Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Wien und Niederösterreich reformieren Finanzierung des Flugrettungsdienstes

Die Bundesländer Wien und Niederösterreich stellen die Finanzierung des Rettungshubschraubers Christophorus 9 auf eine neue vertragliche Grundlage. Der beim Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC betriebene Hubschrauber wird seit vielen Jahren von beiden Ländern gemeinsam genutzt, wobei die Gesamtkosten bislang pauschal im Verhältnis 50 zu 50 aufgeteilt wurden. Evaluierungsberichte des Einsatzgeschehens zeigten jedoch, dass durchschnittlich rund 80 Prozent der Einsätze auf das Gebiet von Niederösterreich entfallen, während lediglich 20 Prozent im Wiener Stadtgebiet absolviert werden. Die zuständigen Landesräte Peter Hacker für Wien sowie Anton Kasser und Eva Prischl für Niederösterreich gaben nun den schrittweisen Übergang zu einer verbrauchsabhängigen Abrechnung bekannt. Ab dem Jahr 2028 soll die Finanzierung über eine verbindliche Vereinbarung gemäß Artikel 15a der Bundes-Verfassungsgesetzgebung geregelt werden. Die Abrechnung erfolgt dann nicht mehr über Fixkostenpauschalen, sondern exakt auf Basis der tatsächlich geflogenen Flugminuten im jeweiligen Hoheitsgebiet. Für das Übergangsjahr 2027 bleibt der formale 50:50-Schlüssel zwar bestehen, Niederösterreich leistet jedoch eine Einmalzahlung in Höhe von 500.000 Euro an Wien, um das bestehende Ungleichgewicht bei den Betriebskosten vorübergehend auszugleichen. Der Stützpunkt am ÖAMTC-Mietflugplatz in Wien-Simmering bleibt personell und organisatorisch in der bewährten Struktur erhalten. Der ÖAMTC stellt die Fluggeräte sowie das Pilotpersonal, während die Sanitäter von der Wiener Berufsrettung (MA 70) gestellt werden. Die Notärzte werden in Kooperation zwischen der Berufsrettung und dem Wiener Gesundheitsverbund rekrutiert. Die Anpassung des Kostenschlüssels soll die Transparenz in den Budgets der beiden Bundesländer erhöhen und eine verursachergerechte Zuordnung der Ausgaben für den Rettungsdienst gewährleisten. Kritische Stimmen im Gesundheitsbereich weisen darauf hin, dass die rein minutenbasierte Abrechnung ab

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LH 430: Medizinischer Notfall zwingt Lufthansa-Jumbojet zur Umkehr nach Glasgow

Ein Langstreckenflug der Deutschen Lufthansa von Frankfurt am Main nach Chicago hat am 20. August 2026 wegen eines medizinischen Notfalls an Bord unterbrochen werden müssen. Die Maschine des Typs Boeing 747-8 mit 358 Passagieren und der Besatzung befand sich bereits über dem Nordatlantik, als sich der Gesundheitszustand eines Fluggastes akut verschlechterte. Die Flugkapitäne erklärten daraufhin eine Luftnotlage, um eine bevorzugte Landeerlaubnis auf dem nächstgelegenen geeigneten Flughafen zu erhalten. Die Maschine setzte schließlich auf dem internationalen Flughafen Glasgow in Schottland auf, wo der betroffene Passagier umgehend an den örtlichen Rettungsdienst übergeben wurde. Deklaration der Notlage und Ausweichlandung in Schottland Der Flug LH 430 war am späten Vormittag mit rund dreißigminütiger Verzögerung um 11:24 Uhr in Frankfurt gestartet. Während des Fluges in Richtung Nordamerika trat die gesundheitliche Komplikation auf. Wie eine Unternehmenssprecherin der Lufthansa bestätigte, erforderte die medizinische Dringlichkeit das Ausrufen des Luftnotfalls, um den Landeanflug auf den Flughafen Glasgow ohne zeitliche Verzögerungen durch den regulären Luftverkehr abzuwickeln. Gegen 14:25 Uhr deutscher Zeit landete das vierstrahlige Großraumflugzeug sicher auf dem schottischen Flughafen. Rettungskräfte und ein Notarzt standen auf dem Rollfeld bereit, um den Patienten unmittelbar nach dem Aufsetzen zu übernehmen und für die Weiterbehandlung in ein örtliches Krankenhaus zu transportieren. Zum Alter und der genauen Diagnose des erkrankten Fluggastes machte die Fluggesellschaft mit Verweis auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Angaben. Überschreitung der maximalen Arbeitszeiten führt zum Flugabbruch Ursprünglich war vorgesehen, die Reise nach der Erstversorgung des Passagiers, dem Ausladen seines Gepäcks sowie der anschließenden Betankung des Flugzeugs in Richtung Chicago fortzusetzen.

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Erhöhte Krebssterblichkeit durch kosmische Strahlung bei Flugpersonal: Studie belegt Berufsrisiko

Flugbegleiter und Piloten weisen in den USA unter mehr als 500 untersuchten Berufsgruppen den höchsten Anteil an Todesfällen durch strahlenbedingte Krebserkrankungen auf. Dies ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung unter der Leitung von Dr. Vishal Patel von der Harvard Medical School, die am 17. August 2026 in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde. Demnach übertrifft die prozentuale Sterblichkeit durch diese Tumorarten im Bordpersonal sogar jene von Beschäftigten im Nuklearsektor, die direkt mit radioaktiven Materialien arbeiten. Die Befunde lösen erneute Debatten über arbeitsrechtliche Schutzvorschriften, Dosisgrenzwerte und die medizinische Überwachung von Flugpersonal auf internationalen Strecken aus. Statistische Erhebung und Vergleich verschiedener Berufsgruppen Die Forschungsgruppe wertete Daten des US-amerikanischen National Vital Statistics System aus und analysierte knapp 13 Millionen Sterbeurkunden aus dem Zeitraum von 2020 bis 2024. In die Analyse flossen die Angaben von 503 Berufsgruppen ein, darunter rund 14.000 Piloten und etwa 7.000 Flugbegleiter. Die Forscher bereinigten die Daten um statistische Einflussfaktoren wie Alter bei Todeseintritt, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Bildungsgrad und Familienstand. Untersucht wurden Krebsarten, die wissenschaftlich mit ionisierender Strahlung in Verbindung gebracht werden, darunter Leukämie, Lymphome, multiples Myelom sowie Tumore der Haut, Brust, Schilddrüse, Prostata und des zentralen Nervensystems. Lungenkrebs wurde bewusst aus der Auswertung ausgeschlossen, um Verzerrungen durch das Rauchverhalten zu vermeiden. Die Ergebnisse zeigen, dass strahlenbedingte Krebserkrankungen bei Flugbegleitern für etwa 6,9 Prozent und bei Piloten für rund 6,7 Prozent aller Todesfälle verantwortlich waren. In der allgemeinen arbeitenden Bevölkerung lag dieser Wert bei 5,0 Prozent. Damit ist statistisch etwa jeder 14. Todesfall bei Flugbegleitern auf eine strahlenassoziierte Krebserkrankung

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Bieterverfahren für den Großflughafen Bishoftu in Äthiopien: Chinesische Baukonzerne dominieren die Auswahlliste

Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat die Auswahlliste der vorqualifizierten Unternehmen für den Bau des neuen internationalen Flughafens in Bishoftu veröffentlicht. Bei dem Infrastrukturprojekt mit einem veranschlagten Gesamtvolumen von rund 12,5 Milliarden US-Dollar stellen Unternehmen aus der Volksrepublik China oder Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischer Beteiligung die deutliche Mehrheit der Bieter. Neben den chinesischen Baukonzernen haben es auch Konsortien und Einzelunternehmen aus der Türkei, Italien, Frankreich, Katar, Südkorea, den USA, Portugal, Russland, Indien sowie eine äthiopisch-dschibutische Eisenbahngesellschaft auf die Liste geschafft. Die finale Vergabe der Bauaufträge wurde auf Antrag mehrerer Bieter auf Anfang Januar 2027 verschoben, um den Konsortien mehr Zeit für die Ausarbeitung ihrer technischen Angebote und die Sicherung der komplexen Finanzierungsstrukturen einzuräumen. Dominanz chinesischer Staatskonzerne auf der Qualifikationsliste Das Bieterfeld für das Großprojekt zeigt eine deutliche Konzentration chinesischer Bau- und Ingenieurunternehmen. Zu den qualifizierten Bewerbern gehören unter anderem die China Communications Construction Company, die China Road and Bridge Corporation, die China Civil Engineering Construction Corporation sowie die Beijing Construction Engineering Group und die Beijing Urban Construction Group. Ebenfalls vertreten sind die China Construction Eighth Engineering Division, die China First Highway Engineering Company, die China National Aero-Technology International Engineering Corporation, die China Railway Beijing Engineering Group und die Shandong Luqiao Group. Chinesische Bauunternehmen verfügen über eine langjährige Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent und haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Großprojekte in Äthiopien realisiert, darunter Eisenbahnlinien, Straßennetze und öffentliche Gebäude. Die starke Präsenz auf der Auswahlliste unterstreicht die gewachsene Rolle Pekings beim Ausbau der afrikanischen Transport- und Logistikinfrastruktur. Internationale Konkurrenz und Strukturierung

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Wizz Air eröffnet Basis in Brașov und erweitert Deutschland-Flüge

Die Low-Cost-Fluggesellschaft Wizz Air baut ihr Streckennetz zwischen Rumänien und Deutschland aus. Ab Dezember 2026 nimmt die Airline eine neue Direktverbindung vom Flughafen Brașov-Ghimbav im Zentrum Siebenbürgens zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden auf. Parallel dazu erhöht die Fluggesellschaft die Flugfrequenzen auf der bereits bestehenden Route zwischen Brașov und Nürnberg. Anlass für die Angebotserweiterung ist die Entscheidung des Unternehmens, am Standort Brașov eine feste operative Basis einzurichten und dort dauerhaft ein Flugzeug des Typs Airbus A321neo zu stationieren. Der Flughafen Brașov-Ghimbav, der erst im Sommer 2023 als erster neu gebauter Flughafen Rumäniens seit mehr als fünf Jahrzehnten den Betrieb aufnahm, gewinnt durch die Stationierung eines festen Flugzeugs deutlich an operativer Stabilität. Durch die Präsenz der Maschine vor Ort werden frühe Abflugzeiten ermöglicht, was die Pünktlichkeit im gesamten Streckennetz verbessern soll. Die Anbindung an den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zielt vorrangig auf den Markt für Familien- und Heimkehrreisen sowie auf den touristischen Verkehr zwischen Südwestdeutschland und Rumänien ab. Mit dem Einsatz des Airbus A321neo wählt die Airline ihr größtes Standardmodell im Schmalrumpfsegment, das mit bis zu 239 Sitzplätzen ausgestattet ist. Die Entscheidung setzt eine kontinuierliche Nachfrage auf den Strecken zwischen Deutschland und Mittel- sowie Osteuropa voraus, um die Maschinen wirtschaftlich auszulasten. Branchenanalysten verweisen darauf, dass Wizz Air in der Region in direktem Wettbewerb mit Anbietern wie HiSky oder Dan Air steht, die den jungen Flughafen Brașov ebenfalls bedienen, was den Preisdruck auf den Strecken hoch hält. Die Eröffnung der neuen Basis unterstreicht den Fokus von Wizz Air auf das Wachstum in sekundären Märkten Osteuropas. Für die

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Entscheidung über Teilprivatisierung von TAP Air Portugal rückt näher

Die portugiesische Regierung steht vor dem Abschluss des Bieterverfahrens zur Teilprivatisierung der staatlichen Fluggesellschaft TAP Air Portugal. Wie aus Verhandlungskreisen und Berichten portugiesischer Medien hervorgeht, wird eine Grundsatzentscheidung der Regierung in Lissabon für September 2026 oder Oktober 2026 erwartet. Mit der Deutschen Lufthansa und dem französisch-niederländischen Konzern Air France-KLM haben zwei der führenden europäischen Luftfahrtgruppen verbindliche Angebote für die Übernahme von Gesellschaftsanteilen eingereicht. Gegenstand des Verfahrens ist der Verkauf von insgesamt 49,9 Prozent der Anteile an einen Investor sowie die Übertragung von fünf Prozent an die Belegschaft der Airline. Trotz eines erwarteten Erlöses im Milliardenbereich wird die Transaktion die in den vergangenen Jahren aufgewendeten staatlichen Stützungsgelder voraussichtlich nicht vollständig abdecken. Valuation und Ertragserwartungen im Privatisierungsprozess Nach Berechnungen des portugiesischen Wirtschaftsmediums Eco wird der Unternehmenswert von TAP Air Portugal im Rahmen der vorliegenden Angebote auf insgesamt 1,95 Milliarden Euro bis 2,07 Milliarden Euro taxiert. Durch den Konkurrenzkampf zwischen den beiden Bietern rechnet der portugiesische Staat bei einem Verkauf von 49,9 Prozent des Kapitals mit Einnahmen im Bereich von 1,12 Milliarden Euro bis 1,24 Milliarden Euro. Diesen potenziellen Einnahmen stehen beträchtliche Mittel der öffentlichen Hand gegenüber, die zur Restrukturierung und Stabilisierung der Fluggesellschaft aufgewendet werden mussten. In den vergangenen Jahren schoss der Staat Rettungskredite und Eigenkapitalhilfen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro ein. Während der weltweiten Reisebeschränkungen in der Pandemie wurden weitere 569 Millionen Euro an staatlicher Unterstützung gewährt. Unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen belaufen sich die Gesamtausgaben des Staates nach Finanzanalysen auf rund 3,34 Milliarden Euro. Selbst bei Erreichen des oberen Endes

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IT-Ausfall bei IndiGo: Buchungs- und Check-in-Systeme der indischen Fluggesellschaft gestört

Beim indischen Marktführer IndiGo ist es am Mittwoch zu erheblichen technischen Problemen in den IT-Systemen gekommen. Auf der Website der Fluggesellschaft konnten Passagiere zeitweise keine Flugbuchungen durchführen; bei der Flugsuche wurde stattdessen die Fehlermeldung „keine Daten verfügbar“ angezeigt. Der Systemausfall betraf mehrere Regionen des Landes, wie Stichproben in indischen Großstädten bestätigten. Auch externe Reisebuchungsplattformen meldeten Schnittstellenprobleme zu den Systemen der Airline, wodurch Ticketverkäufe und Umbuchungen über Drittanbieter ebenfalls blockiert wurden. Zusätzlich zu den Einschränkungen beim Ticketkauf war der Online-Check-in für bereits gebuchte Fluggäste zeitweise nicht erreichbar. Zahlreiche Passagiere äußerten über soziale Netzwerke ihren Unmut, da es an den Flughäfen durch den Ausfall der digitalen Abfertigungskanäle zu längeren Wartezeiten an den Manuell-Schaltern kam. Das Management der Fluggesellschaft arbeitete an der Behebung der Störung, um die Funktionsfähigkeit der Reservierungs- und Passagierdatenbanken wiederherzustellen. Der Vorfall trifft die Fluggesellschaft in einer Phase erhöhter Sensibilität hinsichtlich ihrer operativen Stabilität. Bereits im vergangenen Dezember war IndiGo massiv in die Kritik geraten, als Fehler in der Dienst- und Einsatzplanung der Crew-Kapazitäten zu einem großflächigen Kollaps des Flugbetriebs führten. Damals mussten rund 4.500 Flüge innerhalb kurzer Zeit abgesagt werden. Der erneute IT-Zwischenfall wirft Fragen bezüglich der Ausfallsicherheit und Redundanz der digitalen Infrastruktur des Unternehmens auf. IndiGo wickelt einen Großteil des indischen Inlandsflugverkehrs ab, weshalb Störungen der Buchungssysteme rasch erhebliche Auswirkungen auf den gesamten nationalen Luftverkehrsmarkt haben. Ob der aktuelle Systemausfall Folgewirkungen auf den Flugplan der kommenden Tage nach sich zieht, hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der die Datenbankschnittstellen vollständig stabilisiert werden können.

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Tuifly Nederland plant erweitertes Sommerprogramm für 2027

Die niederländische Fluggesellschaft Tuifly Nederland plant für die Sommersaison 2027 eine Aufstockung ihres Flugangebots und ihrer Passagierkapazitäten. Nach Unternehmensangaben soll das Streckennetz durch eine höhere Frequenz auf stark frequentierten Routen ausgebaut werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den karibischen ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao, auf denen die Sitzplatzkapazitäten bereits ab April 2027 schrittweise erhöht werden sollen. Parallel zur Kapazitätserweiterung leitet die Fluggesellschaft einen Austausch innerhalb ihrer Mittelstreckenflotte ein. Die derzeit sechs betriebenen Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 sollen im Laufe des Jahres 2027 durch die größere Variante Boeing 737 Max 10 ersetzt werden. Das erste für Tuifly vorgesehene Exemplar befindet sich im Boeing-Werk in Renton nahe Seattle in der Fertigung. Die Auslieferung und Inbetriebnahme des Musters ist unter dem Vorbehalt der behördlichen Zertifizierung durch die Luftfahrtaufsichtsbehörden für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Der Wechsel auf das größte Modell der Max-Familie ermöglicht der Airline eine Steigerung der Sitzplatzkapazität pro Flug ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Start- und Landerechte. Allerdings birgt die Flottenumstellung operative Risiken. Die Zulassung der Boeing 737 Max 10 hat sich durch strenge Nachprüfungen der internationalen Luftfahrtbehörden bereits mehrfach verzögert. Sollte es zu erneuten Verzögerungen im Zertifizierungsprozess kommen, könnte dies die Flugplanungen der Airline für das Frühjahr 2027 beeinträchtigen und den Einsatz von Ersatzkapazitäten erforderlich machen. Die Erhöhung des Frequenzangebots auf den Karibikrouten verdeutlicht den Fokus der Muttergesellschaft Tui Group auf renditestarke Lang- und Mittelstrecken im Urlaubssegment. Wie nachhaltig das erweiterte Sitzplatzangebot am Markt platziert werden kann, hängt von der Preisentwicklung im Ferientourismus sowie den operativen Flugzeugzulaufzeiten beim

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Unterbrechung des Sommerskibetriebs: Stilfser Gletscher stellt Liftbetrieb wegen Hoher Temperaturen ein

In den italienischen Alpen hat das Sommerskigebiet am Stilfser Joch seinen Skibetrieb am 15. August 2026 vorübergehend eingestellt. Der Betreiber SIFAS begründete die Entscheidung mit anhaltenden Hitzewellen, unzureichender nächtlicher Abkühlung und Unwettern. Da die Temperaturen selbst im hochalpinen Bereich zwischen 2750 und 3450 Metern Höhe tagsüber bis zu 16 Grad erreichten und nachts kaum unter neun Grad fielen, konnte die Schneedecke nicht mehr ausreichend gefrieren. Dies führte zu einer Beeinträchtigung der Pistenstabilität und der Sicherheitsstandards, weshalb die Aufstiegsanlagen für den Skisport vorerst ruhen. Die temporäre Schließung reiht sich ein in eine Abfolge von Betriebseinstellungen in den Alpen. Bereits in den vergangenen Jahren hatten andere europäische Gletschergebiete wie Zermatt, Saas-Fee, der Hintertuxer Gletscher oder Tignes ihren Sommerbetrieb schrittweise verkürzt, pausiert oder eingestellt. Das Areal am Stilfser Joch galt bis Mitte August als eine der letzten Anlagen auf der Nordhalbkugel, die im Hochsommer noch regulären Pistensport über Aufstiegsanlagen anbot. Während der Skibetrieb ausgesetzt ist, bleibt die Seilbahn für den allgemeinen Ausflugs- und Wandertourismus weiterhin geöffnet. Die Aussetzung des Betriebs hat unmittelbare Auswirkungen auf den alpinen Leistungssport. Zahlreiche Nationalmannschaften und Nachwuchskader nutzten die hochgelegenen Gletscherpisten in den Sommermonaten traditionell für das Materialtraining und die Saisonvorbereitung. Der Ausfall dieser Trainingsflächen zwingt die Sportverbände zum Ausweichen auf Hallenanlagen mit Kunstschnee oder zur Verlegung von Trainingseinheiten auf die Südhalbkugel, was mit erhöhten logistischen und finanziellen Aufwänden verbunden ist. Der Betreiber hält eine Wiedereröffnung der Pisten im Herbst offen, sofern ein Absinken der Temperaturen und Neuschnee eine Stabilisierung der Schneeauflage ermöglichen. Der Vorfall unterstreicht jedoch die zunehmende

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Eurowings Biz-Class-Sitze auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken ein

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings überarbeitet ihr Angebot im höherpreisigen Segment auf Kurz- und Mittelstrecken. Im Rahmen der Veröffentlichung des Winterflugplans 2026/2027 kündigte die Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns die Einführung des sogenannten Premium Biz Seat an. Hierbei handelt es sich um eine fest installierte Sitzkonfiguration in den ersten beiden Reihen von Flugzeugen des Typs Airbus A320neo, bei der die bisherige Bestuhlung durch breitere Einzelsitze ersetzt wird. Damit weicht das Unternehmen auf ausgewählten Verbindungen von der in Europa üblichen Praxis ab, in der Business Class lediglich den mittleren Sitz einer Dreiher-Sitzreihe frei zu lassen. Der Verkauf der Flugscheine für die umgebauten Kabinenbereiche ist gestartet, der reguläre Einsatz der modifizierten Maschinen soll am 1. Dezember 2026 beginnen. Veränderung der Raumaufteilung in der Airbus A320neo-Flotte Die technische Umgestaltung betrifft die vorderen zwei Sitzreihen der Flugzeuge des Typs Airbus A320neo. Durch den Einbau des Sitzmodells Comoda des italienischen Herstellers Geven wird die klassische Anordnung von sechs Sitzen pro Reihe (3-3-Bestuhlung) auf vier Sitze pro Reihe (2-2-Bestuhlung) reduziert. In den ersten zwei Reihen verringert sich die Gesamtkapazität dadurch von 18 auf acht Sitzplätze. Die neuen Einzelsitze bieten eine breitere Sitzfläche, verstellbare Beinablagen, eine stärkere Neigung der Rückenlehne sowie integrierte USB-Ladeanschlüsse. Der Schritt folgt auf eine Testphase, die das Unternehmen im November 2025 auf der Mittelstreckenverbindung zwischen Berlin und Dubai begonnen hatte. Nach Auswertung der Kundenbefragungen und Auslastungszahlen entschied die Unternehmensführung um Geschäftsführer Max Kownatzki, die Konfiguration auf die gesamte Flotte des Typs A320neo auszuweiten. Der Einbau der neuen Sitze in den betroffenen Flugzeugen soll im Verlauf des

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