Juni 1, 2023

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Juni 1, 2023

Indien: Go First muss Luftfahrtbehörde Rechenschaft ablegen

Die indische Zivilluftfahrtbehörde hat der insolventen Billigfluggesellschaft Go First eine 30-tägige Frist zur Vorlage eines Plans zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs gesetzt. Die Aufforderung ist äußerst umfangreich, da man im Detail informiert werden möchte. Hintergrund ist auch, dass viele Lessoren ihr Fluggerät bereits eingezogen haben. Die Behörde will auch, dass nachgewiesen wird, dass sämtliche offenen Gehälter bezahlt sind und Go First einen Finanzplan vorlegt. Auch muss die Herkunft der Gelder nachgewiesen werden. Zusätzlich verlangt man Informationen darüber wer künftig die Flotte warten soll und welche Mitarbeiter überhaupt noch für Go First arbeiten. Sollte der insolvente Carrier dieser Aufforderung nicht nachkommen, so würde die DGCA das AOC und die Betriebsgenehmigung einziehen. Ob es gelingen wird Go First wieder in die Luft zu bringen, ist derzeit völlig unklar. Die Vorzeichen sind jedenfalls nicht sonderlich rosig, denn im Streit mit dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney gibt es keine Anzeichen der Versöhnung.

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Hongkong: Cathay liebäugelt mit Boeing 777-8F-Bestellung

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific befindet sich auf der Suche nach einem Nachfolger für ihre Boeing 747F-Flotte. Dabei hat man ein besonderes Auge auf die B777-8F geworfen. Bislang galt auch der Airbus A350F als möglicher Kandidat. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf mit der Sache vertraute Personen bezieht, soll sich der Carrier aus Hongkong nach längerer Evaluierung für das Modell der U.S.-Amerikaner entschieden haben. Derzeit soll eine Order über sechs Exemplare verhandelt werden. Cathay Pacific ist traditionell stark im Frachtgeschäft vertreten. Man betreibt einige Cargoflugzeuge, darunter auch Boeing 747F, die nun ersetzt werden sollen. Man hat sich dabei sowohl die Boeing 777-8F als auch das Konkurrenzmodell Airbus A350F genauer angesehen. Die Wahl soll laut Reuters auf das Modell der U.S.-Amerikaner gefallen sein. Möglicherweise könnte der Ausschlaggebende Punkt gewesen sein, dass die Nutzlast der B777-8F minimal höher ist.

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Markenrechte: Norwegian wird von ehemaliger Bank-Tochter verklagt

Mit ihrer ehemaligen Banktochter streitet sich die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle um die Markenrechte. Konkret geht es darum, dass man verhindern möchte, dass die Nordax Group das Brand „Bank Norwegian“ weiterhin nutzt. Im Jahr 2007 wurde das Finanzunternehmen gegründet. Der Carrier trennte sich schrittweise ehe man im Jahr 2019 vollständig ausgestiegen ist. Damals ging die Bank Norwegian an die Cidron Xingu Ltd., die jedoch später an die Nordax Group weitergereicht hat. Nach der Fusion tritt das Kreditkartengeschäft als „Bank Norwegian, en filial av Nordax Bank AB (publ)“ auf. Genau das stört die Fluggesellschaft aber. Nun brachte das Kreditinstitut eine Klage gegen ihren einstigen Eigentümer ein, denn man will feststellen lassen, dass man den geschützten Namen „Norwegian“ rechtmäßig nutzen darf. Auch droht man der Fluggesellschaft mit der Einstellung des Co-Branding-Kreditkartengeschäfts.

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Argentinien: Flugbegleiterin nach Bombendrohung gegen ihren Arbeitgeber verhaftet

Immer wieder meinen schlechte Scherzbolde Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge tätigen zu müssen. Im jüngsten Fall, der Aerolíneas Argentinas betrifft, entpuppte sich der Urheber ausgerechnet als eigener Angestellter der Fluggesellschaft. Eine Flugbegleiterin wollte dem Arbeitgeber sprichwörtlich eines auswischen. Am 21. Mai 2023 sollte der Airbus A330 mit der Registrierung LV-FVH von Buenos Aires nach Miami fliegen. Eine telefonische Bombendrohung führte aber dazu, dass der Widebody, der mit 270 Passagieren plus Crew besetzt war, evakuiert werden musste. Die Maschine wurde anschließend umfangreich von der Exekutive untersucht. Glücklicherweise wurde nichts gefunden, so dass der Airbus A330 nach über sieben Stunden wieder abheben konnte. Ermittlungen der argentinischen Polizei konnten den Urheber des Drohanrufes ausfindig machen. Es handelte sich ausgerechnet um eine Flugbegleiterin, die für Aerolíneas Argentinas arbeitet. Am 28. Mai 2023 wurde er verhaftet. Laut Informationen der Agentur Telam soll die Staatsanwaltschaft aufgrund erdrückender Beweislage einen Haftbefehl ausgestellt haben. Dennoch ist aus rechtlichen Gründen darauf aufmerksam zu machen, dass bis zu einer etwaigen strafrechtlichen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt. Die betroffene Airline will sich noch nicht tiefgehend äußern, kündigt aber an, dass man eine Schadenersatzklage gegen die Mitarbeiterin in Betracht zieht, falls sich die Vorwürfe als wahr herausstellen sollten bzw. eine strafrechtliche Verurteilung erfolgen sollte. Im Raum stehen etwa eine Million U.S.-Dollar. Die Ermittlungsbehörden ziehen laut der Nachrichtenagentur auch eine ganz andere Variante in Betracht: Möglicherweise war gar nicht der Arbeitgeber das Ziel des „eines auswischen“, sondern es wird noch ermittelt, ob es eventuell eine Beziehung zwischen der Flugbegleiterin und einem der beiden Piloten gab, die

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KPÖ will Privatjets am Flughafen Linz verbieten

Unter Hinweis auf den Klimaschutz fordert die Kommunistische Partei Österreichs, dass Privatjets künftig nicht mehr auf dem Flughafen Linz-Hörsching starten oder landen dürfen. Man verweist darauf, dass diese pro Passagier „bis zu 14 Mal mehr Kohlenstoffdioxid-Emissionen als ein durchschnittliches Verkehrsflugzeug pro Passagier“ verursachen sollen. Die Kommunisten, die im Linzer Gemeinderat vertreten sind, haben eine entsprechende Resolution eingebracht. Das Vorhaben hält man als für „machbar“, da die Stadt Linz zur Hälfte am Airport beteiligt ist. Man verweist in der Aussendung darauf, dass man im April 2023 „mehr als zehn Flugbewegungen von Privatjets am Tag“ beobachtet habe. „Den Plastikstrohhalmen haben wir zu Gunsten der Umwelt schon den Kampf angesagt. Wieso also diesen Kampf nicht auch auf die Jets der Superreichen ausweiten?“, so KPÄ-Gemeinderat Michael Schmida.

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Kommentar: Businessjet-Stammkundin Gewessler will ihr Hobby verbieten lassen

Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) bezeichnet sich selbst als Klimaschutzministerin und lässt keine Gelegenheit aus, um ihre Abneigung gegenüber der Luftfahrt zum Ausdruck zu bringen. Nun fordert die passionierte Stammkundin von Bedarfsfluggesellschaften ein Verbot von Businessjets. Der Luftfahrtverband kritisiert das Regierungsmitglied heftig. Geht es nach Leonore Gewessler so gäbe es längst keine Flüge innerhalb Österreichs sowie auf der Kurzstrecke mehr. Diesen hat sie regelrecht den Kampf angesagt und will sie unter anderem durch staatlich finanzierte Nachtzüge ersetzen. Wer nun spekuliert, dass die Nightjet-Züge dadurch günstiger werden könnten, irrt, denn das Preisniveau ist weiterhin äußerst hoch, wenn man mal vom Sitzwagen, in dem innerhalb Österreichs auch das Klimaticket gilt, absieht. Auch hinsichtlich des Komforts in den Schlaf- und Liegewägen gehen die fulminanten Darstellungen von Gewessler, den ÖBB und der Realität weit auseinander. Es wird äußerst viel versprochen, aber gehalten wird davon, wenn überhaupt, nur ein kleiner Bruchteil. Besonders heftig wird seitens Passagieren die angeblich gelegentliche mangelnde Sauberkeit kritisiert. Aber auch der Umstand, dass Downgrades in niedrigere Kategorien als bezahlt durchaus an der Tagesordnung sein sollen und sich anschließend die Erstattung des Differenzbetrages zäh wie Leder hinziehen kann. Die Luftfahrt ist übrigens in diesem Zusammenhang so ganz und gar kein Vorbild, denn viele Airlines stellen sich regelrecht taub, stumm und unwissend, wenn es darum geht, dass Geld an Passagiere überwiesen werden muss. Beispielsweise hat es Austrian Airlines wegen nur 80 Euro auf einen Vollstreckungsbescheid ankommen lassen. Selbsternannte Klimaschützer fordern seit einiger Zeit, dass Privatjets generell verboten werden sollen. Ihr Argument ist, dass

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Klagenfurter Stadtsenat stimmt für das Ziehen der Call-Option

Nachdem die Kärntner Landesregierung bereits in der Vorwoche formell beschlossen hat, dass die Call-Option für den Lilihill-Anteil am Klagenfurter Flughafen gezogen wird, hat nun der Stadtsenat von Klagenfurt ebenso einen Beschluss gefasst. Künftig wollen sich das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt die Eigentümerschaft am Airport im Verhältnis 80:20 aufteilen. Dem Beschluss des Senats muss noch eine Abstimmung im Gemeinderat folgen, jedoch gilt dies nur noch als reine Formsache. Es ist davon auszugehen, dass ein jahrelanger Rechtsstreit mit Lilihill folgen wird, denn seitens des ehemaligen Mehrheitseigentümers wurden bereits rechtliche Schritte gegen das Vorgehen der öffentlichen Hand angekündigt.

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Elba-Verbindung: Luganos letzte regelmäßige Flüge

Am Tessiner Flughafen Lugano gibt es seit der Pleite von Darwin Airline und dem Rückzug von Swiss nur noch wenige Linienflüge. Auch im Charterbereich ist man im direkten Vergleich mit anderen eidgenössischen Airports eher schwach aufgestellt. Die Elba-Flüge, die auch heuer wieder von Silver Air durchgeführt werden, sind zumindest ein kleiner Lichtblick. Touristisch hat die Region rund um den Lago Maggiore so einiges zu bieten, jedoch ist der Lugano-Agno-Airport seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast. Einst verfügte man über ein durchaus dichtes Crossair-Netzwerk, jedoch wurde dieses nach und nach zurückgefahren. Auch Darwin Airline versuchte sich zunehmend außerhalb der Homebase. Die Pleite des Carriers, der zuletzt als Adria Airways Switzerland aufgetreten ist, führte zum Verlust von Linienstrecken. Der Rückzug von Swiss besiegelte dann auch das Aus der Drehkreuzanbindungen. Während der Corona-Pandemie musste man gar Insolvenz anmelden. Zeitweise gab es ein Projekt einen eigenen Carrier auf die Beine zu stellen, jedoch wurde es um dieses wieder äußerst ruhig. Komplett ruhig ist es in Lugano aber nicht, denn der Airport wird rege von der General- und Business-Aviation genutzt. Diese ist die Hauptkundschaft des Tessiner Flughafens. Regelmäßige Linienflüge hat man nämlich schon einige Zeit nicht mehr. Ab 18. Juni 2023 führt die tschechische Silver Air wieder Charterflüge im Auftrag von Flights&Travel nach Marina di Campo durch. Diese werden schon seit vielen Jahren – mit zeitweiser Unterbrechung während der Corona-Pandemie – angeboten. Zum Einsatz kommen Turbopropflugzeuge des Typs Let 410. Die kleinen Maschinen verkehren an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag, wobei laut vorliegendem Flugplan

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Frankreich: Chalair übernimmt zwei Inlandsstrecken von Air France

Der französische Flughafen Castres verfügt auf der Linie lediglich über eine Anbindung nach Paris-Orly. Diese stand einige Zeit auf der Kippe, denn Air France hat die Einstellung bekanntgegeben. Nun wurde mit Chalair Aviation ein neuer Operator, der nahtlos übernehmen wird, gefunden. Für die Passagiere bedeutet das, dass ab 1. Juni 2023 in Turbopropflugzeugen des Typs ATR42-500 Platz genommen werden kann. Diese sollen bis zu elfmal pro Woche zwischen den beiden Städten verkehren. Bislang kamen von Amelia International betriebene Embraer 145 im Auftrag von Air France zum Einsatz. Chalair konnte im Rahmen einer Ausschreibung dem wesentlich größeren Mitbewerber auch die PSO-subventionierte Route Aurillac-Paris (Orly) abluchsen. Auch diese wird man per 1. Juni 2023 von Air France übernehmen.

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