Dezember 4, 2025

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Dezember 4, 2025

Boeing-Aktie legt deutlich zu: Finanzchef Malave prognostiziert Barmittelüberschuss für 2026

Die Aktien des US-Flugzeugherstellers Boeing haben am Dienstag an der Börse einen kräftigen Aufschwung erlebt. Der Kurs stieg um 8,7 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Anfang November 2025. Auslöser für die positive Anlegerstimmung waren optimistische Aussagen von Finanzchef Jay Malave auf einer Konferenz der Schweizer Großbank UBS. Malave stellte in Aussicht, dass Boeing im Jahr 2026 wieder einen positiven Barmittelüberschuss (Cashflow) generieren wolle. Die Ankündigung deutet auf eine potenzielle Wende in der finanziellen Situation des Unternehmens hin, das in den vergangenen Jahren unter Produktionsproblemen, Auslieferungsverzögerungen und hohen Kosten litt. Malave gab einen ersten detaillierten Einblick in die Liquiditätsprognosen des Herstellers. Der Konzern bereitet sich darauf vor, die monatlichen Produktionsraten zu erhöhen und die Verzögerungen beim Großraumjet 777X zu beheben. Börsianer sehen das Jahr 2026 nun als ein Jahr mit wieder mehr Dynamik, vorausgesetzt, die Flugzeugauslieferungen steigen kontinuierlich an und die globalen Lieferketten stabilisieren sich weiter. Während Boeing mit seinen optimistischen Prognosen bei den Anlegern punkten konnte, geriet der europäische Konkurrent Airbus unter Druck. Die Airbus-Aktie fiel zuletzt auf ein Tief seit September zurück. Als Gründe hierfür wurden am Markt Probleme mit Software und Rumpfteilen genannt. Trotz des jüngsten Kurssprungs bei Boeing stehen die Airbus-Aktionäre auf lange Sicht besser da: Die Papiere des europäischen Herstellers hatten zuvor eine Rekordrally erlebt, die Ende Oktober ihren Höhepunkt fand. Die Boeing-Aktie hat jedoch seit ihrem Zwischentief Mitte November bis zu 15 Prozent zugelegt. Langfristig hält Boeing an dem unter dem vorherigen Management gesetzten ehrgeizigen Cashflow-Ziel von zehn Milliarden US-Dollar fest. Finanzchef Malave

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Flugzeugauslieferungen beflügeln Recaro: Kabinenausrüster steigert Umsatz und stellt Personal ein

Der Flugzeugkabinen- und Sitzhersteller Recaro Aircraft Seating mit Sitz in Schwäbisch Hall verzeichnet aufgrund der steigenden Flugzeugauslieferungen der großen Hersteller ein deutliches Geschäftswachstum. Das Unternehmen meldete am Dienstag, dass es in den vergangenen Monaten ein „bedeutendes Wachstum“ erzielt habe und seinen Umsatz aus dem Jahr 2024, der bei circa 576 Millionen Euro lag, mit einem zweistelligen Zuwachs übertreffen wird. Unternehmenschef Dr. Mark Hiller hob die außergewöhnliche Leistung des globalen Recaro-Teams hervor und bestätigte, dass das Umsatzziel für das Jahr 2024 bereits im Oktober erreicht wurde. Die positiven Zahlen spiegeln die robuste Erholung und Expansion in der Luftfahrtindustrie wider. Um sich auf das prognostizierte Wachstum des Sektors vorzubereiten und die steigende Nachfrage nach Flugzeugsitzen zu bedienen, hat Recaro Aircraft Seating weltweit über 200 neue Mitarbeitende im laufenden Jahr eingestellt. Die Kapazitätserweiterung ist ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie. Am polnischen Standort wird die Produktion massiv ausgebaut; dort entsteht bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 ein neues Produktions- und Bürogebäude. Gleichzeitig wird der deutsche Stammsitz gestärkt: Hier wird die Kapazität für die Fertigung von Testsitzen um 60 Prozent erhöht und die Produktion entsprechend ausgeweitet. Diese Investitionen in die Infrastruktur und die Fertigungskapazitäten sind notwendig, um die erwartete Steigerung der Auslieferungsraten bei Airbus und Boeing bedienen zu können. Das Unternehmen rechnet damit, das zweistellige Wachstum auch in den Folgejahren fortzusetzen. Recaro Aircraft Seating positioniert sich damit als wichtiger Profiteur des aktuellen Aufschwungs in der zivilen Luftfahrt und sichert seine Rolle als führender Anbieter von Flugzeugsitzen.

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Tui Investiert in Familienurlaub 2026: Frühbucherangebote und erweiterte Hotelauswahl sollen Kosten kontrollieren

Der Reiseveranstalter Tui hat eine weitreichende Initiative für den Sommer 2026 angekündigt, deren zentrales Ziel es ist, den Familienurlaub auch in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten erschwinglich zu halten. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket, das von attraktiven Kinderfestpreisen über kostenlose Hotelaufenthalte für Kinder bis hin zu einer deutlichen Erweiterung des Hotelportfolios reicht, reagiert Tui auf die veränderten Buchungsmuster von Familien. Die Angebote sollen frühzeitig Planungssicherheit schaffen und die Reisekosten für Familienhaushalte spürbar reduzieren. Die Offensive startet bereits Anfang Dezember mit zeitlich begrenzten Specials und wird kurz darauf von einer großen Familienaktion abgelöst, die Kinderreisen zu stark vergünstigten Tarifen auch in den gefragten Sommerferien ermöglicht. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Familien als zentrale Zielgruppe für das Unternehmen. Frühzeitige Buchungen und der Faktor Planungssicherheit Das Buchungsverhalten von Familien hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Tui beobachtet den Trend, dass Eltern ihren Sommerurlaub immer früher buchen, um sich nicht nur die besten Reisezeiten zu sichern, sondern vor allem auch von günstigeren Frühbucherpreisen und der Verfügbarkeit großer Familienzimmer zu profitieren. Aktuell liegt der Familienanteil an den Buchungen für den Sommer 2026 bereits bei 40 Prozent, was die Relevanz dieses Segments belegt. Die Hauptmotivation für diesen frühen Buchungszeitpunkt ist die Suche nach Preis- und Planungssicherheit. Familien benötigen klare Kostenstrukturen und präzise Kalkulierbarkeit der Gesamtausgaben. Dementsprechend bleiben All Inclusive-Angebote mit einem Anteil von über 75 Prozent die bevorzugte Verpflegungsform, da sie unvorhergesehene Ausgaben vor Ort minimieren. Parallel dazu stellt Tui jedoch eine stetige Zunahme von Selbstversorger-Unterkünften fest, was den Wunsch nach Flexibilität und Kostenkontrolle

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LOT Polish Airlines nimmt neue Saisonverbindung nach Palma de Mallorca auf

LOT Polish Airlines wird ihr Angebot an beliebten Urlaubsdestinationen erweitern und ab dem 30. Mai 2026 Direktflüge von Warschau nach Palma de Mallorca starten. Die neue saisonale Route wird dreimal wöchentlich bedient – jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag – und ergänzt das kontinuierlich wachsende europäische Streckennetz der polnischen Fluggesellschaft. Für die neue Verbindung zu den Balearen setzt LOT das moderne Flugzeugmuster Boeing 737 Max 8 ein. Die Flugzeit beträgt dabei rund 3 Stunden und 10 Minuten. Die Abflugzeit des Fluges LO447 von Warschau ist für 11:35 Uhr angesetzt, die Ankunft in Mallorca um 15:50 Uhr. Die Rückflüge starten am späten Nachmittag auf der spanischen Insel. Mallorca zählt zu den meistbesuchten europäischen Sommerzielen und wird von polnischen Reisenden stark nachgefragt. Die Insel lockt mit einer großen Vielfalt an Stränden, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Serra de Tramuntana und historischen Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale La Seu. Die Einführung der Route nach Palma de Mallorca folgt der Expansionsstrategie von LOT, die auf die Stärkung des Drehkreuzes Warschau und die Bedienung attraktiver Freizeit- und Urlaubsziele in Europa abzielt. Die neue Verbindung wird polnischen Urlaubern mehr Flexibilität und eine bequemere Anreise auf die Balearen ermöglichen. Die Fluggesellschaft unterstreicht dabei ihr Engagement für den Komfort an Bord, der kostenlose Getränke und Snacks sowie die Möglichkeit, Mahlzeiten an Bord zu kaufen (Buy-on-Board), umfasst. Mallorca gehört zu den Hauptzielen, die Fluggesellschaften im Sommerflugplan intensiv bedienen. Mit der direkten Anbindung von der polnischen Hauptstadt aus positioniert sich LOT im Wettbewerb mit anderen europäischen Carriern. Neben den touristischen Anreizen wird

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Flughafen Wien erhält Tourismuspreis 2025

Der Flughafen Wien (VIE) ist mit dem Tourismuspreis 2025 der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien) ausgezeichnet worden. Die Verleihung würdigt die essenzielle und herausragende Rolle des Flughafens für den touristischen Erfolg und die Wirtschaftskraft der österreichischen Bundeshauptstadt. Die Spartenobmänner Dominic Schmid und die Führung des Flughafens betonten im Rahmen der Preisverleihung die untrennbare Verbindung zwischen der internationalen Erreichbarkeit Wiens durch den Flughafen und der Prosperität zentraler Branchen wie Hotellerie, Gastronomie sowie des Kongress- und Kulturtourismus. Mit jährlich rund 32 Millionen Reisenden wird der Flughafen Wien als unverzichtbarer „Motor der Tourismusstadt“ und als wichtigstes internationales Drehkreuz für die Region betrachtet. Der Preis bekräftigt die Funktion des Airports nicht nur als Verkehrsknotenpunkt, sondern als Visitenkarte und fundamentaler Infrastrukturfaktor Wiens auf der globalen Bühne. Die Unverzichtbare Rolle des Flughafens für Wiens Tourismus Die Verleihung des Tourismuspreises durch die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WK Wien findet jährlich statt und zeichnet Institutionen oder Unternehmen aus, die maßgeblich zum touristischen Erfolg der Stadt beitragen. Die Wahl des Flughafen Wien als Preisträger 2025 unterstreicht die Erkenntnis, dass internationale Flugverbindungen die Lebensader des modernen Städtetourismus darstellen. Dominic Schmid, Tourismus-Spartenobmann, überreichte den Ehrenpreis im Rahmen einer Festveranstaltung im Tower des Airports an die Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner. Schmid brachte die zentrale Abhängigkeit Wiens prägnant auf den Punkt: „Ohne Flugreisende wäre Wien ebenso beliebt, aber leer.“ Er hob hervor, dass der Flughafen Wien die Gäste bringe, von denen die Hotellerie, die Gastronomie und insbesondere die Eventbranche unmittelbar abhängig seien. Wien gilt als eine der Welthauptstädte im Kongressgeschäft und

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Air France präsentiert neue Gourmet-Menüs in der La Première-Klasse

Air France hat das kulinarische Erlebnis in ihrer exklusivsten Reiseklasse La Première für den Winter 2025/2026 umfassend überarbeitet. Die Fluggesellschaft setzt dabei auf die Kreationen zweier französischer Spitzenköche: die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Köchin Anne-Sophie Pic und die renommierte Patissière Claire Heitzler. Diese Menü-Erneuerung unterstreicht die Strategie von Air France, ihren Passagieren ein Gastronomieerlebnis auf Weltklasse-Niveau anzubieten. Anne-Sophie Pic, die seit zehn Jahren mit Air France zusammenarbeitet, hat seit November 2025 eine komplette neue Auswahl an Speisen für La Première-Gäste auf Flügen ab Paris-Charles de Gaulle (CDG) eingeführt. Das Menü umfasst saisonale À-la-carte-Vorspeisen und Hauptgerichte sowie vegetarische, Fisch-, Geflügel- und Rotfleisch-Optionen. Insgesamt entwickelte Pic in Zusammenarbeit mit dem Kulinarik-Studio von Servair über 30 neue Gerichte. Beispiele für die neuen Kreationen sind geröstete Pastinaken mit Honig, Walnüssen, Dill und Madras-Curry sowie gebratenes Hähnchen mit würziger Pilzsauce, Mais und gegrillter Polenta. Pic beschrieb ihr Ziel, eine „wahre kulinarische Reise“ zu bieten, inspiriert von französischen Regionalprodukten mit internationalen Akzenten. Die neue Dessertkarte stammt aus der Feder von Claire Heitzler, die ebenfalls ihre Partnerschaft mit der Airline fortsetzt. Heitzler hat acht saisonale Signature-Desserts kreiert, die sich turnusmäßig abwechseln. Darunter sind eine Tartelette mit Aprikosen- und Mandelmousse sowie ein warmer Guanaja-Schokoladenkuchen mit geschmolzenem Kern, der erstmals an Bord von Air France angeboten wird. Ergänzt wird das Angebot ab dem 4. Dezember 2025 durch handwerklich hergestellte Eissorten des Meister-Eismachers Philippe Faur, darunter karibische Schokolade, Pariser Vanille und Himbeersorbet, die auf Flügen ab Paris und Abidjan erhältlich sind. Das aufgefrischte Serviceangebot in der La Première-Klasse ist auf

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IAG-Tochter Level wird eigenständig: Langstrecken-Airline startet mit neuem IATA-Code ab Barcelona

Die Fluggesellschaft Level hat einen wichtigen Meilenstein erreicht und operiert nun offiziell als vollständig unabhängiger Carrier innerhalb der International Consolidated Airlines Group (IAG). Die Airline startete den Flugbetrieb unter ihrem neuen IATA-Code LL. Der erste Flug mit dem neuen Identifikator, LL2627 von Barcelona nach New York JFK, hob am 1. Dezember 2025 ab und symbolisierte damit den Übergang von einer Marke, die zuvor unter dem Operating Certificate von Iberia betrieben wurde, zu einem eigenständigen Luftfahrtunternehmen. Dieser Schritt folgt einem einjährigen Transformationsprozess, in dem Level die notwendigen operativen und regulatorischen Voraussetzungen schuf. Dazu zählten der Erhalt des eigenen Air Operator Certificate (AOC) im Dezember 2024, die Sicherung der Betriebsgenehmigungen für wichtige Märkte wie die USA, Argentinien und Chile im Jahr 2025 sowie die Erlangung der IOSA-Zertifizierung im Juni 2025. Letztere bestätigt die Einhaltung globaler Sicherheits- und Betriebsstandards. Der neue LL-Code wird fortan auf allen Dokumenten wie Tickets und Bordkarten die Präsenz von Level als separaten IAG-Carrier kennzeichnen. Level hat sich in Barcelona bereits als führende Langstrecken-Airline etabliert und hält auf den Langstreckenrouten der katalanischen Hauptstadt einen Marktanteil von 16 Prozent. CEO Rafael Jiménez Hoyos bezeichnete den Moment als „historisch“ und betonte das Ziel, Level zu einem „unabhängigen, effizienten und innovativen“ Langstreckenbetreiber zu entwickeln, der die globale Konnektivität Barcelonas weiter ausbaut. Zur Unterstützung der Autonomie hat Level seinen Personalbestand massiv aufgestockt und die Belegschaft um 750 Prozent erhöht. Die Airline baute eigene Cockpit- und Kabinenbesatzungen sowie wesentliche operative Abteilungen auf. Symbolisch für die Verwurzelung in der Region wird Level künftig das Rufzeichen

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Air New Zealand kritisiert Flughafen-Incentives: Streit um fairen Wettbewerb und regionale Anbindung

Der Wettbewerb im neuseeländischen Inlandsflugverkehr spitzt sich zu. Air New Zealand, die nationale Fluggesellschaft mit einer marktbeherrschenden Stellung, hat die Geschäftspraktiken der großen Flughäfen des Landes scharf kritisiert. Im Zentrum der Kontroverse stehen finanzielle Anreize, die den Hauptkonkurrenten, die Billigfluggesellschaft Jetstar Airways, eine Tochtergesellschaft der australischen Qantas, begünstigen sollen. Air New Zealand argumentiert, dass diese „offenen“ Subventionen den fairen Wettbewerb verzerren und die kritische Infrastruktur der regionalen Anbindung gefährden, die das Unternehmen durch Quersubventionierung aufrechterhält. Die Flughäfen und Jetstar weisen die Anschuldigungen zurück und betonen die Notwendigkeit, den Wettbewerb zu fördern, um niedrigere Flugpreise für die Verbraucher zu gewährleisten und dem dominierenden Marktanteil von Air New Zealand entgegenzuwirken. Dieser Konflikt beleuchtet die komplexen Spannungen zwischen Marktdominanz, Wettbewerbsförderung und der Sicherstellung einer landesweiten, wirtschaftlich tragfähigen Fluganbindung. Der Vorwurf: Unfaire Subventionen für den Rivalen Nikhil Ravishankar, der Vorstandsvorsitzende von Air New Zealand, äußerte in einem Interview mit dem Magazin BusinessDesk seine Bedenken. Er erkennt an, dass temporäre Ermäßigungen für neue Routen oder Marktteilnehmer ein standardisiertes und akzeptables Verfahren zur Förderung von Start-ups und zur Stimulierung neuer Verbindungen darstellen. Seine Kritik zielt jedoch auf die seiner Meinung nach „kontinuierlichen Subventionen“ ab, die Jetstar auf den profitabelsten Hauptstrecken, den sogenannten „trunk routes“, gewährt werden. Laut Ravishankar ermöglichen diese anhaltenden finanziellen Vorteile Jetstar, die Preise auf diesen hochfrequentierten Verbindungen zu unterbieten, was Air New Zealand in direkter Konkurrenz massiv unter Druck setzt. Im Gegensatz dazu bedient Jetstar nicht die unrentablen, aber für die Konnektivität des Landes essentiellen Sekundärstrecken. Air New Zealand betreibt hingegen ein weitreichendes

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Pilotengewerkschaft warnt vor Betriebsproblemen bei Fedex Express während der Hochsaison

Die Pilotengewerkschaft von Fedex Express hat die aktuellen Umstrukturierungs- und Kostenoptimierungsmaßnahmen des Unternehmens scharf kritisiert. Die Gewerkschaft warnt davor, dass Dienstplanänderungen und die Verknappung von Ressourcen den Flugbetrieb während der bevorstehenden Hochsaison stark belasten könnten. Wie das mexikanische Branchenportal „A21“ berichtete, macht die Pilotenvertretung die aggressive Neustrukturierung des Netzwerks für die operativen Schwierigkeiten verantwortlich, die die Logistik während der wichtigsten Phase des Jahres beeinträchtigen könnten. Fedex Express verfolgt seit über einem Jahr eine Strategie zur signifikanten Senkung der Betriebskosten und zur Neuausrichtung seines weltweiten Netzwerks. Der Gewerkschaft zufolge wirken sich diese Maßnahmen direkt auf den Flugbetrieb aus. Kapitän José Nieves, Vorsitzender des Gewerkschaftsrats, erklärte, man habe „lange vor den verheerenden Auswirkungen der Optimierung gewarnt“. Die Gewerkschaft bemängelt insbesondere die Manipulation von Dienstplänen, unausgewogene Schichten und einen Betrieb, der mit minimalen Ressourcen versucht wird aufrechtzuerhalten. Dies habe bereits zu zahlreichen Planänderungen und Störungen in einem bisher als stabil geltenden Netzwerk geführt. Eine zusätzliche Belastung für den Betrieb von Fedex Express stellt die vorübergehende Stilllegung der gesamten MD-11-Frachterflotte dar. Diese Maßnahme wurde nach dem kürzlichen Unglück des UPS-Fluges 2976, ebenfalls einer MD-11, angeordnet. Obwohl Fedex selbst die MD-11 aufgrund ihrer Robustheit und Effizienz schätzt, muss der Konzern nun in der entscheidenden Vorweihnachtszeit, in der die Nachfrage nach Expresslieferungen am höchsten ist, ohne diese wichtigen Frachtflugzeuge planen. Das Grounding der MD-11-Flotte erhöht den Druck auf die Einsatzpläne des Personals und verschärft die Problematik der operativen Kapazität. Die Pilotengewerkschaft sieht in der Kombination aus interner Kostenreduzierung und extern bedingtem Kapazitätsengpass ein erhebliches Risiko für

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Brasiliens Staatliche Förderung für den Flugzeugexport: BNDES Stärkt Embraer mit Milliardenkredit

Die brasilianische Nationalbank für Wirtschaftliche und Soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social – BNDES) hat eine signifikante Finanzierungszusage für den Flugzeughersteller Embraer bekannt gegeben. Mit der Genehmigung von 1,09 Milliarden Reais, was etwa 200 Millionen US-Dollar entspricht, als Vorab-Exportfinanzierung, festigt die Entwicklungsbank ihre Rolle als strategischer Unterstützer des brasilianischen High-Tech-Exports. Die Mittel sind explizit für die Produktion von kommerziellen Flugzeugen bestimmt, deren Auslieferung an internationale Kunden vertraglich vereinbart ist. Diese finanzielle Stärkung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Embraer seine Fertigungskapazitäten weiter hochfährt, um die steigende Nachfrage zu bedienen und seine Auslieferungszahlen im Jahr 2025 voraussichtlich um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die langjährige Partnerschaft zwischen BNDES und Embraer verdeutlicht die enge Verflechtung von staatlicher Entwicklungsförderung und dem Erfolg des brasilianischen Luftfahrtsektors auf dem globalen Markt. Seit 1997 hat die BNDES insgesamt rund 26,3 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung der Embraer-Flugzeugexporte bereitgestellt. Die Strategische Bedeutung der Exportfinanzierung Die nun genehmigte Finanzierung von 1,09 Milliarden Reais durch die BNDES erfolgt über das sogenannte BNDES-EXIM-Vorfinanzierungsprogramm (Pre-shipment Export Financing). Dieses Instrument zielt darauf ab, dem Exporteur – in diesem Fall Embraer – die notwendige Liquidität bereitzustellen, um die Produktion der bereits bestellten Güter, bevor diese ausgeliefert werden, zu sichern. Flugzeugbau ist ein kapitalintensives Geschäft mit langen Vorlaufzeiten, in dem die Sicherstellung von Produktionsmitteln und die Einhaltung von Lieferplänen entscheidend sind. Die finanzielle Unterstützung der BNDES ermöglicht es Embraer, Material zu beschaffen, Löhne zu zahlen und die komplexen Fertigungsprozesse aufrechtzuerhalten, ohne allein auf kurzfristige oder teurere private Finanzierungen zurückgreifen zu

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