
Prognosen zum weltweiten Ausbau der Kreuzfahrtflotte bis 2037
Die globale Kreuzfahrtindustrie steht vor einer massiven Kapazitätserweiterung, die den Markt bis weit in das nächste Jahrzehnt prägen wird. Laut dem aktuellen Jahresbericht der Fachpublikation „Cruise Industry News“ soll die weltweite Flotte von derzeit 459 Schiffen zu Beginn des Jahres 2026 auf mindestens 540 Einheiten im Jahr 2037 anwachsen. Diese Entwicklung korreliert mit einem erheblichen Anstieg der Passagierkapazitäten: Während das Marktvolumen Anfang 2026 bei rund 36 Millionen Reisenden lag, wird für das Jahr 2036 eine Kapazität von knapp 50 Millionen Passagieren prognostiziert. Der stärkste Zuwachs wird dabei bereits für das laufende Jahr erwartet, in dem die Kapazität um neun Prozent steigt, bevor sich das Wachstum in den Folgejahren auf ein Niveau zwischen drei und fünf Prozent einpendelt. Im Jahr 2026 werden insgesamt 13 neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst gestellt, was einem Investitionsvolumen der Reedereien von über 9,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Die durchschnittlichen Baukosten pro Bett belaufen sich dabei auf mehr als 350.000 US-Dollar. Die technische Spannbreite der Neuzugänge ist enorm und reicht von der „Legend of the Seas“ der Reederei Royal Caribbean, die mit 250.800 Bruttoraumzahl (BRZ) und Platz für 5.610 Passagiere bei Meyer Turku entsteht, bis hin zum kleinen Expeditionsschiff „Magellan Discoverer“ mit lediglich 590 Tonnen. Ebenfalls zu den größten Projekten zählt die „MSC World Asia“, die bei Chantiers de l’Atlantique gebaut wird und eine Kapazität von 5,400 Gästen aufweist. Der Fokus der Branche liegt im Jahr 2026 weiterhin auf dem Massenmarkt, in den über 22.800 der neuen Bettenkapazitäten fließen. Das Luxussegment verzeichnet einen Zuwachs von rund 4.166 Betten, während



