Jan Gruber

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Jan Gruber

SkyUp will Antonow-Jets nur mit Subventionen

Der ukrainische Billigfluggesellschaft SkyUp Airlines kann sich durchaus vorstellen Maschinen aus dem Hause Antonow in die Flotte aufzunehmen. Allerdings setzt dafür Firmenchef Dmitry Seroukhov Bedigungen. Beispielsweise muss der Kaufpreis mit Flugzeugen anderer Hersteller vergleichbar sein. Sollte dies nicht der Fall sein, so würde man nur dann Antonow-Jets in die Flotte aufnehmen, wenn der Staat dies finanziell unterstützt. Dies könnte man beispielsweise mittels staatlich geförderter Leasingraten umsetzen. „SkyUp ist dazu bereit als Antonow-Botschafter die Jets durch die Welt zu fliegen“, so der Manager gegenüber Liga.net. Die ukrainische Regierung prüft derzeit einen neuen Flagcarrier in die Luft zu bringen. Dieser soll mit Maschinen aus heimischer Produktion fliegen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, jedoch wird sondiert, ob SkyUp Airlines diesen Zweck erfüllen könnte. Dazu kommt, dass SkyUp auch darauf hofft, dass Hilfen für die Verdienstausfälle aufgrund der Corona-Pandemie geleistet werden. Der Carrier suchte nach Angaben von Seroukhov darum bereits im April 2020 an, erhielt jedoch bislang noch keine Zu- oder Absage. Man rechnet damit, dass bis Ende des Jahres Darlehen oder Kreditgarantieren für SkyUp und Mitbewerber gewährt werden.

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Alliance-Airlines: E190 ersetzen Ex-AUA-Fokker-Jets

Der weltgrößte Betreiber von Maschinen des nicht mehr existierenden Flugzeugbauers Fokker, Alliance Airlines, übernahm vergangene Woche den ersten Embraer 190. Damit wird die Erneuerung der Flotte eingeleitet. Eine fabrikneue Maschine ist es allerdings nicht, denn es handelt sich um ein 11,5 Jahre altes Gebrauchtflugzeug. Gegenüber der in die Jahre gekommenen Fokker ist das jedoch vergleichsweise jung. Viele Fokker 70/100, die vormals bei Tyrolean Airways und Austrian Airlines im Einsatz waren, fliegen derzeit für Alliance Airlines. Auch einige Helvetic-Fokker-100 fanden ihren Weg nach Downunder. Alliance Airlines wird insgesamt 14 Embraer 190 einflotten. Diese wurden bei Azorra Aviation erworben. Weiters hält der Regio-Carrier Optionen für fünf weitere Maschinen. Es handelt sich ausnahmslos um gebrauchte Flugzeuge. Details zur Ausflottung der Fokker-Maschinen gibt es noch nicht. Derzeit hat man fünf Fokker 50, 24 Fokker 100 und 13 Fokker 70 in der Flotte.

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Easyjet versilbert weitere neun Flugzeuge

Der Billigflieger Easyjet organisierte sich weitere 398,6 Millionen U.S.-Dollar mittels Sale-and-Leaseback-Geschäften über neun Verkehrsflugzeuge. Diese wurden an zwei Lessoren verkauft und zurückgeleast. Vier Maschinen der A320-Serie wurden an Wilmington Trust veräußert. Fünf weitere gingen an eine Tochtergesellschaft von ICBC Financial Leasing. Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt laut Easyjet zwischen 116 und 117 Monaten. Jährlich verursachen diese zusätzliche Kosten in der Höhe 15 Millionen Britischen Pfund. Nach Abschluss der Transaktion wird der Carrier noch 152 unbelastete Maschinen sein Eigentum nennen können.

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Flughafen Wien: Essen und Trinken im Lokal verboten, direkt davor aber erlaubt

Das Konsumieren und Speisen und Getränken ist aufgrund der jüngsten Covid-19-Schutzmaßnahmenverbordnung seit Mitternacht bis zumindest 30. November 2020 nicht mehr gestattet. Wohl aber dürfen die Betriebe „zum Mitnehmen“ verkaufen. Das führt zu einem absurden Umstand. Verboten ist nämlich nur das Konsumieren von Speisen und Getränken in den Gastronomiebereichen. Auf Sitzbänken des Airports, zum Beispiel direkt gegenüber des Lokals, allerdings nicht. Somit können beispielsweise Schnitzelsemmel und Bier im Gastrobetrieb „zum Mitnehmen“ gekauft werden und völlig legal ein paar Schritte entfernt verspeist bzw. getrunken werden. Im Lokal ist es nicht erlaubt. Ähnlich obskur wird es hinsichtlich der vom Flughafen Wien betriebenen Sky Lounge, denn das Buffet ist geschlossen. Alle anderen Angebote stehen weiterhin zur Verfügung. Damit die Lounge-Nutzer nicht verhungern oder verdursten müssen, gibt es laut Flughafen einen Snackbag, der beim Verlassen der Lounge mitgegeben wird. Dieser kann dann natürlich, beispielsweise auf den Sitzbänken direkt vor der Lounge, konsumiert werden. Worin nun der Unterschied zwischen „Konsum im Lokal“ und „Konsum direkt vor dem Lokal“ liegt, können wohl nur die Urheber der Verordnung beantworten. Gegenüber Aviation Direct erklärte eine Sprecherin der Flughafen Wien AG wie folgt: „Gemäß der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, die vorerst von 03. – 30.11.2020 Gültigkeit hat, ist die Konsumation von Speisen und Getränken in Gastronomiebereichen/Lounges nicht gestattet, dies gilt auch für den Flughafen Wien.  Gastronomiebetreibern steht am Airport das Anbieten eines Take-Away Services frei, es wird jedenfalls in jedem Terminalbereich Verpflegung für Passagiere weiterhin zur Verfügung stehen. (F-Gates: Jemis Deli, Juice Factory; G-Gates: Henry’s; Ankunft: Mc Donalds und Ritazza (ab 4.11.), Anker,

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Lockdown: AUA-Lounge bleibt geöffnet

Die österreichische Bundesregierung verfügte mittels Verordnung unter anderem die Schließung von Gastronomiebetrieben. Das überaus kryptisch formulierte und zum Teil widersprüchliche Dokument sieht aber Ausnahmen für die Beförderungsbranche vor. Austrian Airlines wird die Lounge im Schengen-Bereich des Wiener Flughafens offenhalten. Die Rechtsabteilung von Austrian Airlines analysierte die Verordnung umfassend. Letztlich ist die Entscheidung getroffen worden, dass die Lounge offenbleiben kann. „Unsere Lounge bleibt wie bisher auch weiterhin geöffnet. Die Hygiene- und Abstandsregeln sowie die MNS-Pflicht in der Lounge bleiben unverändert. Der Mund-Nasen-Schutz ist in der Lounge immer zu tragen, auch am Weg zum Buffet oder in den Sanitärbereichen. Der MNS darf nur während des Sitzens bei den Tischen abgenommen werden“, erläuterte Konzernsprecherin Tanja Gruber gegenüber Aviation Direct. Der Flughafen Wien wird die eigenbetriebene Lounge ebenfalls offenhalten, jedoch das Buffet schließen. Stattdessen wird den Besuchern beim Verlassen des exklusiven Wartebereichs ein Snackpaket mitgegeben. In den Gastronomiebetrieben dürfen Speisen und Getränke nicht konsumiert werden, lediglich Take-Away ist erlaubt. Das Trinken und Verspeisen kann völlig legal direkt vor dem Lokal erfolgen, nähere Einzelheiten dazu in diesem Artikel.

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BDL-Präsident fordert Schnelltests bei der Einreise

Derzeit rollt eine neue Lockdown-Welle über Europa und mit Thessaloniki wurde auch bereits der erste Flughafen wieder behördlich geschlossen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft fordert nun nochmals die Einführung von Schnelltests bei der Einreise und kritisiert die Zwangsquarantäne, die ab 8. November 2020 gelten soll. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung weist Verbandspräsident Peter Gerber darauf hin, dass man bei fünf Tagen bis zu einem möglichen PCR-Test nicht weiß wer infiziert ist und wer nicht. Das wäre mit Schnelltestungen direkt nach der Einreise anders. Deutschland betrachtet mittlerweile fast ganz Europa als Risikogebiet und will ab 8. November 2020 sämtliche Personen, die aus solchen Zonen kommen, zehn Tage in Quarantäne stecken. Wer einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen kann, wird nur fünf Tage isoliert. Diese Vorgehensweise wird seitens der Fluggesellschaften heftig kritisiert. Gerber zweifelt übrigens auch an, dass sich Personen ohne Symptome überhaupt an die Absonderung halten werden.

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Special: Berlin-Tempelhof im Schatten der BER-Eröffnung

Am 31. Oktober 2020 startete in Berlin mit der Eröffnung des BER eine neue Ära. Doch die Geschichte der deutschen Luftfahrt, aber auch jene der Lufthansa, kann ohne den ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof (THF) nicht erzählt werden. Die imposante Architektur des „Zentralflughafens“ ist das Produkt der Gigantomanie der Nationalsozialisten. Stellt man Tempelhof in den Fokus, so muss eingangs darauf hingewiesen werden, dass das Areal eine sehr dunkle Vergangenheit hat, denn es fand sich dort mit dem KZ Columbia nicht nur ein Konzentrationslager, in dem tausende Menschen gepeinigt wurden und unzählige ihr Leben verloren haben, sondern Zwangsarbeiter mussten unter unmenschlichen und unwürdigen Bedingungen für die nationalsozialistische Kriegswirtschaft arbeiten. Viele verloren ihr Leben, was jeder Besucher dieses Airports im Hinterkopf haben muss. Die Geschichte des Tempelhofer Flughafens in seiner heutigen Bausubstanz ist äußerst wechselhaft, hatte jedoch für die Bevölkerung auch positive Höhepunkte. Während der Zeit der Blockade Berlins durch die DDR und die Sowjetunion nutzten die Alliierten diesen Flughafen – nebst Tegel und Gatow – für die Luftbrücke, die auch als „Rosinenbomber“ in die Geschichte eingegangen ist. Wenn die westlichen Siegermächte dieses logistische Meisterwerk nicht in die Luft gebracht hätten, dann hätte die Geschichte West-Berlins mit hoher Wahrscheinlichkeit einen anderen Verlauf genommen. Insofern hat Tempelhof der Bevölkerung West-Berlins einen großen Dienst geleistet und diese vor dem Verhungern und Erfrieren bewahrt, denn die Alliierten flogen alles, das zum Leben benötigt wurde und im Westen der Stadt nicht produziert werden konnte, ein. Das unfassbare Leid, das auf dem Tempelhofer Flugfeld zur Zeit der NS-Diktatur geschehen

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Griechenland schließt Flughafen Thessaloniki

Aufgrund der Corona-Pandemie und eines neuerlichen Lockdowns, der für Thessaloniki verfügt wurde, muss der dortige Flughafen am Dienstag ab 6 Uhr 00 schließen. Alle zivilen Flüge sind gestrichen. Aufgrund des Umstands, dass es sich um eine hoheitliche Anordnung handelt, gehen betroffene Fluggäste hinsichtlich eventueller Entschädigungsleistungen nach EU-VO 261/2004 mit hoher Wahrscheinlichkeit leer aus. Die griechische Regierung ordnet für Thessaloniki eine strikte nächtliche Ausgangssperre an. Wie bereits beim ersten Lockdown müssen Bürger, die tagsüber ihr Haus verlassen wollen, die Behörden per SMS darüber informieren. Thessaloniki ist derzeit seitens der Regierung als lokaler Hotspot eingestuft.

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Boeing-Schadenersatz senkt Ryanair-Verlust

Wenig überraschend flog die Billigfluggesellschaft Ryanair im ersten Halbjahr ihres Geschäftsjahres tiefrote Zahlen ein. Der Verlust wird seitens der Konzernführung mit 411 Millionen Euro beziffert, allerdings wurden diese durch einen Einmaleffekt „geschönert“, denn die von Boeing an den Billigflieger ausbezahlte Entschädigungsleistung verminderte den Fehlbetrag deutlich. Ryanair rechnet allerdings damit, dass sich der Verlust bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2020 erheblich ausweiten wird. Eine Prognose will man aufgrund der Corona-Situation nicht abgeben. Gruppenweit wurde die Kapazität auf rund 40 Prozent des Vorjahresniveaus reduziert, wobei weitere Kürzungen nicht ausgeschlossen sind. Konzernchef Michael O’Leary rechnet bis Ende März 2021 mit etwa 38 Millionen Passagieren, wobei diese Prognose nur eine grobe Schätzung ist. Die Zahl könnte deutlich nach unten korrigiert werden, wenn die Reisebeschränkungen und die Nachfrage weiterhin negative Auswirkungen haben. Im letzten Geschäftsjahr beförderte die Ryanair Group rund 149 Millionen Fluggäste. Ryanair ist dennoch davon überzeugt, dass man für die Zeit „nach Corona“ bestens aufgestellt ist. Michael O’Leary vermutet, dass die Schieflage vieler Airlines dem von ihm geleiteten Konzern weiteres Wachstum ermöglichen wird. Das soll auch mit Hilfe der Boeing 737-Max 200 erfolgen, die dem irischen Billigflieger rund 250 Millionen Euro Schadenersatz eingebracht hatte. Im Sommer 2021 will Ryanair konzernweit 30 Stück dieses Typs einsetzen. Den Kaufpreis will O’Leary allerdings nochmals nachverhandeln, sprich nach unten drücken.

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Award: Zürich erneut bester Flughafen Europas

Der Flughafen Zürich-Kloten erhielt zum 17. Mal in Folge den World Travel Award als bester Flughafen Europas überreicht. Vergeben wird dieser Preis seit 27 Jahren. Die Geschäftsleitung fühlt sich geehrt erneut den Award gewonnen zu haben. „Die Auszeichnung ist gerade in der aktuell schwierigen Zeit eine große Ehre für uns und steht für die großartige Zusammenarbeit mit unseren Flughafenpartnern“, so Stephan Widrig, CEO am Flughafen Zürich. Bewertet wurden neben der Kundenzufriedenheit die Qualitätsstandards von Produkten und Dienstleistungen am und um den Flughafen Zürich. Eine internationale Jury aus Hotel- und Fachexperten vergibt den angesehenen Award bereits seit 27 Jahren. Geehrt werden hervorragende Leistungen in verschiedenen Bereichen der Reise- und Tourismusbranche. In seiner Kategorie ist der Flughafen Zürich seit 2004 ungeschlagen.

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