Dezember 19, 2025

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Dezember 19, 2025

Lufthansa Cargo zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2025

Die Frachttochter der Lufthansa hat das Jahr 2025 mit einer positiven Bilanz im Bereich der Spezialtransporte abgeschlossen und dabei die operative Bandbreite ihres globalen Logistiknetzes unterstrichen. Ein Schwerpunkt lag auf der Beförderung von über 1.000 Flugzeugtriebwerken, die aufgrund ihrer Ausmaße und mechanischen Empfindlichkeit eine millimetergenaue Handhabung erfordern. Neben der Luftfahrtkomponentenlogistik verzeichnete das Unternehmen eine hohe Auslastung bei der Verschiffung von Halbleiterfertigungsmaschinen, die unter strenger Temperaturkontrolle und permanenter Sensorüberwachung zu weltweiten Produktionsstandorten transportiert wurden. Auch der Transport eines seltenen BMW-Oldtimers von Prag nach Tokio verdeutlichte die Anforderungen der Automobilindustrie an spezialisierte Luftfrachtlösungen für hochwertige Einzelstücke. Im Segment der Tiertransporte festigte der Frankfurter Flughafen seine Position als zentrales Drehkreuz. Die Frankfurt Animal Lounge fertigte im Jahr 2025 rund 3.500 Pferde ab, was einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Portfolio reichte von etwa 12.000 Haustieren bis hin zu 80 Millionen Zierfischen. Besondere logistische Vorbereitungen erforderten zudem rund 200 Zootiere, darunter Pandas und Flusspferde. Ein fachlicher Schwerpunkt lag auf Artenschutzprojekten, wie der Repatriierung von zwölf seltenen Krokodilschwanzechsen nach Vietnam und dem Transport von Spürhunden nach Südafrika, die zur Identifizierung illegaler Wildtierprodukte eingesetzt werden. Ein strategisch bedeutender Bereich bleibt der Transport pharmazeutischer und medizinischer Güter. In Zusammenarbeit mit dem Lions World Vision Institute wurden rund 10.000 Sendungen mit menschlichen Hornhauttransplantaten befördert. Diese als zeitkritisch eingestuften Güter erhielten eine Prioritätsbehandlung inklusive Live-Tracking, um die Verwendbarkeit des organischen Gewebes sicherzustellen. Die Zertifizierung der Infrastruktur nach internationalen Standards für Pharmatransporte ermöglichte zudem die weltweite Verteilung von Impfstoffen und sensiblen Arzneimitteln unter Einhaltung strenger Kühlketten. Um die

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Qanot Sharq nimmt Flugbetrieb nach London Gatwick auf

Der internationale Flugverkehr zwischen Usbekistan und dem Vereinigten Königreich erlebt derzeit eine beispiellose Expansionsphase. Mit der Landung der usbekischen Fluggesellschaft Qanot Sharq am Flughafen London Gatwick am 15. Dezember 2025 wurde ein neues Kapitel in der Erschließung zentralasiatischer Märkte aufgeschlagen. Qanot Sharq ist damit nach der staatlichen Uzbekistan Airways die zweite Fluggesellschaft, die Direktverbindungen zwischen der usbekischen Hauptstadt Taschkent und London anbietet. Diese Entwicklung unterstreicht das enorme Wachstumspotenzial des usbekischen Marktes, der sich zunehmend als strategischer Knotenpunkt zwischen Ost und West positioniert. Neben dem Ausbau der Kapazitäten nach London zeichnet sich für das kommende Jahr bereits die nächste Premiere ab: Mit dem geplanten Start von Centrum Air auf der Route nach Manchester wird Usbekistan erstmals auch außerhalb der britischen Hauptstadt präsent sein. Diese Dynamik ist eingebettet in eine generelle Wachstumsstrategie des Flughafens Gatwick, der für das Jahr 2026 zahlreiche neue Betreiber und eine signifikante Kapazitätsausweitung durch die Eröffnung einer neuen Basis der Fluggesellschaft Jet2 erwartet. Strategische Positionierung im Herzen Zentralasiens Usbekistan verfolgt, ähnlich wie das benachbarte Kasachstan, eine ehrgeizige Strategie zur Nutzung seiner geografischen Lage. Das Land investiert massiv in die Modernisierung seiner Luftfahrtinfrastruktur und die Liberalisierung des Sektors, um den Transitverkehr zwischen Europa und Asien zu fördern. Die Aufnahme der Flüge durch Qanot Sharq ist ein deutliches Signal für den Erfolg dieser Bemühungen. In den zwölf Monaten bis Oktober 2025 verzeichnete der Markt zwischen Taschkent und London rund 59.000 Passagiere. Bemerkenswert ist dabei, dass fast die Hälfte dieser Reisenden bisher auf Umsteigeverbindungen angewiesen war. Besonders der Flughafen Istanbul fungierte

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Finnair nimmt Direktverbindung nach Australien in den Flugplan auf

Die finnische Fluggesellschaft Finnair plant für den Herbst 2026 eine signifikante Erweiterung ihres Langstreckennetzes durch die Aufnahme täglicher Flüge nach Melbourne. Ab dem 25. Oktober 2026 soll die australische Metropole erstmals über das Drehkreuz Helsinki bedient werden. Die Route führt mit einem geplanten Zwischenstopp über Bangkok, wobei ein Airbus A350-900 zum Einsatz kommt. Damit stößt das Unternehmen erstmals auf den australischen Kontinent vor, sofern die behördlichen Genehmigungen planmäßig erteilt werden. Buchungen für die neue Verbindung sind bereits seit dem 18. Dezember 2025 möglich. Die Flugzeiten sind so konzipiert, dass sie eine nahtlose Anbindung an das europäische Kurzstreckennetz in Helsinki ermöglichen. Der Abflug in Finnland erfolgt kurz nach Mitternacht, während die Ankunft in Melbourne am darauffolgenden Morgen vorgesehen ist. Dieser Zeitplan zielt darauf ab, die Auslastung der Langstreckenflotte zu maximieren und gleichzeitig attraktive Umsteigezeiten für Reisende aus Nord- und Zentraleuropa zu schaffen. Melbourne gilt aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung sowie der großen europäischen Diaspora und der hohen Anzahl internationaler Studenten als strategisch wichtiger Zielpunkt für den Geschäfts- und Besuchsverkehr. Neben dem neuen Ziel in Australien umfasst die Planung von Finnair für das Jahr 2026 insgesamt 113 Destinationen weltweit. Darunter befinden sich 93 europäische, elf asiatische und zwei Ziele im Nahen Osten. Im nordamerikanischen Markt wird das Angebot ebenfalls ausgebaut; hier soll bereits im Sommer 2026 die neue Verbindung nach Toronto in Betrieb genommen werden. Durch die verstärkte Konnektivität nach Asien und Ozeanien positioniert sich das Unternehmen weiter als Bindeglied zwischen der Nord- und Südhalbkugel, nachdem die Sperrung des russischen Luftraums in den

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Versäumnisse in der Flugsicherung: US-Regierung räumt Verantwortung für tödliche Flugzeugkollision ein

Nach fast einem Jahr der Untersuchung und juristischen Auseinandersetzung hat die Regierung der Vereinigten Staaten die volle Verantwortung für das schwerste Flugzeugunglück im US-Luftraum seit über zwei Jahrzehnten übernommen. Bei der Kollision zwischen einem zivilen Passagierjet und einem Militärhubschrauber über dem Potomac River am 29. Januar 2025 kamen alle 67 Insassen beider Luftfahrzeuge ums Leben. In einer aktuellen Stellungnahme zu einer Sammelklage der Angehörigen räumten die Rechtsvertreter des Justizministeriums ein, dass sowohl Fehler der zivilen Flugsicherung FAA als auch Versäumnisse der US-Armee ursächlich für die Tragödie waren. Die Katastrophe hat nicht nur tiefgreifende Konsequenzen für die betroffenen Familien, sondern führt nun auch zu einer radikalen Verschärfung der Sicherheitsgesetze für den militärischen Flugbetrieb in der Nähe von Großflughäfen. Durch den neu verabschiedeten ROTOR Act werden Hubschrauber künftig dazu verpflichtet, hochpräzise Positionsdaten zu senden, um solche Katastrophen technisch unmöglich zu machen. Rekonstruktion einer vermeidbaren Tragödie Es war ein kalter Mittwochabend im Januar, als American Airlines Flug 5342, eine Bombardier CRJ700 der Regionaltochter PSA Airlines, den Endanflug auf den Flughafen Ronald Reagan Washington National (DCA) begann. Die Maschine, die aus Wichita, Kansas, kam, befand sich in etwa 300 Fuß Höhe über dem Potomac River, weniger als eine Meile vor der Landebahnschwelle, als sie mit einem UH-60 Black Hawk der US-Armee zusammenstieß. An Bord des Jets befanden sich 60 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder; der Hubschrauber war mit drei Soldaten besetzt. Die Ermittlungen der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB offenbarten eine Kette von Fehlentscheidungen. Der Black Hawk befand sich auf einem Trainingsflug und nutzte eine Route, die

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Kooperation von SITA und Apple reduziert Gepäckverlust deutlich

Die Zusammenarbeit zwischen dem Luftfahrt-IT-Spezialisten SITA und dem Technologieunternehmen Apple zeigt nach dem ersten Jahr messbare Erfolge bei der Gepäckortung im internationalen Luftverkehr. Durch die Integration der „Wo ist?“-Funktion in das weltweite WorldTracer-System der SITA können Fluggesellschaften nun direkt auf Standortdaten zugreifen, die von Passagieren über Geräte wie den AirTag freigegeben werden. Diese technologische Verknüpfung ermöglicht es Airlines, insbesondere in Spitzenreisezeiten mit hohem Passagieraufkommen, schneller auf Fehlleitungen zu reagieren und den Verbleib von Koffern präziser zu bestimmen. Aktuelle Analysen belegen, dass die Zahl der endgültig verlorenen Gepäckstücke bei Verwendung der gezielten Standortfreigabe um bis zu 90 Prozent gesunken ist. Zudem verkürzt sich die Zeit für die Wiederbeschaffung verspäteter Koffer um durchschnittlich 26 Prozent. Dieser Fortschritt unterstützt die Umsetzung der IATA-Resolution 753, die Fluggesellschaften dazu verpflichtet, Gepäckstücke an wichtigen Übergabepunkten lückenlos zu verfolgen. Während die globale Rate fehlgeleiteter Gepäckstücke laut Branchenberichten bei etwa 6,3 pro tausend Passagiere liegt, bietet die Einbindung privater Tracking-Daten eine zusätzliche Sicherheitsebene für die Betreiber und senkt die Kosten für Entschädigungszahlungen und administrative Abschreibungen. Bisher haben 29 internationale Fluggesellschaften, darunter große Anbieter wie United Airlines, Delta Air Lines, British Airways und die Lufthansa-Gruppe, die Apple-Integration in ihre Rückholprozesse übernommen. Das WorldTracer-System selbst kommt an über 2.800 Flughäfen weltweit zum Einsatz und wird von mehr als 500 Airlines genutzt. Die Branche erwartet für die kommenden Monate eine weitere Ausweitung dieser Funktion, da immer mehr Bodenabfertigungsunternehmen ihre IT-Infrastruktur für den Empfang digitaler Standortfreigaben aufrüsten. Dies verbessert die betriebliche Effizienz insbesondere bei winterlichen Wetterbedingungen oder engen Anschlussflügen, da der Erholungsprozess

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Cher Show: Die Lebensgeschichte einer Poplegende feiert Premiere in Wien

Die Wiener Stadthalle ist Schauplatz eines besonderen kulturellen Ereignisses: Mit der Europa-Premiere der „Cher Show“ gastiert eine Broadway-Produktion in Österreich, die das Leben und die Karriere einer der einflussreichsten Entertainerinnen der vergangenen sechs Jahrzehnte beleuchtet. Die Inszenierung, die noch bis zum 23. Dezember in der Bundeshauptstadt zu sehen ist, verfolgt einen unkonventionellen erzählerischen Ansatz, indem sie die Hauptfigur durch drei verschiedene Darstellerinnen gleichzeitig auf die Bühne bringt. Das von Rick Elice konzipierte Stück verbindet biografische Meilensteine mit den musikalischen Welterfolgen der Künstlerin und setzt dabei auf eine opulente visuelle Gestaltung. Nach den Gastspielen in Wien ist eine ausgedehnte Tournee durch den deutschsprachigen Raum geplant, die im Dezember 2025 erneut Station in der Wiener Stadthalle machen wird. Die Produktion gilt als technisch anspruchsvoll und integriert originale Designkonzepte direkt vom New Yorker Broadway in das europäische Tournee-Format. Ein dreifacher Blick auf eine beispiellose Karriere Das dramaturgische Gerüst der Show bricht mit der klassischen chronologischen Erzählweise eines Biopics. Statt einer einzelnen Protagonistin agieren drei Versionen der Künstlerin – bezeichnet als „Babe“, „Lady“ und „Star“ – oft zeitgleich auf der Bühne. Diese Aufteilung ermöglicht es, interne Monologe und die persönliche Entwicklung der Sängerin als dynamischen Dialog darzustellen. „Babe“ repräsentiert die schüchterne Anfängerin der 1960er Jahre, die unter dem Einfluss ihres Mentors und späteren Ehemanns Sonny Bono steht. „Lady“ verkörpert die Phase des Umbruchs, geprägt von der schmerzhaften Trennung und dem schwierigen Versuch, sich als Solokünstlerin in einer männerdominierten Branche zu behaupten. „Star“ schließlich zeigt die Ikone auf dem Zenit ihrer Macht, die als Oscar-Preisträgerin

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Ryanair eröffnet neue Basis in der marokkanischen Hauptstadt Rabat

Ryanair baut die Präsenz in Nordafrika massiv aus und wird im April 2026 eine neue Basis in Rabat eröffnen. Mit einer Investition von rund 200 Millionen US-Dollar stationiert die Fluggesellschaft zwei Flugzeuge am Flughafen Rabat-Salé. Das Angebot umfasst für die Sommersaison 2026 insgesamt 20 Strecken, darunter sieben neue internationale Verbindungen. Rabat wird damit der fünfte feste Standort des Unternehmens in Marokko, das bereits Stützpunkte in Marrakesch, Agadir, Fès und Tanger betreibt. Die Expansion soll die Sitzplatzkapazität in der Hauptstadt um 45 Prozent steigern. Die neuen Flugverbindungen zielen insbesondere auf den europäischen Markt ab und umfassen Ziele wie Mailand-Bergamo, Porto, Pisa, Valencia sowie mehrere Standorte in Deutschland. Vorgesehen sind regelmäßige Flüge nach Frankfurt-Hahn, Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden. Das Unternehmen gibt an, dass durch die neue Basis rund 800 lokale Arbeitsplätze entstehen, wovon 60 Stellen direkt auf Piloten und Kabinenpersonal entfallen. Insgesamt plant Ryanair, im Jahr 2026 über 10,7 Millionen Passagiere auf marokkanischen Routen zu befördern, wobei das Angebot sowohl internationale als auch inner-marokkanische Flüge abdeckt. Diese Entwicklung ist Teil einer großangelegten nationalen Strategie zur Förderung des Tourismus und der Infrastruktur im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet. Das Land investiert derzeit massiv in die Erweiterung seiner Luftverkehrsknotenpunkte; so wird die Kapazität des Flughafens Rabat-Salé durch den Bau eines neuen Terminals auf vier Millionen Passagiere pro Jahr gesteigert. Ryanair hat seine Gesamtinvestitionen in Marokko mittlerweile auf über 1,6 Milliarden US-Dollar erhöht und bedient insgesamt 13 Flughäfen im Land, um die wirtschaftliche Anbindung der verschiedenen Regionen zu sichern.

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Koralmbahn: Technischer Meilenstein und rechtliche Rahmenbedingungen für den neuen Süd-Korridor

Mit der feierlichen Eröffnung der Koralmbahn am vergangenen Wochenende hat die Republik Österreich eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte der zweiten Republik fertiggestellt. Kernstück der neuen Hochleistungsstrecke ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel, der das Koralpenmassiv durchschneidet und die Landeshauptstädte Graz und Klagenfurt unmittelbar miteinander verbindet. Durch die Inbetriebnahme verkürzt sich die Fahrzeit im Personenverkehr drastisch von bisher rund drei Stunden auf lediglich 41 Minuten. Dieser Quantensprung in der Schieneninfrastruktur wird als Beginn eines neuen Zeitalters für den Fern- und Regionalverkehr im Süden des Landes gewertet. Während die technischen Superlative des Tunnelbaus und die logistische Meisterleistung im Vordergrund stehen, rücken mit dem Start des regulären Fahrbetriebs auch operative Aspekte in den Fokus. Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (APF) nimmt den erwarteten Ansturm von über 10.000 Fahrgästen am ersten Betriebswochenende zum Anlass, umfassend über die geltenden Bestimmungen bei Verspätungen, Ausfällen und Kapazitätsengpässen zu informieren. Die neue Strecke ist nicht nur eine technische Verbindung, sondern ein wettbewerbsrelevanter Korridor, auf dem ab Frühjahr 2026 neben den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auch private Anbieter wie die Westbahn den Betrieb aufnehmen werden. Strukturelle Bedeutung des Jahrhundertprojekts Die Koralmbahn ist Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors, einer der wichtigsten transeuropäischen Verkehrsachsen, die von Polen bis nach Italien reicht. Mit einer Gesamtlänge von 130 Kilometern umfasst die Neubaustrecke insgesamt 47 Tunnelkilometer und über 100 Brückenbauwerke. Die Trassierung ist für Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde ausgelegt, was die Strecke in die Kategorie der europäischen Hochgeschwindigkeitsnetze hebt. Die Investitionen in Milliardenhöhe zielen darauf ab, den Wirtschaftsraum Südösterreich zu stärken und

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Discover Airlines erhält 4-Sterne-Auszeichnung von Skytrax

Die zur Lufthansa Group gehörende Ferienfluggesellschaft Discover Airlines ist von der internationalen Ratingagentur Skytrax erstmals auditiert und mit einer 4-Sterne-Bewertung in der Kategorie „Leisure Airline“ ausgezeichnet worden. Damit erzielt die im Sommer 2021 gestartete Fluggesellschaft auf Anhieb die aktuell höchste Einstufung innerhalb dieses Marktsegments. Das Audit wurde im November 2025 auf verschiedenen Kurz- und Langstreckenverbindungen ab den Drehkreuzen Frankfurt und München durchgeführt. Die Bewertung umfasst sowohl die Produktqualität als auch die Serviceleistungen des Personals am Boden und während des Fluges. Besonderes Augenmerk legten die Auditoren auf die Premium Economy Class, deren Standard deutlich über dem üblichen Niveau von Ferienfliegern eingeordnet wurde. Zusätzliche Merkmale wie die Verwendung von Porzellangeschirr, gedruckten Menükarten und ein kostenfreies Bordunterhaltungssystem wurden positiv hervorgehoben. Letzteres ermöglicht Passagieren über eine sogenannte Onboard Cloud den Zugriff auf Filme und Zeitschriften über eigene Endgeräte, was insbesondere auf Kurzstreckenflügen innerhalb Europas kein branchenweiter Standard ist. Auch die Konsistenz des Serviceerlebnisses in der Business Class sowie das Auftreten der Kabinenbesatzung flossen maßgeblich in das Ergebnis ein. Die Auszeichnung fällt in eine Phase des personellen und technischen Ausbaus. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 2.100 Mitarbeiter und operiert mit einer Flotte von 30 Flugzeugen. Bis zum Jahr 2028 plant das Management eine Erweiterung auf insgesamt 40 Maschinen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Einflottung des Airbus A350, der künftig als neues Flaggschiff der Airline fungieren soll. Zudem ist ab 2027 eine umfassende Erneuerung der Kabinenkonfiguration innerhalb der bestehenden Airbus A330-Flotte vorgesehen, um den Komfort auf der Langstrecke weiter zu vereinheitlichen. Durch die enge

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Deutschland: Stabiles Wachstum und Rekordwerte im Frachtbereich trotz saisonaler Abschwächung

Der deutsche Luftverkehrsmarkt zeigt im November 2025 eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Trotz des saisonal bedingten Rückgangs der Passagierzahlen nach dem Ende der Herbstferien bleibt der langfristige Erholungspfad intakt. Mit insgesamt 15,84 Millionen Fluggästen verzeichneten die deutschen Verkehrsflughäfen ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Interkontinentalverkehr, der das Vorkrisenniveau von 2019 bereits deutlich hinter sich gelassen hat. Parallel dazu markiert der Bereich Luftfracht mit über 435.000 Tonnen einen Jahreshöchstwert, was die Bedeutung der deutschen Flughäfen als logistische Drehscheiben in einem komplexen weltwirtschaftlichen Umfeld unterstreicht. Während die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen noch hinter den Werten von 2019 zurückbleibt, deutet die höhere Auslastung der Maschinen auf eine gesteigerte operative Effizienz der Fluggesellschaften hin. In der kumulierten Betrachtung der ersten elf Monate des Jahres 2024 festigt sich das Bild einer Branche, die sich schrittweise der vollständigen Erholung nähert, wobei regionale Unterschiede in der Dynamik der verschiedenen Marktsegmente bestehen bleiben. Passagierzahlen und Marktsegmentierung im November Der Rückgang des Passagieraufkommens im Vergleich zum starken Reisemonat Oktober um rund 6,57 Millionen Personen entspricht den langjährigen saisonalen Mustern. Mit dem Ausklingen der Ferienzeit sinkt die touristische Nachfrage spürbar, was sich vor allem im Europaverkehr niederschlägt. In diesem Segment wurden im November 10,15 Millionen Passagiere gezählt, was einem Minus von 36,6 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Dennoch liegt dieser Wert um 3,7 Prozent über dem November des Vorjahres. Der Abstand zum Referenzjahr 2019 ist in diesem Bereich mit nur 1,9 Prozent nahezu vernachlässigtbar klein geworden. Im innerdeutschen Luftverkehr setzt sich der Trend einer

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