
Stromausfall im Eurotunnel führt zu massivem Stillstand im europäischen Schienenverkehr
Ein schwerwiegender technischer Defekt in der Stromversorgung des Ärmelkanaltunnels hat am heutigen Dienstag den internationalen Bahnverkehr zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland vollständig zum Erliegen gebracht. Das Bahnunternehmen Eurostar sah sich gezwungen, sämtliche Verbindungen zwischen den Metropolen London, Paris, Brüssel und Amsterdam bis auf Weiteres einzustellen. Auslöser der Krise war der unplanmäßige Stopp eines Shuttlezuges innerhalb des Tunnels, der aufgrund des Energieabfalls manövrierunfähig wurde. Die Störung betrifft nicht nur den Personenverkehr von Eurostar, sondern auch den für den Güter- und Individualverkehr essenziellen Le-Shuttle-Dienst. Während Techniker auf beiden Seiten des Kanals unter Hochdruck an der Behebung des Schadens arbeiten, sammeln sich an den Hauptbahnhöfen, insbesondere in London St. Pancras, hunderte gestrandete Passagiere. Die Betreibergesellschaften rufen Reisende dazu auf, von Fahrten abzusehen, und bieten umfangreiche Kulanzregelungen an, während die logistischen Auswirkungen auf die gesamte transeuropäische Verkehrsachse noch nicht vollständig absehbar sind. Technische Hintergründe der Stromunterbrechung Nach ersten offiziellen Angaben trat das Problem in den frühen Morgenstunden auf. Eine Sprecherin von Eurostar bestätigte, dass die Energieversorgung innerhalb der Tunnelröhren, die das französische Calais mit dem englischen Folkestone verbinden, großflächig zusammengebrochen ist. Besonders kritisch gestaltete sich die Situation für einen Shuttlezug der Gesellschaft Getlink, der zum Zeitpunkt des Stromausfalls die Passage durchquerte. Das Fahrzeug kam in einer der Röhren zum Stehen, was die sofortige Sperrung des gesamten Tunnelsystems für nachfolgende Züge erforderlich machte. Die Evakuierung der Passagiere aus dem betroffenen Shuttlezug wurde nach standardisierten Sicherheitsprotokollen eingeleitet, gestaltete sich jedoch aufgrund der Dunkelheit und der technischen Gegebenheiten im Tunnel als zeitaufwendig. Spezialisten der Infrastrukturbetreiber untersuchen








