
Anpassung von Borddurchsagen: Etihad Airways entschuldigt sich nach Protesten aus Taiwan
Die Golf-Fluggesellschaft Etihad Airways hat ihre Skripte für Borddurchsagen überarbeitet und sich nach diplomatischen Protesten offiziell bei der taiwanischen Zivilluftfahrtbehörde entschuldigt. Auslöser war die Beschwerde eines Passagiers auf einem Flug von Abu Dhabi nach Taipeh. Dieser hatte gemeldet, dass die Insel in den chinesischsprachigen Durchsagen bei der Ankunft sowie bei Hinweisen zu Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel als „Taiwan, China“ bezeichnet worden war. Zudem wurde auf angebliche Bestimmungen der chinesischen Regierung verwiesen. Die Flugbegleiter erklärten auf Nachfrage, dass sie lediglich vorgegebene Vorlagen abgelesen hätten. Das taiwanische Außenministerium reagierte umgehend auf den Vorfall und verurteilte die Wortwahl als unakzeptabel und beeinträchtigend für die Eigenständigkeit des Landes. Die Behörden wiesen ihre Vertretung in Dubai sowie die eigene Luftfahrtbehörde an, formellen Protest bei Etihad Airways sowie bei der Vertretung der Vereinigten Arabischen Emirate in Taiwan einzulegen. Daraufhin räumte die Fluggesellschaft in einem Schreiben ein Bedauern ein und betonte, man wolle vermeiden, dass durch missverständliche Formulierungen ein negativer Eindruck von der Fluggesellschaft entstehe. Etihad Airways kündigte an, sämtliche Textvorlagen überprüft und korrigiert zu haben. Zudem wolle die Airline die Kontrollmechanismen für Inhalte verschärfen sowie das Kabinenpersonal entsprechend schulen. Bezeichnungen, die im Widerspruch zum lokalen Sprachgebrauch stehen oder Verwirrung stiften könnten, sollen künftig systematisch vermieden werden. Der Fall zeigt die Sensibilität geopolitischer Begrifflichkeiten im internationalen Luftverkehr, insbesondere für Fluggesellschaften, die Ziele im chinesischsprachigen Raum anfliegen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass internationale Fluggesellschaften im Spannungsfeld zwischen den diplomatischen Vorgaben Pekings und den Anforderungen anderer Märkte agieren. Die Regierung in Peking verlangt von ausländischen Unternehmen regelmäßig die Zuordnung Taiwans zur








