
Graz-Chef Widmann: „Die Kurzarbeit ist eine große Hilfe“
Erst vor wenigen Tagen nahm die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines die Nonstop-Verbindungen von Graz nach Stuttgart und Düsseldorf wieder auf. Auch die Anbindung an das KLM-Drehkreuz Amsterdam folgt am 25. Oktober 2020. Lufthansa wird sehr bald wieder zweimal täglich nach Frankfurt fliegen. Doch auch den Grazer Flughafen trafen die Auswirkungen der Corona-Pandemie hart. Die Wiederaufnahmen ab dem steirischen Airport erfolgen nur langsam, denn wichtige Strecken wie München, Zürich und Berlin wurden bislang noch nicht aufgenommen. Dennoch kam Graz stabiler durch die Krise als andere Regionalflughäfen, was wohl auch an der hohen Reisetätigkeit der Wirtschaft liegen dürfte. Aviation.Direct sprach mit Gerhard Widmann, der seit vielen Jahren Geschäftsführer der Grazer Flughafens ist und mit Jahresende in den Ruhestand treten wird, über aktuelle Entwicklungen in Sachen Reisen, Schnelltests und wie er uns sein Team den plötzlichen Lockdown erlebt hatten. Aviation.Direct: Welche Schritte müssen Regierungen und die EU setzen, um der Luftfahrt- und Touristikbranche das Überleben und Comeback ermöglichen zu können?Gerhard Widmann: Zuerst möchte ich vorausschicken, dass wir sehr dankbar sind für das Instrument der Kurzarbeit! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughäfen sind in weiten Bereichen Fachleute, die nicht leicht ersetzbar sind. Sie zu halten, um auch in Zukunft eine hohe Qualität für unsere Gäste, Partnerinnen und Partner, Kundinnen und Kunden garantieren zu können, hat daher hohe Priorität und ist durch die Kurzarbeit möglich geworden. Natürlich wäre es wünschenswert, dass es EU-weite Regeln bezüglich Reisewarnungen gibt. Das würde nicht nur der gesamten Reise- und Tourismusbranche, sondern vor allem auch den Menschen helfen, die derzeit aus








