
Fotoreportage: Danke, Berlin-Tegel!
Die Berliner hatten mit ihrem Flughafen Tegel schon immer eine Art Hassliebe, denn wirklich gerne hatte man den mittlerweile ordentlich heruntergekommen Airport nie, doch zog ihn die Mehrheit der Reisenden gegenüber Schönefeld vor. Die innerstädtische Lage war insbesondere bei Personen, die aus geschäftlichen Gründen unterwegs waren, sehr beliebt. Am Wochenende gegen in Tegel die fliegerischen Lichter aus. Für immer. Das Areal, auf dem sich der Otto-Lilienthal-Flughafen befindet, war nach dem zweiten Weltkrieg eine regelrechte Kraterlandschaft. Viele Munitionsreste und Blindgänger fanden sich auf dem Gelände. Eigentlich hätte dort eine Kleingartensiedlung entstehen sollen, aber die französische Besatzungsmacht begann im Jahr 1948 mit der Errichtung einer Runway. Damals war sie mit 2.428 Metern die längste Europas. Bereits am 5. November 1948 landete das erste Flugzeug, eine Douglas C-54. Zunächst war der Zentralflughafen Berlin-Tempelhof jener Airport, der für den zivilen Flugverkehr West-Berlins am wichtigsten war. Ab Tegel gab es nur militärische Flüge und gelegentlich einige Charter. Beide Airports durften damals ausschließlich von den Besatzungsmächten angeflogen werden. Air France verlagerte als erste Airline überhaupt die Linienflüge von Tempelhof nach Tegel. Der Erstflug fand am 2. Jänner 1960. Der Kreis schließt sich übrigens: Air France führt auch den letzten regulären Linienflug ab diesem Airport durch. PanAm zog im Mai 1964 um und brachte die ersten Langstreckenflüge nach Tegel. Innenaufnahmen der Terminals A und B in der Slideshow: Ab 1975 setzte sich der Otto-Lilienthal-Flughafen endgültig durch. Die Amerikaner verfügten, dass Tempelhof für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden muss. Zwar wurde der „Mitbewerber“ nur wenige Jahre später wieder








