
Gericht stoppt Neustartpläne der South African Airways-Tochter Mango
Die geplante Wiederaufnahme des Flugbetriebs der südafrikanischen Billigfluggesellschaft Mango, einer Tochtergesellschaft der South African Airways (SAA), ist durch eine Gerichtsentscheidung vorläufig gestoppt worden. Nach vier Jahren am Boden sieht sich Mango mit rechtlichen Hürden konfrontirt, wie das Portal Independent Online berichtet. Die Airline wollte nach langer Pause den Betrieb wieder aufnehmen. Der Grund für die gerichtliche Intervention ist eine Klage des Unternehmens Aviation Coordination Services (ACS), einem Gläubiger von Mango. ACS hatte gegen die Fluggesellschaft und ihren Sanierungsberater Sipho Sono geklagt. Ziel der Klage war es, den Sanierungsplan und insbesondere den darin vorgesehenen Umgang mit den Gläubigerforderungen anzufechten. Diese rechtliche Auseinandersetzung hat nun zu einer erheblichen Verzögerung der Neustartpläne geführt. Der Gauteng High Court wies laut dem Bericht einen Einspruch von Sipho Sono gegen die Klage ab. Damit entschied das Gericht, daß der Sanierungsplan in seiner gegenwärtigen Form nicht umgesetzt werden kann. Dies bedeutet einen Rückschlag für die Bemühungen, Mango wieder in die Luft zu bringen und wirft Fragen über die Zukunft der angeschlagenen Fluggesellschaft auf. Die Sanierung südafrikanischer Staatsunternehmen, insbesondere im Bereich der Luftfahrt, ist seit Jahren ein komplexes und oft kontroverses Thema. Die Situation von Mango spiegelt die Schwierigkeiten wider, mit denen staatliche Fluggesellschaften und ihre Töchter in Südafrika konfrontirt sind. Zahlreiche Versuche zur Restrukturierung und Rettung von SAA und ihren verbundenen Unternehmen waren in der Vergangenheit mit Herausforderungen verbunden. Die aktuelle Gerichtsentscheidung unterstreicht die Notwendigkeit, alle Gläubigerforderungen im Rahmen eines Sanierungsplans zu berücksichtigen, um einen rechtssicheren und dauerhaften Neustart zu ermöglichen.








