Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Estland unterstützt Nordica mit 22 Millionen Euro

Die Regierung Estlands beabsichtigt Nordica und die operative Tochtergesellschaft Xfly (vormals Regional Jet) mit 22 Millionen Euro zu unterstützen. Der Kapitalzuschuss soll in Form neuer Aktien erfolgen. Die Mittel müssen zur Bezahlung laufender Schulden und Leasing- sowie Wartungskosten verwendet werden. Nordica wurde als Nachfolger der insolventen Estonian Air ins Leben gerufen. Ein eigenes AOC hat man nicht, denn die operative Durchführung erfolgte zunächst durch Adria Airways. Später erhielt die Tochter Regional Jet (heute Xfly) eigene Zertifikate. Neuer Kooperationspartner war dann die polnische LOT, denn alle Flüge wurden unter diesen Flugnummern vermarktet. Im Vorjahr wurden die Verbindungen unter der Marke Nordica aufgegeben. Teilhaber LOT führt jedoch einige Verbindungen fort. Xfly ist für diverse Fluggesellschaften als ACMI-Partner tätig. Beispielsweise fliegt man im Auftrag von SAS und LOT. Das polnische Unternehmen hält 49 Prozent an der Nordic Aviation Group. Die Mehrheit befindet sich im Eigentum des Staats Estland. Zuletzt gab es in der lokalen Politik Bestrebungen, dass der polnische Partner herausgekauft werden soll und Nordica wieder unter eigener Marke ab Estland aktiv werden soll.

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HiSky Europe kündigt Iasi-Frankfurt an

Das Startup HiSky Europe kündigte an, dass in Iasi eine Maschine des Typs Airbus A320 stationiert wird. Mit diesem Flugzeug sollen die Ziele Frankfurt am Main, London-Stansted und Dublin bedient werden. Das Unternehmen versucht als HiSky in Moldawien ein AOC zu erlangen und gleichzeitig in Rumänien mit der Tochter HiSky Europe. Ein exakter Termin für den Start wurde noch nicht genannt. Jedenfalls tritt man in Iasi in einen harten Wettbewerb mit Wizzair und Blue Air sowie Tarom. Die beiden Billigfluggesellschaften bedienen bereits diverse Routen ab diesem Airport, darunter auch London-Luton. Wizzair kündigte erst kürzlich die Aufnahme weiterer Strecken ab Iasi an.

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Absage: Keine Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle

Die kommenden Monate dürften für Norwegian Air Shuttle besonder schwierig werden, denn Verkehrsministerin Iselin Nyboe erklärte, dass man ein Ersuchen um milliardenschwere staatliche Unterstützung erhalten habe, jedoch dies für nicht verantwortungsvoll halte. Gegenüber Reuters News sagte das Regierungsmitglied, dass Staatshilfe für Norwegian Air Shuttle „keine verantwortungsvolle Investition von Steuergeldern“ wäre. Dabei verwies sie auch darauf, dass das Unternehmen bereits vor der Corona-Pandemie rote Zahlen eingeflogen hat und über die Jahre hinweg einen hohen Schuldenberg angehäuft hat. Mit Hilfe vom Staat kann der Billigflieger den jüngsten Äußerungen der norwegischen Verkehrsministerin nach nicht rechnen. Im Mai 2020 wurde allerdings ein staatlich garantierter Kredit in der Höhe von 329 Millionen U.S.-Dollar gewährt. Wie Norwegian Air Shuttle nun mit dem „Korb“ der Regierung umgehen wird, ist noch unklar. In einem Statement schreibt man zwar, dass die Situation derzeit evaluiert wird und möglicherweise der Verkauf weiterer Flugzeuge ins Auge gefasst wird, jedoch wird man dabei nicht konkret. Mitleid scheint Nyboe übrigens nicht zu haben, denn gegenüber Reuters sagte sie auch: „Die Airline-Industrie wird wahrscheinlich ausreichend Verbindungen anbieten und wir werden auch in Zukunft einen gesunden Wettbewerb sehen“.

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Deutschland: Keine Beförderung ohne Online-Voranmeldung

Seit Sonntag gelten für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die umstrittenen neuen Bestimmungen. Diese schreiben vor, dass Personen, die sich in den letzten zehn Tagen in einem so genannten Risikogebiet aufgehalten haben, für zehn Tage in Quarantäne müssen. Das Vorliegen einer negativen Testung, die nicht älter als 48 Stunden sein darf, verkürzt die Absonderung auf fünf Tage, entbindet jedoch nicht vor dieser. Neu ist auch, dass die bisherigen „Aussteigekarten“ durch eine Online-Reisevoranmeldung ersetzt wurden. Die PDF-Datei, die am Ende des Vorgangs bereitgestellt wird, muss während der Reise mitgeführt werden. Die Behörden schreiben in ihren Informationen rund um das neue Tool, dass Beförderungsunternehmen das Vorhandensein des PDFs kontrollieren müssen und bei Missachtung der Vorschrift das Einsteigen verweigern können. Parallel dazu dehnte die deutsche Bundesregierung ihre Reisewarnungen weiter aus. Seit Sonntag ist ganz Italien als Risikogebiet eingestuft. Weiters traf des Festland-Portugal, mit wenigen Ausnahmen das gesamte Gebiet von Schweden und Dänemark (ausgenommen Grönland und Färöer) sowie Nordgriechenland und die Region Athen. Norwegen, Estland, Lettland und Litauen wurden nun ebenfalls als Risikogebiet eingestuft. Personen, die aus diesen Ländern kommend (oder sich in den letzten zehn Tagen dort aufgehalten haben) nach Deutschland einreisen, müssen seit Sonntag zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen PCR-Test kann diese auf fünf Tage verkürzt werden.

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Finnair übernimmt drei A350 zwei Jahre später

Das Oneworld-Mitglied Finnair wird drei Langstreckenjets des Typs Airbus A350-900 später übernehmen. Darauf einigten sich die Airline und der europäische Flugzeugbauer. Finnair spart damit kurzfristig etwa 200 Millionen Euro ein. Ursprünglich hätten die Langstreckenmaschinen ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres übergeben werden sollen. Dies wird nun um zwei Jahre nach hinten verschoben. Finnair erklärt dazu, dass die spätere Übernahme der drei Airbus A350-900 Teil der Maßnahmen, die den Erhalt des Unternehmens sicherstellen sollen, ist.

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British Airways setzt Gatwick-Flüge aus

Aufgrund der anhaltend geringen Nachfrage, die auch den harten Einreise- und Quarantänebestimmungen des Vereinigten Königreichs geschuldet ist, wird British Airways temporär das gesamte Angebot am Flughafen London-Gatwick aussetzen. Streckennetzweit sollen im November 2020 deutlich mehr Maschinen am Boden bleiben. „Dies bedeutet weit weniger Flüge als wir uns im November erhofft hatten und bedeutet, mehr unserer Flugzeuge zu landen, einschließlich der Unterbrechung aller Flüge von Gatwick bis Dezember”, zitiert Sky News aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter. Die Kurzarbeit soll daher ausgedehnt werden. Rund 80 Prozent der Lohnkosten werden dabei von der britischen Regierung übernommen. Diese verlautbarte erst kürzlich, dass das Programm bis zumindest März 2021 fortgeführt werden soll. British Airways wird im Winter 2020/21 ein Minimalprogramm anbieten.

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Einigung bei Swiss: Weniger Lohn für Flugbegleiter

Die Fluggesellschaft Swiss und die Kabinengewerkschaft Kapers konnten sich auf ein Sparpaket einigen. Dieses tritt im März 2021 in Kraft und ist vorerst bis Ende 2023 befristet. Demnach sollen die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter im Schnitt um zehn Prozent weniger Lohn bekommen. Nach Ablauf dieser Vereinbarung soll der momentan gültige Tarifvertrag bis zumindest 2025 fortgeführt werden. Das Kabinenpersonal stellt bei Swiss die personenmäßig größte Gruppe der Belegschaft dar. Weiters soll es für die Flugbegleiter verschiedene Möglichkeiten geben, die den freiwilligen Austritt aus dem Unternehmen schmackhaft machen sollen. Dazu zählen beispielsweise vorzeitige Pensionierungen, aber auch Altersteilzeit. Unterm Strich sollen die Kosten um rund zehn Prozent gesenkt werden.

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Allerletzter Tegel-Flug wegen Corona ohne Besucher

Am 8. November 2020 wird Air France gegen 15 Uhr 00 den letzten Flug ab Berlin-Tegel durchführen. Dieses Ereignis ist allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Betreibergesellschaft teilte mit, dass nur Inhaber von Tickets für diesen Flug sowie akkreditierte Medien das Areal betreten dürfen. Das Ereignis wird jedoch vom Rundfunk Berlin-Brandenburg live übertragen. Die Air France absolvierte am 2. Januar 1960 den ersten Linienflug nach Tegel mit einer Lockheed Super Constellation. Sechzig Jahre später schließt sich der Kreis, denn am 8. November um 15.00 Uhr startet ein Flugzeug der französischen Airline zum allerletzten Mal ab TXL in Richtung Paris. Morgen, Samstag 7. November 2020, verlassen die letzten Linienflüge den Flughafen Tegel. Am Sonntag, den 8. November 2020, schließt der Flughafen Berlin-Tegel, kurz TXL. Damit wird der gesamte Flugverkehr in der Hauptstadtregion am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt konzentriert. In der Nacht vom 7. auf den 8. November findet die dritte und letzte große Umzugswelle statt. 31 Airlines ziehen zum BER, darunter die Lufthansa-Gruppe mit Austrian, Swiss und Brussels Airlines sowie Air France und British Airways. Alle Airlines, die zum letzten Mal ab TXL fliegen, werden gebührend mit einer traditionellen Wasserfontäne der Feuerwehr verabschiedet. Die Lufthansa wird auf ihren allerletzten Flügen von und nach TXL (LH1954 München-Berlin bzw. LH1955 Berlin-München) ein Großraumflugzeug des Typs Airbus A350-900 einsetzen. Für den letzten Tag des Linienbetriebs wurden zudem mehrere Sonder- und Rundflüge ab TXL durch verschiedene Veranstalter organisiert. Die Flüge werden durch Eurowings und Sundair durchgeführt. Lesetipp: Fotoreportage “Danke, Berlin-Tegel!”

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VC: „Gipfel blieb deutlich hinter den Ewartungen zurück“

Auch die Vereinigung Cockpit ist mit dem Ausgang des vom deutschen Verkehrsminister einberufenen Luftverkehrsgipfel nicht glücklich. Die Gewerkschaft teilte mit, dass “das Treffen aus der Sicht der Pilotinnen und Piloten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist”. Die Agenda und die Statements der politischen Vertreter lassen klarere Bekenntnisse zum Ziel des umfassenden Erhalts von Arbeitsplätzen in der Luftfahrt vermissen. Die VC kritisiert vor allem, dass Arbeitnehmerinteressen beim Luftverkehrsgipfel nur am Rande gestreift wurden. Die Politik hat sich stattdessen, wie auch aus der Teilnehmerliste ersichtlich ist, sehr stark auf die Unternehmen konzentriert. Die Anliegen der Hundertausenden Beschäftigten und ihrer Familien wurden weitgehend außer Acht gelassen. Der Berufsverband der Verkehrspiloten lehnt diesen einseitigen Fokus auf die Arbeitgeberinteressen ab. Die oftmals hochspezialisierten Fachkräfte und ihre Fähigkeiten werden dringend gebraucht. Ohne sie kann das Wiederhochfahren des Systems Luftfahrt nach der Krise nicht gelingen. Daher müssen dringend Initiativen zur Aufrechterhaltung von Qualifikationen und Berechtigungen gestartet werden. „Wir erwarten von der Politik, dass die Gewerkschaften stärker und enger eingebunden werden“, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit, nach dem Gipfel, an dem er auch selbst teilnahm. „Für uns als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es völlig klar, dass wir durch diese Krise nur gesamtgesellschaftlich kommen. Wir brauchen den  Schulterschluss zwischen Politik, Unternehmen und Belegschaften. Wir müssen uns gemeinsam auf das Durchstehen der Krise und dann auf die Zukunft des Luftverkehrs konzentrieren. Die jetzige Situation darf von keiner Seite für eigene Zwecke ausgenutzt werden.“ADV-Präsident Stefan Schulte begrüßt die heutigen Ergebnisse des Spitzengespräches: „Heute ist ein wichtiger Tag für den

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Lufthansa startet Schnelltests auf München-Hamburg

Nach Austrian Airlines startet auch die Konzernmutter Lufthansa einen ersten Probelauf mit Antigen-Schnelltests. Ab 12. November 2020 sollen Passagiere auf ausgewählten Kursen zwischen München und Hamburg kostenfrei getestet werden. Wer daran nicht teilnehmen möchte, kann laut Kranich ohne Mehrkosten umbuchen. In enger Zusammenarbeit mit dem Münchener und Hamburger Flughafen sowie mit den Biotech-Unternehmen Centogene und dem medizinischen Versorgungszentrum der Medicover Gruppe, MVZ Martinsried, bietet die Airline ihren Kunden auf zwei täglichen Flügen die Möglichkeit, sich vor Abflug kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen. Fluggäste, die sich nicht testen lassen möchten, werden ohne Zusatzkosten auf einen Alternativflug umgebucht. Erster Testflug mit 100 Prozent negativ getesteten Fluggästen ist LH2058, der München um 9.10 Uhr Richtung Hamburg verlässt. Der zweite tägliche Flug, auf dem alle Gäste getestet werden, ist LH2059 von Hamburg nach München. Nach erfolgtem Test bekommen die Kunden innerhalb von 30 bis 60 Minuten ihr Testergebnis. Erst bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses wird die Bordkarte freigeschaltet und der Zutritt zum Flugsteig ermöglicht. Alternativ können Fluggäste einen negativen PCR-Test, der bei Abflug nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen. Lufthansa kümmert sich um den kompletten Schnelltestablauf. Für den Fluggast entstehen keine Extrakosten. Er muss sich lediglich im Vorfeld registrieren und etwas mehr Zeit vor Abflug einplanen. „Mit unserer Teststrategie verfolgen wir das Ziel, durch die gewonnenen Daten wichtige Erkenntnisse im Umgang mit Schnelltests zu sammeln. Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann der Schlüssel zum Wiederbeleben des internationalen Flugverkehrs werden“, sagt Christina Foerster, Vorstand Lufthansa Group Customer, IT & Corporate Responsibility.

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