
Air Canada droht Streik: Flugbegleiter fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Die Fluggesellschaft Air Canada sieht sich mit der drohenden Gefahr eines Streiks konfrontiert. Mehr als 10.000 Flugbegleiter von Air Canada und der Tochtergesellschaft Air Canada Rouge bereiten sich auf eine mögliche Arbeitsniederlegung im August 2025 vor, um gegen „unbezahlte Arbeit und Armutslöhne“ zu protestieren. Nach monatelangen, ergebnislosen Verhandlungen stimmten die Gewerkschaftsmitglieder mit überwältigender Mehrheit von 99,7 Prozent für einen Streik, sollte keine Einigung mit der Unternehmensleitung erzielt werden können. Die Flugbegleiter, vertreten durch die Air Canada-Sparte der kanadischen Gewerkschaft für öffentliche Angestellte (CUPE), beklagen, daß ihre Gehälter trotz der Milliardengewinne des Konzerns stagnieren. Die Airline betont derweil, daß sie an fairen Verhandlungen interessiert sei, um eine Störung der Reisepläne von hunderttausenden Passagieren zu vermeiden. Das Votum: Ein Zeichen tiefer Frustration Die Entscheidung für einen Streik ist der Höhepunkt einer langen Phase der Frustration bei den Flugbegleitern von Air Canada. Das überwältigende Votum von 99,7 Prozent, das in einer Gewerkschaftsabstimmung erzielt wurde, spiegelt die „tiefe Unzufriedenheit“ der Mitarbeiter wider. Laut der Gewerkschaft liegt die Schuld bei der Fluggesellschaft, die sich „weigert, in den Kernfragen fair zu verhandeln“. Wesley Lesosky, der Präsident der Air Canada-Sparte der CUPE, erklärte in einer Stellungnahme, daß die Airline die Verhandlungen unnötig in die Länge ziehe, anstatt sich auf die Anliegen der Mitarbeiter einzulassen. „Jetzt haben die Flugbegleiter Gelegenheit bekommen, sich zu äußern und dem Unternehmen mitzuteilen, daß es an der Zeit ist, ernsthaft zu verhandeln“, so Lesosky. Das Hauptaugenmerk der Gewerkschaft liegt dabei auf zwei zentralen Punkten: der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungen über einen


