Oktober 6, 2025

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Oktober 6, 2025

Neues NOTAM-System soll veraltete Infrastruktur ersetzen

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat die erste Phase eines umfassend modernisierten Warnmeldungsdienstes für Piloten und Flugbetriebsleitzentralen in Betrieb genommen. Das als NOTAM Management Service (NMS) bezeichnete neue System ging am 29. September 2025 in den sogenannten Early-Adopter-Betrieb und löst damit schrittweise eine auf Technologie der 1980er Jahre basierende Infrastruktur ab, die seit Langem wegen ihrer Komplexität und Anfälligkeit für Ausfälle in der Kritik stand. Die Einführung des NMS, die nach Angaben der Behörden Monate vor dem geplanten Zeitrahmen erfolgte, soll die dringend benötigte Zuverlässigkeit und Klarheit in die Übermittlung flugsicherheitsrelevanter Informationen bringen. Die Modernisierung gilt als zentraler Pfeiler der Bemühungen der aktuellen US-Regierung, das nationale Luftraumsystem technologisch auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Geschichte der Komplexität und Ausfälle Notices to Airmen (NOTAMs) sind essentielle Mitteilungen, die Piloten und Flugbetriebsleitern über zeitweilige Gefahren, Änderungen an Einrichtungen, Verfahren oder Diensten informieren, wie etwa zeitweilige Landebahnschließungen, Luftraumbeschränkungen oder Hindernisse in der Nähe von Flughäfen. Jährlich werden in den Vereinigten Staaten über vier Millionen dieser Meldungen veröffentlicht. Trotz ihrer kritischen Bedeutung haben Piloten die Handhabung jahrzehntelang als mühsam und unübersichtlich empfunden. Die Informationen waren oft in kryptischen Codes verpackt und in langen Textwänden verborgen, was die schnelle Extraktion entscheidender Sicherheitsdetails erschwerte. Die Schwächen des alten Systems, des sogenannten US NOTAM System (USNS), wurden durch mehrere hochkarätige Vorfälle deutlich. Ein markantes Beispiel war der Landeunfall von Senator James Inhofe im Jahr 2010. Der Senator landete seine Cessna auf einer gesperrten Landebahn in Texas, auf der Bauarbeiten stattfanden. Obwohl die Information in einem

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Flughafen BER: Betrieb nach Cyberangriff auf Dienstleister weiterhin im Ausnahmezustand

Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) arbeitet nach dem Cyberangriff auf seinen Systempartner Collins Aerospace weiterhin im Ausnahmebetrieb. Die Attacke auf die IT-Infrastruktur des Dienstleisters, welcher essenzielle Systeme für die Passagier- und Gepäckabfertigung bereitstellt, beeinträchtigt seit rund zwei Wochen auch andere europäische Flughäfen wie Brüssel, Dublin und London Heathrow. Die Störung hatte die elektronischen Prozesse an den Schaltern und Gates am BER lahmgelegt und erforderte eine manuelle Abfertigung der Reisenden, zeitweise mittels Papierlisten und Bleistift. Trotz der massiven Einschränkungen ist es dank des außerordentlichen Einsatzes der Mitarbeiter des Flughafens, der Bodenverkehrsdienstleister und der Fluggesellschaften gelungen, den Flugbetrieb weitestgehend aufrechtzuerhalten. Nahezu alle geplanten Flüge finden statt. Dennoch müssen Reisende auch über das Feiertagswochenende hinaus mit längeren Wartezeiten beim Check-in, beim Boarding und bei der Gepäckausgabe rechnen. Die Prozesse haben sich zwar im Ausnahmemodus eingespielt, doch die vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb steht noch aus. Das Ziel des Dienstleisters Collins Aerospace ist die Wiederherstellung des zentralen Abfertigungssystems bis zum Sonntag, dem 5. Oktober. Im Anschluß daran sind umfangreiche Sicherheitstests durch die IT-Abteilung der Flughafengesellschaft vorgesehen. Die schrittweise Wiederanbindung der Fluggesellschaften an das System wird dann ab Montag erfolgen. Nach einem abgestimmten Plan sollen die Schalter und Boarding-Gates sukzessive und systematisch wieder auf die reguläre IT umgeschaltet werden. Die Hoffnung ist, daß ab diesem Zeitpunkt der Normalbetrieb wieder einkehrt. Auch die Problematik des zurückgebliebenen Gepäcks, das durch den Cyberangriff liegengeblieben ist, wird weiter bearbeitet. Die Fluggesellschaften und ihre Bodenverkehrsdienstleister arbeiten mit Hochdruck daran, die Koffer schnellstmöglich abzubauen und nachzusenden. Reisende werden darauf hingewiesen, nicht angekommenes Gepäck

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