August 10, 2022

Weitere Artikel aus der Rubrik

August 10, 2022

Leipzig: Antonow An-124 absolviert Notlandung mit defektem Fahrwerk

Ein Frachtflugzeug des Typs Antonow An-124 verlor Anfang dieser Woche kurz nach dem Start im polnischen Rzeszów ein Rad, jedoch blieb dieses in der Fahrwerkskonstruktion stecken. Dies hatte zur Folge, dass es nicht mehr eingefahren werden werden konnte. Die Cockpitcrew von Antonov Airlines bemerkte das Problem sofort und kreiste zunächst über dem Startgebiet. Anschließend zog man eine Notlandung in Breslau in Betracht. Dieses Vorhaben wurde aber dann verworfen, denn man landete auf dem ursprünglich geplanten Airport, Leipzig/Halle. Das Transportflugzeug war während dem gesamten Flug auf einer Höhe von maximal 12.000 Fuß unterwegs. Zunächst meldete der Kapitän eine Notlandung in Wrocław an. Der entsprechende Anflug wurde bereits vorbereitet und die Flughafenfeuerwehr von Breslau stand vorsorglich bereits bereit. Allerdings verwarf der Flugzeugführer dann das Vorhaben und entschied sich die Notlandung am eigentlichen Zielort Leipzig/Halle zu absolvieren. Die Entscheidung kann auch damit zusammenhängen, dass Antonov Airlines diesen Airport wegen dem Krieg in der Ukraine als temporäre Homebase nutzt und auf diesem Flughafen Techniker und Ersatzteile vorgehalten werden. Laut Augenzeugen war der erste Landeversuch in Leipzig nicht von Erfolg gekrönt. Der Kapitän entschied sich kurz vor dem Aufsetzen für ein Durchstartemanöver. Im zweiten Anlauf setzte das große Transportflugzeug sicher auf. Auch Leipzig/Halle hatte vorsorglich die Feuerwehr bereitgehalten, jedoch wurde diese zum Glück nicht benötigt. Das betroffene Flugzeug soll vor Ort repariert und in Kürze wieder in den Frachtdienst gestellt werden.

weiterlesen »

Ersatzteile: Russische Carrier müssen junge Flugzeuge ausschlachten

Langsam aber sicher gehen russischen Fluggesellschaften die Ersatzteile aus. Nun wurde mit der Zerlegung erster Maschinen, darunter auch ein äußerst junger Airbus A350, begonnen. Die daraus gewonnen Teile sollen in andere Flugzeuge eingebaut werden, um diese in der Luft halten zu können. Die unter anderem von den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union als Reaktion auf den kriegerischen Angriff gegen die Ukraine praktizierten Sanktionen beinhalten auch, dass weder werksneue Flugzeuge noch Ersatzteile in die Russische Föderation geliefert werden dürfen. Dies stellt die Operators westlicher Muster, aber auch des Sukhoi Superjet SSJ-100, vor ein Versorgungsproblem. Mittelfristig will die russische Regierung dieses über den Import von Ersatzteilen, die im Iran bzw. China gefertigt wurden, lösen. Auch will man bestimmte Komponenten selbst herstellen und hat hierfür bereits entsprechende Lizenzen an russische Betriebe vergeben. Allerdings stecken die drei Projekte noch in einem frühen Stadium. Aufgrund akutem Mangel an Austauschteilen müssen nun erste Verkehrsflugzeuge als Ersatzteilspender herangezogen werden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass zumindest ein Sukhoi SSJ-100 und ein fast werksneuer Airbus A350-900 entsprechend ausgeschlachtet werden. Weiters soll man sich an zahlreichen geleasten Airbus A320 und Boeing 737 bereits bedient haben. Eine Dauerlösung kann dies aber nicht sein, denn die Verfügbarkeit ist begrenzt. Aus diesem Grund treibt man die zuvor angedeuteten Versorgungslösungen mit dem Iran und China voran. Mittelfristig will man Kopien der benötigten Teile auch selbst herstellen. Besonders vom Iran, der über eine langjährige Erfahrung mit „Marke Eigenbau“ verfügt, erhofft man sich rasche Unterstützung. Ein entsprechendes Abkommen wurde bereits vor einigen Tagen

weiterlesen »

Nur ein Euro Vergütung: Reisebüros fühlen sich von Lufthansa verhöhnt

Eigentlich bezahlt Lufthansa den Reisebüros seit vielen Jahren keine Vermittlungsprovisionen mehr. Doch nun legt man „großzügige Prämien“ für Flugscheine, die noch im August und September 2022 abgeflogen werden auf. Den Agenturen winkt eine Vergütung von nur einem Euro pro Ticket. Das Vorgehen der größten Fluggesellschaft Deutschlands sorgt unter den Reisebüroverbänden für Kopfschütteln, den im Anschreiben, das von Key-Accoung-Managerin Rosamunde Rubino gezeichnet ist, schreibt das Unternehmen: „Da die Mehrarbeit, die auf euch lastet, uns durchaus bewusst ist, hat man einen speziellen Summer Incentive zur Anerkennung eurer Arbeitsleistung ins Leben gerufen“. Daher wolle man die Mehrarbeit für alle Europa-Einzeltickets, die noch im August und September 2022 mit einem Bonus von einem Euro incentivieren. Die geringe Höhe der Vergütung wird von gleich mehreren Verbänden als blanker Hohn aufgefasst, denn den Agenturen würde durch ständige Streichungen, die von Lufthansa vorgenommen werden, erhebliche Mehrarbeit entstehen. Sind nur einzelne Segmente von Absagen betroffen, so können diese oftmals nicht über GDS oder vergleichbare Plattformen von den Agenturen geändert werden, sondern nur über eine spezielle Hotline. Der zusätzliche Arbeitsaufwand wird jedoch von Lufthansa nicht abgegolten. Während im Anschreiben an die Reisebüros unmissverständlich die Rede davon ist, dass mit dem einen Euro, den es pro vermitteltem Ticket gibt, der Mehraufwand abgegolten werden soll, dementiert dies die Medienstelle des Kranich-Konzerns. Eine Sprecherin erklärte unter anderem, dass das aktuelle Programm in keinem Zusammenhang mit dem Mehraufwand stehen soll. Sie hob hervor: „Durch die hohe Anzahl verkaufter Flugsegmente ergeben sich aufgrund der verkauften Menge trotz eines geringen Bonus signifikante Auszahlungen“. Doch genau

weiterlesen »