September 13, 2022

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September 13, 2022

Air Moldova darf nicht nach Moskau fliegen – Prag wird reaktiviert

Zuletzt ist Air Moldova im Juli 2010 zwischen Chisinau und Prag geflogen. Mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 will man diese Route reaktivieren. Derzeit ist vorgesehen, dass man drei Rotationen pro Woche durchführt. Air Moldova musste kurz nach dem kriegerischen Überfall der Armee der Russischen Föderation gegen die Ukraine den Flugbetrieb unfreiwillig einstellen. Die Regierung der Republik Moldau verfügte aus Sicherheitsgründen eine Luftraumsperre. Diese dauerte einige Zeit an und erst jetzt läuft das zivile Flugangebot nach und nach wieder ein. Beispielsweise fährt der Billigflieger Wizz Air sein Chisinau-Angebot wieder hoch. Auch Air Moldova ist dabei das Streckennetz wiederherzustellen bzw. auch die eine oder andere neue Strecke aufzunehmen. Prag ist nicht wirklich neu, da man dieses Ziel bereits in der Vergangenheit im Portfolio hatte, jedoch wurde der letzte Air-Moldova-Flug zwischen den beiden Hauptstädten im Juli 2021 durchgeführt. Ab 30. Oktober 2022 will der Carrier von Chisinau aus die Stadt Prag an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Sonntag ansteuern. Als Fluggerät sollen Mittelstreckenjets des Typs Airbus A319 eingesetzt werden. Bereits am 16. Oktober 2022 sollen zwei wöchentliche Umläufe nach Tiflis aufgenommen werden. Per 30. Oktober 2022 soll die Strecke Chisinau-Tiflis auf vier Rotationen pro Woche aufgestockt werden. Die Wiederaufnahme der Warschau-Flüge ist ebenfalls geplant. Zivilluftfahrtbehörde untersagt Moskau-Flüge Hinsichtlich der in der Vorwoche angekündigten Reaktivierung der Flüge zwischen Chisinau und Moskau-Domodedowo bekam der Carrier eine Untersagung seitens der Zivilluftfahrtbehörde der Republik Moldau. Air Moldova wollte ab 1. Oktober 2022 bis zu zehnmal wöchentlich zwischen den beiden Hauptstädten fliegen. Der Verkauf von Tickets wurde bereits

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Innsbruck will emissionsabhängige Flughafengebühren einführen

Der Flughafen Innsbruck plant ab 1. Jänner 2023 die Gebührenordnung dahingehend zu verändern, dass die Entgelte emissionsabhängig gestaltet sein sollen. Man will Flugzeuge, deren Triebwerke einen höheren Schadstoffausstoß aufweisen, stärker zur Kasse bitten. Der entsprechende Antrag wurde bereits beim von Leonore Gewessler (Grüne) geleiteten Verkehrsministerium eingebracht. Gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigte Flughafenchef Marco Pernetta das Vorhaben. Das so genannte Klimaschutzministerium prüft derzeit den Antrag des Innsbrucker Airports. Final hat man noch nicht entschieden, ob dieser bewilligt oder abgelehnt wird. Bereits seit dem Jahr 2004 erhebt der Tiroler Flughafen lärmabhängige Entgelte. Sinn und Zweck der Umstellung der Gebührenordnung ist, dass der Innsbruck Airport Airlines, die modernes Fluggerät, das als emissionsarm gilt, einsetzten belohnen möchte. Wer jedoch ältere Maschinen einsetzt, soll stärker zur Kasse gebeten werden. Die Verantwortlichen sind der Ansicht, dass man mit diesem „Öko-Zuschlag“ eine Vorreiterrolle in Österreich einnehmen wird. In der Alpenrepublik können Verkehrsflughäfen ihre Nutzungsgebühren nicht einfach nach Gutdünken festsetzen. Der Gesetzgeber sieht vor, dass der so genannte Nutzerausschuss diese beschließen muss. Anschließend muss ein entsprechender Antrag auf Freigabe an das Verkehrsministerium, das als Oberste Zivilluftfahrtbehörde fungiert, gestellt werden. Dieses ist in der Entscheidung bezüglich Genehmigung oder Ablehnung frei. Es gilt als durchaus wahrscheinlich, dass das BMK dem Tiroler Ansinnen stattgeben wird. Interessanterweise sind emissionsabhängige Gebühren eine jahrelange Forderung der Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizz Air. Diese erhoffen sich gegenüber Netzwerkcarriern finanzielle Vorteile, denn beide Konzerne lassen kaum eine Gelegenheit aus, um die angebliche Umweltfreundlichkeit ihrer Flotten zu betonen. Im Fall von Innsbruck ist jedoch anzumerken, dass weder Ryanair

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Wegen Lockdowns: Sichuan Airlines finanziell in enger Lage

Die chinesische Fluggesellschaft Sichuan Airlines ist aufgrund der Coronapandemie finanziell unter Druck geraten. Der Carrier verlor in den letzten 2,5 Jahren rund 1,3 Milliarden U.S.-Dollar, wovon etwa 666 Millionen U.S.-Dollar allein auf das erste Halbjahr 2022 entfallen. Ursächlich für die finanzielle Miesere der Fluggesellschaft ist insbesondere die Null-Covid-Politik der chinesischen Regierung. Aufgrund von immer wiederkehrenden Lockdowns fallen dem Carrier dringend benötigte Einnahmen weg. Im internationalen Verkehr leidet man weiterhin unter der strengen Einreise- und Quarantänebestimmungen der Volksrepublik China. Lokale Medien berichten, dass die Finanzlage von Sichuan Airlines stark angespannt sein soll. Auch von möglicher Insolvenzgefahr ist die Rede, denn bereits vor der Coronapandemie war man nicht sonderlich profitabel. Der momentane Lockdown, den die chinesischen Behörden für die Stadt Chengdu ausgerufen haben, wurde zuletzt am 8. September 2022 verlängert. Für den Carrier ist dies problematisch, da man keine Passagiere befördern kann. Daher wird damit gerechnet, dass sich die Verluste im dritten Quartal des laufenden Jahres weiter steigern werden. Derzeit wird in China spekuliert, dass Sichuan Airlines entweder durch eine Kapitalerhöhung aufgefangen werden könnte oder aber kurzfristig von Air China übernommen werden könnte. Die derzeitigen Eigentümer sind die Sichuan Airlines Group, China Southern Airlines, China Eastern Airlines, Shandong Airlines und Chengdu Ginkgo Golden Pavilion. Laut CH-Aviation.com soll Shandong Airlines ebenfalls stark angeschlagen sein.

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Fußball-WM in Katar: Erste Airlines ziehen auf „alten“ Flughafen Doha um

Am 20. November 2022 ist in Katar der Anpfiff zur Fußballweltmeisterschaft. Unter anderem aus diesem Anlass wird der Doha International Airport (DIA) wieder für den regelmäßigen Linienverkehr reaktiviert. Zuvor wurde der „alte Flughafen“ der Hauptstadt Katars umfassend renoviert und modernisiert. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der „neue Airport“ Hamad International Airport (DOH), der auch das Drehkreuz von Qatar Airways ist, den starken Besucheransturm, mit dem man rechnet, alleine nicht bewältigen kann. Daher soll der „DIA“ als Entlastung dienen. Die ersten Fluggesellschaften, die zumindest temporär auf den „alten Flughafen“ umziehen werden, sind bereits bekannt. Es handelt sich um Jazeera Airways, Salam Air, Pegasus Air und Air Arabia. Die beiden zuerst genannten Airlines werden auch weiterhin der DOH ansteuern. Der Flughafen Doha-Hamad wurde eigentlich als Nachfolger für Doha International gebaut. Zuletzt wurde der DIA im Jahr 2014 im Rahmen regelmäßiger Linienverkehre angesteuert. Er ging aber nie vom Netz, denn die militärische Nutzung wurde fortgesetzt. Auch nutzt die königliche Familie diesen Airport als fliegerische Homebase. Betreibern von Businessjets wurde geraten, dass dieser Airport angeflogen werden soll. „Alter“ Airport wurde umfangreich modernisiert und erweitert Katar teilte schon sehr frühzeitig mit, dass der „alte Flughafen“ für die Fußballweltmeisterschaft modernisiert wird und dann wieder Linien- und Charterflüge annehmen wird. Damit will man den „neuen Airport“ Doha-Hamad entlasten. Bislang war jedoch nicht bekannt welche Airlines den DIA nutzen werden. Die ersten Anbieter haben sich nun geoutet, wobei damit zu rechnen ist, dass es deutlich mehr werden. Hintergrund ist, dass mit vielen Charterflügen rund um die Fußballweltmeisterschaft

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