Februar 18, 2026

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Februar 18, 2026

Wandel im Reiseverhalten: Sekundärziele gewinnen im Fernbusverkehr massiv an Bedeutung

Die klassische Städtereise zu den großen europäischen Metropolen bekommt zunehmend Konkurrenz durch bisher weniger beachtete Destinationen. Eine aktuelle Analyse der Suchanfragen beim Marktführer Flixbus für den Zeitraum Ende 2025 bis Anfang 2026 belegt, dass deutsche Fahrgäste verstärkt Ziele abseits des Massentourismus ins Auge fassen. Während die Nachfrage nach etablierten Hauptstädten auf einem stabilen Niveau verharrt, verzeichnen mittelgroße Städte und ländlich geprägte Regionen teils dreistellige Zuwachsraten. An der Spitze dieses Trends steht das belgische Mons, gefolgt vom schweizerischen Fribourg und der deutschen Ostseegemeinde Prerow. Diese Entwicklung deutet auf eine strategische Verschiebung in der Reiseplanung hin, bei der kulturelle Tiefe, historische Authentizität und die Erreichbarkeit mit dem Fernverkehrsmittel Bus eine zentrale Rolle spielen. Die Analyse der 500 meistgesuchten Ziele zeigt, dass die Reisenden des Jahres 2026 verstärkt nach Orten suchen, die eine eigenständige Identität bewahrt haben und eine Alternative zum Trubel der Millionenstädte bieten. Der belgische Spitzenreiter: Mons erfindet sich neu Mit einem beeindruckenden Anstieg der Suchanfragen von 103 Prozent führt Mons die Liste der Trendziele an. Die wallonische Stadt, die über Jahrzehnte hinweg primär mit der Kohle- und Stahlindustrie assoziiert wurde, hat eine tiefgreifende Transformation vollzogen. Heute präsentiert sich Mons als Kulturzentrum, das stolz auf fünf Weltkulturerbe-Titel der Unesco verweisen kann. Neben der barocken Architektur und dem markanten Beffroi lockt vor allem die moderne Street-Art-Szene ein jüngeres Publikum an. Die Anbindung an das deutsche Fernbusnetz begünstigt diesen Aufschwung: Ab Köln ist die Stadt in weniger als fünf Stunden erreichbar, was sie für verlängerte Wochenendtrips prädestiniert. Der enorme Zuwachs verdeutlicht, dass industrielle

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Deutsch-ukrainisches Joint Venture zur Drohnenproduktion in Deutschland beschlossen

Der hessische Drohnenhersteller Wingcopter und das ukrainische Unternehmen TAF Industries haben am Rande der 62. Münchner Sicherheitskonferenz eine weitreichende Kooperation vereinbart. Im Rahmen eines neu gegründeten Joint Ventures soll die Produktion von Aufklärungsdrohnen und unbemannten Flugsystemen nach Deutschland verlagert und dort massiv skaliert werden. Die feierliche Unterzeichnung der Absichtserklärung fand in Anwesenheit hochrangiger Regierungsvertreter beider Länder statt. Ziel des Bündnisses ist es, die Fertigung kritischer Rüstungsgüter in einem sicheren industriellen Umfeld außerhalb der direkten Kriegszone zu gewährleisten und so die Versorgungssicherheit der ukrainischen Streitkräfte langfristig abzusichern. Die Partnerschaft ist Teil des „Build with Ukraine“-Programms und sieht eine enge technologische Verzahnung vor. TAF Industries, derzeit der größte Produzent von unbemannten Luftfahrzeugen in der Ukraine, bringt kampferprobte Designs und operative Expertise in die Kooperation ein. Wingcopter stellt im Gegenzug seine hochmoderne Infrastruktur und technisches Know-how im Bereich der autonomen Luftfahrt zur Verfügung. Um dieses Vorhaben organisatorisch zu stützen, hat Wingcopter die neue Geschäftseinheit „Wingcopter Security & Defence“ ins Leben gerufen. Diese Sparte soll das Potenzial der bestehenden Dual-Use-Technologien ausschöpfen und militärische Fracht- sowie Aufklärungsanwendungen zur Serienreife bringen. Über die unmittelbare Unterstützung der Ukraine hinaus verfolgen die Partner strategische Ziele für den europäischen Markt. Geplant ist die gemeinsame Entwicklung künftiger Drohnenplattformen, die speziell auf die Anforderungen der NATO-Staaten zugeschnitten sind. Durch den Aufbau lokaler Fertigungskapazitäten in Deutschland sollen nicht nur Lieferketten resilienter gestaltet, sondern auch hochqualifizierte Arbeitsplätze im Technologiesektor gesichert werden. Die Kooperation markiert einen Wendepunkt für Wingcopter, das sich bisher vornehmlich auf kommerzielle Lieferdrohnen für medizinische Güter konzentrierte und nun verstärkt als

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Graz: ÖBB modernisieren Flughafen-Haltestelle

Die Österreichischen Bundesbahnen haben ein bedeutendes Infrastrukturprojekt zur Modernisierung des regionalen Verkehrsnetzes im Grazer Süden gestartet. Seit Anfang Februar 2026 finden an der Haltestelle Flughafen Graz-Feldkirchen umfangreiche Umbauarbeiten statt, die den Standort bis Ende des Jahres in eine moderne, barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe verwandeln sollen. Mit einer Investitionssumme von rund sechs Millionen Euro wird die Station grundlegend erneuert, um den steigenden Anforderungen des Pendlerverkehrs und der Anbindung an den internationalen Flugverkehr gerecht zu werden. Neben der Errichtung eines neuen Personenstegs mit Aufzugsanlagen umfasst das Projekt die Verlängerung der Bahnsteige sowie eine verbesserte Verknüpfung mit dem regionalen Busverkehr. Dieses Vorhaben ist Teil einer großflächigen Modernisierungsoffensive der ÖBB, die darauf abzielt, bis Ende 2027 den Großteil des Schienennetzes für alle Kundengruppen uneingeschränkt zugänglich zu machen. Während der Bauphase müssen Fahrgäste jedoch zeitweise mit Haltausfällen und Schienenersatzverkehr rechnen. Technische Details und bauliche Neuerungen Das Herzstück der Baumaßnahmen bildet die Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit. Hierfür wird ein neuer, eingehauster Personensteg über die Gleisanlagen errichtet. Dieser Steg wird nicht nur überdacht sein, um die Fahrgäste vor Witterungseinflüssen zu schützen, sondern verfügt auch über moderne Stiegentürme. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität, schwerem Gepäck oder Kinderwagen werden zudem zwei Aufzugsanlagen installiert, die einen direkten und hindernisfreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen. Diese Maßnahme ist von besonderer Relevanz, da die Haltestelle eine zentrale Funktion für Fluggäste übernimmt, die mit Koffern zwischen der Bahn und dem Terminal des Flughafens Graz pendeln. Ein weiterer wesentlicher Aspekt des Ausbaus ist die Verlängerung der Randbahnsteige. Die bestehenden Anlagen werden von aktuell 190 Metern auf

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Salzburger Land forciert mit „Winter Chillout“ die touristische Spätsaison

Der Tourismusverband SalzburgerLand (SLTG) hat gemeinsam mit regionalen Seilbahnunternehmen und Skiverbänden eine großangelegte Werbeoffensive gestartet, um die rückläufigen Auslastungszahlen im Spätwinter abzufangen. Unter dem Titel „Winter Chillout“ investiert die Organisation rund 900.000 Euro in eine reichweitenstarke Kampagne, die gezielt auf die Monate März und April 2026 ausgerichtet ist. Während die Skisaison mit einem Rekord von über drei Millionen Nächtigungen im Dezember 2025 sowie starken Zahlen im Januar und Februar äußerst erfolgreich begann, zeigt die Statistik der Vorjahre einen deutlichen Einbruch ab Mitte März. Die Bettenauslastung sank in diesem Zeitraum landesweit von rund 70 Prozent im Februar auf teils unter 20 Prozent im April, was die Branche nun durch attraktive Angebote und Events kompensieren will. Die Kampagne richtet sich primär an kurzentschlossene Gäste aus Österreich und Deutschland, die als wichtigste Herkunftsmärkte identifiziert wurden. Mit speziellen Verleih-Angeboten, bei denen beispielsweise drei Tage Ausrüstung zum Preis von zwei Tagen gemietet werden können, sowie vergünstigten Privatstunden in den Skischulen zwischen 13:00 und 15:00 Uhr, soll ein zusätzlicher Buchungsanreiz geschaffen werden. Regionalanalysen verdeutlichen die ökonomische Relevanz dieser Bemühungen: Der Tourismus trägt im Bundesland Salzburg etwa 13 Prozent zur direkten und indirekten Wertschöpfung bei – ein Wert, der doppelt so hoch liegt wie im bundesweiten Durchschnitt. Jede zusätzliche Saisonwoche sichert dabei Arbeitsplätze in der Hotellerie, Gastronomie und im Sporthandel. Flankiert wird die Initiative durch ein dichtes Veranstaltungsprogramm in den Partnerregionen. In Gebieten wie Obertauern, dem Großarltal oder dem Hochkönig finden bis in den April hinein Events statt, die von Musikfestivals über geführte Sundowner-Skitouren bis hin zu

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Wien: Umfassende Auswirkungen der Stammstreckensperre auf die Flughafenanbindung

Die Wiener S-Bahn-Stammstrecke steht vor ihrer bisher größten Bewährungsprobe. Ab September 2026 beginnt eine 14-monatige Hauptsperre des zentralen Schienenabschnitts zwischen Wien Praterstern und dem Hauptbahnhof, die bis Oktober 2027 andauern wird. Diese bauliche Maßnahme hat tiefgreifende Konsequenzen für die Anbindung des internationalen Flughafen Wien-Schwechat an das Stadtzentrum. Während der Fernverkehr über den Railjet weitgehend stabil bleibt, bricht die gewohnte Infrastruktur für Regionalzüge und den spezialisierten City Airport Train (CAT) vorübergehend zusammen. Betroffene Passagiere müssen sich auf signifikante Änderungen im Reisealltag einstellen: Wo bisher Züge im Minutentakt verkehrten, übernehmen künftig Busflotten den Transport. Die Betreiber stehen vor der logistischen Herausforderung, das hohe Passagieraufkommen auf die Straße zu verlagern, während gleichzeitig wichtige Serviceleistungen wie der City Check-in in Wien Mitte vollständig entfallen. Logistische Herausforderungen durch die Trennung der Schienenwege Der Kern der Problematik liegt in der geografischen Lage der Bauarbeiten. Durch die Sperre ist die Schienenverbindung vom Bahnhof Landstraße/Wien Mitte über den Rennweg bis hin nach St. Marx unterbrochen. Dies betrifft exakt jenen Korridor, den die Regionalzüge und Schnellbahnen in Richtung Südosten nutzen. Die ÖBB und die CAT-Betreibergesellschaft mussten daher in monatelanger Planung Alternativkonzepte entwickeln, um den Verkehrsfluss zwischen der Bundeshauptstadt und ihrem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt aufrechtzuerhalten. Für die Schnellbahnlinie S7 bedeutet die Sperre eine Verkürzung der Route; sie wird aus Richtung Osten kommend bereits in St. Marx enden und nicht mehr den Praterstern erreichen. Fahrgäste des Regionalexpress REX7 sind ebenfalls von Umleitungen betroffen. Diese Züge werden im Süden Wiens abgefangen und direkt zum Hauptbahnhof geleitet, wodurch der gewohnte Halt in Wien Mitte

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Einigung über Senkung der Flughafengebühren am Standort Zürich

Die Flughafen Zürich AG hat nach intensiven Verhandlungen mit den größten Fluggesellschaften und Interessenvertretern eine neue Gebührenordnung verabschiedet. Ab dem 1. Oktober 2026 werden die Entgelte für die Nutzer des größten Schweizer Flughafens um durchschnittlich rund 10 Prozent gesenkt. Diese Einigung beendet eine außergewöhnlich lange Gebührenperiode, die bereits im Jahr 2016 begann und aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einvernehmlich verlängert wurde. An den rund viermonatigen Verhandlungen waren neben der Swiss International Air Lines auch EasyJet sowie Vertreter der Geschäfts- und Leichtluftfahrt beteiligt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) begleitete den Prozess als Beobachter. Die Reduktion der passagierbezogenen Gebühren resultiert primär aus den positiven Prognosen für das künftige Fluggastaufkommen. Da das regulierte Gebührenmodell lediglich eine Kostendeckung vorsieht und keine Gewinne aus diesen Abgaben erlaubt, führt die Verteilung der Fixkosten auf eine größere Anzahl an Passagieren zu einer Entlastung pro Kopf. Konkret sinkt die Gebühr für lokal abfliegende Passagiere von derzeit 35,00 CHF auf künftig 30,40 CHF. Dieser Betrag setzt sich aus der eigentlichen Passagiergebühr, der Sicherheitsgebühr sowie einer Solidaritätsabgabe für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität zusammen. Die Gebühren werden direkt den Fluggesellschaften in Rechnung gestellt. Parallel zur Senkung der Passagierentgelte sieht das neue Reglement strukturelle Anpassungen bei den Lande- und Lärmgebühren vor. Zur Vereinfachung der Abrechnungsprozesse wird das Nutzungsentgelt für die Gepäcksortieranlage künftig direkt in die Landegebühren integriert, was dort zu einem rechnerischen Anstieg führt. Zudem werden zum 1. Oktober 2026 die bereits vom BAZL verfügten höheren Lärmgebühren umgesetzt. Diese beinhalten zusätzliche Zuschläge sowie eine strengere Klassifizierung von Flugzeugtypen in

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