
Griechenland führt Ankunftsgebühr für Kreuzfahrtpassagiere ein
Griechenland erhebt ab dem 1. Juli 2025 eine neue Ankunftsgebühr für Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Diese Abgabe, die zwischen einem und zwanzig Euro pro Person beträgt, wird fällig, wenn Reisende in einem griechischen Hafen von Bord gehen. Die Maßnahme zielt darauf ab, den zunehmenden Touristenandrang besser zu steuern und die notwendigen Investitionen in die Hafeninfrastruktur zu finanzieren, wie griechische Medien berichten. Die Höhe der Gebühr ist gestaffelt und richtet sich nach der Saison sowie dem jeweiligen Reiseziel. In der Hauptsaison vom 1. Juni bis 30. September fallen auf den besonders populären Kreuzfahrtinseln Mykonos und Santorini die höchsten Sätze von zwanzig Euro pro Person an. Für andere Inseln beträgt die Abgabe in dieser Zeit fünf Euro. In der Vor- und Nachsaison sinken diese Beträge auf zwölf beziehungsweise drei Euro. Von November bis März werden auf Mykonos und Santorini vier Euro und auf anderen Inseln ein Euro verlangt. Die Regelung gilt ausschließlich für Kreuzfahrtgäste, die tatsächlich an Land gehen und somit die lokalen Einrichtungen nutzen. Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verfolgt mit der gestaffelten Abgabe mehrere Ziele. Primär sollen die Besucherströme gleichmäßiger über das Jahr verteilt werden, um die Überfüllung in den Sommermonaten zu entlasten. Zugleich soll die Gebühr zur Finanzierung des Ausbaus der Hafeninfrastruktur beitragen. Die Maßnahme war bereits im vergangenen Jahre angekündigt worden, ihre endgültige Einführung verzögerte sich jedoch bis zum Erlaß der entsprechenden Verordnungen. Der Kreuzfahrttourismus in Griechenland verzeichnete im Jahre 2024 erneut Höchstwerte. Laut Angaben des internationalen Kreuzfahrtverbands CLIA liefen Kreuzfahrtschiffe 5.490-mal griechische Häfen an, was einen








