
Frankreichs Himmel in der Schwebe: Neuer Fluglotsenstreik angekündigt
Die europäische Luftfahrt steht erneut vor einer Bewährungsprobe. Eine Mehrheitsgewerkschaft der französischen Fluglotsen, die SNCTA, hat für den 18. September 2025 einen weiteren Streik angekündigt. Die Ankündigung vom 26. August folgt auf das Scheitern eines Dialogs mit der Direction Générale de l’Aviation Civile (DGAC), der nationalen Zivilluftfahrtbehörde. Die Fluglotsen fordern eine Lohnanpassung an die Inflationsentwicklung im Jahre 2024 sowie eine grundsätzliche Überarbeitung der Arbeitsbeziehungen. Die Nachricht löst bei Fluggesellschaften und Reisenden in ganz Europa grosse Besorgnis aus, da ein ähnlicher Streik im Juli 2025 bereits zu massiven Störungen im Flugverkehr führte. Die anhaltende Auseinandersetzung: Die Forderungen der Fluglotsen Die Arbeitsniederlegung der Fluglotsen ist das Resultat einer langjährigen, angespannten Beziehung zwischen den Beschäftigten und der staatlichen Luftfahrtbehörde. Im Mittelpunkt der aktuellen Forderungen steht der Ausgleich der Kaufkraft. Die Gewerkschaft fordert, daß die Gehälter der Fluglotsen die Inflationsrate des vergangenen Jahres widerspiegeln. Darüber hinaus verlangen die Fluglotsen ein jährliches Treffen, um die Auswirkungen der Inflation auf ihre Entlohnung zu erörtern. Über die finanziellen Aspekte hinaus gibt es grundlegende Beschwerden über die Art und Weise, wie der Sektor verwaltet wird. Ein Gewerkschaftsstatement spricht von einem „Klima des Mißtrauens, strafenden Praktiken und herabwürdigenden Führungsmethoden“, die das Arbeitsumfeld seit mehreren Jahren prägten. Diese Kritik deutet darauf hin, daß es sich nicht nur um einen reinen Lohnkonflikt handelt, sondern um einen tiefer liegenden Disput über die Arbeitsbedingungen und die Anerkennung der anspruchsvollen Tätigkeit. Die Kontrolle des Flugverkehrs erfordert ein Höchstmaß an Präzision, Konzentration und ständige Einsatzbereitschaft, was die Fluglotsen als extrem stressigen und verantwortungsvollen Beruf beschreiben.



