
Neues NOTAM-System soll veraltete Infrastruktur ersetzen
Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat die erste Phase eines umfassend modernisierten Warnmeldungsdienstes für Piloten und Flugbetriebsleitzentralen in Betrieb genommen. Das als NOTAM Management Service (NMS) bezeichnete neue System ging am 29. September 2025 in den sogenannten Early-Adopter-Betrieb und löst damit schrittweise eine auf Technologie der 1980er Jahre basierende Infrastruktur ab, die seit Langem wegen ihrer Komplexität und Anfälligkeit für Ausfälle in der Kritik stand. Die Einführung des NMS, die nach Angaben der Behörden Monate vor dem geplanten Zeitrahmen erfolgte, soll die dringend benötigte Zuverlässigkeit und Klarheit in die Übermittlung flugsicherheitsrelevanter Informationen bringen. Die Modernisierung gilt als zentraler Pfeiler der Bemühungen der aktuellen US-Regierung, das nationale Luftraumsystem technologisch auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Geschichte der Komplexität und Ausfälle Notices to Airmen (NOTAMs) sind essentielle Mitteilungen, die Piloten und Flugbetriebsleitern über zeitweilige Gefahren, Änderungen an Einrichtungen, Verfahren oder Diensten informieren, wie etwa zeitweilige Landebahnschließungen, Luftraumbeschränkungen oder Hindernisse in der Nähe von Flughäfen. Jährlich werden in den Vereinigten Staaten über vier Millionen dieser Meldungen veröffentlicht. Trotz ihrer kritischen Bedeutung haben Piloten die Handhabung jahrzehntelang als mühsam und unübersichtlich empfunden. Die Informationen waren oft in kryptischen Codes verpackt und in langen Textwänden verborgen, was die schnelle Extraktion entscheidender Sicherheitsdetails erschwerte. Die Schwächen des alten Systems, des sogenannten US NOTAM System (USNS), wurden durch mehrere hochkarätige Vorfälle deutlich. Ein markantes Beispiel war der Landeunfall von Senator James Inhofe im Jahr 2010. Der Senator landete seine Cessna auf einer gesperrten Landebahn in Texas, auf der Bauarbeiten stattfanden. Obwohl die Information in einem
