2025

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2025

Konflikt bei Lufthansa eskaliert: Piloten drohen mit Streik nach gescheiterten Tarifgesprächen

Die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sind gescheitert. Nach sieben ergebnislosen Runden über eine Neuregelung der betrieblichen Altersversorgung haben die Piloten eine Urabstimmung über mögliche Streikmaßnahmen beantragt. Der seit längerem schwelende Tarifkonflikt, der für die Piloten eine zentrale Frage ihrer finanziellen Absicherung im Ruhestand darstellt, erreicht damit eine neue Stufe der Eskalation. Während die Gewerkschaft dem Unternehmen eine starre Verweigerungshaltung und mangelnde Kompromissbereitschaft vorwirft, beruft sich die Lufthansa auf die Komplexität der Thematik. Der bevorstehende Arbeitskampf der rund 4800 betroffenen Piloten könnte erneut weitreichende Folgen für den Flugbetrieb und die Passagiere haben, zumal er vor dem Hintergrund eines umfassenden Strukturwandels innerhalb des Konzerns zu sehen ist. Die Rente als Zankapfel Im Zentrum des Konflikts steht die betriebliche Altersversorgung (bAV) der Piloten. Bis zum Jahr 2017 erhielten die Piloten der Lufthansa eine klassische Betriebsrente, die ihnen garantierte Auszahlungen im Alter zusicherte. Auf Druck des Arbeitgebers wurde dieses System durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt. Die Hoffnung war, dass die Erträge aus den Kapitalmärkten die Beiträge der Piloten und des Arbeitgebers so sehr mehren würden, dass das vorherige Versorgungsniveau erreicht oder sogar übertroffen würde. Diese Erwartungen, so die Darstellung der Gewerkschaft, hätten sich jedoch nicht erfüllt. Statt der erhofften Renditen seien die Erträge hinter den damaligen Prognosen zurückgeblieben. Die Vereinigung Cockpit argumentiert, dass die betriebliche Altersversorgung für die Piloten ein fundamentaler Baustein ihrer Absicherung sei, der mindestens genauso wichtig sei wie die gesetzliche Rente. Die Pilotengewerkschaft sieht sich in der Pflicht, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und

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Rumänische Dan Air nimmt Flugverbindung nach Aleppo auf

Die rumänische Fluggesellschaft Dan Air wird ab dem 25. September eine neue Linienverbindung von Bukarest nach Aleppo in Syrien eröffnen. Die Flüge sind zweimal wöchentlich mit Maschinen vom Typ Airbus A319 geplant. Die neue Route macht Dan Air zum ersten Luftfahrtunternehmen aus der Europäischen Union, das Direktflüge nach Syrien anbietet. Bereits im Juni hatte die Gesellschaft eine Verbindung nach Damaskus eröffnet. Diese Route hat bisher mehr als 11.000 Passagiere transportiert, bei denen es sich meist um Syrer handelt, die Familienbesuche unternehmen. Die Flugverbindung wurde durch bilaterale Abkommen zwischen Rumänien und Syrien ermöglicht. Die Flüge nach Aleppo sollen Donnerstags und Sonntags durchgeführt werden. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurde die Erweiterung des Angebots durch die hohe Nachfrage motiviert. Das Unternehmen sieht die neue Route als Verbindungsweg für Reisende und Handel in die Region.

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Airbus-Mitarbeiter in Großbritannien verschieben Streik

Der geplante Streik der Mitarbeiter des Flugzeugherstellers Airbus in Großbritannien wurde vorübergehend verschoben. Dies teilte die zuständige Gewerkschaft mit, die sich derzeit in Tarifverhandlungen mit dem Unternehmen befindet. Grund für die Verschiebung sei ein neues Angebot von Airbus. Sollten die Arbeitnehmer das Angebot ablehnen, wird der Arbeitskampf am 23. und 24. September wieder aufgenommen. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft einen zehntägigen Ausstand für die kommende Woche angekündigt. Die Ausstände betreffen hauptsächlich die Airbus-Standorte in Großbritannien, darunter die Werke in Filton und Broughton, die für die Produktion von Flugzeugteilen von zentraler Bedeutung sind. Die Gewerkschaft hatte die Streiks wegen eines Tarifkonflikts angeordnet. Die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung des neuen Angebots liegt nun bei den Mitarbeitern. Bis zu einer Abstimmung ruhen die Verhandlungen vorerst.

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Dertour Group schließt Übernahme von Hotelplan ab

Die Dertour Group hat die Übernahme des Schweizer Reisekonzerns Hotelplan abgeschlossen. Nach der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden beginnt nun die Integration der beiden Unternehmen, was zu personellen Veränderungen führt. Die bisherige Hotelplan-Geschäftsführerin Laura Meyer verläßt das Unternehmen zum 30. September. Auch die Führungskräfte Torge Petersen und Nicole Pfammatter treten ab. Markus Glesti, der bisherige Finanzchef, übernimmt für die Übergangszeit die Rolle des Managing Directors der Hotelplan Group. Der Reiseveranstalter Vtours, der Teil der Hotelplan Group war, soll als eigenständige Gesellschaft mit seinem Standort in Aschaffenburg erhalten bleiben. Sabine Jordan-Glaab führt weiterhin die Geschäfte. Der Ferienhausanbieter Interhome wird indessen von der Firma Hometogo übernommen. Als nächster Schritt steht die technologische Integration der Unternehmen an. Die Systeme von Hotelplan Suisse und Vtours werden auf eine gemeinsame Plattform umgestellt.

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Streikwellen in mehreren europäischen Reiseländern angekündigt

Reisende in mehreren europäischen Ländern müssen sich in den kommenden Wochen auf mögliche Beeinträchtigungen im Bahn- und Flugverkehr einstellen. In Italien, Frankreich, Portugal und Spanien wurden Streiks von verschiedenen Gewerkschaften und Berufsgruppen angekündigt. In Italien beginnen die Ausstände bereits am 4. September mit einem landesweiten Bahnstreik. Für den 6. September ist ein weiterer Streik von Boden- und Flugpersonal geplant. Zusätzliche Streiks an den Flughäfen Mailand-Linate und Mailand-Malpensa folgen am 14. September. In Frankreich hat die Fluglotsengewerkschaft SNCTA zu einem 24-stündigen Ausstand am 18. und 19. September aufgerufen. In Portugal drohen lange andauernde Streiks des Bodenabfertigungspersonals, die von der Gewerkschaft Menzies bis in den Januar 2026 angekündigt wurden. In Spanien werden die Streiks der Mitarbeiter von Azul Handling, einer Tochtergesellschaft von Ryanair, an allen spanischen Stützpunkten weitergeführt. Passagiere sollten sich auf mögliche Flugverspätungen, Annullierungen und Behinderungen im Bahnverkehr einstellen. Die angekündigten Ausstände betreffen sowohl den Regional- als auch den Fernverkehr.

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Ryanairs Gepäckpolitik: Konflikte am Flughafen und an Bord

Inmitten des geschäftigen Flugbetriebs spitzt sich bei der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair ein Konflikt um die Handgepäckregeln zu. Der Luftfahrtkonzern plant, seine strengen Kontrollen zu verschärfen, indem er dem Bodenpersonal höhere Prämien für das Entdecken von zu großen oder zu schweren Handgepäckstücken in Aussicht stellt. Während das Unternehmen diesen Schritt mit einer Beschleunigung der Abfertigungsprozesse begründet, warnen Kritiker, insbesondere Gewerkschaftsvertreter, vor den potenziellen Folgen. Sie befürchten eine Zunahme von Konflikten zwischen Personal und Passagieren, die bereits vor dem Start des Fluges die Stimmung trüben und sogar zu Sicherheitsrisiken an Bord führen könnten. Die Auseinandersetzung beleuchtet die Spannungen, die zwischen den betriebswirtschaftlichen Interessen der Fluggesellschaften und den Erwartungen der Reisenden bestehen, und wirft Fragen nach den Grenzen der Dienstleistungsbereitstellung im Luftverkehr auf. Eine neue Prämie für das Bodenpersonal Mit Wirkung zum November dieses Jahres wird Ryanair die Prämien für sein Bodenpersonal, welches am Gate die Handgepäckstücke der Passagiere auf Einhaltung der Vorschriften überprüft, deutlich erhöhen. Medienberichten zufolge soll die Vergütung pro entdecktem, nicht regelkonformem Gepäckstück von 1,50 Euro auf 2,50 Euro steigen. Darüber hinaus entfällt die bisherige monatliche Deckelung dieser Prämien, was einen erheblichen finanziellen Anreiz für die Mitarbeiter schafft, die Kontrollen mit größerer Akribie durchzuführen. Passagiere, deren Gepäck die vorgeschriebenen Maße von 40x30x20 Zentimetern oder das zulässige Gewicht überschreitet, müssen mit hohen zusätzlichen Gebühren rechnen, um ihre Gegenstände doch noch mit in die Kabine nehmen oder im Frachtraum aufgeben zu können. Die Fluggesellschaft, die für ihr rigoroses Gebührenmodell bekannt ist, rechtfertigt diese Maßnahme mit der Notwendigkeit, die Abfertigungsprozesse zu optimieren. Laut

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Mallorca: Zehntausende illegale Gästebetten auf der Insel

Ein neuer Bericht des Inselrates von Mallorca zeigt, daß auf der Insel derzeit mehr als 42.000 illegale Gästebetten betrieben werden. Dies entspricht fast 40 Prozent der Ferienunterkünfte, die auf großen Buchungsplattformen angeboten werden. Die Zahlen basieren auf der Auswertung von rund 400.000 Online-Anzeigen innerhalb eines Jahres. Die meisten illegalen Unterkünfte befinden sich in der Inselhauptstadt Palma sowie in den Gemeinden Pollença und Alcúdia. Der balearische Tourismusdezernent Marcial Rodríguez betonte, daß die Daten eine Grundlage für gezielte Maßnahmen bildeten. Die Verwaltung arbeite bereits daran, die Unterkünfte vom Markt zu nehmen. Allerdings würden juristische Verfahren den Prozeß verlangsamen. Zusätzlich wurde die Anzahl der Inspekteure deutlich ausgebaut. Eine Hotline für Bürger ermöglicht es, illegale Angebote zu melden. Das Ziel sei, das illegale Angebot auf ein Minimum zu reduzieren.

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Embraer liefert erste A-29N Super Tucano an Portugal

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat die ersten drei Flugzeuge vom Typ A-29N Super Tucano an Portugal übergeben. Die Maschinen sind nach einem Überstellungsflug an den OGMA-Werkstätten in Alverca do Ribatejo bei Lissabon gelandet. Die Flugzeuge werden dort mit dem erforderlichen Equipment ausgerüstet, um den operativen Anforderungen der NATO und der portugiesischen Luftwaffe (FAP) gerecht zu werden. Die A-29N Super Tucano ist ein Mehrzweckflugzeug, das für Missionen wie Pilotentraining, Luftunterstützung und Aufklärung eingesetzt wird. Weltweit haben bereits 22 Luftwaffen dieses Flugzeugmuster eingeführt. Das Muster ist darauf ausgelegt, von unbefestigten Pisten aus zu operieren und bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Die Anschaffung der Flugzeuge soll die Kooperation zwischen Embraer und der portugiesischen Luftwaffe stärken und zur Modernisierung der Flotte beitragen.

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Mega-Deal in der Luftfahrt: Sumitomo-Konsortium übernimmt Air Lease Corporation

Ein monumentaler Deal erschüttert die globale Flugzeugleasingindustrie. Ein Konsortium unter der Führung der japanischen Sumitomo Corporation und ihrer Leasing-Tochter SMBC Aviation Capital, sowie der internationalen Investmentfirmen Apollo und Brookfield, übernimmt die Air Lease Corporation (ALC), einen der weltweit größten Akteure in diesem Sektor. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von 28.2 Milliarden US-Dollar, einschließlich der Übernahme der Schulden von ALC. Dieser strategische Schritt demonstriert den wachsenden Appetit internationaler Konzerne auf maßgebliche Marktpositionen und wird die Wettbewerbslandschaft in der Luftfahrt nachhaltig verändern. Finanzielle Dimensionen und die Rolle der Investoren: Ein Blick hinter die Kulissen Der Kauf von ALC ist eine umfangreiche finanzielle Operation, deren Komplexität die strategische Bedeutung des Deals widerspiegelt. Die Aktionäre von Air Lease Corporation erhalten 65 US-Dollar pro Aktie in einer reinen Bargeldtransaktion, was einem Gesamtbetrag von 7.4 Milliarden US-Dollar entspricht. Die größere Dimension des Deals wird jedoch erst ersichtlich, wenn man die Übernahme der Schulden von ALC berücksichtigt, die das Gesamtvolumen auf 28.2 Milliarden US-Dollar anschwellen lässt. Für die Finanzierung dieses gigantischen Vorhabens hat das Käuferkonsortium 12.1 Milliarden US-Dollar gesichert. Die Banken, die dieses Darlehen zur Verfügung stellen, darunter renommierte Institute wie die Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC), Citi und Goldman Sachs, unterstreichen die Bonität und die ernsthafte Absicht hinter der Übernahme. Die Beteiligung von internationalen Investmentgiganten wie Apollo und Brookfield ist ein klares Zeichen dafür, daß die Finanzwelt erhebliches Potential in der Flugzeugleasingbranche sieht. Diese Firmen spezialisieren sich darauf, massives Kapital in Sektoren zu investieren, die hohe Erträge und langfristige Stabilität versprechen. Für die Durchführung der Transaktion

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Paketversand in die USA vorübergehend eingestellt

Zahlreiche Postdienste weltweit haben vorübergehend den Paketversand in die USA eingestellt. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf geänderte Rahmenbedingungen und komplexe Zollverfahren, die eine schnelle Abfertigung erschweren. Die vorübergehende Einstellung zeige, wie sensibel internationale Warenströme auf Änderungen reagieren. Experten zufolge liegen die Ursachen in häufig noch manuell durchgeführten Prozeduren und plötzlich geänderten Vorschriften. Solche Umstände können die Zollabfertigung verlangsamen. Die Logistikbranche sieht die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) als Lösungsansatz. KI-Systeme könnten dabei helfen, verstreute Informationen zu ordnen, fehlende Angaben zu erkennen und Entscheidungen lückenlos zu dokumentieren. Dadurch könne der manuelle Aufwand reduziert und die Abfertigung zuverlässiger werden. Das Ziel sei es, Prozesse anzupassen, damit Unternehmen bei Regeländerungen schnell reagieren können und zukünftige Unterbrechungen verhindert werden. Das österreichische Unternehmen Digicust bietet solche Lösungen für die Automatisierung von Zollprozessen an.

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