
Tarifeinigung für Beschäftigte der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg erzielt
Im langwierigen Tarifkonflikt zwischen der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) und der Gewerkschaft Verdi konnte eine vorläufige Einigung für die rund 2.000 Bodenbeschäftigten des Hauptstadtflughafens BER erzielt werden. Wie die Gewerkschaft mitteilte, wurde nach intensiven Verhandlungen ein Kompromiss gefunden, der nun der internen Tarifkommission zur endgültigen Bestätigung vorliegt. Über die genauen inhaltlichen Details der Vereinbarung wurde zunächst Stillschweigen vereinbart. Mit dieser Entwicklung rücken weitere Warnstreiks, die den Flugbetrieb am Berliner Standort massiv beeinträchtigt hätten, vorerst in weite Ferne. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite konzentrierten sich ursprünglich auf eine Entgelterhöhung von 6 Prozent, mindestens jedoch einen monatlichen Festbetrag von 250 Euro für alle Lohngruppen. Ein zentraler Streitpunkt war zudem der Wunsch nach einem zusätzlichen freien Tag exklusiv für Gewerkschaftsmitglieder sowie eine kurze Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hatte dem zuvor ein deutlich niedrigeres Angebot gegenübergestellt, das jährliche Steigerungen von lediglich rund einem Prozent bei einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsah. Diese Diskrepanz führte Mitte März zu einem eintägigen Warnstreik, der den gesamten Betrieb am BER vollständig zum Erliegen brachte und zehntausende Passagiere betraf. Sollte die zuständige Tarifkommission dem Ergebnis zustimmen, wäre dies ein wichtiger Stabilisierungsfaktor für den zweitgrößten deutschen Luftverkehrsstandort. Der Abschluss betrifft direkt das Personal der Flughafengesellschaft, das unter anderem für Verwaltung, Technik und Bodenverkehrsdienste zuständig ist. Unberührt von dieser Einigung bleiben hingegen die Tarifauseinandersetzungen beim Bordpersonal der Lufthansa, die weiterhin für kurzfristige Annullierungen insbesondere auf innerdeutschen Zubringerflügen von und nach Frankfurt oder München sorgen. Für den BER bedeutet der drohende Wegfall der Streikgefahr bei der FBB jedoch eine deutliche Entspannung der





