
Strafrechtliche Konsequenzen für Rollfeld-Blockade: Urteil gegen Aktivisten der „Letzten Generation“ in Düsseldorf
Ein Aktivist der Gruppierung „Letzte Generation“ ist vom Amtsgericht Düsseldorf wegen seiner Beteiligung an einer Rollfeld-Blockade auf dem dortigen Flughafen im Juli 2023 verurteilt worden. Das Gericht sprach den 22jährigen Mann aus Nürnberg des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung, der Nötigung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte schuldig. Angesichts des Alters des Angeklagten zum Tatzeitpunkt – er war 20 Jahre alt und somit Heranwachsender – wurde das Urteil nach Jugendstrafrecht gefällt. Der Richter beließ es bei einer Verwarnung, trotz der Tatsache, daß die durch die Aktion entstandenen Schäden sechsstellige Beträge erreichen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die rechtliche und finanzielle Auseinandersetzung zwischen den Aktivisten, den Fluggesellschaften und den Flughäfen. Die Details der Rollfeld-Blockade und die Folgen Am frühen Morgen des 13. Juli 2023 drang der Angeklagte mit weiteren Aktivisten auf das Gelände des Düsseldorfer Flughafens ein und klebte sich auf dem Rollfeld fest. Die Polizei benötigte mehrere Stunden, um die Aktivisten von der Fahrbahn zu lösen. Die Blockade hatte gravierende Folgen für den Flugbetrieb. Insgesamt fielen 48 Flüge aus, zwei weitere mußten umgeleitet werden. Passagiere saßen stundenlang in den Flugzeugen fest, bevor sie aussteigen oder ihre Reise antreten konnten. Eine Gerichtssprecherin bestätigte die massiven Einschränkungen für die Reisenden. Der Angeklagte, ein ausgebildeter Rettungssanitäter, gab während des Prozesses alle Vorwürfe zu. Er erklärte, er habe damals „keinen anderen Ausweg als solche Aktionen gesehen“. Er berichtete zudem, daß er zwischen Juni und Oktober 2023 bundesweit an mindestens acht ähnlichen Aktionen teilgenommen habe, was zu ebenso vielen Verurteilungen führte. Seine Verteidigerin argumentierte mit einem „gerechtfertigten








