Auch Lufthansa und Swiss machen Hunger und Durst zu Geld

Bombardier CRJ-900 (Foto. Jan Gruber).
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Auch Lufthansa und Swiss machen Hunger und Durst zu Geld

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Die Lufthansa Group führt bei ihren Flugbetrieben Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bis zu einer Reisezeit von 180 Minuten ab Frühjahr 2021 kostenpflichtige Getränke und Snacks ein.

Die Umstellung wird zunächst bei Austrian Airlines vollzogen, wo es im Gegensatz zu den beiden anderen Konzernmitgliedern kein kostenfreies Wasser geben wird. Der Konzern betont in insgesamt drei Medienaussendungen, dass man mit der Umstellung auf Bezahl-Catering die Qualität steigern möchte.

Konkret bedeutet das, dass Passagiere, die in der Economy-Class reisen künftig für Getränke und Snacks bezahlen müssen. Bei Swiss und Lufthansa wird es aber weiterhin kostenloses Wasser geben. Austrian Airlines vergönnt nicht mal das. Die Business-Class sowie Charterflüge sind von den Maßnahmen nicht betroffen.

„Unsere Gäste möchten ihr Reiseerlebnis heutzutage individueller gestalten, das bisherige Verpflegungsangebot an Bord erfüllt oftmals nicht mehr ihre Erwartungen“, sagt Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer von Swiss. „In Genf bieten wir unseren Gästen mit SWISS Saveurs bereits heute die Möglichkeit, ihre bevorzugten Snacks und Getränke individuell auszusuchen. Wir erhalten von unseren Gästen sehr gutes Feedback zum qualitativ hochwertigen SWISS Saveurs Angebot und werden dieses deshalb zukünftig auch auf Flüge ab Zürich ausweiten.“

Bei Swiss wird es künftig neben einer kostenfreien Wasserflasche auch weiterhin ein kleines Stück Schokolade geben. Das war es dann aber auch schon, denn wer mehr möchte, muss dafür die Geldbörse auspacken. Ein Partner für das Paid-Catering-Produkt steht noch nicht fest. Dieser soll erst in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Hinsichtlich dem geplanten Angebot betont Swiss, dass man „regionale und frische Produkte“ zum Kauf anbieten wird.

Das Paid-Catering soll zunächst bei Austrian Airlines starten, anschließend bei Swiss und Lufthansa. „Unser bisheriges Snackangebot in der Economy Class erfüllt häufig nicht die Erwartungen unserer Gäste“, erläutert Christina Foerster, Vorstand Lufthansa Group Customer, IT & Corporate Responsibility. „Das neue Angebot wurde auf Basis unserer Kundenfeedbacks entwickelt. Mit dem kostenpflichtigen, dafür qualitativ hochwertigen Angebot werden unsere Passagiere ganz individuell entscheiden können, was sie auf ihrer Reise essen und trinken wollen.“ Der Kranich machte keine näheren Angaben zur geplanten Speisekarte, betont jedoch, dass es sich um „regionale Speisen“ handeln wird und das bisherige Inklusiv-Catering eingestellt wird.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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