März 14, 2023

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März 14, 2023

Kanada: Leasinggeber lässt vier Flair-Flugzeuge an die Kette legen

Die kanadische Fluggesellschaft Flair Airlines musste am Wochenende zahlreiche Flüge streichen. Hintergrund ist, dass der Leasinggeber Airborne Capital die Beschlagnahme von vier Maschinen durchgesetzt hat. Der Lessor behauptet, dass der Carrier Zahlungsrückstände habe. In Toronto wurden zwei Maschinen an die Kette gelegt, je eine weitere in Edmonton und Waterloo. Flair reagierte auf die Zwangsmaßnahme ein wenig verschnupft und sagte unter anderem, dass es sich um eine „extreme und ungewöhnliche Maßnahme“ gehandelt habe. Ungeachtet dessen, dass man die Zahlung umgehend überwiesen habe, hätte Airborne Capital die Sicherstellung der vier Jets veranlasst. Man räumte jedoch ein, dass man gegenüber diesem Lessor in Zahlungsverzug geraten war. „Die Fluggesellschaft ist verärgert über diese beispiellose Aktion“, so ein Sprecher von Flair in einer Erklärung. „Flair Airlines steht in ständiger Kommunikation mit dem Leasinggeber, und die Zahlung wurde eingeleitet, wie dies bereits früher der Fall war.“ Flair kündigte an, drei Ersatzflugzeuge einzusetzen, um die Auswirkungen auf die Passagiere so gering wie möglich zu halten, und rechnete nicht mit größeren Beeinträchtigungen des Flugplans. „Es tut uns sehr leid, dass die Passagiere heute betroffen waren, und wir ergreifen Maßnahmen, um sie mit minimalen Beeinträchtigungen zu befördern“, so der Medienreferent.

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Feber 2023: Wien erreicht 86,1 Prozent des Vorkrisenaufkommens

Mit 1.605.099 Passagieren konnte sich der Flughafen Wien-Schwechat im Feber 2023 im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat nahezu verdoppeln. Gemeinsam mit Kosice und Luqa hatte man 2.012.559 Fluggäste. Gruppenweit hatte man somit um 85,2 Prozent mehr Reisende. Am Standort Wien beträgt die Steigerung 83,6 Prozent. Allerdings war der Feber 2022 negativ von der Omikron-Variante beeinflusst. Vergleicht man das jüngste Aufkommen mit jenem, das im Feber 2019 erreicht wurde, so zeigt sich, dass der Konzern bei 89,4 Prozent bzw. der Standort Wien bei 86,1 Prozent des Vorkrisenaufkommens angelangt ist. Am Wiener Airport stieg die Zahl der Lokalpassagiere auf 1.294.535 Passagiere (+78,5%) und die der Transferpassagiere auf 305.990 Passagiere (+110,2%). Die Flugbewegungen stiegen auf 12.929 Starts und Landungen (+48,0%). Das Frachtaufkommen sank gegenüber dem Februar 2022 um 3,3 % auf 17.658 Tonnen. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien im Februar 2023 stieg nach Westeuropa auf 529.877 Passagiere (+73.7% im Vergleich zum Vorjahr). Nach Osteuropa reisten im Februar 2023 insgesamt 124.096 Passagiere (+76,3%). Nach Nordamerika verzeichnete der Airport 16.848 Passagiere (+200,0%) und nach Afrika 23.934 (+84,0%).  In den Nahen und Mittleren Osten verzeichnete der Flughafen Wien im Februar 2023 insgesamt 70.525 Passagiere (+126,2%) und in den Fernen Osten 30.118 Passagiere (+316,8%). Die Flughafen-Wien-Beteiligungen wachsen bereits über das Vorkrisenniveau hinaus: Am Flughafen Malta stieg das Passagieraufkommen im Februar 2023 auf 379.073 Reisende (+92,5%) und liegt damit 5,5% über dem Vorkrisenniveau (Februar 2019). Am Flughafen Kosice legte das Passagieraufkommen auf 28.387 Reisende (+78,8%) zu und liegt damit 1,4% über dem Vorkrisenniveau.

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Frontier wegen Provisionen für Handgepäck-Gebühren in der Kritik

In den Vereinigten Staaten von Amerika sorgt der Umstand, dass publik wurde, dass der Billigflieger Frontier dem Bodenpersonal und den Flugbegleitern Provisionen für das Abkassieren von Gebühren für zu großes bzw. zu schweres Handgepäck bezahlt, für Aufsehen. Der Carrier bestätigte zwischenzeitlich, dass das Personal eine zusätzliche Vergütung für diese Tätigkeit bekommt. Offensichtlich ist dies für manche Mitarbeiter bzw. Agents ein besonderer Anreiz, um es beim Handgepäck übergenau zu nehmen, denn an jeder Einnahme, die man für Frontier generiert, verdient man selbst mit. Für Aufregung sorgte ein auf unter anderem bei Tik Tok geteiltes Video, das zeigt, dass eine ganze Gruppe von Reisenden, deren Handgepäckstücke den Vorgaben der Airline entsprochen haben, dennoch am Gate zur Kasse gebeten wurden. Das Video löste eine heftige Debatte aus und veranlasste die Fluggesellschaft, Informationen über Anreize für ihre Mitarbeiter zu veröffentlichen.

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Saudi-Arabien: „Ria“ geht als Riyadh Air an den Start

Die geplante zusätzliche Staatsairline Saudi-Arabiens wird nicht unter dem Namen „Ria“, sondern als Riyadh Air an den Start gehen. Derzeit befindet man sich in intensiven Verhandlungen mit dem Flugzeugbauer Boeing über eine mögliche Großbestellung. Homebase des künftigen Netzwerkcarriers, der es unter anderem mit Etihad Airways, Qatar Airways und Emirates Airlines aufnehmen soll, wird der Flughafen Riyadh. Die Verantwortlichen betonen, dass die neue Fluggesellschaft eine Ergänzung und kein Ersatz für die bestehende Saudia sein wird. Überraschend ist auch, dass man sich mit dem ehemaligen Etihad-Chef Tony Douglas doch noch einig wurde. Gegen Ende des Vorjahres wurde bekannt, dass dieser kurz nach dem Amtsantritt bereits wieder abgetreten sein soll. Doch scheinbar konnte man Unstimmigkeiten ausräumen, so dass der Manager weiterhin an der Spitze von Riyadh Air steht. Gegenüber Argaam sagte Douglas, dass er damit rechnet, dass Anfang 2025 das erste werksneue Großraumflugzeug übernommen werden kann. In Kürze soll die erste Großbestellung öffentlich bekanntgegeben werden. Die offizielle Gründung der neuen Airline wurde am Sonntag, den 12. März 2023 durch Prinz Mohammad bin Salman bin Abdulaziz kommuniziert. Sonderlich viele Informationen gab er allerdings nicht heraus. Der Kronprinz sagte aber, dass ein Streckennetz von ungefähr 100 Destinationen aufgebaut werden soll. Der Flughafen Riyadh soll sich zu einem Drehkreuz weiterentwickeln. Man strebt an, dass bis etwa 2030 rund 350 Millionen Fluggäste pro Jahr befördert werden.

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Air Greenland hat einzigen A330-200 ausgeflogen

Die Fluggesellschaft Air Greenland hat am 10. und 11. März 2023 ihren einzigen Airbus A330-200 von Kopenhagen über Tucson nach Marana überstellt. Die Gelegenheit hat man auch genutzt, um sich mittels Lowpass in Nuuk zu verabschieden. Über einige Jahre hinweg war die OY-GRN ein wichtiges Arbeitstier im Grönland-Dänemark-Verkehr. Mittlerweile hat sich Air Greenland mit der OY-GKN einen werksneuen Airbus A330-800 zugelegt. Nach einer kurzen Übergangsphase wurde der Vorgänger in die USA überstellt. Dort wird der A330-200 als Ersatzteilspender dienen.

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Air Japan stellt Kabine und Uniformen vor

Voraussichtlich im Feber 2024 soll der ANA-Ableger Air Japan den Flugbetrieb aufnehmen. Zunächst sollen Ziele in Südostasien angesteuert werden. Später will man auch andere Ziele auf diesem Kontinent ansteuern. Nun wurden Design und Kabinen vorgestellt. Die Kabine der Boeing 787 von Air Japan wird mit 324 Economy-Class-Sitzen aus japanischem Kunstleder ausgestattet. Es ist für sein geringes Gewicht, seine Langlebigkeit und die weiche Oberfläche bekannt. Mit einem Sitzabstand von 32 Zoll (etwa 81 Zentimeter) und der Möglichkeit, die Neigung der Rückenlehnen zu verstellen, ermöglicht das Sitzdesign den Passagieren, sich zu entspannen und optimalen Komfort während des Fluges zu erleben. „Bei Air Japan haben wir uns der Leidenschaft für unsere Passagiere verschrieben. Das inspiriert uns dazu, Produkte und Dienstleistungen an Bord mit viel Innovationsgeist zu entwickeln“, sagte Hideki Mineguchi, Präsident von Air Japan. „Wir hoffen, dass wir mit der Einführung dieser neuen Produktfeatures ein einzigartiges und herausragendes Reiseerlebnis für unsere Passagiere schaffen können.“ Als zusätzlicher Komfort für Smartphone- und Tablet-Nutzer sind USB-Anschlüsse vom Typ A und Typ C sowie Tablet-Halterungen vorgesehen. Das Kabineninterieur und die Sitze wurden von der britischen Designfirma Acumen Design Associates entworfen – einer preisgekrönten Agentur mit zahlreichen Innovationen im Bereich der Flugzeuginnenausstattung. Die Herstellung erfolgt bei Safran, einem weltweit führenden Anbieter von Qualitätssitzen für Fluggesellschaften. Die Uniformen der Flugbegleiter von AirJapan wurden entworfen, um die Philosophie der Marke „Fly Thoughtful“ perfekt auszudrücken und die einzigartigen Qualitäten der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zu würdigen – sie wurden von Anfang an in die Entwicklung der neuen Uniformen einbezogen.

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Air Serbia hat letzte ATR72-500 ausgeflottet

Mit der YU-ALU hat Air Serbia ihre letzte ATR72-500 außer Dienst gestellt. Die Turbopropflotte besteht somit weiterhin aus den -200er und 600er-Modellen. Die zuerst genannten haben jedoch auch ein Ablaufdatum. Air Serbia hatte einst drei ATR72-500. Diese waren als YU-ALV, YU-ALT und YU-ALU unterwegs. Zwischenzeitlich hat man die drei Flugzeuge zu Gunsten der moderneren ATR72-600 ausgeflottet. Jene Maschine, die zuletzt die Flotte verlassen hat, wurde an Leasinggeber Nordic Aviation Capital zurückgegeben und ist etwa 25 Jahre alt. Kommerziell wurde das Turbopropflugzeug zuletzt im Jänner 2023 eingesetzt.

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EASA: A350-900-Hauptfahrtwerksklappen müssen überprüft werden

Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat in einer Lufttüchtigkeitsanweisung auf ein mögliches Problem beim Maschinentyps Airbus A350-900 hingewiesen. Konkret geht es um ein mögliches Versagen der Hauptfahrtwerksklappe. Die Operators sind angewiesen dieses zu beheben. Die EASA hat die Richtlinie erlassen, nachdem festgestellt wurde, dass die Indexscheiben an den MLGD-Scharnieren Nr. 1 (vorne) und Nr. 3 (hinten) in der Produktion vertauscht wurden, was bedeutet, dass die vorderen Scharniere anstelle der hinteren Scharniere montiert wurden und umgekehrt. Nach Angaben der Behörde könnte dieser Zustand, wenn er nicht behoben wird, zu einer verminderten strukturellen Integrität der MLGD-Scharnierbeschläge führen, was möglicherweise zum Verlust eines MLGD während des Fluges führen könnte. Infolgedessen könnten die Türen des Hauptfahrwerks auf den Boden fallen und darunter befindliche Personen verletzen. Der europäische Flugzeugbauer hat in diesem Zusammenhang ein eigenes Service Bulletin, A350-52-P048, herausgegeben. Dieses sieht Inspektion und Austausch der betroffenen Teile vor. Bemerkenswerterweise geht die Lufttüchtigkeitsanweisung der Easa nicht soweit, denn diese schriebt „eine einmalige detaillierte Inspektion (DET) jedes betroffenen Teils und, je nach Befund, den Austausch“. Die EASA-Anweisung verlangt von den Betreibern des Airbus A350-900 die Durchführung einer DET innerhalb der vorgeschriebenen Frist. Für Flugzeuge der Gruppe 1 bedeutet dies, dass sie vor dem Überschreiten von 9.600 Flugzyklen (FC) oder 46.900 Flugstunden (FH), je nachdem, was früher nach dem Herstellungsdatum des Flugzeugs eintritt, eine DET durchführen müssen. Betreiber von Luftfahrzeugen der Gruppe 2 müssen die Inspektion vor Überschreiten von 16.800 FC oder 82.750 FH abschließen, je nachdem, welcher Zeitpunkt seit dem Herstellungsdatum des Luftfahrzeugs am frühesten liegt. Wenn nach

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SAS versilbert zehn Airbus A320neo

Im Rahmen eines Sale-and-Leaseback-Deals macht das Star-Alliance-Mitglied SAS zehn Flugzeuge des Typs Airbus A320neo zu Geld. Das Geschäft wurde mit der Aviation Capital Group abgeschlossen. „Wir kommen mit unserem Transformationsplan weiter voran, und diese neuen Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen sind ein wichtiger Teil davon – sie sichern eine wettbewerbsfähige Finanzierung für unsere erneuerte Flotte moderner und treibstoffeffizienter Flugzeuge. Wir freuen uns, dass wir unsere langfristige strategische Partnerschaft mit ACG, einem der weltweit führenden Flugzeugfinanzierungspartner, erneuern können“, so Airlinechef Anko van der Werff.

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Etihad Holidays wird vollwertiger Reiseveranstalter

Mit den Marken Etihad Holidays und Capital Holidays will Tourism 365, eine Tochter des Messebetreibers Andec, ins Reiseveranstaltergeschäft einsteigen. Bereits ab Oktober 2023 sollen erste Charterflüge zwischen Deutschland und Abu Dhabi angeboten werden. Die Marke „Etihad Holidays“ ist nicht neu. Unter diesem Brand wurden schon touristische Leistungen in Kooperation mit der staatlichen Fluggesellschaft angeboten. Nun will man das Geschäft deutlich ausbauen und über die Gesellschaft Tourism 365 selbst als Reiseveranstalter auftreten. Nebst Paketen, die Etihad-Flüge beinhalten, sollen ab drei deutschen Airports, zwei französischen und nicht näher bezeichneten in Österreich und dem Vereinigten Königreich zwischen Oktober 2023 und Dezember 2025 zahlreiche Charterflüge angeboten werden. Man werde unter den Marken Etihad Holidays und Capital Holidays aktiv sein. Mit Hilfe von Pauschalreisen, die Tourism 365, eine Tochtergesellschaft des staatlichen Messebetreibers Andec, will man zusätzliche Touristen nach Abu Dhabi bringen. Geleitet wird die Gesellschaft von Roula Jouny, die vormals an der Spitze einer FTI-Tochter stand. Die Verantwortlichen betonen, dass der neue Tour Operator bereits voll einsatzfähig sein soll. Man will aber nicht nur Abu-Dhabi-Reisen anbieten, sondern auch Ziele wie Thailand, Sri Lanka und die Malediven im Portfolio haben. Daraus folgt auch, dass man zu einer besseren Auslastung der Etihad-Airways-Umsteigeflüge beitragen will. Umgekehrt will man mit der Marke Capital Holidays auch Reisende aus Abu Dhabi und anderen Märkten für Urlaube in Europa gewinnen. Beispielsweise wird man in diesem Sommer Pauschalreisen in der Mittelmeerregion anbieten. Grundsätzlich sind die nun vorgestellten Pläne nicht gänzlich neu. Bereits vor der Corona-Pandemie wurde bekannt, dass unter der Marke Etihad ein

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