
US-Grenzschutz plant weitreichende Änderungen im Einreiseverfahren: Social-Media-Angaben werden für ESTA-Anträge Pflicht
Der US-Zoll- und Grenzschutz (CBP) hat umfassende geplante Änderungen für seine Verfahren zur Überprüfung von Reisenden angekündigt, die eine neue obligatorische Angabe von Social-Media-Konten für alle ESTA-Antragsteller beinhalten. Die Aktualisierungen, die diese Woche im Federal Register veröffentlicht wurden, sind Teil einer umfassenden Überarbeitung der Informationen, die im Rahmen des Formulars I-94 (Ankunfts-/Abreise-Aufzeichnung) und des Electronic System for Travel Authorization (ESTA) gesammelt werden. Die einschneidendste Änderung ist die Einführung einer verpflichtenden Angabe von Social-Media-Informationen. Gemäß der US-Executive Order 14161 vom Januar 2025 müssen ESTA-Antragsteller künftig ihre Social-Media-Konten der letzten fünf Jahre offenlegen. Dieser Schritt erweitert die Datenerfassung von Reisenden, die am Visa-Waiver-Programm teilnehmen, erheblich. Die CBP begründet die Verpflichtung zur Angabe von Social-Media-Identifikatoren damit, dass sie helfen soll, potenzielle Sicherheitsrisiken und betrügerische Identitäten aufzudecken. Damit wird eine Praxis formalisiert, die zuvor nur ein optionales Feld darstellte. Die verpflichtende Social-Media-Abfrage ist Teil eines größeren Pakets von Änderungen zur Modernisierung der US-Grenzkontrollen. Dazu gehört die geplante Abschaffung des ESTA-Webseiten-Antragssystems, wodurch künftige ESTA-Anträge ausschließlich über die ESTA Mobile App eingereicht werden müssen. Die CBP führt Sicherheitsmängel bei der Web-Anwendung, wie unzureichende Foto-Uploads und die mangelnde Verifizierbarkeit von E-Pass-Chips, als Gründe an. Ebenfalls relevant war die Bekämpfung betrügerischer Drittanbieter-Websites. Das Maßnahmenpaket umfasst zudem eine signifikante Ausweitung der gesammelten Datenfelder, darunter die Angabe von Telefonnummern der letzten fünf Jahre, E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre sowie Biometriken wie Gesichtsaufnahmen, Fingerabdrücke, DNA und Iris-Scans. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit für Reisende, ihre Ausreise mittels der CBP Home Mobile App freiwillig selbst zu melden (VSRE), was jedoch eine








