Januar 15, 2026

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Januar 15, 2026

Boeing erzielt höchsten Auslieferungswert seit sieben Jahren und übertrifft Airbus bei den Auftragseingängen

Der US-amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen operativen Steigerung abgeschlossen und verzeichnete mit insgesamt 600 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen den höchsten Stand seit dem Jahr 2018. Dieser Zuwachs markiert einen wichtigen Meilenstein im mehrjährigen Erholungsprozess des Unternehmens, das nach einer Phase technischer Herausforderungen und globaler Lieferkettenprobleme wieder an industrieller Stabilität gewonnen hat. Besonders das vierte Quartal trug mit 160 Übergaben maßgeblich zum Gesamtergebnis bei, wobei die Programme der 737-Serie und des 787 Dreamliner die tragenden Säulen bildeten. Während der europäische Konkurrent Airbus bei den reinen Auslieferungszahlen mit 793 Maschinen weiterhin in Führung liegt, konnte Boeing im Bereich der Neugeschäfte einen prestigeträchtigen Erfolg verbuchen: Mit 1.173 Netto-Bestellungen sicherte sich der Hersteller aus Arlington erstmals seit sieben Jahren wieder mehr Aufträge als sein Rivale aus Toulouse. Die Rückkehr zur industriellen Kontinuität Die am 13. Januar 2026 veröffentlichten Zahlen verdeutlichen die schrittweise Normalisierung der Produktionsabläufe in den Werken in Renton und Everett. Im Zentrum der Aktivitäten stand die 737-Familie, die im Gesamtjahr 447 Auslieferungen erreichte. Allein im letzten Quartal wurden 117 Maschinen dieses Typs an Kunden weltweit übergeben. Ein besonders starker Dezember mit 63 Auslieferungen, darunter 44 Jets der Max-Serie, unterstreicht die Bemühungen des Managements, die Ausstoßraten zum Jahresende hin zu stabilisieren. Parallel dazu stabilisierte sich die Fertigung des 787 Dreamliners, von dem im Jahr 2025 insgesamt 88 Exemplare den Weg zu den Fluggesellschaften fanden. Ergänzt wurde das Portfolio durch 35 Maschinen des Typs 777 sowie 30 Fracht- und Spezialflugzeuge der 767-Reihe. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund massiver industrieller Hürden

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Vertriebsoffensive 2026: Kooperation zwischen Corendon Airlines und Sonnenklar TV

Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines und der Reiseshoppingsender Sonnenklar TV haben für das Geschäftsjahr 2026 eine weitreichende strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel der Partnerschaft ist die Bündelung von Flugkapazitäten und medialer Vertriebsstärke, um die Nachfrage im deutschsprachigen Raum gezielt zu bedienen. Während Corendon Airlines als operativer Partner den Ausbau des Streckennetzes zu klassischen Feriendestinationen vorantreibt, nutzt Sonnenklar TV seine Reichweite als weltweiter Marktführer im Bereich Reiseshopping, um die Angebote über lineares Fernsehen und digitale Plattformen zu vermarkten. Die Kooperation fällt in das Jubiläumsjahr des Senders, der laut Marktuntersuchungen täglich bis zu zwei Millionen Zuschauer erreicht. Im Fokus der gemeinsamen Planung stehen die Kernmärkte Türkei, Ägypten und die Kanarischen Inseln. Ein zentraler Baustein der aktuellen Flugplanperiode ist die Aufnahme von Sharm el Sheikh als Ganzjahresdestination. Seit November 2025 bedient Corendon Airlines den ägyptischen Badeort jeweils dienstags und freitags von den Standorten Düsseldorf, Hannover und Nürnberg aus. Durch die direkte Verzahnung mit dem Vertriebsweg von Sonnenklar TV sollen Buchungsabläufe optimiert und die Auslastung der Maschinen stabilisiert werden. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Marktposition beider Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld durch Synergien im Marketing und Kapazitätsmanagement zu festigen. Zusätzliche Branchenrecherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Dimension dieser Allianz. Die Euvia Travel GmbH, hinter der Sonnenklar TV steht, erwirtschaftet einen jährlichen Gesamtumsatz von über 500 Millionen Euro. Etwa die Hälfte dieses Volumens wird über ein Netzwerk von rund 225 Franchise- und Partnerbüros generiert. Corendon Airlines wiederum hat in den letzten Jahren massiv in die Modernisierung der Flotte investiert, um die betriebliche Effizienz zu steigern. Mit der Ausweitung

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Istanbul-Flüge: Air Europa bereitet neue Route ab Barcelona vor

Die spanische Zivilluftfahrtbehörde hat der Fluggesellschaft Air Europa sieben wöchentliche Flugfrequenzen für die prestigeträchtige Verbindung zwischen Barcelona und Istanbul zugesprochen. Damit setzt die Airline ihren Expansionskurs in Richtung Osten fort, nachdem sie bereits im Mai 2025 erfolgreich eine Direktverbindung von Madrid in die türkische Metropole etabliert hatte. Die Zuweisung erfolgt in einer Phase intensiven Wachstums des Luftverkehrsmarktes zwischen der iberischen Halbinsel und dem Bosporus, der durch eine gesteigerte Nachfrage im Tourismus sowie durch engere wirtschaftliche Verflechtungen beider Länder angetrieben wird. Neben Air Europa bauen auch Wettbewerber wie Vueling sowie die türkischen Anbieter Turkish Airlines und AJet ihre Kapazitäten massiv aus. Ein besonderer Faktor bei der strategischen Neuausrichtung von Air Europa ist die Beteiligung von Turkish Airlines an dem spanischen Unternehmen, was den Weg für eine engere operative Abstimmung und die Nutzung gegenseitiger Zubringereffekte ebnet. Wachstumsvektor Mittelost statt Lateinamerika Traditionell war das Geschäftsmodell von Air Europa stark auf die Verbindung von Westeuropa mit den Märkten in Lateinamerika fokussiert. Das Drehkreuz in Madrid-Barajas diente jahrelang als zentrales Bindeglied für Passagiere aus der Region, die den Atlantik überqueren wollten. Die jüngsten Entwicklungen markieren jedoch einen signifikanten Strategiewechsel. Der Einstieg von Turkish Airlines, die im Jahr 2025 einen Anteil von 26 Prozent am Eigenkapital von Air Europa erwarb, hat neue kommerzielle Horizonte eröffnet. Die nun zugewiesenen Frequenzen ab Barcelona ermöglichen es der Airline, ihre Präsenz auf dem türkischen Markt zu verdoppeln und ein zweites spanisches Standbein für diese Region aufzubauen. Die Expansion begann moderat mit vier wöchentlichen Flügen ab Madrid, wurde jedoch aufgrund der

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Infrastrukturausbau in Seoul: Korean Air eröffnet erweiterte Prestige Lounge

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air hat am 13. Januar 2026 die umfassend renovierte Prestige East Lounge im Terminal 2 des internationalen Flughafens Incheon präsentiert. Die offizielle Inbetriebnahme der 1.553 Quadratmeter großen Einrichtung erfolgt am 14. Januar. Mit 192 Sitzplätzen und einem Design, das sich an gehobenen Hotelstandards orientiert, zielt das Projekt darauf ab, den Komfort für Passagiere der Business Class sowie Statuskunden deutlich zu steigern. Die Ausstattung umfasst neben Buffetbereichen und Live-Kochstationen auch spezialisierte Arbeitsbereiche für Geschäftsreisende sowie Duschmöglichkeiten. Der Umbau ist Teil einer großangelegten Strategie zur Kapazitätserweiterung, bei der die gesamte Lounge-Fläche der Fluggesellschaft am Standort Incheon von rund 5.100 auf über 12.200 Quadratmeter anwachsen soll. Ein wesentliches Merkmal der neuen Prestige East Lounge ist die Integration interaktiver Erlebnisbereiche, die über das klassische Gastronomieangebot hinausgehen. Zu den Neuerungen gehört eine sogenannte „Ramyeon-Library“, an der Passagiere Instant-Nudeln nach individuellen Vorlieben an automatisierten Stationen zubereiten können. Zudem bietet ein „Cooking Studio“ in Kooperation mit dem Grand Hyatt Incheon kulinarische Mitmachkurse an. Für Familien und jüngere Reisegruppen wurde ein Arcade-Bereich mit Unterhaltungsgeräten wie Airhockey und Fotokabinen eingerichtet. Diese Maßnahmen spiegeln den Trend in der Luftfahrtbranche wider, Wartezeiten an internationalen Drehkreuzen durch spezifische Freizeitangebote attraktiver zu gestalten. Die operative Steuerung der Lounge setzt verstärkt auf digitale Lösungen zur Vermeidung von Überlastungen. Durch ein Echtzeit-Monitoring der Besucherströme können Passagiere bereits vorab über mobile Applikationen die aktuelle Auslastung einsehen. Ein neues Reservierungssystem ermöglicht es zudem, Plätze bei Nutzung von Meilen oder Gutscheinen im Voraus zu sichern. Während Stoßzeiten kommt ein mobiles Warteschlangensystem zum Einsatz, das

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Schwere Vorwürfe gegen Pakistan International Airlines: Finanzielle Schieflage und operatives Versagen im Fokus

Das pakistanische Unterhaus-Komitee für öffentliche Finanzen hat eine alarmierende Bilanz über den Zustand der nationalen Fluggesellschaft Pakistan International Airlines gezogen. Im Zentrum der parlamentarischen Untersuchung stehen Schulden in Höhe von 650 Milliarden Rupien, die vom Vorsitzenden des Gremiums, Syed Naveed Qamar, als finanzielles schwarzes Loch bezeichnet wurden. Die Kritik richtet sich dabei nicht nur gegen die misswirtschaftlichen Strukturen innerhalb der Fluglinie, sondern auch gegen das Finanzministerium, dem es bisher nicht gelungen ist, eine tragfähige Strategie zur Rückzahlung oder Umstrukturierung dieser massiven Verbindlichkeiten vorzulegen. Ein Prüfbericht für das Geschäftsjahr 2023-24 offenbart zudem gravierende operative Mängel, die von jahrelang am Boden stehenden Flugzeugen bis hin zu Unregelmäßigkeiten bei der Abführung von Steuergeldern reichen. Während Teile der Schulden bereits in eine staatliche Holdinggesellschaft ausgelagert wurden, bleibt die langfristige Sanierung des angeschlagenen Konzerns ungewiss. Strukturelle Schuldenlast und die Rolle der Holdinggesellschaft Die finanzielle Krise von Pakistan International Airlines hat eine Dimension erreicht, die das nationale Budget erheblich belastet. Während einer Sitzung des Komitees erläuterte der pensionierte Generalleutnant Muhammad Ali, dass ein erheblicher Teil der Verbindlichkeiten im Rahmen eines sogenannten Arrangement-Schemas auf die P.I.A. Holding Company Limited übertragen wurde. Von den untersuchten 131,5 Milliarden Rupien an unmittelbaren Verbindlichkeiten wurden bereits 115 Milliarden an diese neue Einheit delegiert. Damit ist das Problem jedoch keineswegs gelöst, sondern lediglich verschoben. Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft, Muhammad Amir Hayat, räumte vor dem Ausschuss ein, dass das Finanzministerium bislang keine Entscheidung darüber getroffen hat, wie mit diesen Schulden in der Holding weiter verfahren werden soll. Diese Unklarheit über die zukünftige Tilgung

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Emirates kündigt Direktverbindung zwischen Dubai und Helsinki an

Die Fluggesellschaft Emirates baut ihre Präsenz in Nordeuropa signifikant aus und nimmt ab dem 1. Oktober 2026 eine tägliche Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz Dubai und der finnischen Hauptstadt Helsinki auf. Damit etabliert das Unternehmen die bisher einzige ganzjährige Direktverbindung zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Finnland. Bisher mussten Reisende aus der Region auf Umsteigeverbindungen über andere skandinavische Standorte wie Kopenhagen oder Stockholm ausweichen. Die neue Route zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage im Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr zu bedienen und die Reisezeiten zwischen dem Nahen Osten und Nordeuropa erheblich zu verkürzen. Zum Einsatz kommt auf dieser Strecke der neue Airbus A350-900, das aktuellste Modell in der reinen Großraumflotte von Emirates. Das Flugzeug ist mit insgesamt 298 Sitzplätzen konfiguriert, die sich auf die Business Class, die Premium Economy Class und die Economy Class verteilen. Insbesondere die Einführung der Premium Economy im finnischen Markt markiert einen strategischen Schritt, um zahlungskräftige Privat- und Geschäftskunden anzusprechen. Neben dem Passagiertransport spielt die Logistik eine zentrale Rolle: Die Unterdeck-Kapazität von 16 Tonnen pro Flug soll über Emirates SkyCargo den Export finnischer Erzeugnisse wie Elektronik, Maschinen und Pharmazeutika sowie High-Value-Güter in globale Märkte unterstützen. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Dynamik zwischen den beiden Nationen. Die Handelsbeziehungen konzentrieren sich verstärkt auf Hochtechnologie, Künstliche Intelligenz und Bildungsprojekte. Helsinki gilt als einer der wichtigsten Tech-Hubs Europas, was ein hohes Aufkommen an Business-Reisenden verspricht. Für den finnischen Tourismussektor bedeutet die neue Verbindung einen direkten Zugang für Reisende aus dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Mittleren Osten, die Dubai als Transitknoten nutzen. Die finnische

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