2024

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2024

Ita Airways: Italien macht den Weg frei für Lufthansa-Einstieg

Die Lufthansa Group steht kurz davor, einen bedeutenden Schritt in der europäischen Luftfahrtgeschichte zu machen. Wie kürzlich bekannt wurde, steht dem Einstieg des deutschen Luftfahrtkonzerns bei der italienischen Fluggesellschaft Italia Trasporto Aereo (Ita) nichts mehr im Weg. Das italienische Finanzministerium gab bekannt, dass die erforderlichen Unterlagen fristgerecht bei der EU-Wettbewerbsbehörde eingereicht wurden. Die Lufthansa zeigte sich zuversichtlich, dass die Europäische Kommission die Transaktion in den kommenden Wochen genehmigen wird. Dieser Schritt könnte eine neue Ära für die italienische Luftfahrt einläuten und zugleich die Wettbewerbslandschaft auf dem europäischen Markt nachhaltig verändern. Ein langwieriger Verhandlungsprozess Die Verhandlungen über den Einstieg der Lufthansa bei Ita ziehen sich bereits über ein Jahr hin und waren in den letzten Monaten mehrmals ins Stocken geraten. Bereits im Jahr 2020 hatte die italienische Regierung die staatliche Fluggesellschaft Ita als Nachfolgerin von Alitalia gegründet, nachdem der langjährige italienische Flagcarrier aufgrund wiederholter finanzieller Krisen und Misswirtschaft pleitegegangen war. Ita ist eine deutlich kleinere Airline im Vergleich zu Alitalia, doch sie spielt eine wichtige Rolle im italienischen und europäischen Luftverkehrsmarkt. Die grundsätzliche Einigung zwischen der Lufthansa und dem italienischen Staat wurde bereits erzielt, aber es gab noch Uneinigkeiten über den Preis für die zweite Tranche der Übernahme. Laut italienischen Medienberichten strebte Lufthansa einen Preisnachlass von rund zehn Millionen Euro an, was zu Spannungen zwischen den Verhandlungspartnern führte. Das italienische Finanzministerium erklärte jedoch, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen seit der ursprünglichen Vereinbarung nicht geändert hätten. Diese Differenzen scheinen nun beigelegt zu sein, und der Weg für den Abschluss der Transaktion ist

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FACC profitiert vom Aufschwung der Luftfahrtbranche – Wachstumskurs setzt sich fort

Die österreichische FACC AG, spezialisiert auf Luftfahrtkomponenten, verzeichnete im dritten Quartal 2024 erneut ein starkes Wachstum. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 25,1 Prozent auf 642,6 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (EBIT) konnte sich mit 21,8 Millionen Euro mehr als vervierfachen. Der internationale Aufschwung in der Luftfahrt, insbesondere die Nachfrage nach Kurzstrecken- und Geschäftsreiseflugzeugen, treibt das Wachstum an. Trotz dieser Erfolge sieht sich FACC aufgrund gestiegener Standortkosten und Einmalkosten bei neuen Projekten gezwungen, ein Kostensenkungsprogramm umzusetzen. Dieses soll ab 2025 zu einer nachhaltigen Effizienzsteigerung beitragen. Neben den Geschäftszahlen ist auch die Eröffnung der neuen FACC Academy im September 2024 ein bedeutender Schritt. Die Ausbildungsstätte wurde gegründet, um Fachkräfte gezielt auszubilden und somit den akuten Fachkräftemangel zu lindern. Auch in der Forschung hat FACC Fortschritte erzielt: In einem europäischen Forschungsprojekt entwickelt das Unternehmen zusammen mit Partnern wiederverwendbare Leichtbaumaterialien, die für den Einsatz in der Luftfahrt und in neuen Mobilitätssektoren gedacht sind. Damit stärkt FACC seine Rolle als Vorreiter in der Entwicklung nachhaltiger Materialien. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet FACC ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 20 Prozent und plant, weiterhin auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung zu setzen, um den Wachstumskurs fortzuführen.

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Das traurige Ende von Alitalia: Massenentlassungen und die Zukunft der Belegschaft

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia, die in den letzten Jahren mehrfach in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, steht nun endgültig vor ihrem Aus. Die Entscheidung, das Unternehmen vollständig zu liquidieren, wurde bereits von den Verwaltern bekanntgegeben. Alle Beschäftigten der insolventen Airline, darunter mehr als 2.000 Mitarbeiter, werden bis zum Jahresende entlassen. Zu den betroffenen Arbeitnehmern gehören unter anderem 82 Piloten und 1.100 Flugbegleiter, die zuletzt noch von der bankrotten Fluggesellschaft bezahlt wurden. Diese Entlassungen markieren das traurige Ende einer einst stolzen Fluggesellschaft, die über Jahrzehnten hinweg zu einem Symbol der italienischen Luftfahrt war. Alitalia: Ein Unternehmen mit langer Geschichte Alitalia, gegründet 1947, war lange Zeit die nationale Fluggesellschaft Italiens und galt als eines der bekanntesten Markenbilder des Landes. Doch die letzten Jahre waren von finanziellen Problemen, Insolvenzen und unzähligen Umstrukturierungen geprägt. Der Versuch, sich durch strategische Partnerschaften und Umstellungen zu retten, blieb erfolglos. Trotz jahrelanger Unterstützung durch den italienischen Staat konnte Alitalia nicht mehr in die Gewinnzone zurückfinden. Im Oktober 2021 ging die Airline endgültig in Konkurs, und eine Nachfolgegesellschaft – ITA Airways – wurde ins Leben gerufen, um die Lücke zu füllen, die Alitalia hinterlässt. ITA Airways, die Nachfolgegesellschaft von Alitalia, wurde mit der Aufgabe betraut, die verbliebenen Flugverbindungen von Alitalia weiterzuführen und dabei die Chancen der Luftfahrtbranche zu nutzen. Doch auch diese Umstrukturierungen und Neustarts brachten nicht die erhoffte Stabilität, und die Zahl der Alitalia-Beschäftigten, die nun ohne Arbeitsplatz dastehen, wächst rapide an. Massenentlassungen und das Schicksal der Alitalia-Beschäftigten Die Verwalter von Alitalia teilten nun mit, dass alle noch verbliebenen

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Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt steigt im Oktober 2024 leicht

Im Oktober 2024 nutzten rund 5,7 Millionen Passagiere den Frankfurter Flughafen (FRA), was einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Während der Herbstferien waren Reisen in südliche Urlaubsregionen wie Griechenland, die Kanaren und Balearen besonders gefragt. Trotz des Zuwachses liegt das Aufkommen noch etwa 11,6 Prozent unter den Zahlen von 2019, was den schrittweisen Erholungsprozess nach der Pandemie verdeutlicht. Gleichzeitig sank die Anzahl der Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen um 2,1 Prozent auf 39.849 Starts und Landungen, und das gesamte Höchstabfluggewicht (MTOW) verringerte sich um 1,9 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tonnen. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Frachtbereich ein Plus von 3,8 Prozent und erreichte 179.809 Tonnen. Auch andere Flughäfen der Fraport-Gruppe zeigten gemischte Ergebnisse: In Griechenland stieg das Passagieraufkommen an 14 Regionalflughäfen um 9,2 Prozent auf 3,4 Millionen. Ein deutlicher Rückgang von 33,2 Prozent zeigte sich hingegen bei den brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre, da letzterer nach schweren Überschwemmungen erst am 21. Oktober wieder den Betrieb aufnahm. Am türkischen Flughafen Antalya stieg die Zahl der Passagiere um 5 Prozent auf 4,6 Millionen. Insgesamt wuchs das Passagieraufkommen der Fraport-Gruppe im Oktober um 2,5 Prozent auf 16,9 Millionen Passagiere.

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Vietnam Airlines plant Kauf von 50 Kurz- und Mittelstreckenjets

Vietnam Airlines kündigte an, im ersten Halbjahr 2025 Ausschreibungen für den Kauf von 50 Kurz- und Mittelstreckenjets zu starten. Geschäftsführer Le Hong Ha erklärte, dass die Fluggesellschaft das Ausschreibungsverfahren einhalten müsse, um Transparenz zu gewährleisten und allen Herstellern die Möglichkeit zur Teilnahme zu bieten. Boeing wird als eine der Optionen genannt, da das Unternehmen ein attraktives Angebot unterbreitet hat. Aktuell besteht die Kurzstreckenflotte der Airline vorwiegend aus Flugzeugen des Herstellers Airbus.

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Spirit Airlines: Auf der Kippe – Der Billigflieger vor der Insolvenz

Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines steht offenbar vor einer der größten Herausforderungen ihrer Unternehmensgeschichte. Medienberichten zufolge soll die Airline in den kommenden Wochen einen Insolvenzantrag stellen. Das “Wall Street Journal” berichtete, dass sich Spirit Airlines aktuell in einer kritischen finanziellen Lage befindet und intensiv mit ihren Gläubigern verhandelt, um eine Insolvenz abzuwenden. Trotz dieser Bemühungen scheint das Unternehmen derzeit keinen Ausweg aus seiner prekären Lage zu finden. Der Bericht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Airline bereits mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und in der Vergangenheit mehrere gescheiterte Versuche unternahm, ihre Situation durch Fusionen und Verkäufe zu stabilisieren. Die Ursachen der Krise Die Krise bei Spirit Airlines ist nicht von heute auf morgen entstanden. Der Billigflieger hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit finanziellen Engpässen zu kämpfen gehabt. In fünf der letzten sechs Quartale erwirtschaftete das Unternehmen Verluste. Diese anhaltenden Defizite haben die Airline in eine schwierige Lage versetzt, die nun offenbar zu einer drohenden Insolvenz führen könnte. Laut internen Quellen, die die „Wall Street Journal“ zitiert, sind Fusionsgespräche mit der Konkurrentin Frontier Airlines, die ursprünglich als eine Möglichkeit zur Rettung des Unternehmens galten, gescheitert. Die Verhandlungen, die auf eine Zusammenführung der beiden Fluggesellschaften abzielten, brachten keine tragfähige Lösung, was die Probleme von Spirit Airlines weiter verschärfte. Die Situation wurde durch die jüngsten Verluste im operativen Geschäft noch verschärft. So gab das Unternehmen kürzlich bekannt, dass die bereinigte operative Marge im dritten Quartal um 12 Prozent niedriger ausfalle als im Vorjahr. Diese Zahl verdeutlicht die tiefgreifenden

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Fluggastrechte: Bundesgerichtshof stärkt Passagierrechte bei Flugannullierungen

Im jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) wurde eine wegweisende Entscheidung in Sachen Fluggastrechte getroffen, die die Rechte von Passagieren bei Annullierungen von Flügen weiter stärkt. Der Fall, der sich um eine Entschädigung für einen Passagier drehte, der im Sommer 2019 mit Easyjet von Berlin-Tegel nach Düsseldorf fliegen wollte, führte zu einer Klärung der Pflichten von Fluggesellschaften bei der Bereitstellung von Ersatzflügen. Der BGH hob damit ein vorheriges Urteil des Berliner Landgerichts auf, das die Fluggesellschaft von ihrer Verantwortung entbunden hatte. Diese Entscheidung hat nicht nur rechtliche Bedeutung, sondern könnte auch die Handhabung von Flugannullierungen und -verspätungen in der Luftfahrtindustrie nachhaltig beeinflussen. Der Fall: Annullierung und die Ersatzflüge Der Passagier, der ursprünglich mit Easyjet von Berlin-Tegel nach Düsseldorf fliegen wollte, erlebte im Juli 2019 eine unerwartete Wendung: sowohl der Hin- als auch der Rückflug wurden annulliert. Die Airline bot ihm Ersatzflüge an, allerdings ausschließlich eigene Flüge – entweder noch am selben Tag oder an späteren Tagen. Der Passagier entschied sich jedoch, die Bahn zu nehmen, anstatt den angebotenen Ersatzflug zu nutzen. Nachdem der Passagier den Fall an das Fluggastrechteportal Flightright abtrat, zog das Unternehmen die Fluggesellschaft vor Gericht. Das Amtsgericht Berlin-Wedding gab der Klage statt, doch das Landgericht wies die Klage in der Berufung ab. Es stützte sich auf die Argumentation der Airline, dass außergewöhnliche Umstände – wie ein Gewitter, das den vorausgehenden Flug verzögert hatte, und ein Nachtflugverbot, das den Rückflug verhinderte – die Annullierung und die verspäteten Ersatzflüge gerechtfertigt hätten. Zudem sei es der Fluggesellschaft nicht zumutbar, den ursprünglichen

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Jens Fehlinger neuer Verwaltungsratspräsident von Edelweiss Air

Jens Fehlinger, CEO der Schwestergesellschaft Swiss, wurde zum neuen Verwaltungsratspräsidenten von Edelweiss Air ernannt. Er tritt sein Amt rückwirkend zum 1. Oktober 2024 an. Fehlinger übernimmt die Position von Dieter Vranckx, der zum 1. Juli 2024 in den Vorstand des Lufthansa-Konzerns berufen wurde. Heike Birlenbach und Karl Ulrich Garnadt bleiben weiterhin Mitglieder des Verwaltungsrats von Edelweiss Air.

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Vulkan Lewotobi auf Flores: Flugstreichungen und Aschewolken beeinträchtigen den Luftverkehr

Die andauernden Eruptionen des Lewotobi Laki-Laki auf der indonesischen Insel Flores haben zunehmend Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Mehrere Fluggesellschaften, darunter Jetstar und Virgin Australia, setzten seit Dienstag Flüge von Bali nach Australien aus. Ursache sind die massiven Aschewolken, die die Luftsicherheit gefährden. Der Vulkan, der sich etwa 500 Kilometer von Bali entfernt befindet, schleudert weiterhin Asche bis in Höhen von rund zehn Kilometern, was auch den lokalen Flugverkehr beeinträchtigt. Die Eruptionen des Lewotobi Laki-Laki dauern seit Ende 2023 an, und die Vulkanaktivität hat zu Evakuierungen und mehreren Todesfällen geführt. Die Behörden haben eine Sperrzone eingerichtet und warnen weiterhin vor den Gefahren der Asche. Der Vulkan ist Teil des geologisch aktiven Pazifischen Feuerrings, und die Situation bleibt angespanntworte**: Lewotobi Laki-Laki, Vulkan, Flores, Bali, Flugstreichungen, Aschewolken, Jetstar, Virgin Australia, Bali-Australien-Flüge, Aschewolken, Flugverkehr, Indonesien, Vulkanaktivität

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Nachhaltiger Tourismus in Wien: Diskussion über Chancen und Herausforderungen

Im Rahmen des Club 20-Talks unter dem Titel „Ungebetene Gäste? – Wie nachhaltiger Tourismus funktionieren kann“ trafen sich Expertinnen und Experten sowie Vertreter der Tourismusbranche im InterContinental Wien, um über die Herausforderungen und Chancen des Tourismus in Wien im Kontext von Klimawandel und Overtourism zu diskutieren. Die Veranstaltung, die im Rahmen der 60-Jahr-Feiern des Hotels stattfand, wurde in Kooperation mit dem Falstaff Magazin organisiert. Wien verzeichnet nach der pandemiebedingten Flaute einen Tourismusboom. Doch die damit einhergehende wirtschaftliche Belebung bringt auch ökologische und soziale Herausforderungen mit sich. Besonders im Fokus der Diskussion stand die Frage, wie sich Wien als nachhaltige Reisedestination positionieren kann. Die hochkarätige Podiumsrunde brachte wichtige Perspektiven zusammen, unter anderem von Susanne Kraus-Winkler, Staatssekretärin für Tourismus, Norbert Kettner, CEO von WienTourismus, und Matthias Winkler, Geschäftsführer der Sacher Hotels. Sie diskutierten mögliche Lösungsansätze, die sowohl den Tourismus als auch die Umwelt und die lokale Bevölkerung berücksichtigen. Im Mittelpunkt stand der Wunsch, nachhaltiges Reisen in Wien zu fördern, um nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich langfristig erfolgreich zu sein. Kettner betonte, dass die Wertschöpfung und die Schaffung von Ganzjahresarbeitsplätzen ohne eine hohe Belastung für die Stadt und ihre Bewohner eine Schlüsselstrategie seien. Auch Sandra Neukart von Österreich Werbung hob hervor, wie wichtig die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit für den Städtetourismus ist.

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