
Wizz Air fordert radikalen Kurswechsel in der Luftfahrtbranche
Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat sich am 22. März 2025 in einem öffentlichen Auftritt in Budapest mit eindringlichen Worten an Politik und Industrie gewandt. Der Anlass war die Vorstellung ihres Zukunftsplans zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2050. Unter dem Titel „Flying Towards Net Zero“ legte das Unternehmen einen ambitionierten Fahrplan vor, der auf fünf tragenden Säulen beruht. Die Airline, die sich selbst als Pionierin im europäischen Luftverkehr bezeichnet, sieht sich dabei nicht nur als Vorreiterin, sondern auch als Mahnerin. Die internationale Luftfahrtindustrie hatte sich im Rahmen der Ziele der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) bereits vor Jahren darauf verständigt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Doch laut Wizz Air sei von diesem Ziel derzeit wenig zu spüren. Im Gegenteil: Die Fortschritte in der Emissionsminderung seien ins Stocken geraten. Schuld daran sei laut Unternehmensangaben insbesondere die schleppende industrielle Entwicklung und Verfügbarkeit von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), der als Schlüsseltechnologie für eine emissionsärmere Zukunft gelte. „Alle sprechen über SAF als den vielversprechendsten Weg zur Reduktion von Emissionen, aber die Wahrheit ist: Es gibt einfach nicht genug davon. Und was verfügbar ist, ist viel zu teuer“, erklärte Yvonne Moynihan, ESG- und Unternehmensverantwortliche bei Wizz Air. Die Erwartungen der Branche seien von einer zu optimistischen Einschätzung der Produktionskapazitäten ausgegangen. Die fünf Pfeiler des Fahrplans Wizz Air stützt ihren „Net Zero“-Plan auf fünf konkrete Maßnahmen: Beteiligungen und strategische Partnerschaften Um den geplanten Einsatz von SAF zu ermöglichen, hat Wizz Air bereits langfristige Kooperationen geschlossen. Dazu zählt eine Vereinbarung mit dem britischen Unternehmen Firefly Green Fuels, das




