Jan Gruber

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Jan Gruber

Winterflugplan: Deutlich weniger Arbeit für Lauda-Basis Wien

Am Donnerstag kündigte die Ryanair Group an, dass das Angebot streckennetzweit erneut zurückgefahren wird. Davon ist auch die Wiener Basis der Tochtergesellschaft Lauda betroffen. Im Winterflugplan 2020/21 sind mit Mailand-Malpensa und London-Stansted nur noch zwei Ziele, die täglich bedient werden, geplant. Auf allen anderen Strecken kommt es zu drastischen Kürzungen. Neuaufnahmen wie Banja Luka sind in den Sommer 2021 verschoben worden. Ein Blick auf den Wiener Winterflugplan der Ryanair Group zeigt eindeutig, dass es für die Tochtergesellschaft Lauda Europe deutlich weniger Flugaufträge geben wird, denn alle Verbindungen werden unter dem Code der Konzernschwester Ryanair DAC im Wetlease durchgeführt. Firmenchef David O’Brien bereitete die Belegschaft vor einigen Tagen darauf vor, dass in Wien drastisch gekürzt wird, berichtete Aviation Direct. Derzeit sind in Wien zehn Airbus A320, betrieben von Lauda, und drei Boeing 737-800, betrieben von Ryanair, stationiert. Aus der untenstehenden Übersicht, die den Datenstand vom 16. Oktober 2020, darstellt, ist ersichtlich, dass Mailand-Malpensa und London-Stansted die einzigen Destinationen sind, die täglich bedient werden sollen. Für Dezember 2020 ist die tägliche Wiederaufnahme der Madrid-Strecke angekündigt, wobei dies von der Nachfrage und der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängt. Dortmund und Rom-FCO werden fünfmal pro Woche angeflogen. Mit vier Umläufen werden Athen, Charleroi, Köln/Bonn, Lissabon, Bergamo und Barcelona bedient. Alle anderen Ziele werden, sofern nicht ohnehin aus dem Flugplan gestrichen, maximal dreimal pro Woche ab Wien angesteuert. Gar nicht mehr enthalten sind Klassiker wie Fuerteventura, Marrakesch, Agadir und Paris. Neuaufnahmen wie Banja Luka wurden vorläufig abgeblasen und in den Sommerflugplan 2021 verschoben. Die nachstehende

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Schweiz beendet Pläne für Business-Airport Dübendorf

Der Militärflughafen Dübendorf (Schweiz) wurde im Zuge der Corona-Pandemie als Parkplatz für zahlreiche Maschinen von Swiss und anderen Airlines bekannt. Geplant war, dass dieser Platz künftig als Business-Airport genutzt werden sollte, um eben auch Kloten entlasten zu können. Daraus wird nun nichts, denn die schweizerische Bundesregierung zieht sich zurück. Das Eidgenössische Departement für Verkehr teilte mit, dass der Bund die Planungen für die Umnutzung des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld mit Bundesbasis einstellt. Auch verweist man darauf, dass mit Klagen von Anwohnern und Gemeinden zu rechnen wäre. Auch wolle der Betreiber, die Flugplatz Dübendorf AG, eine voll Konzession erlangen und nicht nur eine Betriebserlaubnis. Der Bundesrat beschloss insbesondere aufgrund möglicher Klagen von Anliegern den Rückzug aus dem Projekt. Ob das Vorhaben nun ohne Beteiligung der Eidgenossenschaft, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Kanton, umgesetzt werden kann, ist noch unklar. Die Flugplatz Dübendorf AG ist allerdings verärgert, denn man habe vom Rückzug des Bundesrats aus den Medien erfahren und überlegt nun eine Entschädigung zu fordern. Hierzu verweist man auf eine entsprechende Vereinbarung, die eine solche Pflicht vorsehen würde.

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Wizzair nimmt Karlsruhe-Pristina auf

Ab 14. Dezember 2020 wird Wizzair eine Nonstop-Verbindung zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Pristina anbieten. Diese wird vorläufig zweimal pro Woche bedient. Ab Deutschland bietet der Billigflieger diese Destination bereits ab Dortmund und Memmingen an. „So bieten wir vielen Menschen eine schnelle und preisgünstige Möglichkeit, ihre Arbeits- und Studienplätze in Deutschland zu erreichen und Freunde und Verwandte in beiden Ländern zu besuchen“, erklärt Wizz Air Pressesprecher Andras Rado. Geflogen wird an den Verkehrstagen Montag und Freitag.

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New York startet Schnelltests vor jedem Abflug

Während in Wien und an anderen europäischen Flughäfen die Einführung von Corona-Schnelltests noch getestet oder diskutiert wird und beispielsweise sich deutsche Politiker klar dagegen aussprechen, führen die New Yorker Flughäfen Newark und John F. Kennedy diese verpflichtend ein. Die Teststationen werden von einem privaten Unternehmen betrieben und sollen Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten liefern. Es besteht eine enge Kooperation mit der lokalen Gesundheitsbehörde, berichtet das Portal Reisetopia. Generell sollen Schnelltests vor jedem Abflug in den USA flächendeckend ausgerollt werden. Nur wessen Testergebnis negativ ist, darf fliegen. Beispielsweise testet United Airlines ein solches Verfahren auf der Strecke San Francisco-Honolulu.  Das Bestreben der Fluggesellschaften und Airports ist klar: Verpflichtende Schnelltests vor dem Abflug sollen Einreiseverbote und Zwangsquarantäne ersetzen. Nach Ansicht der Branchenvertreter soll so das Überleben der Luftfahrtbranche, aber auch der Touristik gesichert werden. Noch mangelt es aber an behördlichen Zulassungen, denn ein negatives Schnelltestergebnis wird derzeit noch nicht als Ersatz für einen negativen PCR-Befund anerkannt. Hierzu müssten die jeweiligen Regierungen noch die Voraussetzungen schaffen, wobei die Positionierung hierzu sehr unterschiedlich sind. Österreich zeigt sich beispielsweise offen, in Deutschland sprechen sich führende Politiker klar gegen Schnelltests für Reisende auf und verweisen darauf, dass man die Testkapazitäten für Krankenhäuser und Altenheime benötigen würde. Dennoch ist der Druck aus der Branche äußerst hoch und sowohl Airlines als auch Flughäfen arbeiten weltweit an Verfahren, die den Regierungen als Ersatz für die bisherigen Bestimmungen schmackhaft gemacht werden sollen. Angesichts des Umstands, dass der Finanzbedarf der Fluggesellschaften, aber auch der gesamten Reisebranche, drastisch steigen wird und so

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Corona: Klagenfurt drei Monate lang ohne Passagiere

Das Ausmaß der Corona-Pandemie lässt sich an den Fluggastzahlen des Klagenfurter Airports deutlicher als an jedem anderen österreichischen Flughafen sehen: Drei Monate lang hatte man weder kommerzielle Starts oder Landungen, noch Passagiere. Der „absolute Nullpunkt“ zog sich in Kärnten durch die Monate April, Mai und Juni 2020. In das Jahr 2020 startete Klagenfurt mit 15.461 Fluggästen. Im direkten Vergleich mit Jänner 2016 bedeutet dies einen Rückgang um 14 Prozent. Die Anzahl der Flugbewegungen reduzierte sich um acht Prozent auf 253 Starts oder Landungen. Auch im Feber 2020 verzeichnete Klagenfurt einen zehnprozentigen Rückgang auf 14.665 Reisende. Die Movements gingen um sieben Prozent auf 220 Flugbewegungen zurück. Im März 2020 ging es dann aufgrund der Corona-Pandemie steil bergab: 70 Prozent weniger Passagiere (5.556) und 54 Prozent weniger Flugbewegungen (117). Anschließend folgte von April bis Ende Juni eine dreimonatige Durststrecke ohne kommerzielle Flugbewegungen und Passagiere. Die Öffnungszeiten waren stark eingeschränkt. Seit Juli 2020 geht es in Klagenfurt langsam wieder bergauf: Gezählt wurden 28 Starts oder Landungen (minus 91 Prozent) und 2.716 Passagiere (minus 87 Prozent). Im August waren 3.225 Reisende ab dem Kärntner Flughafen unterwegs. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Minus von 85 Prozent. Die Anzahl der Starts oder Landungen lag bei 38 Flugbewegungen – ein Minus von 88 Prozent. In Klagenfurt ist mit konstanten Zahlen bzw. eventuell sogar einem minimalen Anstieg gegenüber August 2020 zu rechnen. Grund dafür ist, dass Austrian Airlines die Drehkreuzanbindung an Wien im November vorsichtig ausbaut. Sämtliche weiteren Entwicklungen sind von politischen Entscheidungen rund

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Deutschland verlängert Air-India-Bann

Deutschland und Indien liefern sich auf Kosten von Lufthansa und Air India einen Streit um sprichwörtliche Rechthaberei. Die Folge: Der Kranich steht in Indien auf der “schwarzen Liste” und umgekehrt Air India in Deutschland. Beiden Carriern ist es damit unmöglich Flüge zwischen der Bundesrepublik und dem Subkontinent anzubieten. Begonnen hat es damit, dass Indien der Ansicht ist, dass Deutschland hinsichtlich der Korridorregelungen Indien benachteiligt. Ende September 2020 wurde Lufthansa sprichwörtlich aus dem Subkontinent ausgesperrt. Die Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen: Deutschland sperrte Air India aus und verlängerte das Verbot bis mindestens 20. Oktober 2020.  Was wirft man sich eigentlich gegenseitig vor? Zwischen Indien und Deutschland wurden im Zuge der Corona-Krise Korridorlösungen ausverhandelt. Laut der Luftfahrtbehörde des Subkontinents soll Lufthansa auch Flüge mit Umstieg in Frankfurt am Main nach Kanada und in die Vereinigten Staaten von Amerika angeboten haben. Diese sind nach Ansicht der Inder vom Abkommen nicht umfasst, sondern es würde sich um Flüge der Sechsten Freiheit handeln. Air India kann diese allerdings nicht anbieten und so lautet der Vorwurf, dass der Kranich unfaire Methoden anwenden würde. Indien erteilte Lufthansa ein Flugverbot und darauf reagierte Deutschland prompt und sperrte im Gegenzug Air India aus. Nun verlängerte die Bundesrepublik ihren Bann bis vorläufig 20. Oktober 2020. Die Politik ist nun am Zug und muss auf diplomatischer Ebene eine Lösung für das Problem finden. Allerdings gehen die Ansichten weit auseinander, so dass nicht mit einer raschen Einigung zu rechnen ist. Auf Anfrage meinten beide betroffenen Fluggesellschaften, dass sie darauf

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In Kürze: Corona-Schnelltests im Terminal 3 in Wien

Am Dienstag wurde im Terminal 3 des Wiener Flughafens eine Corona-Schnelltest-Station aufgebaut werden. Im Rahmen eines Probebetriebs, den Austrian Airlines auf ausgewählten Routen innerhalb Europas anbieten möchte, soll die Inanspruchnahme vorerst kostenfrei sein. Einen genauen Termin für den Start nannte die Airline jedoch nicht, denn noch stehen die behördlichen Genehmigungen aus. “Austrian Airlines plant gemeinsam mit dem Flughafen Wien demnächst einen Probebetrieb, bei dem Passagiere COVID-19-Antigen-Schnelltests nutzen können. In diesem Probebetrieb sollen Passagiere auf einer ausgewählten Europastrecke die Möglichkeit erhalten, Schnelltests freiwillig und kostenlos durchzuführen. Im Rahmen des Tests sollen Abläufe und Prozesse geprüft werden. Die Erkenntnisse möchte man dann für die Ausgestaltung des Testangebots nutzen”, so eine Sprecherin von Austrian Airlines. Der vor Ort vorgesehene Ablauf ist wie folgt: Zunächst scannen Passagiere ihre Bordkarte und geben einige zusätzliche Daten über einen Touchscreen ein. Anschließend werden die Probe genommen und der Schnelltest durchgeführt. Das Ergebnis soll innerhalb von zehn Minuten feststehen. Mit dieser Zeitspanne wird deutlich Sichtbar auf Transparenten der Teststation geworben. Das Angebot wird sich kurz vor der Bordkartenkontrolle im Terminal 3 des Wiener Flughafens befinden. Momentan ist es allerdings so, dass ein negatives Schnelltest-Ergebnis zu keinen Einreiseerleichterungen führt. Innerhalb der EU sind die Voraussetzungen hierfür noch nicht geschaffen, da es einheitlichen Regeln bedarf. Das bedeutet konkret, dass weiterhin in vielen Staaten ein negativer PCR-Test vorgelegt werden muss. Ob sich an dieser Praxis etwas ändern wird oder nicht: Das ist noch völlig offen. Jedenfalls wollen Austrian Airlines und der Flughafen Wien bereit sein und testen daher die Abläufe. Insbesondere

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Tegel-Schließung: Lufthansa verabschiedet sich mit A350

Mit einem Langstreckenjet des Typs Airbus A350 wird sich Lufthansa vom Flughafen Berlin-Tegel verabschieden. Flug LH1955 wird am 7. November 2020 aufgrund der hohen Nachfrage mit einem Großraumjet durchgeführt. Das Portal “Simple Flying” berichtet unter Berufung auf eine Lufthansa-Sprecherin, dass eine hohe Kundennachfrage auf diesem Tegel-München besteht und man daher entschieden habe das Fluggerät zu ändern, um zusätzliche Sitzplätze anbieten zu können. Die offiziellen Erstlandungen auf dem BER werden Lufthansa und Easyjet parallel am 31. Oktober 2020 durchführen. Den ersten Start führt der orangefarbene Billigflieger am 1. November 2020 in Richtung Gatwick durch. Am 8. November wird Air France den letzten Flug ab Berlin-Tegel durchführen. Ziel ist Paris Charles de Gaulle.

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Eurowings: Schmitt und Knitter scheiden aus

Erst im März 2020 wurde Oliver Schmitt in die Geschäftsführung von Eurowings berufen und folgte Oliver Wagner, der zu Air Plus wechselte, nach. Nun scheidet Schmitt wieder aus und wird eine andere Funktion innerhalb der Lufthansa Gruppe übernehmen. Die Position des Chief Commercial Officers wird nicht nachbesetzt. CEO Jens Bischof wird laut einem Bericht der FVW zusätzlich die Vertriebsagenden übernehmen. Doch das ist nicht der einzige Abgang in der Geschäftsführung der Lufthansa-Tochter, denn auch COO Michael Knitter wird im ersten Quartal 2021 ausscheiden. Sein Posten soll jedoch nachbesetzt werden. Eine Eurowings-Sprecherin erklärte gegenüber dem Medium, dass die Verkleinerung der Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Pandemie zu sehen wäre.

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Lufthansa und Turkish Airlines stocken in Nürnberg auf

Ab dem Flughafen Nürnberg wurden die Anschlüsse an die Star-Alliance-Drehkreuze Istanbul, Frankfurt und Wien sowie die Skyteam-Hubs Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol wiederhergestellt. Im Feber 2021 wird Swiss die Zürich-Strecke reaktivieren. Lufthansa hat angekündigt, ihre Verbindung von Nürnberg nach Frankfurt ab 15. November 2020 von aktuell elf auf bis zu 19 Flüge pro Woche aufzustocken. Auch Turkish Airlines weitet das Angebot im Winter weiter aus: Bereits ab dem 25. Oktober 2020 ist Istanbul bis zu fünfmal wöchentlich erreichbar. Die Flugzeiten werden so optimiert, dass sich vielfache Anschlussmöglichkeiten ergeben. „Geschäftsreisen bleiben auch in Zukunft relevant, weil virtuelle Meetings die Kommunikation von Mensch zu Mensch nicht dauerhaft ersetzen können. Techniker der in der Metropolregion beheimateten Unternehmen müssen vor Ort Maschinen installieren und warten können“, so Flughafengeschäftsführer Michael Hupe. „Die Airlines zeigen eine hohe Bereitschaft, das Streckennetz ab Nürnberg bedarfsgerecht wieder aufzubauen. Zur Stabilisierung der Strecken brauchen wir allerdings auf den angebotenen Verbindungen eine ausreichende Nachfrage aus der Wirtschaft.“

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