2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

2025

LOT Polish Airlines startet Direktflug nach Stavanger und stärkt Nordeuropa-Präsenz

Die Fluggesellschaft LOT Polish Airlines hat am 24. November 2025 eine neue Direktverbindung zwischen Warschau (WAW) und Stavanger (SVG) in Norwegen eröffnet. Mit der Aufnahme der Strecke stärkt die polnische Nationalairline ihre Präsenz in Nordeuropa und verbindet die polnische Hauptstadt fortan ganzjährig mit dem wichtigen norwegischen Wirtschaftszentrum und Tor zu den Fjorden. Die Route Warschau–Stavanger wird vier Mal pro Woche bedient, mit Abflügen jeweils an Montagen, Dienstagen, Donnerstagen und Freitagen. Die Flugzeit beträgt rund zwei Stunden. Stavanger ist nach der Aufnahme der Verbindung nach Reykjavik im April die jüngste nordeuropäische Destination im Flugplan von LOT und geht dem saisonalen Start der Flüge nach Rovaniemi am 27. November voraus. Robert Ludera, Direktor des LOT Network Bureau, betonte, dass die Direktflüge nach Stavanger die Reise zwischen Polen und Norwegen erleichtern und die bereits bestehenden Verbindungen nach Oslo ergänzen. Er hob die Bedeutung der Region Rogaland als eines der wichtigsten europäischen Energiezentren hervor. Gleichzeitig verwies Ludera auf die enge Verbindung zwischen den beiden Ländern, da schätzungsweise 110.000 Polen in Norwegen leben, was ein starkes Passagierpotenzial für Besuchsreisen bedeutet. Die Airline bewirbt die Region Rogaland auch als attraktives Ziel für Touristen, insbesondere für Wanderer, die Zugang zu ikonischen Wanderwegen wie dem Preikestolen und Kjerag suchen. Darüber hinaus bietet Stavanger eine lebendige kulturelle Szene, die durch Veranstaltungen wie das Nuart Street Art Festival, Jazzkonzerte und zahlreiche Galerien und Cafés im Hafenbereich geprägt ist. Im Ticketpreis ist wie üblich 8 kg Handgepäck inbegriffen.

weiterlesen »

Saudi-Arabien plant bis zu drei weitere Airlines zur Umsetzung der „Vision 2030“

Saudi-Arabien forciert die Umsetzung seiner ambitionierten Wirtschaftsreform „Vision 2030“ durch eine beispiellose Expansion im Luftfahrtsektor. Berichten zufolge plant das Königreich die Gründung von bis zu drei weiteren neuen Fluggesellschaften, die die bereits existierenden Carrier – die nationale Fluggesellschaft Saudia, den kürzlich gegründeten Premium-Carrier Riyadh Air, sowie die Low-Cost-Fluggesellschaften flynas und flyadeal – ergänzen sollen. Die Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Öleinnahmen zu reduzieren, die Wirtschaft zu diversifizieren und das Land zu einem führenden globalen Tourismusziel zu transformieren. Fahd Hamidaddin, CEO der Saudi Tourism Authority, enthüllte bei einer Immobilienkonferenz in Riad die Pläne, die das bereits aggressive Wachstum im saudischen Luftverkehr noch übertreffen. Die Strategie hinter der Luftfahrt-Offensive Die saudi-arabische Regierung hat die Luftfahrtindustrie als einen zentralen Pfeiler ihrer nationalen Transformationsstrategie identifiziert. Derzeitige und geplante Projekte, wie die Megaprojekte Neom und Qiddiya sowie die massive Erweiterung der Flughäfen in Riad und Dschidda, erfordern eine enorme Steigerung der Luftverkehrskapazitäten. Das erklärte Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 jährlich 100 Millionen Touristen anzuziehen. Um diesen Anstieg der Besucherzahlen zu bewältigen und die globale Erreichbarkeit zu verbessern, ist ein dichtes Netz von Inlands- und internationalen Flugverbindungen erforderlich. Die Äußerungen von Fahd Hamidaddin, der von „drei weiteren Fluggesellschaften“ sprach, zusätzlich zu den bestehenden und der neuen Riyadh Air, deuten auf eine tiefe Segmentierung des Marktes hin: „Man sagt auch, eine erfolgreiche nationale Fluggesellschaft baut eine Destination auf, und sie fangen erst noch an. Es gibt Riyadh Air, Saudia und drei weitere Fluggesellschaften, die angekündigt werden.“ Der erste neue Low-Cost-Carrier in Dammam Die

weiterlesen »

Cathay Group verzeichnet starkes Wachstum im Oktober – Vorfreude auf Weihnachtsgeschäft

Die Cathay Group, bestehend aus Cathay Pacific und HK Express, hat im Oktober 2025 eine robuste Geschäftsentwicklung sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft gemeldet. Die Zahlen signalisieren einen starken Aufschwung vor dem Höhepunkt der Reisesaison um Weihnachten. Die Konzerngesellschaften beförderten im Berichtsmonat insgesamt über 3,2 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber September entspricht. Cathay Pacific selbst verzeichnete ein beeindruckendes Wachstum und beförderte im Oktober 29 Prozent mehr Passagiere im Vergleich zum Vorjahr. Die verfügbaren Sitzplatzkilometer (ASK) stiegen um 26 Prozent. Der Sitzladefaktor erreichte mit 86 Prozent den höchsten Oktober-Wert der letzten Jahre. Dieser Erfolg sei laut Lavinia Lau, Chief Customer and Commercial Officer, auf die Feiertagsreisen aus dem chinesischen Festland und die anhaltend starke Premium-Nachfrage zurückzuführen, die im Zusammenhang mit großen Handelsmessen wie der Canton Fair stand. Auch das Frachtgeschäft zog an: Cathay Cargo transportierte über 150.000 Tonnen (plus 12 % gegenüber September), gestützt durch Frachtsendungen mit verderblichen Gütern („Cathay Fresh“) und einem erhöhten Aufkommen von zeitkritischer Fracht vor den Jahresend-Verkaufsaktionen. Die Billigflugtochter HK Express lieferte ebenfalls starke Ergebnisse und beförderte über 680.000 Passagiere, was einem Anstieg von 32 Prozent gegenüber Oktober 2024 entspricht. Das Kapazitätsangebot stieg um 34 Prozent. Die Nachfrage während der chinesischen Golden Week zum Nationalfeiertag trug maßgeblich dazu bei, den hohen Ladefaktor des Vorjahres zu halten. Lavinia Lau hob die konsequente Netzwerkerweiterung der Gruppe hervor, darunter die neuen Cathay Pacific-Verbindungen nach Changsha und Adelaide sowie die bevorstehenden täglichen Flüge von HK Express nach Kota Kinabalu. Während der Winter-Spitzenzeit wird die Gruppe rund

weiterlesen »

Plötzliches Aus für SmartLynx Airlines: Lettischer ACMI-Spezialist stellt Betrieb ein und räumt Insolvenz ein

Die lettische Fluggesellschaft SmartLynx Airlines hat ihren kommerziellen Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. In einer knappen Erklärung bestätigte das Unternehmen, das sich auf das Leasing von Flugzeugen, Besatzung, Wartung und Versicherung (acmi) sowie auf Charterflüge spezialisiert hatte, das Ende seiner Aktivitäten. Die Entscheidung, getroffen nach einer sorgfältigen Bewertung aller möglichen Szenarien für den Weiterbetrieb, folgt auf die Gerichtsaufsicht und Restrukturierungsanmeldung vom 28. Oktober 2025. SmartLynx Airlines, ehemals im Besitz der litauischen Avia Solutions Group (asg), hatte bereits seit Ende Oktober keine kommerziellen Flüge mehr durchgeführt. Das abrupte Ende des Flugbetriebs des in Riga ansässigen Unternehmens markiert einen empfindlichen Einschnitt im europäischen Charter- und Leasingmarkt. Der Weg in die Restrukturierung und das operative Ende Die Einstellung des Flugbetriebs durch SmartLynx Airlines kam nicht völlig überraschend, da die Airline bereits seit Wochen mit ernsten finanziellen und operativen Schwierigkeiten kämpfte. Die formelle Anmeldung zur gerichtsüberwachten Restrukturierung, die Ende Oktober bei den lettischen Behörden eingereicht wurde, war das erste deutliche Zeichen für die prekäre Lage des Unternehmens. Der Vorstandsvorsitzende Edvinas Demenius kommentierte die Entscheidung als eine „schwierige Entscheidung“, die nach einer umfassenden Abwägung getroffen wurde. Er erklärte: „Leider wurde unter den gegenwärtigen Umständen der Schluss gezogen, dass es dem Unternehmen nicht mehr möglich ist, seine Tätigkeit fortzusetzen.“ Die Fluggesellschaft, die sich als wichtiger Akteur im europäischen Charter- und Wet-Lease-Geschäft etabliert hatte, konnte offenbar keinen tragfähigen Weg finden, um ihre Operationen unter den anhaltenden finanziellen Belastungen fortzuführen. Die Gründe für das Scheitern eines Restrukturierungsversuchs sind vielschichtig und typisch für das volatile acmi-Geschäft. Zu den möglichen

weiterlesen »

Wizz Air ordnet Führungsspitze neu: Ian Malin wird Chief Commercial Officer

Die osteuropäische Billigfluggesellschaft Wizz Air vollzieht zum 1. Februar 2026 einen bedeutenden Wechsel in ihrer Führungsebene. Ian Malin, der derzeitige Finanzvorstand (Chief Financial Officer, CFO), wird zum neuen Chief Commercial Officer (CCO) ernannt. In seiner neuen Rolle wird Malin die Verantwortung für die zentralen Vertriebsfunktionen und die gesamte Umsatzgenerierung der Wizz Air Gruppe übernehmen. Als Nachfolgerin auf dem Posten des Finanzvorstands hat die Low-Cost-Airline Veronika Špaňárová berufen. Die tschechische Staatsangehörige bringt umfassende Erfahrung aus dem Finanzsektor mit: Špaňárová war zuvor drei Jahrzehnte für die Citibank tätig, wo sie in verschiedenen leitenden Positionen in unterschiedlichen Ländern arbeitete. Ihre Ernennung zur Finanzchefin unterstreicht die Strategie von Wizz Air, Expertise aus dem internationalen Finanzwesen in die Unternehmensführung zu integrieren. Gleichzeitig wird die Funktion von Michael Delehant, der bisher als Senior Chief Commercial and Operations Officer fungierte, neu benannt. Delehant erhält die Bezeichnung Group Managing Director. An seinem umfangreichen Aufgabenbereich, der operative und kommerzielle Verantwortung umfasst, ändert sich jedoch nichts. Die Neustrukturierung des Vorstands zielt darauf ab, die kommerziellen Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Umsatzentwicklung und des Vertriebs, angesichts des starken Expansionskurses der Airline weiter zu schärfen. Die Veränderungen in der Führungsebene kommen zu einer Zeit, in der Wizz Air, die gemessen an der Flottengröße eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Europas ist, ihren aggressiven Expansionsplan in Mittel- und Osteuropa sowie darüber hinaus fortsetzt. Die Neubesetzung strategischer Schlüsselpositionen soll die notwendige Struktur schaffen, um das Wachstum effektiv zu steuern und die Rentabilität in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld zu sichern.

weiterlesen »

Tap Air Portugal: Nur drei europäische Großkonzerne zeigen Interesse an Minderheitsbeteiligung

Die Privatisierung der portugiesischen Fluggesellschaft Tap Air Portugal tritt in eine entscheidende Phase ein. Die staatliche Holdinggesellschaft Parpublica bestätigte, dass die Frist für die Interessensbekundungen am 12. Dezember 2025 abgelaufen ist und lediglich drei formelle Angebote eingegangen sind. Entgegen den Hoffnungen der portugiesischen Regierung, die auch großes Interesse von außerhalb der Europäischen Union erwartet hatte, stammen alle drei Bewerber von europäischen Großfluggesellschaften: Es handelt sich um die Konzerne International Airlines Group (iag), die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia; Air France-KLM; und die Lufthansa Group. Die portugiesische Regierung beabsichtigt, einen Anteil von 44,9 Prozent an einen strategischen Partner zu verkaufen, mit dem Ziel, Tap beim globalen Wachstum und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Das Bieterfeld: Drei Giganten des europäischen Luftverkehrs Die geringe Anzahl der Interessensbekundungen, insbesondere das Ausbleiben von Bietern aus Regionen außerhalb Europas, ist ein bemerkenswertes Detail des Privatisierungsprozesses. Premierminister Luis Montenegro hatte im Juli noch das ungenutzte Potenzial der Airline betont und auf das Interesse großer globaler Fluggesellschaften außerhalb der eu spekuliert, was sich jedoch nicht bewahrheitet hat. Das nunmehr rein europäische Bieterfeld deutet darauf hin, dass Tap primär als strategische Ergänzung im europäischen Verbund gesehen wird: Zeitplan und finanzielle Kriterien der Privatisierung Parpublica, die staatliche Holding, hat nun bis zum 12. Dezember Zeit, die eingegangenen Interessensbekundungen formal zu prüfen. Dabei müssen die potenziellen Käufer strenge finanzielle Kriterien erfüllen, darunter ein Mindestumsatz von fünf Milliarden Euro in einem der letzten drei Geschäftsjahre sowie der Nachweis ausreichender finanzieller Leistungsfähigkeit. Der weitere Zeitplan sieht wie folgt aus: Die Regierung

weiterlesen »

Ryanair stellt sämtliche Azoren-Flüge ein: Hohe Gebühren des Flughafenbetreibers ANA als Grund

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat angekündigt, mit Ablauf des Sommerflugplans am 29. März 2026 sämtliche Flugverbindungen von und zu den Azoren einzustellen. Als Hauptgrund für diesen drastischen Schritt nennt die Fluglinie die stark gestiegenen Flughafenentgelte des portugiesischen Flughafenbetreibers ANA sowie höhere Gebühren der Flugsicherung. Darüber hinaus belaste eine zusätzliche Reiseabgabe von zwei Euro pro Passagier die Wettbewerbsfähigkeit der Strecken. Ryanair wirft dem Flughafenmonopolisten ANA, der zur französischen Vinci-Gruppe gehört, vor, die Gebühren seit der Pandemie deutlich erhöht zu haben, um „Monopolgewinne“ zu erzielen. Dies geschehe im Gegensatz zu anderen europäischen Flughäfen, die ihre Tarife senkten, um Wachstum zu fördern. Die Fluggesellschaft kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Untätigkeit der portugiesischen Regierung. Die Flugsicherungskosten seien zudem seit der Pandemie um 120 Prozent gestiegen. Die Konsequenz dieser Kostensteigerungen sei, dass die Azoren sechs Flugstrecken und das Passagieraufkommen von rund 400.000 Reisenden pro Jahr verlören. Die von Ryanair frei werdenden Kapazitäten sollen auf andere, günstigere Flughäfen in Europa verlagert werden. Die Fluggesellschaft ist dafür bekannt, bei Verhandlungen mit regionalen Flughäfen und Regierungen Druck auszuüben und bei fehlenden Zugeständnissen schnell Strecken zu streichen. Der Wegfall der direkten Low-Fare-Flüge, unter anderem nach London, Brüssel, Lissabon und Porto, wird die Anbindung der entlegenen Inselgruppe massiv beeinträchtigen und voraussichtlich zu höheren Flugpreisen führen. Die Entscheidung von Ryanair, sich von der portugiesischen Inselregion zurückzuziehen, markiert einen Rückschlag für den Tourismus auf den Azoren. Die Region ist stark auf Flugverbindungen angewiesen. Die Airline fordert die portugiesische Regierung auf, die Gebührenpolitik zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Flughäfen im Dienst

weiterlesen »

Georgiens Hauptstadt etabliert sich als unterschätztes Reiseziel jenseits der Hochsaison

Die georgische Hauptstadt Tiflis (Tbilisi), eine Metropole an der Schnittstelle zwischen Europa und dem Nahen Osten, präsentiert sich im Winter von einer besonders reizvollen, aber noch immer unterschätzten Seite. Fernab der sommerlichen Touristenströme entfaltet die Stadt in den kalten Monaten einen unverwechselbaren Charme. Die Mischung aus uralter Geschichte, einer pulsierenden Kreativszene, den wohltuenden Schwefelbädern und einer außergewöhnlich herzlichen Kultur macht Tiflis zu einem idealen Ziel für urbane Winterreisen. Die georgische Tourismusstrategie zielt darauf ab, die Saisonalität zu überwinden und die Stadt als ganzjährig attraktive Destination im Kaukasus zu positionieren. Winterliche Illuminationen und festliche Atmosphäre Mit dem Einzug des Dezembers verwandelt sich Tiflis in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Die georgische Hauptstadt investiert massiv in ihre festliche Dekoration, die von Anfang Dezember an die Straßen erhellt und zu den eindrucksvollsten im gesamten Kaukasus zählt. Besonders die berühmte Rustaveli Avenue, die Prachtstraße von Tiflis, wird in eine funkelnde Allee verwandelt: Glitzernde Girlanden, warm leuchtende Bäume und kunstvolle Lichtinstallationen, die klassische georgische Ornamente mit modernem Design verbinden, prägen das Bild. Das Zentrum der winterlichen Aktivitäten bildet oft der Orbeliani-Platz, der sich in einen charmanten Wintermarkt verwandelt. Hier finden Besucher traditionelle Süßigkeiten, ausgewähltes Kunsthandwerk und lokale Spezialitäten, wodurch der Platz zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Gäste wird. Diese visuellen Akzente tragen maßgeblich zur Attraktivität der Stadt in der Nebensaison bei. Abanotubani: Der saisonale Höhepunkt der Schwefelbäder Das Viertel Abanotubani, bekannt für seine ikonischen, kuppelförmigen Schwefelbäder, gewinnt im Winter an magischer Anziehungskraft. Die warmen, mineralreichen Quellen, denen Tiflis seinen Namen verdankt (tbili bedeutet „warm“), sind

weiterlesen »

Flughafen Wien: Dritte Piste wird nach 30 Jahren Planungszeit gestrichen – Wirtschaftliche Gründe dominieren

Der Flughafen Wien-Schwechat hat einen der am längsten diskutierten Infrastrukturpläne Österreichs, den Bau einer dritten Start- und Landebahn, offiziell beendet. Nach fast 30 Jahren, in denen das Projekt seit 1996 immer wieder Gegenstand intensiver Debatten war, wurde die Entscheidung nach eingehender Analyse verworfen. Günther Ofner, Vorstand des Flughafens Wien, begründete den strategischen Kurswechsel primär mit wirtschaftlichen Faktoren und betonte, dass der Flughafen auch ohne die zusätzliche Piste seine Wachstumskapazitäten voll ausschöpfen könne. Die Absage des Zwei-Milliarden-Euro-Projekts markiert einen Paukenschlag in der österreichischen Wirtschaftspolitik. Massive Kostensteigerung und Widerstand der Fluggesellschaften Die Entscheidung gegen den Bau der dritten Piste, die als notwendige Kapazitätserweiterung für die kommenden Jahrzehnte galt, basierte laut Flughafenvorstand Ofner auf einer nüchternen Kosten-Nutzen-Analyse. Zwei zentrale finanzielle und marktbezogene Aspekte gaben den Ausschlag: Die Haltung der Fluggesellschaften spiegelt den harten Wettbewerb in der europäischen Luftfahrt wider, wo jeder Kostenfaktor intensiv geprüft wird und Fluggesellschaften Routen schnell zu günstigeren Flughäfen verlagern können. Die Ablehnung des Gebührenanstiegs machte das Projekt somit ökonomisch unattraktiv. Wachstumspotenzial im Zwei-Pisten-System gesichert Entgegen früherer Annahmen, dass die dritte Piste für künftiges Wachstum unerlässlich sei, versicherte Günther Ofner, dass der Flughafen Wien auch mit dem bestehenden Zwei-Pisten-System weiter expandieren könne. Aktuell fertigt der Flughafen Wien rund 32 Millionen Passagiere pro Jahr ab. Ofner stellte klar: „Wir können, wenn wir alle Investitionen in den Terminalbereich umsetzen, die wir geplant haben, rund 52 Millionen Passagiere auch im Zwei-Pisten-System abfertigen.“ Diese Kapazität sichere das Wachstum des Flughafens für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Das Zwei-Pisten-System in Wien, das aus zwei sich

weiterlesen »

Swissport erweitert Kapazität am Flughafen Schiphol mit neuem Frachtterminal

Der Schweizer Luftfracht- und Bodendienstleister Swissport hat am Flughafen Amsterdam Schiphol (AMS) ein weiteres Frachtterminal in Betrieb genommen. Mit der Eröffnung des neuen Terminal 12 erweitert das Unternehmen seine Abfertigungskapazitäten in den Niederlanden erheblich. Das neue Terminal ist bereits seit Oktober in Betrieb und konzentriert sich primär auf die Abfertigung von Importsendungen. Die neue Anlage schafft zunächst eine zusätzliche Lagerfläche von 5.000 Quadratmetern. Eine weitere Expansion ist für Anfang des kommenden Jahres geplant: Ab Januar 2026 sollen zusätzliche 3.800 Quadratmeter hinzukommen. Swissport betont, dass das zusätzliche Terminal die bestehenden Lagerhäuser am Flughafen Schiphol entlastet und damit die operative Zuverlässigkeit und die Abfertigungsgeschwindigkeit erhöht. Die gesamte Anlage wird rund um die Uhr betrieben, um den kontinuierlichen Fluss der Luftfracht zu gewährleisten. Mit der Inbetriebnahme von Terminal 12 verfügt Swissport nun über drei Frachtterminals am Flughafen Schiphol. Die Investition stärkt die Position von Swissport als bedeutender Cargo-Partner im strategisch wichtigen Logistikdreieck zwischen Amsterdam, Paris und Frankfurt. Der Flughafen Schiphol ist nach wie vor eines der wichtigsten europäischen Luftfracht-Drehkreuze, das große Mengen an Fracht abfertigt, darunter Pharmazeutika, Hightech-Güter und verderbliche Waren. Die Erweiterung durch Swissport erfolgt in einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld, in dem Effizienz und Kapazität entscheidende Faktoren sind. Die Erweiterung dient dazu, die wachsende Nachfrage nach Frachtkapazitäten zu bedienen. Schiphol verzeichnete in den vergangenen Quartalen ein stabiles Frachtvolumen, was die Notwendigkeit für moderne und effiziente Abfertigungsinfrastruktur unterstreicht.

weiterlesen »