Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Q3/2020: Embraer lieferte 28 Jets aus

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer lieferte im dritten Quartal des Jahres 2021 insgesamt 28 Maschinen aus. Dabei handelte es sich um sieben Verkehrsflugzeuge und 21 Business Jets. Den Umsatz beziffern die Brasilianer mit 759 Millionen U.S.-Dollar. Unter dem Strich steht jedoch ein Quartalsverlust in der Höhe von 121 Millionen U.S.-Dollar. Der Auftragsbestand per 30. September 2020 ist mit 15,1 Milliarden U.S.-Dollar kommuniziert worden. Nach dem Aus für die Zusammenarbeit mit Boeing befindet sich der Konzern auf der Suche nach einem alternativen Partner. Die Geschäftsleitung deutete kürzlich an, dass man diesen eventuell für das E2-Programm gefunden haben könnte. Offizielle Details wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

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Wizzair verpasst Jozsef Varadi einen unbefristeten Vertrag

Die Wizzair Group verpasste ihrem Konzernchef Jozsef Varadi einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Bislang war der Kontrakt – wie bei Spitzenmanagern üblich – immer auf ein paar Jahre befristet. Das ändert sich nun. Das Unternehmen teilte mit, dass die Konditionen im wesentlichen unverändert bleiben. Die Entfristung würde allerdings das Vertrauen des Aufsichtsrats in die Fähigkeiten des ungarischen Firmenchefs unterstreichen. Varadi steht seit der Gründung im Juli 2003 an der Spitze der Billigfluggesellschaft. Die operative Tochter Wizzair Hungary wird von Stephen Jones geleitet. Der Neuseeländer fungiert in der Holdinggesellschaft als Stellvertreter von Jozsef Varadi.

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Oktober: Boeing kassierte 12 B737-Max Stornos

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing kassierte im Oktober 2020 zwölf weitere Stornos für den Maschinentyp B737-Max. Seit Jahresanfang wurden 448 Einheiten abbestellt, wie aus den vom Hersteller veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Im Gegensatz zu Airbus konnten die Amerikaner im Oktober 2020 keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Ausgeliefert wurden 13 Flugzeuge. Im Vorjahresmonat waren es 20 Einheiten. Die FAA soll unmittelbar vor der Aufhebung des Flugverbots für die 737-Max stehen, jedoch wird bis zum tatsächlichen kommerziellen Einsatz noch einige Zeit vergehen. Southwest rechnet nicht mit einem Einsatz im ersten Quartal des Jahres 2021.

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Deutschland: Verbraucherzentrale fordert Ende der Vorkasse bei Flugtickets

Deutsche Konsumentenschützer unternehmen einen neuen Anlauf die bisherige Verkaufspraxis bei Flugtickets zu ändern. Der Chef des des Bundesverband Verbraucherzentrale fordert, dass Flugscheine erst wenige Tage vor Abflug bezahlt werden müssen. Vor einigen Jahren unternahm die Konsumentenschutzorganisation bereits einen ähnlichen Anlauf und argumentierte damit, dass die Vorauskasse bei Tickets gegen das Prinzip Ware gegen Geld verstoßen würde. Geklagt wurden einige Airlines, jedoch unterlag die Verbraucherzentrale. Das Höchstgericht argumentierte damit, dass ein günstigerer Preis bei langfristiger Buchung mit Vorauszahlung die Praxis rechtfertigen würde. Gegenüber der Rheinischen Post führte Vebraucherzentrale-Chef Müller aus, dass die Fluggesellschaften während der Corona-Krise das Gesetz missachtet haben und so gravierende Nachteile für Konsumenten entstanden sind. Diese müssten mehrere Monate auf die Erstattung ihrer Tickets warten und in vielen Fällen ist unklar, ob jemals eine Rückzahlung erfolgen wird. Das Verhalten der Airlines bezeichnete Müller als “peinlich und skandalös” und verweist darauf, dass viele Anbieter milliardenschwere Staatshilfe erhalten haben. Die Anzahl der Beschwerden über Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wäre in diesem Jahr massiv gestiegen. Man habe bundesweit bereits 80.000 Fälle. Dieser Wert liegt – so Müller – um das Zwanzigfache über dem Vorjahreswert. Die überwiegende Mehrheit betrifft bis dato nicht geleistete Rückzahlungen für Tickets und Reisen, die aufgrund der Coronakrise nicht angetreten werden konnten und obendrein der Anbieter die Durchführung selbst abgesagt hatte. Der Bundesverband Verbraucherzentrale forderte zahlreiche Fluggesellschaften, Reisebüros und Tour Operator zur Unterlassung der Vorkasse-Praxis, aber auch zur Einhaltung des Gesetzes und somit zur Rückzahlung der Kundenforderungen auf. Unter anderem gegen Tui, Easyjet, Condor und Eurowings zog man sogar

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Österreicher speckten während erstem Lockdown zu

Laut einer von GfK Austria (vormals: Fessel-GfK) im Auftrag der Wiener Städtische Versicherung durchgeführten Umfrage belastet jeden vierten Österreicher die Corona-Pandemie insbesondere psychisch. Etwa die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass die Bereitschaft zur Impfung besteht, 37 Prozent sogar innerhalb des ersten Monats ab Verfügbarkeit. Gut oder sogar sehr gut – so bezeichnen aktuell 75 Prozent der Österreicher ihren Gesundheitszustand, weitere 18 Prozent bewerten diesen als neutral. Je höher das Alter, desto weniger fühlen sich die Menschen gesund, zwischen den Geschlechtern ergab die Befragung diesbezüglich jedoch keinerlei Unterschiede. Anders jedoch bei der mentalen Gesundheit: 47 Prozent der Frauen fühlen sich durch die Corona-Situation insgesamt stärker belastet, bei den Männern sind es hingegen 38 Prozent. Betrachtet man die Ergebnisse nach Alter, wird ersichtlich, dass auch dieses eine wesentliche Rolle bei der Stressbelastung spielt: In den Altersgruppen unter 50 Jahren liegt der niedrigste Wert bei 45 Prozent, bei den über 60-Jährigen gaben hingegen nur 38  Prozent an, dass sie zum Zeitpunkt der Umfrage Anfang Oktober eine Belastung gespürt haben. Diese war im Allgemeinen während des ersten Lockdowns höher – 67 Prozent der Befragten gaben an, dass der psychische Stress nach den Ausgangsbeschränkungen wieder abgenommen hat. Bei der Generation 60+ liegt der Wert wiederum höher, bei 76 Prozent. Das bedeutet, dass ältere Personen während des Lockdowns psychisch weitaus stärker belastet waren, als sie es momentan sind. Schwach, antriebslos, Atemnot – bittere Realität für die Hälfte der Befragten, die eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben und bereits als genesen gelten. Die Folgen können jedoch nicht nur

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2021: Hotelplan rechnet mit 50 Prozent weniger Umsatz

Der schweizer Reiseveranstalter Hotelplan Suisse verzeichnet eigenen Angaben nach das schwierigste Geschäftsjahr in der 85-jährigen Firmengeschichte. Dieses wird mit tiefroten Zahlen abgeschlossen und auch für die kommenden 12 Monate rechnet man mit einem Umsatz, der um die Hälfte unter dem Wert, den man vor der Pandemie verzeichnete, liegt. Hotelplan startete zunächst mit hohen Buchungszahlen in das Jahr 2020, doch Mitte März änderte sich alles. Zunächst mussten etwa 2.000 Kunden in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in die Schweiz zurückgebracht werden. Anschließend erfolgte eine Annullationswelle eines noch nie dagewesenen Ausmaßes. Nach den Grenzöffnungen in Europa Mitte Juni 2020 bestand kurzzeitig Hoffnung, dass der Schaden einigermassen in Grenzen gehalten werden kann und Sommer- als auch Herbstferien im Ausland doch noch wie gewohnt möglich sein werden. Wegen der eingeführten Risikoländerliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) verblasste diese Hoffnung bereits kurze Zeit später wieder. Aufgrund von Einreiserestriktionen, Flugausfällen oder Flugplanänderungen sowie der Risikoländerliste des BAG musste Hotelplan Suisse seit Mitte März 2020 Reisen von rund 100’000 Kunden stornieren. Dank Migros als Aktionärin im Rücken hatte das Unternehmen jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Liquiditätsproblem und konnte seine Pauschalreise-Kunden stets schadlos halten. „Wir haben sämtliche annullierten Pauschalreisen zeitnah rückerstattet. Die Rückerstattungen seitens der Leistungsträger – insbesondere der Airlines – ging bedauerlicherweise nur sehr schleppend voran. Deswegen verzögert sich leider auch die Auszahlung von Einzelleistungen an unsere Kunden“, erklärt Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Ferien im Ausland wieder deutlich zunehmen wird, sobald ein Impfstoff gegen das

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Luton rechnet mit 95 Prozent weniger Passagieren

Der primär von Billigfluggesellschaften wie Easyjet und Wizzair genutzte Flughafen London-Luton zählte im Oktober 2020 297.000 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 82 Prozent. Die Aussichten sind dünster. Die Airport-Geschäftsführung rechnet damit, dass im November 2020 das Aufkommen um 95 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen wird. Luton rechnet damit, dass die Regierung wieder zahlreiche Strecken aufgrund der Pandemie untersagen könnte. Jedenfalls wird man offen bleiben und hofft sprichwörtlich auf bessere Zeiten. Ab 2. Dezember 2020 – voraussichtliches Ende des britischen Lockdowns – sollen Schnelltests angeboten werden. Entsprechende Verhandlungen mit der Regierung laufen momentan. Allerdings ist derzeit problematisch, dass viele Staaten ein negatives PCR-Ergebnis zur Umgehung der Quarantäne verlangen. UK bietet derzeit keine Möglichkeit die Absonderung durch eine negative Testung zu vermeiden. „Der Flughafen ist weiterhin bereit, seinen Beitrag zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu leisten und gleichzeitig die Rettungsdienste während dieser zweiten Sperrung in Bewegung zu halten, wie wir es bei der ersten getan haben. Das Verbot aller außer wesentlichen internationalen Reisen wird tiefgreifende Auswirkungen auf die bereits angeschlagene Luftfahrtindustrie haben. Zusammen mit dem Verband der Flughafenbetreiber fordern wir weitere Unterstützung für den Sektor und für die Tausenden von Menschen, deren Lebensunterhalt davon abhängt“, erklärt Luton-Geschäftsführer Alberto Martin.

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Thomas-Cook-Geschädigte lassen Geld auf der Straße liegen

Im Vorjahr sorgte die Pleite von Thomas Cook für viel Aufsehen, denn diese offenbarte auch, dass Deutschland die Pauschalreiserichtlinie mangelhaft umgesetzt hat. Die Absicherung mit nur 100 Millionen Euro war nicht ausreichend. Der Staat musste daher einspringen und den Geschädigten ihre Anzahlungen oder Mehrkosten erstatten. Doch nun wurde bekannt, dass lediglich die Hälfte der Anspruchsberechtigten ihre Forderungen eingereicht haben. Das Bundesjustizministerium bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel, dass 95.600 Anträge eingelangt sind. Die Frist zur Geltendmachung gegenüber der Bundesrepublik Deutschland läuft am 15. November 2020 ab. Der Bund stellte hierfür bislang 225 Millionen Euro bereit, wobei erst 35 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Nach Angaben des Ministeriums ist in 23.6000 Fällen das Geld unterwegs. Die Gesamtanzahl der bislang eingebrachten Anträge entspricht in etwa der Hälfte jener, die aufgrund der Pleite des Thomas-Cook-Konzerns aufgrund von Unterversicherung nicht oder nur anteilig durch die Zürich-Versicherung entschädigt wurden.

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Royal Jordanian droht ohne frisches Geld die Liquidation

Die Fluggesellschaft Royal Jordanian befindet sich in einer schwierigen Finanzlage und befindet sich in Gesprächen mit der Regierung, die in einer beschleunigten Bereitstellung von staatlichen Hilfsgeldern münden sollen. CH-Aviation.com berichtet, dass der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young bei der Überprüfung des Zwischenabschlusses per 30. September 2020 festgestellt hat, dass das Unternehmen Verluste in der Höhe von 192,5 Millionen U.S.-Dollar angehäuft hat und die Schulden das Vermögen um 167,7 Millionen U.S.-Dollar überschreiten. Die Prüfer haben daher erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Ernst & Young warnte auch davor, dass Royal Jordanian nach der lokal gültigen Rechtslage liquidiert werden muss, wenn die Verluste 75 Prozent des Kapitals übersteigen. Das kann die Generalversammlung durch eine Kapitalerhöhung oder mittels der Übernahme der Verluste aber verhindern. Das Finanzministerium wird über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 70,5 Millionen U.S.-Dollar beisteuern. Die Mittel sollen spätestens ab 1. Jänner 2021 bereitgestellt werden. Über weitere 32,25 Millionen U.S.-Dollar befindet man sich in laufenden Verhandlungen. Diese sollen in einem Zeitraum von zwei Jahren in Raten ausbezahlt werden. Eine finale Entscheidung ist aber noch nicht erfolgt. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Regierung Jordaniens ihren Flag-Carrier fallen lassen wird.

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Onur Air verschiebt zwei A321neo zu Holiday Europe

Die bulgarische Ferienfluggesellschaft Holiday Europe übernahm kürzlich zwei Maschinen des Typs Airbus A321neo. Diese wurden bislang von Konzernmutter Onur Air in den Farben des Ablegers betrieben. Nun wurden die beiden Jets auf das bulgarische AOC umgemeldet und tragen laut CH-Aviation.com die Registrierungen LZ-HEH und LZ-HEI. Es handelt sich übrigens um die einzigen beiden A321neo, die Onur Air in der Flotte hatte. Holiday Europe wurde gegründet, um dem türkischen Unternehmen einen besseren Zugang zum EU-Markt zu ermöglichen. Der bulgarische Carrier ist auch im Auftrag diverser deutscher Reiseveranstalter, darunter FTI, in der Luft.

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