Oktober 25, 2024

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Oktober 25, 2024

Southwest Airlines: Umstrukturierung des Vorstands nach Konflikt mit Elliott Investment Management

Southwest Airlines, eine der größten Billigfluggesellschaften der USA, steht vor einer weitreichenden Neugestaltung ihres Vorstands. Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines monatelangen Konflikts mit dem aktivistischen Investor Elliott Investment Management, der nun durch eine Einigung beigelegt wurde. Elliott, bekannt für seine aggressiven Beteiligungsstrategien, hatte die Unternehmensführung von Southwest stark kritisiert und entscheidende Änderungen im Vorstand gefordert, um die operative und finanzielle Leistung der Fluggesellschaft zu verbessern. Diese Einigung markiert einen Wendepunkt in der Führung von Southwest und stellt die Weichen für eine neue strategische Ausrichtung. Hintergrund des Konflikts: Elliott Investment Managements Forderungen Im Sommer 2024 begann Elliott Investment Management, eine bedeutende Beteiligung an Southwest Airlines aufzubauen, und äußerte kurz darauf öffentlich scharfe Kritik an der Führung des Unternehmens. Die Hauptziele der Kritik waren der CEO Bob Jordan sowie mehrere Direktoren des Unternehmens, die laut Elliott für eine stagnierende Performance und mangelhafte Unternehmensführung verantwortlich gemacht wurden. Elliott, unter der Leitung von John Pike und Portfoliomanager Bobby Xu, forderte die Absetzung von acht der damaligen Direktoren und die Ernennung einer eigenen Liste von acht neuen Kandidaten in den Vorstand. Besonders im Fokus stand die Forderung nach einer Sonderversammlung der Aktionäre, um diese Änderungen abzustimmen. Elliott argumentierte, dass Southwest nur durch umfassende Veränderungen im Vorstand und an der Unternehmensspitze wieder in der Lage sei, langfristig nachhaltigen Shareholder Value zu schaffen und die operative Performance zu verbessern. Southwest hingegen bezeichnete die Forderungen von Elliott als „unnötig und unangemessen“. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass Elliott „hartnäckig die Kontrolle über den Vorstand fordere“

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BGH-Entscheidung gegen Lufthansa: Vorläufiger Etappensieg für Condor

Der seit Jahren andauernde Streit zwischen Condor und Lufthansa über die Konditionen für Zubringerflüge zu Langstreckenflügen des Ferienfliegers Condor hat eine neue Wendung genommen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat kürzlich entschieden, dass die bisherige Vereinbarung zwischen den beiden Airlines bis auf weiteres bestehen bleibt. Diese Entscheidung bringt vorläufig Klarheit in einen Konflikt, der seit der Corona-Pandemie im Jahr 2020 schwelt und das Verhältnis der beiden deutschen Fluggesellschaften stark belastet hat. Ein jahrelanger Rechtsstreit um Zubringerflüge Der Konflikt begann Ende 2020, als Lufthansa die Zusammenarbeit mit Condor kündigte, um sich stärker auf ihre eigene Tochtergesellschaft Discover Airlines zu konzentrieren, die das Geschäft mit Ferienflügen übernehmen sollte. Condor, eine ehemalige Tochtergesellschaft der Lufthansa, war darauf angewiesen, dass die größere Airline Zubringerflüge aus zahlreichen europäischen Städten für ihre Langstreckenflüge nach Frankfurt durchführt. Condor bietet hauptsächlich Urlaubsflüge zu Zielen weltweit an, während Frankfurt als Hauptdrehscheibe für den Ferienflieger dient. Die Kündigung der Zubringerkooperation seitens Lufthansa bedeutete für Condor, dass sie plötzlich höhere Kosten und organisatorische Herausforderungen zu bewältigen hatte, was zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil führen könnte. Die Lufthansa bestand darauf, dass Condor künftig die gleichen, weniger günstigen Bedingungen akzeptieren müsse, die auch für andere Kooperationspartner der Lufthansa gelten. Condor hingegen berief sich auf die besonders vorteilhaften Konditionen, die noch aus der Zeit stammten, als sie Teil der Lufthansa-Gruppe war. Diese Konditionen sicherten Condor günstige Zubringerflüge von Lufthansa, was für das Unternehmen eine entscheidende Grundlage für die Planung ihrer Langstreckenflüge darstellte. Der Weg durch die Instanzen Nach der Kündigung der Vereinbarung im Jahr 2021 zog Condor

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