August 30, 2022

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August 30, 2022

Palma: Mann klaute 200 Kofferkulis und verschebelte sie im Internet

Auf der spanischen Insel Mallorca wurde ein Mann verhaftet, dem ungewöhnliche Diebstähle vorgeworfen haben. Über einen längeren Zeitraum hinweg soll er rund 200 Kofferkulis am Flughafen Palma de Mallorca gestohlen haben. Es hat schon einige Zeit gedauert bis dem spanischen Betreiber Aena überhaupt aufgefallen ist, dass zahlreiche Gepäckwagen wie vom Erdboden verschwunden sind. Im Juli 2022 beschwerten sich ein paar Passagiere, dass keine bzw. zu wenige Kulis verfügbar waren. Also gab es die Anweisung, dass eine Inventur gemacht wird und dabei fiel auf, dass 200 Stück fehlen. Im Anschluss erstattete der Flughafen Palma de Mallorca eine Diebstahlsanzeige gegen unbekannt. Die Nationalpolizei hatte es aber nicht sonderlich schwer den mutmaßlichen Verursacher zu finden, denn unter anderem auf einschlägigen Online-Plattformen bot er die Gepäckwagen zum Kauf an. Laut Exekutive soll er durch das Verscherbeln der gestohlenen Ware rund 1.000 Euro verdient haben. Gegenüber der Polizei soll der Verdächtigte gesagt haben, dass er über mehrere Monate hinweg hie und da mal einzelne Kofferkulis „mitgehen“ habe lassen. Diese habe er einfach in den Kofferraum seines Autos eingeladen und zu sich nach Hause gebracht. Welches Strafmaß dem mutmaßlichen Dieb blüht, ist unklar. Allerdings dürfte es für ihn schwierig werden ab Palma de Mallorca zu fliegen, denn Aena hat einen formellen Antrag gestellt, dass der Mann im Falle einer Verurteilung ein Betretungsverbot für das Areal des Airports kassieren soll. Da es sich um einen Teil der öffentlichen Infrastruktur handelt ist die Zustimmung des zuständigen Gerichts notwendig. Ein „einfaches Hausverbot“ wäre nicht ausreichend.

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Ryanair zieht gegen Orban-Steuer und -Strafe vor das EU-Gericht

Die Ryanair Group legt im Streit mit der ungarischen Regierung rund um die Sondersteuer sowie die Geldstrafe, die seitens der Konsumentenschutzbehörde verhängt wurde, nach. Das Unternehmen erklärte, dass man vor das Gericht der Europäischen Union zieht. Die Orban-Regierung hat vor einigen Wochen eine Sondersteuer eingeführt, die Gewinne von Firmen, die aus der Sicht der Staatsführung so genannte Übergewinne erzielen, abschöpfen sollen. Betroffen sind auch Fluggesellschaften. Während sich das ungarische Unternehmen Wizz Air eher schweigsam verhält, poltert Ryanair von Tag eins an gegen die Sondersteuer. Man bat die Passagiere nachträglich zur Kasse, was jedoch aus der Sicht der ungarischen Konsumentenschutzbehörde, die dem Justizministerium angegliedert ist, rechtswidrig sein soll. Daher verhängte man zum Ärgernis von Ryanair eine saftige Geldstrafe. Gegen diese geht der Billigflieger sowohl national als auch auf europäischer Ebene vor. Man spart auch nicht mit öffentlicher Kritik und bezeichnet die Sondersteuer der Orban-Regierung als „dumm“. Auch mit dem Abzug von Kapazität hat Ryanair bereits begonnen. Zwischenzeitlich hat sich auch der Mitbewerber Wizz Air ein Ermittlungsverfahren der Konsumentenschutzbehörde eingehandelt, jedoch geht es um andere Dinge. Dem pinkfarbenen Billigflieger werfen die staatlichen Verbraucherschützer vor, dass dieser systematisch die Passagierrechte missachten bzw. unterlaufen soll. Das Verfahren wurde auf Anweisung des Justizministeriums eingeleitet, wobei es noch nicht abgeschlossen ist. Am Ende könnte auch Wizz Air ein saftiges Bußgeld blühen. Michael O’Leary legt nochmals nach Bezüglich der Geldstrafe, die sich Ryanair in Ungarn eingebrockt hat, erklärt das Unternehmen, dass man die zustehenden Rechtsmittel form- und fristgerecht eingelegt habe. Man ist „zuversichtlich, dass die EU-Gerichte seine

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Wegen hoher Nachfrage: Fraport-TAV will Flughafen Antalya stark ausbauen

Der Flughafen Antalya soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, denn die Betreibergesellschaft rechnet mit einer stark steigenden Nachfrage. Dabei spielt auch eine Rolle, dass zahlreiche russische Reiseveranstalter diesen Airport für Umstiege in Drittländer nutzen wollen. Bedingt durch die Sanktionen, die unter anderem die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union im Nachgang des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine gegen die Russische Föderation ausgesprochen haben, ist es auch zu gegenseitigen Luftraumsperren gekommen. Klassische Flugrouten und Umsteigeorte sind weggefallen. Die Türkei hat sich den Sanktionen nicht angeschlossen und deren Carrier profitieren durchaus stark davon, dass Russen mit einem Umstieg quasi die ganze Welt erreichen können. Der Flugverkehr zwischen der Russischen Föderation und Antalya wurde im Sommer 2022 stark ausgebaut. Künftig wollen einige Reiseveranstalter den türkischen Airport als eine Art Minihub nutzen, um Umstiege ermöglichen zu können. Die Überlegung dahinter: Zwischen Russland und der Türkei chartert man offiziell selbst das Flugzeug und zwischen der Türkei und dem Urlaubsort kommt ein türkischer „Partner“ zum Einsatz, der die Maschine des Weiterfluges chartert. Mit dieser Konstruktion will man bestehende Sanktionen umgehen und verhindern, dass das beauftragte Fluggerät mitunter komplizierte Umwege fliegen muss. Nachfrage stark gestiegen Betrieben wird der Flughafen Antalya von einem Gemeinschaftsunternehmen, das den Konzernen TAV und Fraport gehört. Die geplante Erweiterung ist aber nicht explizit für das Geschäft mit Russen vorgesehen, sondern auch aus anderen Gründen notwendig. Aufgrund des Umstands, dass sich die Türkei als besonders billiger Urlaubsort positioniert hat, ist heuer die Nachfrage stärker denn je. Viele Billigfluggesellschaften, darunter Corendon,

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Weil Airlines nicht zahlen: Passagiere überschwemmen deutsche Gerichte mit Klagen

Der Sommer 2022 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Für viele Rechtsanwälte und Richter geht es aber erst so richtig los, denn aufgrund des kundenfeindlichen Verhaltens vieler Fluggesellschaften landen zahlreiche Fälle vor Gericht. So viele, dass manche deutsche Amtsgerichte regelrecht überlastet sind. Eigentlich sind die Pflichten der Carrier klar und deutlich in der Fluggastrechteverordnung geregelt. Dazu kommt, dass es enorm viele höchstrichterliche Entscheidungen gibt, so dass in den meisten Fällen eigentlich glasklar sein sollte, dass die Fluggesellschaft beispielsweise Ausgleichsleistungen, Unterkunftskosten oder Kosten für Ersatzbeförderungen bezahlen muss. Das sehen aber enorm viele Carrier, anders, denn es wird in vielen Fällen einfach gar nicht bezahlt und darauf spekuliert, dass der Fluggast einfach aufgibt. Die Überlegung dahinter ist simpel: Je mehr Passagiere man um ihnen zustehende Gelder umfallen lässt, desto niedriger sind die Kosten. Zu diesem „Trick“ greifen aber nicht nur Billigfluggesellschaften, sondern auch selbsternannte „Premium-Carrier“, von denen manche Reisende glauben, dass bei diesen alles einfacher ist, „wenn mal etwas schiefgeht“. Doch dieser Sommer zeigt neuerlich, dass auch vermeintliche „Premium-Anbieter“ ihre Passagiere einfach sitzen lassen und sich dann auch noch vor Ausgleichsleistungen und dem Ersatz von Auslagen drücken wollen. Bedingt dadurch, dass immer mehr Menschen Kenntnis von der Fluggastrechteverordnung haben und entweder über eine Rechtsschutzversicherung verfügen oder aber sich an provisionsbasierte Eintreiber wenden, landen immer mehr Fälle vor Gericht. Anwaltsbriefe werden von vielen Fluggesellschaften ebenfalls ignoriert oder mit fadenscheinigen Ausreden zurückgewiesen. Somit müssen die Betroffenen vor Gericht darum kämpfen, dass ihnen zustehende Gelder auch tatsächlich ausbezahlt werden. In diesem Jahr zeigt

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