September 1, 2022

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September 1, 2022

S7 Airlines: Russland genehmigt Rückgabe von zwei Boeing 737-Max-8

Eigentlich will die russische Regierung nicht, dass westliches Fluggerät an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben wird, aber bei zwei Boeing 737-Max-8, die zuletzt von S7 Airlines genutzt wurden, macht man ganz offiziell eine Ausnahme. Premierminister Mikhail Mishustin erteilte eine entsprechende Sondergenehmigung. Die russische Fluggesellschaft S7 Airlines verfügt über zwei Boeing 737-Max-8, die bereits vor dem internationalen Flugverbot, das mittlerweile in den meisten Staaten aufgehoben wurde, ausgeliefert wurden. Diese waren zuletzt als VQ-BGW und VQ-BGV registriert, jedoch hat die Zivilluftfahrtbehörde der Bermuda Inseln sämtliche Maschinen, die von russischen Operators bzw. Personen genutzt wurden, aus dem Register entfernt. Russland hat das Flugverbot für die Boeing 737-Max nicht vollständig aufgehoben, sondern gestattet lediglich Operators aus so genannten „freundlichen Ländern“ den Luftraum zu nutzen bzw. mit diesem Muster von/nach Russland zu fliegen. Unter den russischen Fluggesellschaften ist das Interesse an der Max aufgrund der Sanktionen, die im Nachgang des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine unter anderem seitens der EU und der USA gegen die Russische Föderation ausgesprochen wurden, defacto nicht vorhanden. S7 Airlines will die beiden B737-Max-8 loswerden und zwar so schnell wie möglich. Aufgrund diverser Anordnungen des Kremls kann man diese nicht auf dem regulären Weg an die beiden Lessoren zurückgeben, sondern muss sich eine Sondergenehmigung einholen. Die russische Regierung will nicht, dass das westliche Fluggerät an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgeführt wurde. Im Fall der beiden B737-Max-8 machte man aber eine Ausnahme. Russlands Premierminister Mikhail Mishustin unterfertigte vor wenigen Tagen eine Erlaubnis, die es S7 Airlines ermöglicht die von der Air Lease Corporation bzw.

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Südrussland: Zivilluftfahrtbehörde gibt Korridor nach Sotschi und in die Türkei frei

Russlands Fluggesellschaften haben darauf gedrängt, dass die seit dem Einmarsch in die Ukraine praktizierte Luftraumsperre über Südrussland zumindest teilweise aufgehoben wird. Anfang der Woche fand ein Treffen mit der Luftfahrtbehörde statt. Diese hat dem Ansinnen nachgegeben. Bislang mussten russische Carrier Südrussland zum Teil großräumig über den kasachischen Luftraum umfliegen, um nach Sotschi und in die Türkei zu gelangen. Die Zivilluftfahrtbehörde der Russischen Föderation hat nun spezielle Korridore freigegeben, die den Fluggesellschaften ermöglichen soll, dass die Türkei sowie die Metropole am Schwarzen Meer schneller erreicht werden kann. Je nach Destination soll sich die Flugzeit um bis zu 30 Minuten verkürzen. Für die russischen Carrier bedeutet das große finanzielle Einsparungen, denn es wird pro Flug weniger Kerosin verbrannt. Der offene Korridor ist etwa zehn Kilometer breit und für bis zu 15 zivile Maschinen pro Stunde freigegeben. Die zehn geschlossenen Flughäfen in der Region bleiben aber weiterhin für zivile Zwecke geschlossen. Davon ausgenommen ist Sotschi, das von der Aeroflot Group als Mini-Hub genutzt wird.

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Freitag: Vereinigung Cockpit ruft Lufthansa-Piloten zum Streik auf

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo für Freitag, 2. September 2022 zum ganztägigen Streik auf. Zuvor sollen laut Arbeitnehmer die Verhandlungen zu den Vergütungstarifverträgen erneut gescheitert sein. Die Arbeitsniederlegungen sollen zwischen 00 Uhr 01 und 23 Uhr 59 über die Bühne gehen. Da sehr viele Kranich-Piloten in der VC organisiert sind, ist mit einer hohen Beteiligung zu rechnen. Daher sind erhebliche Auswirkungen auf die Flugbetriebe von Lufthansa und ihrer Frachttochter Lufthansa Cargo zu erwarten. „Im Bewusstsein unserer Verantwortung für Unternehmen und Gäste wollten wir nichts unversucht lassen und haben trotz unzureichendem Angebot und gescheiterten Verhandlungen einen weiteren Verhandlungstermin angeboten. Wir haben auch heute kein ausreichendes Angebot erhalten. Das ist ernüchternd und eine vertane Chance. Der Arbeitgeber hat den gestrigen Verhandlungstermin zwar wahrgenommenen, aber nicht genutzt, um sich mit einem verbesserten Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaft zuzubewegen. Daher bleibt uns nur, mit einem Arbeitskampf unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen“, so VC-Sprecher Matthias Baier. „Um Arbeitskämpfe abzuwenden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. „Aktuell liegen wir zu weit auseinander. Neben dem Ausgleich des Reallohnverlustes, brauchen wir jetzt vor allem eine zukunftsfähige Lösung für die Vergütungsstruktur in allen Berufsgruppen.“ Für Lufthansa erklärt Personalvorstand Michael Niggemann: „Uns fehlt jedes Verständnis für den Streikaufruf der VC. Die Arbeitgeberseite hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht – trotz der nachwirkenden Lasten der Corona Krise und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft. Diese Eskalation geht zu Lasten vieler Tausend Kunden.“

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Umstritten: Innsbrucker Flugwetterdienst wird dicht gemacht

Der bislang am Flughafen Innsbruck tätige Flugwetterdienst steht unmittelbar vor dem Aus. Die bisherige Tätigkeit soll künftig von Wien aus erledigt werden. Dagegen laufen ACG-Betriebsrat, Gewerkschaft, Airport und Land Tirol regelrecht Sturm. Bislang sind in Innsbruck sechs Meteorologen für die Erstellung der Wetterdaten für den Flugverkehr zuständig. Die Austro Control will auf ein neues System „Polaris“ umstellen. Die Folge daraus: Die Dienststelle in Tirol soll aufgelöst werden und gleichzeitig sollen in Wien zusätzliche Planstellen entstehen. Das Verkehrsministerium, das von Leonore Gewessler (Grüne), die keine Gelegenheit auslässt, um ihre Abneigung gegenüber der Luftfahrt öffentlich kundzutun, sieht in der beschlossenen Änderung überhaupt kein Problem. Der ÖVP-Abgeordnete Hermann Gahr brachte im Ministerium eine Petition, die den Erhalt des Innsbrucker Flugwetterdiensts fordert, ein. Diese fand jedoch keinen Anklang, denn laut Tiroler Tageszeitung argumentiert man dahingehend, dass international der Trend zu automatisierter Wetterbeobachtung gehen würde. Man könne also die Dienstelle an jedem beliebigen Ort in Österreich unterhalten. Auch schreibt das Gewessler-Ministerium, dass durch die Auflösung in Innsbruck und die Umstellung auf Polaris die Kosten sinken würden und das würde dem Auftrag in Sachen mehr Effizienz entsprechen. „Mit der international längst üblichen Modernisierung der Serviceerbringung und der damit einhergehenden Effizienzsteigerung leistet Austro Control einen entscheidenden Beitrag zu diesem Auftrag“, heißt es dazu unter anderem aus dem Ministerium. An der Entscheidung soll nichts mehr zu rütteln sein, so dass es ab 2024 keinen Flugwetterdienst vor Ort in Innsbruck geben wird. In Wien-Schwechat soll dann das aus der Sicht des Verkehrsministeriums modernste meteorologische Zentrum Europas in Betrieb gehen.

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