August 23, 2023

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August 23, 2023

Verweis auf Abkommen mit UdSSR: Volga-Dnepr will beschlagnahmte An-124 einklagen

Die russische Fluggesellschaft Volga-Dnepr Airlines will sich gegen die Beschlagnahme der Antonov An-124 mit der Registrierung RA-82078, die formell im Juni 2023 vollzogen wurde, zur Wehr setzen. Dazu beruft man sich auf ein Abkommen zwischen der Sowjetunion und Kanada. Die kanadische Regierung hat die am 27. Feber 2022 in Toronto gelandete RA-82078 über einen längeren Zeitraum an die Kette legt. Aufgrund der Sanktionen, die als Reaktion auf den kriegerischen Überfall Russlands gegen die Ukraine eingeführt wurden, durfte die Maschine das Staatsgebiet nicht mehr verlassen. Später hat dann die Regierung beschlossen, dass die An-124 beschlagnahmt und an die Ukraine übergeben wird. Die formellen Beschlüsse dazu hat man im Juni 2023 gefasst. Das will Volga-Dnepr Airlines aber nicht auf sich sitzen lassen: „Es sei daran erinnert, dass die Fluggesellschaft im Auftrag der kanadischen Regierung einen humanitären Flug mit 475 Kubikmetern/60.900 kg COVID-19-Testkits aus China durchführte“. Aufgrund eines Notams, in dem die kanadische Regierung russischen Carriern die Nutzung ihres Luftraums untersagt hat, konnte man Toronto nicht mehr verlassen. Mit dem Umstand, dass das Flugzeug beschlagnahmt wurde und an die Ukraine übergeben werden soll, ist gar nicht glücklich. In einem offiziellen Schreiben verweist man auf den Artikel 9 des Abkommens vom 20. November 1989, das zwischen der Sowjetunion und Kanada abgeschlossen wurde. Man will auf Grundlage dieser bilateralen Vereinbarung ein Schiedsverfahren einleiten, das zum Ziel hat, dass das Flugzeug binnen sechs Monaten zurückgegeben wird oder aber der Wert ersetzt wird. Der Grund warum sich Volga-Dnepr Airlines auf ein Abkommen, das mit dem nicht mehr

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Neue Ausstellung: Experience Tirol

Auf über 500 Quadratmetern ermöglicht die digitale Erlebniswelt Experience Tirol eine spektakuläre Reise auf die höchsten Gipfel, in die Vergangenheit und Zukunft, in das Herz und in die Seele Tirols. Eine Show, 1.000 Erinnerungen. Wissensvermittlung auf die neueste und spannendste Art. Der Name ist Programm: Experience Tirol ist eine sogenannte „storybased Infotainment Show“, die es weltweit in dieser Form noch nie gegeben hat. Immersiv, lehrreich, emotional und mit neuester Technologie ausgestattet wird Besuchern eine unvergleichliche Erlebniswelt geboten. Im Fokus steht das echte, authentische Tirol. Das Leben in den Bergen mit all seinen schönen und herausfordernden Seiten. Innerhalb einer Stunde erleben Besucher einen Streifzug durch die reiche Geschichte, die Traditionen, die Kunst sowie die Natur- und Sportlandschaft der Region. Die emotional aufgeladene Story hinterlässt bleibende Erinnerungen bei den Besuchern. Wir haben nach einer völlig neuen Art des Erlebens und einer Möglichkeit, Wissen spannend zu vermitteln, gesucht. Das Ergebnis ist Experience Tirol Unterhaltung trifft auf Wissen, Storytelling und die modernsten Technologien. – Mag. Peter Margreiter, geschäftsführender Gesellschafter. Storybased Infotainment Show: Eine Weltneuheit Über 200 Personen haben in den vergangenen eineinhalb Jahren daran gearbeitet, eine sich auf 512 Quadratmetern erstreckende Erlebniswelt zu kreieren. In fünf Räumen kann man eine aufregende und emotionale Wissensreise durch Tirol antreten. Begleitet werden die Besucher von Vater und Tochter der Familie Gruber – gespielt von Gregor Bloéb und Lisa Neuner – die mit ihrer fesselnden und emotionalen Geschichte den Bogen durch die Räume und unterschiedlichen Themenwelten spannen. Neueste Technologien ziehen Besucher in den Bann und werden zu einem

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Nordic Aviation Group in Schieflage: Ohne Hilfe von Regierung oder Investor wird es eng

Die Finanzlage des Marabu-Airlines-Partners Nordica ist offenbar noch angespannter als bislang angenommen. Dem Carrier und seiner auf ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierten Tochtergesellschaft Xfly droht im dritten Quartal der Gang zum Insolvenzgericht, sofern bis dahin keine Lösung gefunden wird. Beide estnischen Luftfahrtunternehmen gehören der Nordic Aviation Group, die wiederum vollständig im Staatsbesitz ist, an. Gegründet wurde Nordica als Nachfolger der Estonian Air, die aufgrund einer angeordneten Rückzahlung von Subventionen Insolvenz anmelden musste. Zunächst ging man im Rahmen einer Kooperation mit Adria Airways als virtueller Carrier an den Start. Der Flugbetrieb wurde dann später von Regional Jet (heutige Xfly) durchgeführt und man kooperierte mit der polnischen Lot, die sich auch mit 49 Prozent beteiligt hatte. Diese Zusammenarbeit wurde mittlerweile aufgelöst und der Minderheitsanteil ging zurück an den Staat Estland. Nordica selbst hat erst seit weniger als einem Jahr AOC und Betriebsgenehmigung. Im Gegensatz zu Xfly, auf deren AOC Regionaljets und Turbopropflugzeuge, mit denen man hauptsächlich für andere Carrier fliegt, registriert sind, hat man bei Nordica auch mit der Einflottung von Airbus A320 begonnen. Man sollte für Marabu Airlines, in deren Management man auch vertreten ist, der Hauptpartner sein und beim Aufbau des deutschen Ferienfliegers mithelfen. Allerdings scheint sich die mangelnde Erfahrung in Sachen Betrieb von Mittelstreckenflugzeugen äußerst nachteilig ausgewirkt zu haben. Auch ist es Nordica nicht gelungen ausreichend Personal für die Bases Hamburg und München anzuheuern. Dies dürfte nicht nur an der vergleichsweise niedrigen Bezahlung liegen, sondern durchaus auch an einer nicht alltäglichen Konstruktion in Sachen Anstellung. Für die Nordic Aviation Group

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Österreich: Viele Hotelbetriebe vor Übergabe an neue Eigentümer

Familienbetriebe in der Hotellerie wurden meist über Jahrzehnte in harter Arbeit aufgebaut. Kommt es zur Weitergabe des Unternehmens, steht viel auf dem Spiel. Da geht es meist um mehr als nur um Geld. Eine geregelte, von neutralen Fachleuten begleitete Nachfolge ist daher das Gebot der Stunde Fast die Hälfte der Hotelbetriebe plant eine Übergabe in den nächsten 10 Jahren. Der Übergang eines Familienbetriebs auf die nächste Generation war schon immer eine heikle Angelegenheit. Inflation und wirtschaftliche Zwänge haben dies in jüngster Zeit verstärkt. Auch wenn es eine entscheidende Weichenstellung ist. Die Nachfolgeplanung sollte nicht von Emotionen getrieben werden. Gefragt ist vielmehr ein umsichtig geplantes strategisches Vorgehen. Gibt es einen genauen Fahrplan mit definierten Schritten und konkreten Zeitpunkten, treten emotionale Bedenken und Vorbehalte in den Hintergrund. Wer hingegen unter Zeitdruck übergibt oder in einer wirtschaftlich schwierigen Situation veräußert, geht ein hohes Risiko ein. Jede Übergabe sollte in Ruhe erfolgen. Die Interessen von Familienmitgliedern werden am besten in einer Familiensitzung besprochen. Sinnvoll ist, dazu einen neutralen Moderator beizuziehen. Eine schriftlich festgehaltene Familienverfassung gibt das gemeinsame Ziel und die Marschrichtung vor. Sie dient als Grundlage für alle weiteren juristischen und steuerlichen Fragen. Mit den Beratern wird eine realistische Abfolge der Umsetzungsschritte festgelegt. Nützlich ist eine Familienverfassung auch dann, wenn der Betrieb außerhalb der Familie übergeben wird. Die Prodinger Tourismusberatung hat dazu eine „Betriebsübergabe-Pyramide“ mit integrierten Modulbausteinen entwickelt. Klassischer Fall: Der Übergeber denkt zunächst naturgemäß an eine Übergabe innerhalb der Familie. Doch oft verfolgen die Kinder völlig andere Interessen und stehen für eine Betriebsübergabe

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Land Tirol sperrt Flugplatz Höfern – Hindernissituation muss neu vermessen werden

Nachdem sich am vergangenen Freitag ein tödlicher Absturz eines Segelflugzeuges ereignet hat, soll der Flugplatz Höfern auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Das Land Tirol hat den Betreibern auferlegt, dass die Hindernissituation neu zu vermessen ist. Einen kausalen Zusammenhang mit dem jüngsten Unfall schließt man aber – zumindest öffentlich – aus. Am Freitag, den 18. August 2023 ist ein 58-jähriger Deutscher mit seinem Segelflugzeug abgestürzt. Ersten Erkenntnissen nach könnten die zum Zeitpunkt des Unfalls aufgetretenen Winde eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. Der Pilot kam beim Absturz ums Leben. Die Ursache des Unfalls wird nun von Sachverständigen und Behörden ermittelt. Das zuständige Aufsichtsamt hat nun entschieden, dass der Flugplatz Reutte-Höfen auf unbestimmte Zeit stillgelegt wird. Dies hat auch Folgen für zwei Maschinen, die hier nicht ihre „Homebase“ haben, sondern lediglich zu Gast waren. Diesen wurde die Starterlaubnis ohne Angabe näherer Gründe verweigert. Ein betroffener Flugzeugbesitzer erklärt im Gespräch mit dem Österreichischen Rundfunk, dass er diese Behördenentscheidung nicht nachvollziehen kann. Über kurz oder lang müsse er sowieso mit seiner Maschine weg, denn es werde ja nicht mit dem LKW weggebracht. Bei der Entscheidung der Behörde scheint der Umstand, dass es sich bereits um den dritten schweren Unfall binnen zwei Jahren handelt, eine erhebliche Rolle gespielt zu haben. Beispielsweise ist vor etwa einem Jahr ein Kleinflugzeug auf ein Hausdach gestürzt. Ein Vertreter des Landes Tirol betont aber, dass die Unfälle nicht kausal für die Sperre gewesen wäre. Christian Senn, Obmann des Segelflugvereins Ausserfern, hebt hervor, dass er die nun gewählte Vorgehensweise noch nie

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Umfrage: Eigenes Auto vielen Österreichern besonders wichtig

Mehr als die Hälfte der Wege (57 Prozent) legen die heimischen Autobesitzer laut aktueller AutoScout24-Trendstudie mit dem PKW zurück. 3 von 10 sind sogar „Heavy-User“ und fahren in einer Woche mindestens vier Fünftel der Strecken mit dem Auto. In 10 Jahren könnte sich ein anderes Bild zeigen, wie die Trendstudie zeigt. Denn auch wenn 9 von 10 Befragten angeben, dass sie dann noch ein Auto besitzen werden, gehen sie davon aus, es weniger zu nutzen.   Wer heute ein Auto hat, nutzt es fleißig. Egal ob Wochenendeinkäufe, Treffen und Ausflüge, Wochenendtrips, die Fahrt zu Terminen oder in den Urlaub – der eigene fahrbare Untersatz ist offenbar praktisch. Sieht man sich die persönliche Einschätzung der Autonutzung in 10 Jahren an, ist mit einem Rückgang hinsichtlich zahlreicher Nutzungsarten zu rechnen. So wird der PKW in Zukunft von einem Viertel weniger für die Anreise zu sportlichen Aktivitäten genutzt werden, Ausflüge oder der Weg zu Arbeit, Schule oder Uni etwa von einem Fünftel weniger. Auch bei täglichen Einkäufen, Treffen oder Besuchen und längeren Urlauben wird man auf andere Verkehrsmittel umsteigen (15 Prozent). Kaum ändern wird sich laut den Befragten die Nutzung für Großeinkäufe, Ausflüge mit dem Hund in die Natur und Wochenendtrips. Rückgang insbesondere in Wien und bei Wenigfahrer Beim Blick in die Zukunft zeigen sich klar Unterschiede nach Wohnort. So wird etwa ein Viertel der Wiener*innen das Auto in 10 Jahren weniger nutzen als noch heute. In den Bundesländern ist nur einer von 10 dieser Meinung. Wer heute schon wenig fährt, wird das in

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