
Georgiens doppelter Neujahrszauber: Zwei Wochen voller archaischer Rituale, Festmähler und Gemeinschaft
Georgien zelebriert den Übergang in das neue Jahr mit einem einzigartigen und ausgedehnten Festreigen, der sich über zwei Wochen erstreckt. Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturen, die den Jahreswechsel nur einmal begehen, feiert die Nation am Fuße des Kaukasus das Neujahrsfest gleich zweimal: am 1. Januar und, tief in der Tradition verwurzelt, noch einmal am 14. Januar, bekannt als das Alte Neujahr oder Kalanda. Dazwischen liegt eine Zeitspanne voller spezifisch georgischer Bräuche, von üppigen Festmählern und poetischen Trinksprüchen bis hin zu sozialen Ritualen und uralten Symbolen, die das kommende Jahr prägen sollen. Diese Feierlichkeiten sind ein Ausdruck der tiefen Verwurzelung Georgiens in seinen orthodoxen Traditionen und seiner ausgeprägten Gastfreundschaft. Festlicher Glanz in den urbanen Zentren Auch wenn der eigentliche Weihnachtstag in Georgien, entsprechend dem Julianischen Kalender, erst am 7. Januar gefeiert wird, beginnt die festliche Einstimmung in den Städten bereits Mitte Dezember. Die Hauptstädte Tiflis (Tbilisi) und Batumi verwandeln sich in Schauplätze von Lichterglanz und kulturellen Darbietungen. In Tiflis wird der Start der Feierlichkeiten durch die feierliche Beleuchtung des großen Weihnachtsbaumes auf der Rustaweli Avenue markiert. Überall in der Stadt entstehen Neujahrsdörfer mit Bühnen für Konzerte, Ständen für Kunsthandwerk und regionalen Spezialitäten sowie speziellen Kinderprogrammen. Der Höhepunkt des Silvesterabends ist der Auftritt des georgischen Weihnachtsmannes, Tovlis Babua, der traditionell aus den Regionen Swanetiens in den Bergen herabsteigt. Er beschenkt die Kinder mit bunten Körben voller Süßigkeiten. Ein weiteres zentrales Element dieses Abends ist das Aufstellen und Schmücken des georgischen Weihnachtsbaumes, der bezeichnenderweise nicht die gewohnte grüne, sondern eine weiße Färbung








