Dezember 18, 2025

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Dezember 18, 2025

Führungswechsel bei Frontier Airlines: James Dempsey übernimmt CEO-Posten inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen

Die Frontier Group Holdings, Muttergesellschaft der US-amerikanischen Billigfluggesellschaft Frontier Airlines, hat am 15. Dezember 2025 einen sofortigen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt gegeben. James Dempsey, bisheriger Präsident des Unternehmens, wurde mit sofortiger Wirkung zum Interim Chief Executive Officer ernannt. Er tritt damit die Nachfolge von Barry Biffle an, der die Fluggesellschaft über ein Jahrzehnt lang maßgeblich geprägt hat. Während Dempsey das Ziel verfolgt, die Kostenvorteile des Carriers weiter auszubauen und die Marktposition in den Vereinigten Staaten zu festigen, bleibt Biffle dem Unternehmen lediglich bis zum Jahresende in beratender Funktion erhalten. Der abrupte Wechsel erfolgt in einer Phase erheblicher wirtschaftlicher Herausforderungen für den Low-Cost-Sektor. Frontier kämpft derzeit mit sinkenden Umsatzerwartungen, inflationsbedingten Kostensteigerungen und einem volatilen Nachfrageumfeld, was sich zuletzt in einem Nettoverlust von 77 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2025 widerspiegelte. James Dempsey: Ein erfahrener Finanzstratege an der Spitze Mit James Dempsey rückt eine Führungspersönlichkeit an die Spitze, die das Unternehmen und dessen Finanzstrukturen seit über zehn Jahren im Detail kennt. Dempsey stieß im Jahr 2014 als Chief Financial Officer zu Frontier Airlines und stieg später zum Präsidenten auf. Vor seiner Zeit bei der US-Airline sammelte er umfassende Erfahrungen im europäischen Luftverkehrsmarkt, unter anderem in leitenden Managementpositionen bei Ryanair Holdings PLC. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, was ihm ein tiefgreifendes Verständnis für Kostenmanagement und betriebliche Effizienz einbrachte – Kernkompetenzen, die für das Geschäftsmodell eines Billigfliegers von existenzieller Bedeutung sind. In seinem ersten Statement als Interim CEO betonte Dempsey die Bedeutung der 13 operativen Basen der Fluggesellschaft. Er

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Neue Linienverbindungen ab Flughafen Friedrichshafen durch Air Uniqon

Die neu gegründete „virtuelle“ Fluggesellschaft Air Uniqon wird ab Mitte Januar 2026 den regionalen Flugbetrieb am Bodensee-Airport Friedrichshafen aufnehmen. Das Unternehmen reagiert damit auf die seit dem Rückzug großer Fluggesellschaften entstandene Lücke in der Anbindung der Bodenseeregion an wichtige deutsche Wirtschaftszentren. Ab dem 12. Januar 2026 stehen insgesamt elf wöchentliche Verbindungen zu den Zielen Berlin, Düsseldorf und Hamburg im Flugplan. Das Konzept sieht vor, zunächst vier Rotationen nach Düsseldorf, vier nach Berlin und drei nach Hamburg durchzuführen, um Geschäftsreisenden und Touristen eine effiziente Reisealternative zum Schienenverkehr zu bieten. Für die Durchführung der Flüge greift Air Uniqon auf die operative Unterstützung der deutschen Fluggesellschaft Avanti Air zurück. Zum Einsatz kommt ein Flugzeug des Typs De Havilland Dash 8-400 mit einer Kapazität von 78 Sitzplätzen. Dieser Turboprop-Maschinentyp gilt als besonders geeignet für regionale Kurzstrecken, da er auch auf kleineren Flughäfen flexibel operieren kann. Der Erstflug ist für den frühen Morgen des 12. Januars nach Düsseldorf terminiert, gefolgt von der Aufnahme der Berlin-Route am selben Vormittag. Die Verbindung nach Hamburg wird schließlich am 13. Januar in den Betrieb integriert. Tickets für die neuen Strecken sind bereits über die unternehmenseigene Webseite sowie über das globale Distributionssystem Flexflight buchbar. Air Uniqon differenziert sein Angebot in den drei Tarifklassen Basic, Smart und Business, wobei die Einstiegspreise für einen einfachen Flug bei 99 Euro liegen. Durch die Anbindung an das GDS-System unter dem Code W2 ist die Airline zudem in allen gängigen Reisebüro-Buchungssystemen gelistet. Der Flughafen Friedrichshafen hofft durch diesen Zuwachs, die Passagierzahlen auf den innerdeutschen Routen

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Metropole am Golf von Mexiko: Die strategische Entwicklung von Tampa Bay zum führenden Reiseziel Floridas

Die Region Tampa Bay an der Westküste Floridas hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten wirtschaftlichen und touristischen Zentren des US-amerikanischen Südens entwickelt. Abseits der klassischen Themenpark-Zentren im Landesinneren bietet Tampa eine spezifische Mischung aus moderner Urbanität, historischem Erbe und einer leistungsstarken Infrastruktur. Die Erreichbarkeit für europäische Reisende hat sich durch kontinuierliche Direktverbindungen aus Frankfurt, Zürich und Amsterdam massiv verbessert, was die Stadt als Gateway für die gesamte Golfküste etabliert hat. Mit Projekten wie dem weitläufigen Riverwalk und der Revitalisierung historischer Distrikte zeigt die Stadt, wie eine moderne Metropole durch kluge Planung an Attraktivität gewinnt, ohne ihren authentischen Charakter zu verlieren. Infrastruktur und urbane Lebensqualität am Hillsborough River Ein zentrales Element der modernen Stadtentwicklung ist der Tampa Riverwalk. Diese etwa vier Kilometer lange Promenade erstreckt sich entlang des Hillsborough River und verbindet die wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Innenstadt. Die Realisierung dieses Projekts hat Tampa den Ruf als fußgängerfreundlichste Stadt Floridas eingebracht – ein Attribut, das im landestypisch stark auf den Automobilverkehr ausgerichteten Sunshine State eine Besonderheit darstellt. Der Riverwalk dient als logistische und soziale Achse, die Museen, öffentliche Parks und Veranstaltungszentren wie die Amalie Arena miteinander verknüpft. Durch die beleuchteten Wege und die offene Gestaltung ist das Areal sowohl für den Tagestourismus als auch für das Abendgeschäft von hoher Relevanz. Die Integration von Wasserwegen durch Wassertaxis und private Boote ergänzt das urbane Mobilitätskonzept und unterstreicht die geografische Lage der Stadt als maritimes Zentrum. Historisches Erbe und industrielle Tradition in Ybor City Einen starken Kontrast zur gläsernen Skyline

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RegioJet weitet Kapazitäten für den Weihnachtsreiseverkehr 2025 aus

Das tschechische Verkehrsunternehmen RegioJet reagiert auf die traditionell hohe Nachfrage während der bevorstehenden Feiertage mit einer signifikanten Kapazitätserweiterung in seinem Schienen- und Busnetz. Ab Freitag, dem 19. Dezember, bis Dienstag, dem 23. Dezember 2025, werden täglich hunderte zusätzliche Sitzplätze auf den wichtigsten Korridoren bereitgestellt. Besonders im Fokus steht dabei die stark frequentierte Ost-West-Magistrale von Prag über Ostrava nach Košice, die eine zentrale Rolle im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Tschechien und der Slowakei spielt. Trotz der zusätzlichen Wagenreihungen sind zahlreiche Verbindungen bereits jetzt vollständig ausgebucht. Das Unternehmen weist darauf hin, dass insbesondere die direkte Zugverbindung in die ukrainische Stadt Čop bis Weihnachten keine freien Plätze mehr bietet. Ähnlich hohe Auslastungsgrade verzeichnen die Strecken von Prag in Richtung Wien, Bratislava und Budapest. Um dem Ansturm gerecht zu werden, setzt RegioJet auf eine maximale Ausnutzung der Flotte, rät Fahrgästen jedoch dringend dazu, Restplatzkontingente und mögliche Stornierungen über das Online-Buchungssystem laufend zu prüfen. Neben dem Verkehr vor dem Heiligen Abend bereitet sich der private Bahnbetreiber auch auf die Rückreisewelle zum Jahreswechsel vor. Die Züge für den 28. und 29. Dezember sind bereits weitgehend reserviert. Für die Zeit nach den Neujahrsfeierlichkeiten plant RegioJet eine weitere Verstärkung der Verbindungen vom 2. bis zum 4. Januar 2026. Das Unternehmen empfiehlt Kunden, Fahrkarten für Rückfahrten unmittelbar zu erwerben, da die Nachfrage nach den Feiertagen erfahrungsgemäß das reguläre Angebot bei weitem übersteigt.

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Strategische Flottenplanung der Abra Group: Fokus auf Marktsegmentierung und operative Effizienz

Die Abra Group, eine der führenden Luftfahrtholdinggesellschaften in Lateinamerika, prüft derzeit eine signifikante Erweiterung und Diversifizierung ihrer Flugzeugflotte. Zu der Gruppe gehören namhafte Fluggesellschaften wie Avianca, Gol Linhas Aéreas, Wamos Air und NG Servicios Aéreos. Im Zentrum der strategischen Überlegungen steht die mögliche Einführung kleinerer Flugzeugtypen, wobei insbesondere Regionaljets des brasilianischen Herstellers Embraer sowie der Airbus A220 als Optionen genannt werden. Trotz der Spekulationen über eine rasche Kapazitätserweiterung betont der Vorstandsvorsitzende Adrian Neuhauser, dass eine solche Entscheidung ausschließlich auf ökonomischen und physischen Marktanalysen basieren werde. Ziel sei es nicht, die schiere Anzahl der Sitzplätze zu erhöhen, sondern Märkte zu erschließen, die mit der aktuellen Flotte wirtschaftlich nicht rentabel oder technisch nicht erreichbar sind. Parallel dazu zeichnet sich eine strategische Neuausrichtung bei der Tochtergesellschaft Gol ab, die durch die mögliche Einführung von Großraumflugzeugen des Typs Airbus A330-900 erstmals in das Langstreckengeschäft nach Europa einsteigen könnte. Marktanalyse und Kriterien für neue Flugzeugtypen In der Luftfahrtindustrie ist die Entscheidung für einen neuen Flugzeugtyp mit erheblichen Investitionen und logistischen Herausforderungen verbunden. Adrian Neuhauser stellte während einer Pressekonferenz in Bogotá klar, dass die Abra Group keinen Zeitdruck verspürt, ihre Flottenstruktur zu verändern. Die Integration eines neuen Typs erfordert nicht nur die Anschaffung der Maschinen, sondern auch die Schulung von Piloten und Bodenpersonal sowie den Aufbau einer spezifischen Ersatzteillogistik. Daher folgt die Gruppe einem strengen Kriterienkatalog: Ein neues Modell wird nur dann in die Flotte aufgenommen, wenn es den Zugang zu Destinationen ermöglicht, die für die bisherigen Standardrumpfflugzeuge (Narrowbodies) unzugänglich sind. Dies betrifft insbesondere Regionen mit

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United Airlines erweitert App-Funktionen für optimierte Passagierabläufe

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihr digitales Angebot umfassend aktualisiert und neue Funktionen in ihrer mobilen App freigeschaltet. Ein zentraler Bestandteil des Updates ist das sogenannte „Virtual Gate“, das Passagieren in Echtzeit anzeigt, welche Boarding-Gruppe aktuell zum Einstieg aufgerufen wird. Darüber hinaus liefert die Anwendung statistische Daten darüber, wie viele Fluggäste sich bereits an Bord der Maschine befinden. Diese Transparenz soll die Wartezeiten direkt am Flugsteig reduzieren und den Passagierfluss am Flughafen entzerren. Für Nutzer der exklusiven Flughafen-Lounges wurde das Feature „United Club closest and best“ eingeführt. Die Funktion leitet Reisende nicht nur zum nächstgelegenen United Club, sondern gibt auch Auskunft über dessen aktuelle Auslastung. Bei hoher Frequentierung schlägt die App weniger besuchte Alternativen vor. Dieser Dienst wird zunächst am Drehkreuz Chicago O’Hare pilotiert und soll im Laufe des Jahres 2026 an weiteren Standorten implementiert werden. Parallel dazu wurde der Koffer-Tracker optisch und funktional überarbeitet, um eine Paketverfolgung in Echtzeit zu ermöglichen, die dem Standard moderner Logistikdienstleister entspricht. Das Update berücksichtigt zudem spezifische Bedürfnisse von Reisenden mit Rollstühlen oder Kinderwagen durch personalisierte Statusberichte. Die App integriert nun verstärkt biometrische Boarding-Verfahren und automatisierte Erinnerungen an notwendige Reisedokumente. Am Zielort erhalten Nutzer detaillierte Informationen zur tatsächlichen Ankunftszeit, den lokalen Wetterbedingungen und Standorten für Sammeltaxis. Laut Unternehmensangaben nutzen bereits 84 Prozent aller Passagiere die App am Reisetag. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden die angezeigten Inhalte individuell auf die jeweilige Buchung zugeschnitten, um relevante Informationen proaktiv bereitzustellen.

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Mavi Gök Airlines setzt auf kontrolliertes Wachstum im deutschen Markt

Die türkische Fluggesellschaft Mavi Gök Airlines (MGA) hat ihre Strategie für die Sommersaison 2026 im deutschen Markt vorgestellt. Anstatt auf eine aggressive Expansion zu setzen, verfolgt das Unternehmen einen bedarfsorientierten Ansatz, der auf schrittweisen Kapazitätserhöhungen und einer ausgewogenen Routenplanung basiert. Ziel ist es, durch operative Zuverlässigkeit und eine stabile Markenpräsenz die langfristige Kontinuität im wettbewerbsintensiven Umfeld zwischen Deutschland und der Türkei zu sichern. Im Rahmen der ersten Phase stellt die Fluggesellschaft einen Teil ihrer Kapazitäten über direkte Online-Vertriebskanäle zur Verfügung. Betroffen sind ausgewählte Routen von den Flughäfen Nürnberg, Hannover, Köln/Bonn und Düsseldorf. Parallel dazu hat MGA Sitzplatzkontingente für Reiseveranstalter und Reisebüros freigeschaltet. Durch diese duale Vertriebsstrategie und die enge Kooperation mit strategischen Partnern will die Airline einen frühen Marktzugang sicherstellen und eine wettbewerbsfähige Preisstruktur anbieten. Eine Erhöhung der Frequenzen sowie der Anzahl der angeflogenen Ziele soll erst nach Auswertung des ersten Marktfeedbacks erfolgen. Chief Commercial Officer Günay Günay betonte die strategische Bedeutung Deutschlands und das Ziel eines kontrollierten Wachstums auf soliden Fundamenten. Um die Marktposition zu festigen, beteiligte sich das Management der Fluggesellschaft zuletzt an Fachveranstaltungen und Workshops an den Flughäfen Nürnberg und Köln/Bonn. In Gesprächen mit Flughafenbetreibern wurden dabei die aktuelle Marktdynamik sowie zukünftige Kooperationsmöglichkeiten analysiert. Mavi Gök Airlines, die als Tochtergesellschaft der Anex Tourism Group agiert, betreibt eine Flotte aus Boeing 737-800 und Boeing 777-300ER, um sowohl Kurz- als auch Langstreckensegmente abzudecken.

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Strategische Antwort auf neue Sicherheitsrisiken: Deutschland nimmt zentrales Drohnenabwehrzentrum in Berlin in Betrieb

Die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland hat am Mittwoch um eine entscheidende Komponente erweitert. In Berlin wurde um 13:00 Uhr das neue gemeinsame Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern offiziell eröffnet. Die Einrichtung, die organisatorisch bei der Bundespolizei angesiedelt ist, dient als zentrale Plattform für die Analyse, Koordination und Bekämpfung illegaler Drohnenaktivitäten. Hintergrund dieser Maßnahme ist die drastische Zunahme von Drohnensichtungen über sensiblen Infrastrukturen wie Flughäfen, Kasernen und Energieanlagen, die seit dem Ausbruch des Konflikts in der Ukraine ein besorgniserregendes Niveau erreicht hat. Durch die Bündelung der Expertise von Sicherheitsbehörden, der Bundeswehr und den Nachrichtendiensten soll erstmals ein umfassendes bundesweites Lagebild erstellt werden, um Spionage und Sabotage effektiv entgegenzuwirken. Diese Entwicklung wird von einer massiven Nachfragewelle bei der deutschen Verteidigungsindustrie begleitet, die bereits die technologischen Lösungen für die Detektion und Neutralisierung unbemannter Flugsysteme bereithält. Institutionelle Vernetzung der Sicherheitsorgane Die Eröffnung des Zentrums ist das direkte Resultat der Beratungen der Innenministerkonferenz von Anfang Dezember. Dort herrschte Konsens darüber, dass die bisherige dezentrale Struktur der Drohnenüberwachung den aktuellen Bedrohungsszenarien nicht mehr gewachsen ist. In der neuen Berliner Zentrale werden Experten verschiedener Disziplinen physisch an einem Tisch sitzen. Die Bundespolizei übernimmt dabei die Federführung, da sie bereits über umfangreiche Erfahrungen im Schutz von Bahnanlagen und Grenzen verfügt. Die Einbindung der Bundeswehr ist insbesondere für den Schutz militärischer Liegenschaften und die technische Amtshilfe von Bedeutung, während die Nachrichtendienste die Aufgabe übernehmen, die Hintermänner und staatlichen Akteure hinter verdächtigen Flugbewegungen zu identifizieren. Das Ziel dieser behördenübergreifenden Zusammenarbeit ist die Überwindung von Informationssilos. In der Vergangenheit wurden Drohnensichtungen

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Neuregelung der Steuerbegünstigung für Überstunden und Feiertagsarbeit in Österreich

Die österreichische Bundesregierung hat eine Einigung über die steuerliche Behandlung von Überstundenzuschlägen sowie der Arbeit an Sonn- und Feiertagen erzielt. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, begrüßte diesen Schritt als notwendiges Signal zur Belohnung von Arbeitsbereitschaft. Hintergrund der Neuregelung war unter anderem ein Urteil des Bundesfinanzgerichts, welches die bisherige Steuerbefreiung für Feiertagsarbeit vorübergehend außer Kraft gesetzt hatte. Durch die nun getroffene Klarstellung wird sichergestellt, dass das entsprechende Entgelt wieder steuerfrei bleibt, was insbesondere in der Dienstleistungsbranche für Entlastung sorgt. Für das Kalenderjahr 2026 sieht die Vereinbarung einen monatlichen Freibetrag von 170 Euro vor, der für bis zu 15 Überstunden gilt. Die Regelung soll im Jänner 2026 rückwirkend mit Beginn des Jahres gesetzlich verankert werden. Die Tourismusvertreter betonen, dass das Prinzip „Mehr Netto vom Brutto“ entscheidend für die Attraktivität der Branche sei. Neben der finanziellen Aufwertung für die Angestellten bietet die Maßnahme den Betrieben eine erhöhte Planungssicherheit bei der Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle, die für den Hotel- und Gastgewerbesektor essenziell sind. Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, bezeichnete die dauerhafte Befreiung der Feiertagsarbeit von der Lohnsteuer als einen Akt der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Dennoch gibt es weiterführende Forderungen seitens der Wirtschaft: Kraus-Winkler wies darauf hin, dass auch bei Durchrechnungsmodellen und Pauschalen Nachbesserungen nötig seien, da diese durch die aktuelle Rechtsprechung eingeschränkt wurden. Die parlamentarische Umsetzung erfolgt über einen Initiativantrag in einer Sondersitzung, um den wirtschaftlichen Aufschwung und die Kaufkraft der Arbeitnehmer durch gezielte steuerpolitische Anreize zu stützen.

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Wirtschaftliche und operative Implikationen der Klassenverteilung im internationalen Luftverkehr

Die Verteilung von Passagierklassen auf Langstreckenflügen steht zunehmend im Fokus wirtschaftlicher und regulatorischer Debatten. Eine aktuelle Untersuchung der Berliner Denkfabrik T3 im Auftrag einer Nichtregierungsorganisation hat die Emissionen und den Platzverbrauch auf Langstreckenflügen analysiert, die im Jahr 2024 von 44 europäischen Ländern aus starteten. Die Ergebnisse verdeutlichen eine signifikante Diskrepanz zwischen der Anzahl der Reisenden und deren statistischem Anteil am Ressourcenverbrauch: Passagiere der First und Business Class machen demnach lediglich 14 Prozent der Reisenden aus, beanspruchen jedoch aufgrund der großzügigen Bestuhlung und des Gewichts der Ausstattung rund 36 Prozent der Kapazitäten. Während politische Akteure in Deutschland über die künftige Gestaltung der Ticketsteuer streiten, fordern Interessenvertreter neue Abgabemodelle für hochwertige Flugscheine nach internationalem Vorbild. Gleichzeitig zeigt die Marktentwicklung, dass die Nachfrage im Premiumsegment trotz steigender Kosten und globaler Unsicherheiten eine bemerkenswerte Resilienz aufweist. Platzbedarf und Ressourcenallokation in der Kabine Der wesentliche Faktor für die unterschiedliche statistische Bewertung der Beförderungsklassen ist die Flächennutzung innerhalb des Flugzeugrumpfes. In der First Class sowie in modernen Business-Class-Konfigurationen nehmen Liegesitze und private Suiten ein Vielfaches der Fläche eines Standardplatzes in der Economy Class ein. Diese Platzallokation führt dazu, dass pro verkauftem Ticket in den gehobenen Klassen eine deutlich geringere Anzahl an Personen befördert werden kann, was die rechnerischen Emissionen pro Passagier massiv erhöht. Laut den vorliegenden Daten der T3-Studie ist die Auswirkung eines Fluges in der First oder Business Class vier- bis fünfmal so hoch wie in der preiswertesten Kategorie. Selbst die Zwischenklasse, die Premium Economy, weist demnach einen um 50 Prozent höheren Ressourcenverbrauch auf als

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