aber schon in der Krise keinen Zweifel daran, die Situation zum Nachteil der Beschäftigten ausnutzen zu wollen. Während mit einer zeitnahen Erholung gerechnet wurde, versprach er die Kürzungen auf drei bis vier Jahre strecken zu wollen, um Kostenvorteile für das Unternehmen zu generieren“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik. Dass der Ryanair-Chef nun wieder sein volles Vorkrisen-Gehalt bezieht, während seine Beschäftigten schlimmstenfalls noch Jahre unter gekürzten Bezügen leiden müssen, setzt die altbekannte mitarbeiterfeindliche Linie fort. Aus Sicht aller Ryanair-Beschäftigten ist dieses Vorgehen zutiefst unfair und zeigt das Mindset des Airline-Bosses. Die Vereinigung Cockpit

weiterlesen »

Barbados schafft Quarantäne für Ungeimpfte ab

Barbados erleichtert die Einreise für Ungeimpfte: Wer keine Impfung gegen das Coronavirus vorweisen kann, muss künftig ein negatives Testergebnis vorlegen und sich bei Ankunft im Karibikstaat erneut auf das Virus testen lassen. Bisher waren ungeimpfte Einreisende dazu verpflichtet, sich nach der Einreise in eine dreitägige Quarantäne zu begeben. Ungeimpfte Personen können bei der Einreise entweder ein negatives Antigentest- oder PCR-Testergebnis vorlegen. Der Test darf maximal drei Tage vor der Ankunft in Barbados durchgeführt worden sein. Die weitere Testung bei der Ankunft in Barbados wird als Antigentest durchgeführt. Sofern das Ergebnis negativ ausfällt, wird keine Quarantäne mehr fällig. Auch für die Durchreise müssen ungeimpfte Reisende ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Geimpfte Urlauber benötigen für die Einreise nach Barbados keinen Testnachweis. Auch eine Quarantäne wird nicht fällig. Für die Reise muss das Impfschema bereits 14 Tage vor Ankunft im Karibikstaat komplett abgeschlossen sein, wie Check24 berichtet. Sowohl ungeimpfte als auch geimpfte Einreisende müssen zudem bis spätestens 24 Stunden vor der Reise das Einreiseformular ausfüllen.

weiterlesen »

Über 33.000 Mitarbeiter arbeiten am Münchner Flughafen

Der Münchner Flughafen bleibt weiterhin eine der größten Arbeitsstätten Bayerns: Wie aus der jetzt veröffentlichten neuen Beschäftigtenerhebung der Flughafen München GmbH hervorgeht, waren zum Ende des Jahres 2021 bei den Unternehmen und Behörden am Flughafen insgesamt 33.330 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz der Covid-19-Pandemie und der daraus resultierenden weltweiten Reisebeschränkungen sind die Beschäftigtenzahlen am Münchner Airport nur moderat gesunken. So waren am Stichtag der Erhebung, dem 31.12.2021, 4.760 Beschäftigte bzw. 13 Prozent weniger Mitarbeiter am Flughafen als 2018. Verglichen mit der letzten Erhebung ist auch die Anzahl der Betriebe um lediglich zehn Prozent oder 54 Unternehmen zurückgegangen. Alle drei Jahre führt die FMG eine aktuelle Bestandsaufnahme der Arbeitsplätze für den gesamten Flughafencampus durch, in der die wichtigsten Rahmendaten zur Beschäftigungsentwicklung am Airport zusammengefasst werden. Die jetzt vorliegende neue Untersuchung basiert auf den Daten von insgesamt 464 Unternehmen und Behörden. Größter Arbeitgeber am Flughafen bleibt demnach der Lufthansa-Konzern mit 11.941 Beschäftigten. Der FMG-Konzern rangiert am Stichtag der Erhebung mit 8.852 Mitarbeitern auf dem zweiten Platz. Beide Unternehmen zusammen beschäftigten damit mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen am Campus. Eine Unterteilung der Beschäftigten nach Arbeitsbereichen ergibt, dass die meisten Mitarbeiter nach wie vor im Bereich „Fliegendes Personal“ (27,4 Prozent) tätig sind. Für die Entwicklung der einzelnen Tätigkeitsfelder im Vergleichszeitraum 2018 – 2021 ergeben sich deutliche Unterschiede: Während das „Fliegende Personal“ und der Bereich „Schutz, Sicherheit und Ordnung“ keine nennenswerten Rückgänge verzeichneten, ging die  Zahl der Arbeitsplätze in den Bereichen „Sonstiges Personal“, „Flugbetriebsbezogene Tätigkeiten“ und „Verwaltung, Warenverkauf und Planung“ um bis zu 26 Prozent zurück. 

weiterlesen »

NUE: Geschäftsführer Michael Hupe verlängert um weitere fünf Jahre

In seiner Sitzung vom 29. Juli 2022 hat der Aufsichtsrat der Flughafen Nürnberg GmbH die Verlängerung des Vertrages von Geschäftsführer Michael Hupe um weitere fünf Jahre bis Oktober 2028 beschlossen. „Ich freue mich, dass Dr. Michael Hupe uns für weitere fünf Jahre an der Spitze des Airports Nürnberg erhalten bleibt. Gerade in den letzten beiden herausfordernden Pandemiejahren hat Dr. Hupe durch großes Engagement und unermüdlichen Einsatz überzeugt. Hierfür danke ich im Namen des Aufsichtsrats herzlich und wünsche ihm und dem ganzen Flughafen-Team viel Erfolg für die kommenden Jahre“, so Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender Albert Füracker.  Mit der Fortführung der Zusammenarbeit würdigt der Aufsichtsrat die erfolgreiche Entwicklung des Flughafens vor der Pandemie, die dazu führte, dass fünf Jahre in Folge ein Gewinn ausgewiesen werden konnte, sowie die strategischen Weichenstellungen zur Wiederbelebung der Konnektivität der Region nach der Pandemie. Michael Hupe bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen. 

weiterlesen »

Jetblue statt Frontier: Spirit wechselt die „Braut“

Die geplante „Elefantenhochzeit“ zwischen den U.S.-amerikanischen Billigfliegern Frontier und Spirit Airlines ist vom Tisch. Die Vereinbarung zwischen den beiden Carriern wurde einvernehmlich aufgehoben. Die Lowcoster hatten geplant miteinander zu fusionieren. Entstehen sollte eine große Billigfluggesellschaft. Allerdings funkte der Mitbewerber Jetblue rasch dazwischen und versuchte die Gunst der Aktionäre von Spirit für sich zu gewinnen. Anfangs war man damit wenig erfolgreich, denn Frontier und Spirit haben an den Fusionsplänen festgehalten. Nun ist alles anders, denn Spirit will mit Jetblue Gespräche aufnehmen. Der Zusammenschluss mit Frontier ist vom Tisch. Die Initiative ist laut offiziellen Erklärungen von Spirit ausgegangen. In einer Erklärung zeigt sich das zuerst genannte Luftfahrtunternehmen enttäuscht, dass sich der Mitbewerber zur Absage der Fusionspläne entschlossen hat. Gleichzeitig hebt man die gute Zusammenarbeit, die man während der Verhandlungen hatte, positiv hervor. Für die Aktionäre von Spirit dürfte das Gegenangebot von Jetblue finanziell attraktiver gewesen sein. Am Donnerstag wurde offiziell kommuniziert, dass eine formelle Übernahmevereinbarung unterschrieben wurde. Geboten werden rund 3,8 Millionen U.S.-Dollar in bar. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Betrag erhöhen wird, denn viele Teilhaber dürften darauf spekulieren, dass Jetblue nochmals nachbessern wird. Daher ist momentan nicht absehbar wie lange sich die Übernahme hinziehen wird. Damit winkt den Aktionären deutlich mehr Geld, denn von Frontier hätte es 2,9 Milliarden U.S.-Dollar sowie Aktien gegeben. Zunächst hat die Geschäftsleitung von Spirit am ursprünglichen Plan festgehalten, da man eine Übernahme durch Jetblue für kartellrechtlich bedenklich gehalten haben. Allerdings hat man nicht die Rechnung mit den Eigentümern, also den Aktionären gemacht, denn diese haben

weiterlesen »

Flughafen Innsbruck: Taxifahrer-Streit um Zigarette landete vor Gericht

In Innsbruck hatte sich ein Gericht mit einem handfesten Streit, der sich im Frühjahr vor dem Terminal des Flughafens ereignet hatte, zu befassen. Im Bereich des Taxistreifens gilt Rauchverbot, jedoch hielt sich ein Fahrer nicht daran. Das störte einen anderen Taxilenker offenbar massiv, so dass es nach einer lautstark geführten Diskussion dazu kam, dass der Raucher eine ordentliche „Watschn“ kassierte. Dabei soll dieser zu Boden gegangen sein und Verletzungen erlitten haben. Die Tiroler Tageszeitung berichtet, dass während dem Gerichtsverfahren die Verteidigung die Schwere der Verletzungen angezweifelt hat und den rauchenden Taxifahrer gar der Schauspielerei bezichtigt hat. Die Richterin verurteilte den Angreifer zu einer bedingten Geldstrafe in der Höhe von 800 Euro sowie einem Schmerzensgeld, das an das Opfer bezahlt werden muss, von 100 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

weiterlesen »

Inlandsflüge: Trade Air verschiebt Wiederaufnahme erneut

Die kroatische Fluggesellschaft Trade Air verschiebt die Wiederaufnahme der subventionierten Inlandsflüge erneut. Es handelt sich bereits um die vierte Verzögerung binnen weniger Monate. Als neuen Termin nennt Trade Air nun den 15. August 2022. Zuletzt war geplant, dass ab 1. August 2022 mit einer angemieteten Saab 340 wieder innerhalb Kroatiens geflogen werden soll. Anfang Mai 2022 hat man die PSO-Flüge eingestellt, da es keine neue Vereinbarung zwischen dem Staat und dem Carrier gegeben hat. Die Regierung hat das Auswahlverfahren, an dem ohnehin nur Croatia Airlines und Trade Air teilgenommen hatten, stark verzögert. Man hatte die Hoffnung, dass sich auch andere Fluggesellschaften um die subventionierten Strecken bewerben. Diese erfüllte sich aber nicht, so dass den beiden Carriern erneut der Zuschlag erteilt wurde. Bislang sind die neuen Verträge aber noch nicht unterschrieben wurden. Das soll laut Trade Air die Ursache für den bereits viermal nach hinten verschobenen Termin für die Wiederaufnahmen sein. Am Beispiel von Griechenland befasst sich dieser Artikel explizit mit dem Thema gemeinwirtschaftliche Flüge (PSO).

weiterlesen »

Rückerstattungen: Kärntner gewinnt nach zwei Jahren Gerichtsprozess gegen Reisebüro

Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie haben sich Fluggesellschaften, Hotels, Reiseveranstalter und viele andere Akteure besonders viel Zeit bei der Rückerstattung von Kundengeldern gelassen. Manche Anbieter haben es auch auf Gerichtsprozesse ankommen lassen. Ein Kärntner musste mit Hilfe der Arbeiterkammer fast zwei Jahre lang vor Gericht streiten. Die Problematik hat sich dadurch ergeben, dass der Reisende, der seinen Urlaub wegen der Pandemie nicht antreten konnte, der Annahme war, dass ihm im Reisebüro, in dem er eigenen Angaben nach seit 20 Jahren Kunde ist, eine Pauschalreise gebucht habe. Die Agentur sah das aber gänzlich anders und vertrat die Ansicht, dass man lediglich einzelne Bausteine vermittelt habe und für die Rückerstattungen nicht zuständig ist. Der Konsument buchte bei einem Reisebüro bereits im Sommer 2018 die nächste Reise auf die Azoren für das Jahr 2020 im Glauben, es sei eine Pauschalreise. Aufgrund von Corona-Maßnahmen kam es im Sommer 2020 dazu, dass die Reise nicht angetreten werden konnte. Um sich die Flugkosten rückvergüten zu lassen, wandte sich der Kärntner an das Reisebüro. Dieses zog sich jedoch aus der Verantwortung und verwies darauf, dass keine Pauschalreise gebucht worden sei und sie als Vermittler nicht dafür verantwortlich sind, die Reisekosten zu erstatten. Aus diesem Grund wandte sich der Betroffene an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. Es wurde Klage eingebracht, welche in erster Instanz zu keinem Erfolg führte. In Folge eines Berufungsverfahrens wurde dem Kläger aufgrund von mangelnder Informationspflicht seitens des Reiseunternehmens Recht gegeben. „Das Reisebüro hat eindeutig zu wenig Aufklärung hinsichtlich der Reisebedingungen geleistet“, so Herwig Höfferer, AK-Konsumentenschützer

weiterlesen »

Chaos in Heathrow: Air Algérie zieht teilweise nach Stansted um

Die Fluggesellschaft Air Algérie hat, zumindest teilweise, die Schnauze voll von den chaotischen Zuständen am Flughafen London-Heathrow. Man hat damit begonnen das Flugangebot teilweise nach Stansted zu verlegen. Ganz freiwillig hat man diesen Schritt aber nicht gesetzt, denn man ist von der täglichen Fluggastobergrenze, die das Heathrow-Management als Reaktion auf den akuten Personalmangel eingeführt hat, betroffen. Bereits in der vergangenen Woche hat man einzelne Umläufe nach Stansted umgeleitet. Die ersten Flüge, die verlegt wurden, waren der Flug Algier-London Heathrow am 22. Juli und der Rückflug am folgenden Tag. Derzeit ist vorgesehen, dass bis mindestens 31. Juli 2022 nahezu alle Flüge von/nach Stansted durchgeführt werden. Der Carrier fordert in sozialen Medien die Passagiere dazu auf, dass diese direkt zu diesem Airport kommen sollen. In einem offiziellen Statement schreibt ein Sprecher von Air Algérie: „Infolge der einseitigen Maßnahme des Flughafens London Heathrow, die allen Fluggesellschaften, die auf der Plattform tätig sind, eine Beschränkung des Verkehrs und der Flugbewegungen auferlegt, ist Air Algérie gezwungen, ab dem 22. Juli 2022 einen Teil ihrer Aktivitäten zum Flughafen Stansted zu verlegen“.

weiterlesen »

Auch Wien betroffen: Wizz Air fährt viele VFR-Strecken zurück

Der so genannte VFR-Verkehr gilt als wichtiges Standbein des Billigfliegers Wizz Air. Allerdings musste der Carrier bereits zahlreiche typische Routen in diesem Segment temporär aussetzen bzw. die Frequenzen zurückfahren. Auch am Flughafen Wien-Schwechat sind einige Strecken betroffen. Beispielsweise stellt man die erst kürzlich aufgenommenen Flüge nach Kukes (Albanien) temporär ein. Ein fixer Termin für die Wiederaufnahme steht noch nicht fest. Eine Sprecherin betonte, dass man an der Präsenz an diesem Airport, der sich nahe dem Kosovo befindet, festhalten wird. Auch die Destination Pristina, die während der Corona-Pandemie zeitweise das einzige Ziel, das man ab Wien bedient hatte, war, kommt es zu temporären Kürzungen. Die Anzahl der Flugfrequenzen fährt man vorerst mitunter stark zurück. Ebenso betroffen ist das Ziel Nis in Serbien. „Einzelfälle“ sind das aber nicht, denn aufgrund von akutem Personalmangel reduziert man die Präsenz auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens zum Teil enorm. Beispielsweise hat man schon Anfang des Monats bekanntgegeben, dass man übergangsweise nicht von Pristina nach Dortmund und Rom, von Tuzla nach Mailand, von Ljubljana nach Charleroi, von Ohrid nach Dortmund und von Belgrad nach Billund fliegen wird. Im Herbst wird man die Flüge zwischen der serbischen Hauptstadt und Vaxjo sowie Larnaka temporär einstellen. In Kürze setzt Wizz Air auch an weiteren Airports den Rotstift an. Vaxjo wird man auch von Tuzla aus temporär einstellen. In Skopje sind die Ziele Basel, Köln, Göteborg und Friedrichshafen von Reduktionen betroffen. Ab Belgrad fährt man die Anzahl der wöchentlichen Flüge nach Dortmund und Malmö weiter zurück. Kopenhagen und Köln werden

weiterlesen »